Allein hierdurch lud er sich den neid vieler mächtigen leuthe aufden hals, so daß sich hernach seine feinde wider ihn in eine con,spiration einliessen , um ihn aus dem Wege zu räumen , undseine statuen bis auf eine niederrissen. Damit er nun ihremgrimm entgehen möchte , flöhe er A. M. 3677. A. C. 307. A. U.447. Olymp. CXVII 1 . 2. in Egypten, allwo ihn Ptolemäus La-gus seiner rrnder halber um rath fragte: ob er dieienigen , wel-che er mir Eurydice gczeuget, seinem söhn Ptolemäo Philadel-pho , dessen mutter Bercnice war, vorziehen sollte? worauf»hm Demetrius rieth , daß er die Crone jenen überlassen sollte.Dieses erbitterte Philadelphum , welcher nachmals den thronbestiegen, dermassen, daß er nach seines vatters tobe Deine-trium gesänglich verwahren ließ , welcher sodann A. M. 37°°·A. C. 284. A. ü. 470. Olymp. CXX 1 V. I. von einer schlängetödtlich gebissen wurde; wiewol einige anderer meynung sind.Im übrigen ist von ihin zu mercken, daß er weit mehr schriften,beydes in gebundener und ungebundener rede verfertiget/ als ei-ner von den andern Philosophis zu seiner zeit , in der Historie,Politic , Poesie, Rede-kunst und ander» wlssenschafften gethan,wie er denn fünf bücher von den Alheniensifchen gefetzen, zweyvon den bürgern z»i Athen , zwey von der art das volck zu regie-ren , und viele andere geschrieben. Jofephus, der Jüdische
« chicht-schreiber, berichtet aus Aristea, daß dieser Demetriusalereu.s eine unglänbliche menge bücher in Ptolemäi Phila-delphi bibliolheck zusammen gebracht; worauf gedachter Printz,um selbige vollends vollkommen zu machen, die Bibel aus derHebräischen in die Griechische spräche übersetzen lassen , welchesinsgemein die Übersetzung der 70. Dollmetscher genennet wird.Nun ist nicht zu läugnen, daß Demetrius von Ptolemäo Phila-delpho , sobald derselbige zur Crone kam , seiner würde entse-tzet ; gleichwol meynet Voßius, daß doch gemeldte berühmteÜbersetzung der Bibel noch zu der zeit gemacht seyn könne, daPtolemäus Philadelphus mit seinem vatter PtolemäoEago regie-ret hat. Und solcher gestalt berichten Clemens Alexandrinus undJrenäus,daß gedachtes werck unter l.agi regierung geschehen sey.$r>ahn, Üb. IX. Phn. lib.XXXIV. c. 6. En>gen. La'irt. in ipfiusVita lib.V. J<'epbw, lib.XII. antiq. c.r. & lib.II. contra Appion.Irenaus , lib.III. C.23. t lern. Alex, lib.I. llrom. CyriOus , cath.4.Epiphem. depond. & mcns. TertuU. apol. c. >8- & »9- Philo,lib. II. vitse Mosis. Enfet>. hist. lib.VIl. c. 26. & lib. VIII. praep.Evang. c.. 1. Petuv. chron. & inepit. Get an!. Jo. Ko//.' de Hist.Gr;ec. lib. I. c. 12. Isau/. Voffiut , de translat. LXX. Interpr.• c. 2.3. Riccioii chron. tom. I. lib. III. c. 6 . Hody, de vers.LXX. Interpr. Meurßi bibl. Attica. Cellar. differt. de LXX.Interpr.
Demetrius Triclinius , ein Mathematicus, welchen einigefür den Urheber der Sphairx halten, welche man dem tzznpedo-cli beyleget. Er ist von einem andern Mathematico dieses nah-mens von Alexandrien unterschieden. Blancanus setzet ihn indas V. soculum. Chronol. Mnthematic. p. $3. Voj/tus, de Ma-them. c. 33. §. 10.
Demetrius, ist der nähme vieler berühmten auctorum,deren Diogenes Laertius gedenckct: der 1.) war ein Redner zuCarthago, und älter als der Thrasymachus. 2.) Ein Pcripate-tischer Philosophuz, dessen bereits gedacht. 3.) War von Bv-zanz, und auch ein Peripateticns. 4.) Mit dem zunahmenGraphipus, war ein mahler, und sehr deutlich in seinen Vorstel-lungen. Ein discipul des Apollonii von Solos. 6 .) Mitdem zunahmen Celantianus , schrieb 20. bücher von Asia undEuropa . Dionysius Halicam. Stephanus und etliche anderecitiren ihn. 70 Von Byzanz, beschrieb in 13. büchern , wiedie Gallier aus Europa in Asiam übergegangen, und in 8. bü-chern die thaten Antiochi und Ptolemäi nebst dem Gouverne-ment von Libyen unter ihrer regierung, woraus man siehet, daßer in der LXXV. Olymp, gelebet. 8 .) War ein Sophist, undwohnte zu Alexandrien , woselbst er die Rhetoric lehrte. 9.) Ge-nannt Irion , war ein Grammaticus, und soll diesen zunahnrenbekommen haben, weil er die Juno einiger Massen beleidiget.10.) Ein berühmter Grammaticus von Cyrene, zugenanntStamnus. n.) War von Scepsus, von edlem herkommen,wohl bey Mitteln und den studiis ergeben. 12.) War ein Gram-maticus von Erythräa, und wurde ein bürger zu Temnos.r z.) War von Bithynien , ein söhn Diphyli, welcher der Stoi-schen secte zugethan, und ein discipul deS Panätii von Rhodus .»4-1 War ein Redner. Einige von diesen haben in ungebunde-ner rede geschrieben. Unter denjenigen aber, welche in der Poesieetwas gethan, machte der erste comödien. Der andere war einPoeta Epicus , welcher wider die neidischen geschrieben, davonaber nichts mehr als drey verse übrig sind , so Diogenes anfüh-ret. Der dritte von Tarsä, machte Satyras . Der vierte, wel-cher von verdrießlichem Humor war , schrieb in JambischenVersen. Der fünfte war ein bildhauer, dessen Polemon geden-cket, und vielleicht auch Plinius lib. XXXIV. c. 8. Meldungthut. Der letzte von Erythräa hat die Historie tractiret, undorationes gemacht.
* Demetrius, ein goldschmied zu Evheso, dessen vornehmsteund meiste arbeit war, der göttin Diana kleine silberne tempel zumachen, die er den fremden verkaufte, und daraus samt den ge-nossen seines gewerbes grossen Vortheil zog. Afi. XIX. 24. Alsderselbe nun fabe, daß durch die predigt Pauli das Evangeliumnicht nur zu Epheso , sondern auch in gantz Asien einen grosseneindrUck bey den leuthe«. »nachte, folglich d,e abgvtterey und mit
selbiger auch seine einträgliche darbcy gethane arbeit hinfallenwürde und muste; wußte er, unter dem vorwand des eisers vorden goktcsdienst, den grausamen ausruhr zu erregen, darinnendie Christen des orts in äusserster gefahr stunden, undden derCantzler mit den allertrefllchsten gründen kaum stillen konnte.Serrarius meynt, er habe sich nach der zeit bekehrt, und sey der-jenige, den Johannes in seiner dritten Epistel v. »2. lobet.
* Demetrius, ein Griechischer author . schrieb ein buchvon den Jüdischen Königen, worinnen er von ihrer gefangen-schasst bericht giedet. Hieronymus setzet ihn unter die anzahlder herühmten scribenten , und ziehet zu dem ende ClementemAlexandrinum an, welcher dieses Demetrii mit lobe gedenckct. !Hieraus erhellet, daß er ein anderee'als Demetrius Phalereus
ist , von »velchem der artickul kan nachgesehen werden, und wel-cher zu Ptolemäi II. oder Philadelphi zeiten gestorben ist ; denndieser thut schon Ptolemäi IV. Meldung. Doch ist nicht genau ibekannt, zu welcher zeit er florirt hat. ckmens Alexanurmus , j
lib. I. ftromat. S. Hieronymus, in Cat. c. 38.
* Demetrius Syncellus , Metropolita zu Cyzico , hat Hi-storiam ßyzantinam gejchrieben , und im XI. fseculo unter Mi-chaile Paphlagone gelebt, wie aus dem Johanne Scyliza undCedreno zu schliessen. Man hat auch von ihm Expositionen!de Jacobitarum & Chatzitzariorum haeresi , welches Griechischund Lateinisch in Combesisii Auätuar. novo tom. 11 . p.261. und 1Lateinisch in der biblioth. Patrum tom. XII. p. 8-;. stehet.Sein buch de Nuptiis prohibitis steht Griechisch und Lateinisch
im Jure Gratco - Rom. VI. p. 392. Sein Responlum deeo,qui uxorem occiderat, citirt Nie. Comnenus , pr-enot. myfta-gog. p. 278. f'abricius , bibl. Gr. V. 3. $. 8. p. 388· $· *?. ,
p. 683. V. 43. p. 393. seq.
Demicianus, ( Johannes) ein Grieche aus der insul Ce- >
phalonia, war zu ei»de des XVI. und ansang des XVII. seculi |
berühmt. Als er nach Rom gekommen, that er grosse progres-sen in der Griechischen spräche. Er hatte ein gutes gedächtnis,und redete mit grosser sertigkeit, welches ihm viel rühm zuwegebrachte, ob er gleich nicht von gründlicher gelehrsamkeit war.
Er war durch gantz Europa »» gereiset, und die Hertzoge vonMantua gebrauchten ihn in verschiedenen angelegenheiten. Erkan, auch nach Paris , woselbst er mit dem General-AdvocatenServin, und m»l dein Jano Cäcilio Frei, welcher die Philoso-phie docirte, gute freuiidschaffl hielt. Einige, die ihn von al-len fachen urtheilen hörten , glaubten , daß er aus der Gesell-schafft der Rosenkreutzer wäre. Er starb zu Paris . Erytbraus,pinac. I. c. 126. *
Demmin , eine stadt in Vor - Pommern auf den Mecklen-burgischen arentzen an der Peene , welche hier die Tollense undTrebel zu sich nimmt. Sie ist schon bey Caroli M. und dessensöhne zeiten berühmt, und nach der zeit eine der vornehmstenWendischen städte gewesen , wie sie denn im XII. socu)o Her-tzog Heinrich dem Löwen und König Canuto von Dänemarckviel zu schaffen gemacht, aber auch darüber fast gäntzlich ver-»vüstet, und erst an. 1 ipi, wieder erbauet worden. Doch ist jienachgehends in der Danen Hände gerathen, und bis an. 1226,darinnen geblieben. In diese»» jähre aber tödteten und verjag,ten die burger mit hulffe ihrer nachbarn, die Dänische besa-
S mng, und nahmen darauf, wie die übrigen Pommern , Säch-ische sitten an. In den folgenden zeiten hat die stadt die gemei-nen Pata des Pommer-landes mit gehabt. An. »407. ist sie gantzabgebrannt, an. 1627. von den Kayserlichen besetzt, an. 16; 1.von den Schweden und an. »637. von den Kayserlichen mit ac-cord, an. »639. aber von den Schtveden durch l»st eingenom-men worden. Diese letztere haben darauf den ort nach der neuenart wohl bevestiget, und an. »648. das schloß und starcken thurmum mehrerer stcherheit willcn gesprenget. Im jähr »639. und1676. »vard die stadt von dem Churfürsten von Brandenburg erobert, aber beydemal nach erfolgtem frieden wiederum anSchweden abgetreten , bis sie an. 171c. aufs neue in Brandcn-burgische Hände gekommen. Die stadt liegt im übrigen in einerwegen der gedachten flüsse sehr angenehmen gegend, hat gutenkorn-boden, holtz und wiese-wachs; und, welches etwas be-sonders , so stehet allen bürgern, die hohe und niedrige iagd frey,um welcher Ursache willen sich viele Cadets von Adel daselbst nie,der zu lassen , und das bürger-recht anzunehmen pflegen.
Script. Pomeran.
Democedes, von Crotona , der berühmteste Artzt zu feinerzeft, »var ein söhn des Caüiphontis , und bey Policrate dem w-rannen zu Samos »vohl gelitten. Als dieser von dein PersianerOrötes umgebracht worden, ließ Darius de» thäter A. M. 3464.
A. C. 320. ü. C. 234. Olymp. LXV. I. hinrichten , und wur-den alle schätze Policratis nebst seinen gefehrten, die man zusclaven gemacht, und worunter Democetes einer war, nachSusa gebracht. Nachgehends curirte er den König, welchersich den fuß verstaucht, als er vom pferde abgestiegen. Diesecur brachte ihn in solches ansehen, daß man ihm zu Susa einprächtiges Haus gab, und hatte er die ehre, mit dem Darioan der tafel zu speisen. Es konnte auch niemand etwas bey Ho-fe erhalten als durch ihn. Weil er aber dessen ungeachtet gernewieder zu hause gewesen wäre, bediente er sich der gelegenheit,da er des Dar» gemahlt»» an einer bösen brüst curirte, und be-redete sie, es dahin zu bringen, daß, weil der König Vor-habens »var, wider die Griechen krieg zu führen, er ihnals einen spivn hinschicken möchte; welches auch geschahe.
Demo-