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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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mur als Prior den i4-nov. an.ifH. Seine eigeneschristmsind ' de Advertentia ad peccandum necessana, Luttict) 1690.

In 8. welchen tractat er wider eines Jesuiten und kroselsons»u Düon assertion de Peccaw Philosophieo , dre Alexander VIII den 24 auq. 169°. verdammet, aufgesetzet; DllsolutmSchematis Wyckiani bipartiti de Praidestmatione, Antwerpen 1708. in 12. Theses Theologicae de Impedimentis Matnmo-nii, Löven 1710, in 12. Vindiciae Gratia: divinae, Brüssel 17x1.in 8. Theses polemicse de Justificatione & Merito lb. M 8.Anderer ihre schriften, die er auflegen lassen, sind: Franc. r»ivnOpera , Antwerpen 1698. in fol. in VI. WM1S; Xat. AlexandnTheologia moralis in Compendium redacta , R0M; rliliorraCongregationum de auxiliis divinae gratia; , Antwerpen i 7 ° 9 »in fol. Ecbard, bibl. Domin. tom. II. p. ^8-

* Delbende, ein schloß, welches von den Sachsen an. 822.an der Elbe angeleget wurde, um den einfall der Slaven zuverhindern, und soll der nähme so viel als der Elbe ende heij-sen, weil es an dem ausfluß derselben gestanden habe. AbEckbari, rer. Franc. XXVIII. 166. AlblNUs M der Meisnt-schen land-chron. VIII. p. 92. meynet zwar, es müsse vielleichtDelmenda oder Delmenta gelesen, und von dem ort verstandenwerden, da hernach die stadt und schloß Meissen erbauet wor-den. Univ. Lexic .

Delbene, siehe Elbene.

Delbene, (Franciscus) ein Rechtsgelehrter von Verona ,war an. 1490. berühmt, und lebte noch an. 1908. Er schriebeine chronick von den familien zu Verona , nebst verschiedenenandern werden. Du Puy, in elog. Advocat. Veron. &c.

Delbrug , eine kleine stadt in Westphalen zwischen der Emsund Lippe , gehört unter das Stift Paderborn , und fuhrt dentitul eines Fürstenthums. Sie war sonst durch die Bructerosbewohnt, welche Germaniens, ein söhn Drusi , geschlagen. Nachdiesem siege richtete Germaniens das ehren-mahl wieder auf,welches Ära Drusi genennet wird, und das diese volcker nieder-aeworffen hatten, ließ auch alle gebeine derer, so mit dem Va-rv umgekommen, zusammen in ein grad sammle«. Der be-rühmte Kayserliche General Graf Johann von Sporck war andiesem ort gebohren, und brachte denselben an sich. Furfimb.monum. Paderb.

* Delckenheim, war ein raub-schloß im Ertz - BißthumMayntz, welches an. 1,72. die vvm Rheingau schleiften, undin die asche legten; es gehörte den Grafen von Epstein und

Königstein . Latornt catal. Episc. Alogunt. apud Mencken.script. rer. Saxon. tom. III. p. 918- Lucä Graftn-saal , pag.227. Junckers anleitung zur mittlern Geographie, II.

xag. 976.

* Delden, eine kleine stadt in Over-Zssel, in dem landleinTwente, 6 . oder 7. meilen von Deventer gegen osten gelegen.Es florirte ehemals die handelschafft ziemlich allda, die kriegs-läufte aber haben sie verdorben. Groß allgemein Holl.Lericon.

Delebio , ist ein alter, lustiger und ansehnlicher flecken auffreyem weilen selbe, im untern Äeltlin, zwischen Morbegno unddem fort di Fuentes gelegen , dessen Häuser dennoch nicht bey-sammen und an einander, sondern zerstreuet liegen. In demkrieg, den Hertzog Philipp Visconti zu Mayland an. 1492. wi-der die Republick Venedig geführt, da der Venetianische GeneralGeorgius Cornaro, aus dem Eamoniqer-thal, über den bergAuriga, in das Vcltlin eingefallen: ist es bey diesem Delebio zueiner schlackst gekommen, darinnen die Mayländischen unter an-führung Stephans Quadri und Niclaus Picinini die oberhandbehalten, und den Cornaro selbsten gefangen genommen. Eswurde hernach eine capelle auf die wahlstatt gebauet. Guter.Rhast. lib. XII. P-XZ9-*

* Delen, (Dietrich van) ein mahler, gebürtig von Heus-den, war ein lehriünger Francisci Hals von Hartem, undbrachte es in seiner kunst sehr hoch, sonderlich in der Perspectivund Architcctur. Als er etwas in das alter gekommen war,begab er sich nach Armuyden in Seeland, setzte sich allda, undgelangte zu der Bürgermeisters-würde. Man weiß nicht eigent-lich , zu welcher zeit er allda gestorben sey. Groß allgemeinHolland . Lexicon.

A)elf, oder Delft , lat. Delphi oder Delphimn , eine mittcl-mayige und wohlgebauete stadt in Süd-Holland, welche vondem canal, so dadurch gehet, den nahmen hat, sintemal delvenin dem Holländischen fo viel heißt, als graben oder einen canalmachen. Sie liegt an den flüssen Gaech und Schie, eine meilevom Haag, und ist die dritte in der ordnung der 18. städle, soDeputirte in die Versammlung der General-Staaten schicken.Von ihrem bier und tuch, welches man vor diesem sehr hochachtete, hat sie grossen reichthum erlangt, und noch jetzo verfer-tigt man daselbst viel Porcellan , welches unter dem nahmenDelfter-gefaß weit und breit bekannt ist. Dieser ort hat schönegebäude, worunter sonderlich das Rathhaus und die sogenann-te Sabourg berühmt, ingleichen 2. feine Archen, in deren einerdes Printzen Wilhelms von Nassau, der daselbst an. 1984. meu-chelmörderischer weise erschossen worden, in der andern aber desAdmiral Tromps begräbnis zu finden. Hertzog Gottfried vonLothringen, welcher Holland unter sich brachte, soll diese stadterbauet haben ; hierauf hat sie Albertus Bavarus erobert undgeschleift. An. 1916. brannte sie gantz ab, und an. 1694.

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litte sie grossen schaden, als das pulver- und rüst-magazin, wel-ches man nachgehends in das freye selb gebauet, in die luftsprang. In Dhuani supplemento wird eines aufstands ge-dacht , welchen die weiber allhicr erregt, als man eine neuebeschwerung auf das getreyde legen wollen. Zwischen denGomaristen und Arminianern ist allhier eine Unterredung,wiewol ohne erwünschten ausgang, gehalten worden. Seitden letzten Französischen kriegen ist allhier das vornehmstekriegs-magazin der Herpen Staaten gehalten worden. Zu die-sem orte gehört der stecken Delfshafen, ohngefehr eine viertel,meile von Roterdam gelegen, von welchem ein grosser canalbis nach Delft gehet. Guicciard. Belg. Boxborn. theatr . Holl.Z.eiler. topogr. Delices d'Hollande. Henoticum Belen dif-

fifii. *

* Delff , (Jacobus) ein söhn Wilhelmi Jakobze, der ihnmit der tochter des berühmten mahlers Michel Miereveld er-zeuget hatte, war auch selbst ein vortrefficher mahler, starbaber an. i66x. in seinem besten alter, da er kaum 42. jähr altwar. Anna von Hogenhouck, seine wittid, ließ ihm ein sehrprächtiges grabmahl verfertigen. Groß allgem. Holland.Lericon.

* Delss, (Jac. Willemzf war einer der vortreffichsten por-trait-mahler. Cornelius, Rochus und Wilhelmus, seine söh-ne, sind allzumal in ihres vatters fußstapfen getreten. JacobusDelff, von dem der vorhergehende artickul lautet, war seingroß-sohn.

* Delffau, (Franciscus) ein Benedictiner-Mönch von derCongrcgation St. Mauri, war zu Montat in Auvergne an.1697. gebohren. Kaum hatte er sich an. 1696. in gedachtenvrden begeben, als er nebst den PP. Robert Gucrard und Jo-hann Dürand anfieng an der aufläge der Operum Augustinimit zu arbeiten, und davon an. 1671. einen prospeckum druckenließ. Allein, eine zu gleicher zeit von ihm unter dem titulIAbbe Commendataire heraus gegebene sehnst, darinnen aufeine lebhaffte art die mißbräuche, welche von den Geistlichenzuweilen mit ihren einkünften getrieben zu werden, pflegen,abgeschildert und bestraft worden, verursachte, daß er deswe-gen nach St. Mähe in Nieder-Bretagne relegiret wurde. Erhat sich daselbst eine zeitlang auftzehalten, ist aber, da er eins«mals zu den Carmeliten nach Brest gehen wollen, um derH. Theresiä eine lob-rede zu halten, bey unvermuthet entstan-denem ungewitter, in einem angelauffenen dach, den xz. oct.an. 1676. im neun und dreißigsten jähre seines alters ertruncken.Ausser vorbemeldten schriften hat er auch eine Dissertation,für IAuteur du livre de lTmitadon de Jesus-Christ geschrie-ben , welche erst nach seinem tobe von P. Philibert Testellettein seinen Vindiciis Kempenfibus widerleget, von P. Mabillonaber in Animadversionibus ad Vindicias vertheidigt wordenist. Marvillc , melanges. Journal des Savans , 1679. juil. D«Pin , bibl. eccl. Le Cerf, bibl. bist. de la Congregation deS. Maur.

Delftno, eines von den ältesten edlen geschlechtcrn zu Vene­ dig , welches mit der Gradcnighischen famitie einerley Ursprunghat, von derseldigen aber, was den nahmen und das wapenanlangt, durch folgende Veranlassung unterschieden worden seynsoll. Es wird nemlich vorgegeben, daß in dem IX. feculo eingewisser Gradenigo wegen seiner sonderbaren geschicklichkeit inschwimmen den beynahmen Delphin bekommen, und daß sei-ne nachkommen nicht nur sich beständig also genennet, um vonden andern linien derer Gradenighi sich zu distinguiren, sondernauch das ehemalige wapen, so in einer treppe bestanden, in einensilbernen delphin in einem blauen selbe verwandelt. GregoriusDelfino, welcher, sehr mächtig und reich gewesen, hat nacheiniger zeit drey güldene delphine in einem blauen selbe zu sei-nem geschlechts-wapen angenommen, welches auch auf solcheart beybehalten worden. Im übrigen hat sich die Delfinischefamilie theils durch die ansehnliche güther, so sie immerzu beses-sen, ungeachtet sie einen nicht geringe» theil davon zu geistlichenstiftungen und zum besten ihrer Republick angewendet, theil-durch viel grosse und berühmte leuthe, so daraus entsprossen, ei-ne sonderbare reputation erworben. Von einem Johanne Del-fino, welcher in dem XI. feculo gelebt, wird erzeblt, daß erwegen stines erbaulichen Wandels, noch ehe er gestorben, gleich-sam vor einen Heiligen paßirt, und daß zu dessen beweis, daman an. 1099. der statue des heil. Marci einen kostbaren ringanstecken wollen, kein mensch solches bewerckstclligen können,bis endlich dieser Johannes Delfino sich genähert, da denn diestatue durch ein miracul alsbald den finger soll hingestreckt ha-ben. Ein anderer Johannes Delfino ward an. 1)96. nach Jo-hann Gradenigo zum Doge erwehlt. Derselbe continuirte denunter seinem vorfahren mit dem Könige von llngarn, Ludovico,angefangenen krieg mit ziemlichem glücke, entsetzte unter anderndie belagerte stadt Trevigo, beschützte Dalmatien , und schloßmdlich einen frieden. Er starb an. x;6i. und hatte LaurcntiumCelso zum Nachfolger. In dem jähr 1298. war Jacobus Del-fino General-Capitain. Nicht lang hernach erhielt BalduinDelfino eben diese charge, und um das jähr 1970. ward die-selbe Michaeli Delfino gegeben. Noch unterschiedene andereaus diesem gcschlechte sind Proveditorcn, Gcncral-Cavitains,Ambassadoren, venatoren und Procuratoren von Sän Marcogewesen , oder sonst in den vornehmsten bedienungcn derRepublick gebraucht worden. Nicht weniger hat das Del«

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