schafft Hoya , welches ein Graf von Hoya an. i;8k. widerden Bisthoff Wittekind von Minden gebauet hat. Allem derBischoff, nachdem er den Bisthoff Gerhard von Hlldeshelmund Graf Ottonem von Schauinburg an sich gezogen , hatdas schloß nach einer higigen bclagerung erobert und ver-brennet. Erdrcin. Erdmtmi. chron. Osnabrug. Meibom. tom.II. R. G. p. 2 ) 7 - *
Diepenbeck, (Abraham von) ein kunstreicher mahler zuAntorff, gebürtig von Hertzogenbusch. Er war anfänglichein alaS - mahler, der alle andere seiner zelt überstiegen hat,hernach mahlte er mit öl-farben. Das grosse werck der 50.kupfern , so unter dem titul des cabiners de Favereau an.166,. zu Paris ausgegangen, ist nach feiner Zeichnung vonCornelis Blomart und Mattham gestochen. Sandrarti Aca-dem. P. II. üb. III. p. J19. *
* Diepenheim, oder Dipenheim, eine kleine stadt in Over«Assel in der sogenannten Twente, zwey Meilen von Delgen ge-gen süden , soll schöne freyheiten haben. Z*. -einer. Germ.contin. I. c. 10. p. 27?.
* Diephold, (Rudolph) war zu Helmstädt Pmfellor, undmag ungefehr an. 1620. oder 1621. gestorben seyn. Man hatvon ihm: Genealogiam Imperatorum, Regum, Ducum, & Co-mitum universi orbis , welches werck erst nach seinem tode zuHalle an. 162;. in 4. im druck erschienen. Hübners bibl.geneal. II. p. 16.
Diepholt, oderDiefholtz, einschloß,städtlein und Graf-schafft in Westphalen , zwischen dem Bißthum Münster undden 2. sumpfigen höltzern, der Dann und Hundsbruch ge-nannt, an einem ström, die Lohn genannt, welcher sonstdie Hunte heisset, und nur von seinem ausfluß aus der Dum-mer-see bis nach Diepholt den nahmen der Lohne führet.Dieses ehedem wohl gebaute und bevestigte schloß ist an. 16,7.von den Schweden gantz verwüstet, an. 16? i. aber wieder inetwas erbauet worden. Ohne das städtlein oder flecken Die-pholt , so gleich an dem schloß gelegen, gehören noch zu dieserGrafschafft Lcuvorden oder Lewenvorde, so ehedem auch dentitul einer Graffchaffl geführet, Barnsdorff, ein städtlein amHunte-fluß; Cornau ein dorf ohnweit Diepholt, und Burla-ge ein Nonnen - kloster. Eine Halde stunde von Diepholt liegtGanthülpe, oder Hülfe, ein dorf nebst einer capelle, dieCarolus AI. wegen einem an. 78;. wider die Sachsen gehaltenentreffen, auf dem berge Ofmeg erbauen lassen. Die capelle undablaß ist längst eingegangen, die messe aber geblieben, unddas dorf nach Grossen - oder Marien - Drebber gevfarrtworden , an welchem orte ein Lollegium Canonicorum , undder Grafen von Diepholt erbdegräbnis gewesen. Unter denGrasen von Diepholt wird Wilhelmi schon an. 9;;. gedacht.Gottschalck ist als Bischoff zu Minden an.i 119. gestorben. Con-rad, ebenfalls Bischoff zu Minden, starb an. 12; 6. Im XIV.feoilo haben die Grafen zum öftern der stadt Bremen wider ih-re Bischöffe beygestanden. Rudolphus ward an. 142;. zumBischoff zu Utrecht erwehlet, konnte aber wegen Uneinigkeitnicht eher zum besitz kommen als an. 1432. hat auch nicht ohneinnerliche unruhe bis an. 14? ;> regieret. Johannes, Conradisöhn, ward von an. 1424. bis 14*7. Bischoff zu Osnabrück .Conradus , des vorgedachlen Rudolphi bruders söhn, wardgleichfals an. 14?». Bischoff zu Osnabrück . Jrmgardis III.Gräfin von Diepholt, war die 55. Aebtißin des gesürstetenStifts zu Essen. Graf Otto hatte um das iahr 1427. zur ge-mahlin Hedwig, eine Gräfin zu Bronchorst, daher die prä-tenfion der Grafen von Diepholt auf diese Grafschafft kam.Graf Rudolph stund gegen das ende des XV. feculi der stadtHildesheim wrder ihren Bischoff bey. Fridericus , vorgedach-ten Ottonis söhn , hatte anfechtung von Bischoff Frantz zuMinden, gebohrnen Hertzog zu Braunschweig , welcher ihmetliche güther und zehenden entziehen, und an sein Stift brin-gen wollte. Damit er nun los kommen möchte, übergab erseine Grafschafft dem Hertzoge Heinrich zu Lüneburg zur lehen,und hatte also ruhe. Er starb an. 1529. Graf Rudolph wolltesich der an. 15?;. ausgestorbenen Grafschafft Bronchorst anmas-srn, weil vorgedachte Hedwig seine groß-mutter war, erhieltaber nichts; doch behielt er sich sein recht durch den titul: Ed-ler Herr von Bronchorst, vor, welchen auch sein söhn Friedrichgeführet, mit dem an. 158?. den 21. sept. dieses geschlecht auS-gestorben. Worauf Hertzog Wilhelm der jüngere zu Lüneburg ,als Lehens-Herr, von der Grafschafft besitz genommen, und istdieselbe nach der zeit beständig bey diesem Fürstlichen Hause ge-blieben. Zeiller. topogr. Brunsuic. p. 57· Lucä uralter Gra-fen-saal, p. 914. seq.
Dieppe, eine bevestigte stadt in der Normandie , in demlande Caux, wo der fluß Arc in das Britannische meer fällt,nebst einem guten haftn und vesten schlösse, so die stadt com-mandiret. In währenden kriegen zwischen den Engelländernund Franzosen , wie auch in den einheimischen, ist sie öfters er-»bert worden. Der fluß Arc unterscheidet die stadt von derVorstadt, allwo er einen langen jedoch engen haftn formiret,wonnnen eine grosse menge schiffe beherberget werden kan, wel-ches den ort sehr ansehnlich, und zu einer guten handels-stadtmacht. In den einheimischen religions-kriegen hatten sich dieReformirte davon meister gemacht, aber den ort nach der erobe-Histsr. Ltxiam ul Theil.
rung von Rouen an. 1562. wiederum verlohren. Sonderlichist, diese stadt auch wegen der treue berühmt, die sie an demKönige in Franckreich Henrico IV. erwiesen, und durch diewichtige kriegs - Verrichtungen, welche sich dabey zugetragen.Dann als der Commandeur de Chates, der selbige bisher fürdie Gigue innaehabt, solche dem König überliefert, auch sol-cher durch die bürger mit gröster freude war empfangen wor-den , geschahe es bald hernach, daß Henricus von dem Hertzogvon Mayenne auda in die enge getrieben , und durch eine vielstärckere armee, als er selbst halte, eingeschlossen ward. Diegefahr schiene so groß, daß der gröste theil der Königlichen Rä-the den König zu bereden suchten, er möchte wenigstens seinePerson in sicherheit setzen, und entweder in Engelland odergen Rocheüe schiffen , ehe der feind auch den ausgang zur seeversperrete. Allein der tapfere rath des Marschalls von Bironzog Henricum von solchem nachtheiligen vorhaben ab, und derbald darauf erfolgte angriff bey Arques, in welchem anfangsder König in gröster gefahr war alles zu verlieren, lief zu-letzt für den Hertzog von Mayenne so übel aus,daß er nach wenigtagen die gegend verliesse, und sich mit seiner armee in die Pi-cardie zöge. An. 1694. den 22. und 2;. jun. wurde dieser ortvon den Engellänbern bombardiret. Tbuan. hist. üb. XXXIII.seq. Du Chene , rech. des villes de France liv. VII. c. 5.&c. *
Dieppurg, Diepurg, eine stadt nebst einem schloß undOderamte an dem fluß Gernsprentz , in dem Ertz-Stifte Mayntzzwischen Offenburg und Darmstadt gelegen. Von diesem ortenennen sich zwey adeliche familien an dem Rheine , nemlichdie Freyherren Großschlage von Diepurg, und die Ulner oderEulner von Diepurg. Tromsd. acc. Geogr. Humbc. v. R. Ä.tab. 160. 162.
Dieppurg , (Ulner von) ein alt adelich geschlecht amRhein , dessen stamm - vatter gewesen Ulner an. 12*9. Vondessen nachkommen ist Ruprecht, als Stadt-Hauptmann , zu
f ranckfurt an. 1172. gestorben. Philipp starb an. -595. alshur«Mayntzischer Groß - Hofmeister. Sein urenckel FrantzJoseph Germund, als er an. 1677. gestorben, hat 4. söhnehmlerlassen, als nemlich r.) Frantz, welcher im Odenwal-de an. 1691. von einer Franzönschen partey erschossen wor»den. 2.) Johann Philipp , der an. 1704. als Kayserl. obri,ster Wachtmeister vor Verua geblieben. ;.) Frantz Bleick«hard, war Chur - Pfältzischer Cammer-Herr, Regierungs-Rath und Hof, Gerichtö - Präsident. 4.) Frantz Friedrich,Kayferlicher Hauplmann. Humbr. vom Rhein . Adel, r. i6r.
Dieppurg, (Großschlag von) eine nunmehro Freyherrlichefamilie im Rheinland , deren erster stamm - vatter Großlogenennet, und in das jähr i2?4. aesetzet wird. Oßwald, deran. r,8°. gestorben, hat der erste den zunahmen von Diep-purg geführet. Oßwald ist an. 1518. als Chur - MayntzischerMarschall und Vitzthum zu Aschaffenburg gestorben. JohannPhilipp Ernst erlangte die Freyherrliche würde, und war an.1710. Amtmann zu Gremsheim. Humbr. vom Rhein . Adel,
t> 160. *
Diesbach , ist ein Bernerifch dorf, kirchfpiel und schönschloß, 2. stunden unter Thun auf der feiten gelegen. Diesesschloß und Herrschafft haben vor diesem nacheinander besessendie Edlen von Bcchburg, die von Blauwenstein und die vonKilchen. Von diesen letztern hat Niclaus von Diesbach an.1427. die halbe Herrschafft erkauft, und den andern halbentheil haben Niclaus und Wilhelm von Diesbach an. 146%gleichfalls käuflich an sich gebracht. Hernach hat Beat Lud wig von Diesbach diese Herrschafft seiner ehefranen Catharinävon Bonnstetten , mit Hohen und niedern gerichten, wie auchdie niedere Herrlichkeit zu Kisen, mit allen gerechtigkeiten undzugehörden um ,oooo. fl. verkauft. Nach der Hand ist solchean den Obrist Albrecht von Wattenweil gekommen, der an.1671. gestorben und allda begraben worden. Er ist der er-bauer des heutigen sehr schönen schlosses. Ihn hat geerbt sei-nes bruders söhn Niclaus, der die Herrschafft auf seine de«scendenten gebracht. An. 1468. ist dle kirche zu Diesbach auSeiner Filial-zu einer Pfarr-kirche gemacht worden, ^s ist nochein anders Diesbach nicht weit von dem städtlein Buren, all»wo die stadt Bern den kirchen-fatz in dem an. -66;. zu Wynin-gen mit der stadt Sololhurn gemachten vertrag, an sich ge-bracht hat. *
Diesbach , ein uralt adeliches und rittermaßiges geschlechtin den Cantonen Bern und Freyburg. Sie waren voraltem der Grafen von Kyburg zu Thun diener und seßhafft zuThun . Rudolph lebte an. 12^6. znr zeit des grossen Inrerregni.Sein söhn Peter bekam von seiner frauen recht an Riggisverg,und dessen söhn Rudolph setzte sich in der stadt Bern , nahmdes damaligen Schultheisscn von Schwartzenburq tochter zurehe, und ward ein stamm - vatter beyder geschlechter diesesnahmens,welche bisher in beyden obgenannten Ständen geblü-het haben, und noch blühen. (Die ursach, warum von denpersonen des erster» Cantons allhzer nichts weiter gemeldetwird, ist schon in der vorrede angezeigt.) Der Freyburgischeäst stammet her von Johann Rochus, Herrn zu Grandcourt ,Prengin, Grenolier und Bellerive, welcher sich in dieser stadtgesetzt, und nachkommende hinterlassen hat. Aus diesen warNiclaus Schultheiß daselbst an. 1614, welches wichtige amt
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