Welt-meer - östlMts an Antrim , ssidwärtS an Throne, welk,wärts an Dunghall , und wurde vor zelten Colrane genannt.Die stabt ist eine colonie von Londeu, welche man an. 16,2.in dasige gegend geschickt. An. 1664. wurde der Brschoff-liche sitz von Raphorc dahin versetzt. Stehe Londonderry .
* V>ert, oder Dart, ein fluß in Devonshire , entshringt ausdem qebürge, und fleußt ssdwärts bey Dertington, Totnesse undandern orten vorbey , bis er sich bey Dartmouth in die see er-geußt. Cvudeni Brit. p. 28·
* Dertmore, ein flecken an dem flusse Dert in Devonshire ,wo viel magnct - steine gefunden werden. Nahe dabey ist einschöner wald, welcher 20. Englische weilen lang und 14. breit
ist. Camdeni Brit. p. 28. 39 ·
* Derventio, eine stadt, deren in Antonini Itinerario ge-dacht wird, und in der Notitia lmperii geschiehet eitles Prve-fecti Numeri Derventiensis Meldung , und zu der Dachsenreit stund ein Königliches tust - schloß da. Daß dieser ort amflusse Derventio oder dem heutigen Derwent gelegen habe, istgewiß, in welcher gegend aber, ist nicht ausgemacht, dochhalten es unterschiedliche vor den kleinen flecken Auldbv in Ost-H)orckshire, als welches nach der Sächsischen spräche eine alteWohnung bedeutet, wie denn auch die rudera eines alten schlos-ses nebst andern alterthümmern daselbst zu sehen sind. Cam-deni Brit. p. 735. leg. Ceüariw, not. orb. ant. II. 4· §· 33 -
DER VIS , sind eine gewisse art von Mahometanischen Mön-chen, welche sonst auch Mevelaviten, nach ihrem stifter Mevela-va genennet werden-. Dervis heisset eigentlich arm, oder vonder welk abgesondert; und wird dieser nähme zum öftern aller-ley religiösen und andächtigen leuthen gegeben, jedoch ist er vor,ncmlich den Mevelaviten eigem Ihr vornehmstes kloster ist ohn-weil Cogni in Natolien, allwo sich 4. oder zoo. dergleichenMönche aufhalten , und wenn ein allgemein Capitul daselbstgehalten wird, so kommen öfters inehr als 8 °oo. zusammen.Ihr General hält sich in besagtem kloster auf, und wird Hasten,oder Azen-Beba, das ist, der qröste valter genennet. Der Tur.ckische Kaystr Ottomannus I. unterwarf diesem Stifter alle an-dere klöster, und respcctirte diese Mönche bermassen, daß er ih-ren General auf seinem thron sitzen ließ. Ihre deine und dennnter-leib tragen sie zu allen jahrs-zeiten nackend, und fasten al-le donnerstaqe bis zu Untergang der sonnen, ausser ihrer ordi-nairen ramezan oder fasten-zeik. Alle freytage und dienstageprediget ihr Superivr im kloster, und hierauf grüssen sie ihn al-le mit tief- gebücktem leibe ; sodenn drehen sie sich öftersherum, da immittelst einer auf der flöte spielet, und fo bald der-selbe aufhöret, stehen sie stille. Diese ceremonie wird mit grof.ser andacht beobachtet, um hierinnen ihrem stifter nachzuah-men, als welcher, nachdem er sich also 14. tage lang herum ge,drehel, endlich in eine entzückunq gefallen, und sonderbare offen,barungen von ausrichtung dieses ordens bekoinmen haben soll.Gedachte flöte soll, ihrem vorgeben nach, von Jacob und an-dern schäkern des Allen Testaments qeheiliget worden seyn.Sie geloben armuth, keuschheit und gehorsam. Wenn sie sichaber nicht enthalten können, mögen sie das kloster verlassen,und heurathen. Etliche von ihnen pflegen aus der laschen zuspielen, und dem volck eine kurtzweil zu machen, andere ge,den Hexenmeister ab; alle mit einander aber trincken überausgerne wein , drandtewein, und andere starcke geträncke, umsich dadurch lustig und frölich zu machen, welches ihrem er-den erlaubet ist. Es ist auch ein dergleichen berühmtes Der-vis-flofter in Egypten , allwo ein gewisser von ihren Heiligen,mit nahmen Kederle oder ChederleS, verehret wird, von dem,selben geben sie vor, daß er ein tapferer Ritter gewesen, derbrachen und andere giftige thiere getödtet habe, und noch jetzounsichtbar lebe,.dabey auch macht und qewalt, schlangen zubeschwören, gebe, und aus ,der gefahr des schiffbruchs erlösenkönne. Etliche halten dafür , daß durch tiefen Kederle derRitter St. George angedeutet werde; allein es ist wahrschein»licher, daß Kederle von Keder-Elias herkomme, welchen nah-men die Araber dem Propheten Elia gegeben. Cheder heissetgrün oder starck, wodurch angezeiget werden soll, daß er nie-mals gestorben , und also allezeit starck sey, und seine kräfftebehalte. Die Dervis werden, unter dem vorwand, ihren glau-ben allenthalben zu predigen, öfters zu spionen gebraucht. DieEgyptischen Dervis halten dafür, daß ihres Kederle Pferd, gleich-wie auch des HErrn Christi efel, des Mahomels cameel, undder sieben-schläfer Hund, rc. im Himmel sey. Ricaut, de l’Em-pir. Ottom. Tbevenot , voyage I. &c.
Derwenttvater, ist der nähme eines ziemlich grossen fees,welcher vhnqefehr 3. viertel von einer Teutschen meile lang ist,und in der Englischen provintz Cumberland durch den fluß Der,went, nicht gar weit von dessen Ursprünge, formiret wird. Aufdemselben besinden sich z. kleine insuln, deren die eine der fa-milie derer Ratcliffs gehöret, die andere von Teutschen berg-leu,thcn, welche in den benachbarten kupfer - minen arbeiten, be-wohnt wird, und die dritte der einsame aufenthalt des H. Her,berts gewesen senn soll. An. 1688. den 7. martii machte derKönig Jacobus II. den Baronet Franciscum Ralcliff von Dil-ston zum Grafen von Derwentwarer. Siehe Ratcliff.
Camdeni Britannia. Beet ereil, delic. de 1 ’Anglet , p. 266. Hey.lins help to English hiltory, p. 292.
* De Ryck, (Petrus Cornelius) ein .von Delft gebürtiger
Histor. Lexicon lii. Theil.
vortreflicher mahler, welcher den pinfel deS Baffan so künst,lich nachgeahmet hat , daß viele seiner gcmählden für stückevon dem Bassan sind verkauffet worden. De Piks , vies desPeintres.
* Desa, einer der söhnen Urosis, von dem in dem articknlDraghina ist geredt worden. Er lehnte sich mit beyhülffe sei-ner drüder wider Nodoslaum, den König in Servien, im jährChristi ungefehr 1136. auf, und da er dieses Königreich untersich und seine brnber ausgetheilet, wurde er meister des landesChelm , Trebinien und eines theiles Zenta. Man weiß nichtrecht, wie sich diese drüder in dieser theilung verglichen haben,wovon die andern Primislaus, Beta und Uroses hiessen. Die,ses aber erzehlen die geschicht-fchreiber, daß Primislaus, nach,dem er sich zuerst dem Constantinopolitanischen Reiche unter,worffen, hernachmalS sich zwevmal unterwunden wieder frey zumachen, und endlich sein antheil dem Bela sey zugesprochenworden, welcher bald darauf alles aufgegeben, und sich in Un»gärn begeben, um dorten sein leben in der stille zu schliessen.Nach diesem scheinet es, Uroses habe sich der verlassenschafftseiner 2. bruder bemächtigt , und daß die Griechen ihm den ti,tul eines Arebijupans von Servien gegeben haben: so daß er alsein König desselben landes kan angesehen werden; denn diesertitul bey nahem eben dieses sagen will. Das volck war mit sei.ner regierung nicht wohl zufrieden, und erwehlte Desa an seinestelle. Da sie aber förchtelen, die Kriechen möchten sie wegendieser wichtigen Unternehmung, die sie ohne sich bey ihnen' zuberathen ausgeführet hallen, strafen , so fragten sie bey demHof zu Constantinopel an, ob sie recht gethan hätten ; alleinsie bekamen befchl, die wähl ivieder aufzuheben und fortzufah-ren, dem Urosi (welcher der liebling bey Hofe war' hold undgehorsam zu seyn. Uroses lebte aber nicht lange mebr, undalso wurde nach seinen! absterben Dest» dennoch meister überdas gantze Königreich Servien, und um den Kayser mehr aufseine feite zu bringen / cedirte er ihm das land Dendra in dergegend Nlssa. Er halte können still und ruhig leben , undhätte nichts von Rodoslao zu beförchten gehabt, wenn er inernst und treuen baö erstgemeldte Dendra hinweg gegeben,und aus dem sinn geschlagen hätte. Da er sich aber bald nachder Übergabe m den köpf kommen liesse, dasselbe wieder .zu ero»bern , und auch würcklich es wieder in posseßion nahm, lüdeer sich den Kayser Manuel an. 1173. auf den hals. 2 Mn sagt,da Desa sich zu schwach gefunden diesem mächtigen Kayser zuwiderstehen, habe er die partcy genommen, ihn in seinem eige«neu iager zu besuchen, und es mit solcher manier zu thun qe»wußt, daß er alsobald des Kansers gunst erworben, und ihnvöllig wieder begütigt habe. Aber er hatte bald darauf Ursachees zu bereuen, daß er sich diesem gefährlichen Printzen ver-trauet. Er konnte seine Neigung für Ungarn nicht verbergen,mit welchen die Griechen damals in einem kriege verwickeltwaren. Und Manuel sörchtete, wenn er ihn frey liesse, möchteer ihm in feinen Unternehmungen nochmals hinderlich seyn,und hielte es deswegen für sicherer, ihn als einen Staats - ge.fangenen nach Constantinopel zu führen , und dorten sein led-tag zu behalten, welches er auch in das werck gesetzet, undmuste also Desa, der als ein König hätte königlich leben kön.nen, seiner untreu und Unvorsichtigkeit halben, sein leben alsein gefangener schliessen. Er hatte drey söhne, Nceman. Mi.roslaum und Chrosimir , welche ihm doch endlich auf demthrone folgten, nachdem sie zuerst viel ungemach deswegenüberstanden hatten. Du Cange , famill. Byzant.
* Desagugdero, ein fluß in der Audientia von Guatimala in Nord - America , sonst auch Riviere de S. Jean genannt.Er entspringt aus dem grossen Nicaragua , ist zu fortbringungder waaren aus Mexico nach Havana sehr bequem , und sälltin das meer du Nord.
* Dekaguadero, ein fluß in Süd-America, entspringet ausdem gebürae Andes, in der landschafft Chili, und fällt in dasMagellanische meer.
DES-BARKEAUX, DES-CARTES, DES-MARETS &c.Siehe Barreaux, Cartesius , Marets rc.
* Des-Cartes, (Catharina) eine anverwandtin des berühm»ten Pbilosopbi Renati Cartesii, war eine tochter Renati Des,Cartes, Raths in dem Parlement von Bretagne , von Marga,rctha Chohan von Cockander. Sie schrieb einen netten Fran zösischen vers , und erwarb sich damit einen solchen rühm,daß einige deswegen schertz-weife zu sagen pflegten, der geist desgrossen Renati sey in einen spinnrocken gefahren. Einige vonihren fchriften, worunter die Relation de la mort de Mr. Des-Cartes, le Philosophe , und l’Ombre de Des-Cartes am mei-sten ästimiret werden, sind in des P. Bouhours Recueil de verscboilis anzutreffen. Sie starb um das jähr 1706. Titan duTillet , Parnaffe Franqois. Baiilet, vie de Des-Cartes, liv. I.
Desto, ein dorf im Veltlin, welches wegen des angeneh-men sussen Weins berühmt ist. Die wein-stöcke werden alldawunderlich gepflantzet; denn man setzet sie auf blosse felfen,und bedecket die wurtzeln nur mit wenig gründ !: gleichwolwachsen sie in die ritzen und spalte der felfen hinein , undtragen dennoch reiche fruchten. Guier. Rhtet. üb. XII. pag.189· b. * r
* Dest, ein fluß in den Niederlanden , welcher im Stift
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