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Democedes aber entflöhe nach Crotona , woselbst er eine toch-ter des starcken und berühmten ringers Miloms Heu rathete.
j£lian. var. hist.VIII. 17. Herodotus,lib.\\\.n<).&c.Athen.X\\.^.
Demochares , von Athen , ein Redner, war ein vettcr desDemosthenis , ober wie Plutarchus meynet in vita 10. Rhctor.ein söhn von dessen tochter und von dem Laches. Diogenes Laertius nennet ihn auch einen söhn des Laches. Timäus»nachte auf ihn eine ihm sehr nachtheilige schilderey, darinnen erihn als einen liederlichen und unreinen menschen vorstellte. Al-lein Polybius vertheidiget ihn, und berichtet, daß die Athc-nienser sehr viel auf ihn gehalten, und ihm grosse ehre erwie-sen. Athenäns gedencket einer rede dieses Democharis widerPhilonem, einen freund des Aristotelis. Aelianus führte ihnan, und Cicero redet von der schreib - art des Democharis,welcher einen tractat von dem, was zu seiner zeit zu Athen vor-gegangen, geschrieben. Diogenes Lamms , üb. IV. & VII.Athenaus, lib. Vl. 11. & 13. JEHanus, histor. var. lib. III.c. 8. & üb. VIII. c. 12. Cicero , in Brüt. & lib. II. de Oratore.Jdeurfius, in bibl. Attica.
Demochares, von Solos, ein Poet, machte eine comö-die von dem Demetrio koliorcete, wie Plutarchus anmercket.Vitruvius gedencket eines bildhauers Democharis, welcher zudem Alexandro AI. gejagt, daß er aus dem berge Athos einestatue machen wollte, welche in ihrer Hand eine stadt halte»sollte, die geschickt wäre iooooo. menschen in sich zu fassen.Plutarchus , in vita Demetrii. VaJJius, de Poetis Gr.
Democles, ein alter Griechischer geschicht - schreiber, lebtelange vor dem anfange des Peloponnesischen krieges, welchesA. M. A. U. 323. Olymp. LXXXVlI. 2. angieng. Eswar auch ein anderer mann dieses nahmens, welcher sich überdes tyrannen Dionysii grosse glückseligkeit sehr verwunderte;worauf ihn derselbige über der tafel an seine stelle setzte, unterein blos an einem faden Hangendes schwerdl, welches mit derspitze gleich auf sein Haupt zielete, um dadurch anzudeuten,daß sein leben nicht sicher, und seine glückseligkeit lange nicht sogroß wäre, wie sich Democles einbildete. Plutarchus gedencketin Demetrii leben eines jungen menschen dieses nahmens, wel-cher sich ins feuer gestürtzet, um des Demetrii Poüorceta: un-reiner liebe zu entgehen. Cicero nennet ihn Damocles , Tust.quadt. üb. V.
Democrates, ein fechtet von ungcmeiner stärcke. Als eran feinen süssen durch kranckheit angegriffen, zu den meistenkamps-spielen nicht mehr tüchtig war, ersann er sich eine neueund sonderbare art, als nemlich diese: Wenn er sich auf dem
e e befand, machte er einen kreis um sich herum, und botn Widersachern trotz, ihn von bannen heraus zu bringen.Alle, die es mit ihm annahmen, wurden überwunden, und soerhielt er ungeachtet seiner kranckheit den preis in den spielen.Atäan. bist. var. üb. iV. c. 15. *
Democritus, einer der berühmtesten PbilofopKorum unterden Heyden, war gebürtig von Abdera , einer stadt in Thra-cien, woselbst er nach dem bericht Thrasylli A. M. 3314. A. C.470. U. C. 284. Olymp. LXXVII.3. gebohren worden. Erwurde in seiner jugend von einigen Persischen Magis , welcheder König Terxes seinem vatter, da er bey ihm eingekehrt, ge-schencket hatte, in der Theologie und Astrologie unterrichtet.Hernach hörte er Leucippum, von welchem er die lehre von denatomis & vacuo empfangen. Die grosse begierde zu den wis-senschafften trieb ihn an, an weit entlegene örter zu reisen, undgelehrte leuthe aufzusuchen, deren unterrichtung er sich bedienenkönnte. Er reiseke nicht allein nach Egypten, die Priester da-selbst zu sprechen , sondern begab sich auch zu den Chaldäischenund Persischen Philosophis , ja, er gieng nach Indien und Ae-thiopien, mit den Gymnosophisten daselbst sich zu unterreden.
■ Nach seiner Wiederkunft wendete er sich nach Abdera, woselbstihn sein bruder unterhalten muste, weil er alle das seinige ver-reiset hatte. Weil nun zu Abdera eine strafe auf diejenigen ge-setzet war, welche das ihrige durchgebracht, nach welcher sie inihrem vätterlichen begräbnis nicht durften begraben werden,würde ihn dieselbe auch betroffen haben, wenn er nicht einevon seinen besten schriften der Obrigkeit vorgelesen, und sie da-durch nicht allein befriediget, sondern auch bewogen hätte, daßsie ihm 500, talent geschencket, ehren-saulen aufgerichtet, undverordnet, daß er nach seinem tobe auf öffentliche Unkosten solltebegraben werden. Nach Athen , wie einige melden, ist er nie-mals gekommen, oder wie andere behaupten, so er ja daselbstgewesen, hat er sich niemand zu erkennen gegeben. Er führteeine gantz besondere ledens-art, liebte die einfamkeit, hielte sichmeistens m einem garten-hause, zum öftern auch in den gräbernauf, damit er in seinen meditationibus nicht möchte verhöretwerden. Er pflegte auch ohne unterlaß über die eitelkeit undthorheit der menschen zu lachen, dahero die Abderiten auf diegedancken kamen, als wenn er unsinnig wäre, und den Hip-pocralem holen liessen, daß er ihn curiren sollte. Hippocratesaber befand die lache gantz anders, und vergnügte sich durch dasgesprache mit Democino dergestalt, daß er sich nicht enthaltenkonnte, den Abderiten zu sagen, daß sie sich in ihrer mey-nung von demselbigen gar sehr betrogen hätten. Es sind zwareinige, welche die briefe, so man von dieser fache bey dem Hip-pocrate findet, vor crtichret halten; doch scheinet die fache selbstm den zeugmssen der Alte» gnuqsam gegründet zu seyn. Imübrigen hatte Democritus ein schönes Ingenium und einen schar-Hlstor. Untern in. Theil.
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ftn verstand, war auch in der Physik» Moral und Mathema-tic sehr wohl erfahren, daß er billich unter die «rösten Philoso -phos zu zehken ist. Man berichtet noch von ihm viele fachen,die von andern billich in zweifel gezogen werden: als daß er sichselbst seiner äugen beraubet habe, damit er in seinen medita-tionibus nicht möchte gehindert werden; inglejchen, daß ervon der milch, welche ihm Hippocrates vorgesetzet, alsodaldhabe urtheilen können, daß sie von einer schwarten ziege sey,und was dergleichen schwachheiten mehr sind. Die art aber,wie er den Darium wegen,dcs todeS seiner gemahlin, die ersonderlich lieb hatte, getröstet, ist merckwürdig. Denn ersagte, er wollte selbige wieder von den todten auferwecken, wenner ihm die nahmen dreyer Personen, die niemals einige un-glücks-falle erfahren , verschaffen könnte, daß er selbige auf ihrgrab schriebe. Da nun der Konig in seinem gantzen Königrei-che dergleichen Personen vergeblich suchte, muste er dem Demo-crito gestehen, daß er unrecht thäte, daß er diesen trauer-fallso sehr zu hertzen nähme, da doch kein mensch könnte gefundenwerden, der von unglücks-fällen befreyek sey. Die vornehm-sten lehr-puncte des Democriti bestunden darinnen, daß eratomos und ein vaeuum behauptete, und daß aus den ato-mis, die nach ihrer figur und anzahl unendlich wären, allesichtbare dinge ihren Ursprung hätten, oder aus denseibigen zu-sammen gesetzt wären. Ingleichcn, daß nicht nur eine, son-dern unendliche wellen waren, welche durch zusammensetzungder atomonim entstünden, und aus derselben trennung wiederuntergiengen , in welchem allen er Epicurum zum Nachfolgergehabt hat. Er schien auch den Pyrrboniis ziemlich nahe zukommen , indem er lehrte, daß die Wahrheit in der tiefe einesdrunnen läge, und daß nichts reales wäre ausser den atomis unddem ipatio , das übrige bestünde alles in einer opinion. Daß ergar keinen GOtt geglaubt, ist ans vielen seiner lehr - jatzen ab-zunehmen. Die höchste glückseligkeit des menschen aber setzte erm einer ruhe des gemüths. Von der zeit seines lebens meldeneinige, daß er 109. jähr alt worden, und diesem nach wäre erA. M. 3623. A. C. 361. A. U. 393. Olymp. CIV. 4. gestorben,worinnen aber ihnen andere widersprechen. Wie denn, wenn ergebohren, und wenn er gestorben, überhaupt ungewiß ist. Sonsthat auch Democritus sehr viel bücher verfertiget, deren titul beydem Diogene Laerlio zu finden, welcher aber zugleich angemer-cket, daß ihm unterschiedene angelichtet worden, worunter aucheinige insonderheit diejenigen rechnen wollen, die von magischen,alchymistischen und andern verborgenen künsten handeln, davonetliche vorgeben, als wenn noch heutiges tages etwas vorhandensey, wiewol die gemeine meynung dahin gehet, daß man vonden wahrhaffligen und aufrichtigen schriften des Democritinichts mehr habe. Lamius, üb. IX. Altianus , histor. var.lib. IV. c. 20. Valerius Maximus , üb. VIII. c. 7. Cicero , definibus lib. V. de nat. Deorum üb. I. acad. quatst. lib. IV. PU-nius, hist. nat. üb. XXI. c. 11. üb. XVIII. L.&c. Gesiius,üb. X. c. 17. Plutarchus, deplac. Phil. üb. I. c. 7. & alibi.Strato, üb. I. & XV. Celjus, üb. II. c. 7. Suidas. Eusebius ,in chron. Voßus, de Philos. sectis c.i. §. 10. & 21. c.7. §.8. seq.de Philologia c. 9. §. 14. de scient. Mathem. c. 39. §. 9, Magne-nus, in Democrito reviviscente. Bayle.
* Demodocus, war von Corcyra gebürtig. Andere abernennen ihn einen Lacedämonier. Er that sich insonderheit inder music hervor, und lebte an dem Hofe Alcinoi, KönigSder Phönicier, und ließ sich bey anwcfenheir des Ulyßis inson-derheit mit seiner cilhar und gesange von des Martis und derVeneris liebes-händeln, dem Trojanischen pferde und derglei-chen hören. Einige wollen , daß er auch selbst ein earmen vonder Zerstörung der stadt Troja , wie auch von des Vulcani Hoch-zeit mit der Venere, oder vielmehr dieser Händeln mit demMarte verfertiget. Es soll auch nachher Ulysses selbst dessen er-steres earmen in einem musicaltschen kampf-spiele in Tyrrheniamit abgesungen, und den preis vor andern erhalten haben.Sonst aber soll Demodocus endlich auch noch blind geworden,oder auch schon damals gewesen seyn. Ovidius , in Ibin 272.Fabricius, biblioth. Gr. I. §. 6 . p. 29.
Demo«, besser Dämon, oder auch Demenetus, einAthenienfer, war ein söhn der schwester des Demosthenis, undregierte die Atheniensische Republick in abwesenheit seines vet-tern. Er schrieb und redete öffentlich, die Wiederkunft diese-grossen Redners zu befördern , erhielt auch endlich» daß man»hm ein schiff schickte, ihn zu holen, und ihm nicht allein die30. talent, worzu er verdammet war, erließ , sondern auch noch30. talent aus dem öffentlichen schätz nähme, in dem Piräeischensee-hafen dem ,Iovi Conservatori eine statue aufzurichten, zurdanckbarkeit, daß er den Demosthenem erhalten. Plutarchus.
Demo», ein alter mahler von Athen , lebte zu den reitenParrhasii und Socratis. Er legte sich sonderlich darauf, diegesichtet wohl auszubilden, und machte viel stücke, welche manwerth hielt. Es war darunter eins zu Rom , welches den ober-sten Priester der Cybele vorstellte, so der Kayser Tiberius fürsechzig sestertios , das ist vhngefehr vor 1000. Reichsthaler er«kauffet. Allein, die unerträgliche eitelkeit dieses mahlerö mach-te , daß man ihn nicht mehr so hoch hielte. Denn er gieng al-lezeit auf eine sonderbare art gekleidet, lobte sich selbst, und gabvor, er stamme von dem qcschlechte des Apollinis her, und gehezum öftern mit dem Hercule vertraut um. Pmius, üb. XXXV.Ftlibien, entret. des Peintres,
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