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furth wider Margaraf Albrecht aus Brandenburg . An. 1334.Melchior, war Fürstl . Sächsischer Cammer-Juncker. An. 1656.Johann Eitel war Kayftrl. wie auch Hesstn-Darmstädtischergeheimer, und nicht minder der Ober-Rheinischen unirtenStände Kriegs-Rath, Burggraf zu Friedberg , der RheinischenRitterschafft Hauptmann, gesamter Hof-Richter zu Marpurg ,und Ober-Amtmann zu Nidda . Sein söhn Georg Ludwig waran. 1716. Königl. Groß-Britannischer und Chur-Brandenbur-gischer Rath. *
Dtedenhofen, lat. ssheodonis Villa, Französ . Thion-ville, eine stadt in dem Hertzogthum Luxemburg,an der Mo sel , 3. Französische meilen von Metz gelegen. Sie liegt vor-theilhafftig, und ist vortreflich bevestiget, daß man sie einelange zeit für unüberwindlich gehalten. Der Hertzog vonGnift eroberte sie an. 1338.; allein nachgehends wurde sieden Spaniern wieder abgetreten. Die Franzosen wurden an.16,9. davor geschlagen; doch an. 164;. machten sie sich unterdemHertzoge von Enguien meister davon, und behielten siehernach krafft des Pyrenäischen friedens. In dieser stadt ver-fammlete Carolus M. gemeiniglich die Prälaten und weltlichenReichs-Stände seiner Königreiche. Allhier wurde auch an. 8;?.eine Versammlung von Bischöffen angestellet, welche, nachdem
S ihren abscheu an dem gottlosen verfahren Ebonis, des Ertz-ischoffs von Rheims, und seines anhangs wider Ludovicumkium, dessen entfetzung und gefangen - nehmung durch sievvrnemlich befördert worden, an den tag geleget, gedachtenPrälaten, als den rädelsführer dieser bösen that, absetzten.Carolus Calvus, Lotharius und Ludovicus, Ludovici Pü söh-ne , wohnten an. 844. einer andern versammlnna allhier bey.
Regino Prumienßt. Tbeatr . Europ. tom. IV. & V. Chorogr.circuli Burgundici p. 327.
Diedo, eine von den alten adelichen familien zu Vene dig . Sie hat unter andern zwey Procuratores von SänMarco, nemstch Antonium an. 1457. und Dominicum an.1464. gehabt. Vincentius Diedo war an. 1333. Patriarch zuVenedig , und an. 160,. ist einer aus diesem geschlechte alskrimicerius von Sän Marco gestorben. Von Francisco Die-do handelt der folgende artickul. Ameiot de Ja Houjs. hist.du Gouvern. de Venise p. 339.
Diedo, (Franciscus) ein Nobile von Venedig , war einPhilosoph™ und Redner, auch in geist-und weltlichen Rech-ten sehr wohl erfahren. Er schrieb Historiam 8. Rochi Con-fessoris; Orationes ; Epistolas &c. und starb an. 148;. zu Ve rona . Tritbem . de fcript. Eccles. Pajarini , üb. II. histor.Vincent. Voßus , de hist. Lat. üb. III. c. 8-* Dteffenbach, oder Difenbach, (Martin) war zu Franck-furt am Mayn an. 1661. den ?i. jan. gebohren. Nachdemer zu Wittenberq und Straßburg studiret hatte, lehrte er einezeitlang in dem Gymnasio zu Franckfurt, kam hernach in dasMinisterium, und starb an. 1707. im junio. Seine schriftenfind: vissert. de vero rnortis genere, quo Henr. VII. obiit,Franckfurt 1685. in 4. Imp· Judaeus convertendus; it. Ju-daeus conversus; von den Pflichten Christi. Schul-Lehrer, diean Gymnafiis stehen; Anmerckungen über Georg Grabowsftndschreiben an L. Adam Rechenberg , betreffend die rettungBuceri. Von Seelen Philocal. epist. 93. 94.
Diego von Jepes, einem flecken in Spanien , also ge-nannt , wurde anfangs ein Mönch des ordens St. Hierony-mi, hernach aber Bischoff zu Albarazim, und starb an. 1613.im 83. jähre seines alters. Man hat von ihm in Spanischerspräche eine Historie der Verfolgungen in Enqelland; das le-ben St. Theresiä, und eine relation von dem tode Philip-pi II. Königs in Spanien . De Pisd , hist. Toled. üb. V.C. 31. Cariüo , in annal . Anton. bibl.
Diego, siehe Didacus.
* Diegd, (Villa) lat. Diegi Villa, eine kleine stadt in Alt-Castilien m Spanien , an dem Ursprung des flusses Pitzuergagegen Leon und Asturien zu. Sie soll vor diesem Moröca ge-heiffen haben.
* Diego, ( Gundisalvus de Villa) ein Spanischer Rechts-gelehrter, aus einem städtlein gleiches nahmens, in der Dicecesvon Burgos gebürtig, wurde erstlich zu Salamanca vocktorund Professor Juris, nachgehends aber an. 1476. Lanonicuszu Toledo , und endlich Auditor Rota» zu Rom , woselbst erauch gestorben, nachdem er kurtz vorher von dem König inSpanien zum Bischoff von Oviedo ernennet worden. Seineschriften sind: De Haereticis ; de Irregularitate; de Sufpensio-ne & Interdicto ecclesiastico; de Origine & Potestate Gar-dinalium &c. Ant. bibl. Hisp.
„ Diego-Ruys, eine kleine, aber sehr fruchtbare insul imAethioplschen meer, unweit Madagascar, liegt unter dem iy.grad der mittäglichen breite, und hat etwan 20. stunden imumkreis. Sie lst an. 1645. von den Portugiesen entdecket,Und hernach vom 30. apr. 1691. bis den 20. may 1693.00»8. Französischen Refugies, so auf einem Holländischen schiffanhero gekommen, bewohnt worden, davon einer von ihnen,Francsscus Leguat, an. 17°?. eine relation zu Londem herausgegeben. An sehr grosses stuck Amber-gries, so einer ausdieser gesellschafft einmal am ufer des meers gefunden, kanzu erkennen geben, daß man noch wol einigen nützen von anle-gung einer kleinen colonie auf dieser insul ziehen möchte, welche
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im übrigm fruchtbar genug ist, eine proportionirte anzahkeinwohner mit aller nothdurft zu versorgen. *
D»ehr, siehe Dphrr.
*Diekirch , Dtekirck, Dikirch , eine kleine stadt an demflusse Säur, in dem Hertzogthum Luxemburg , ungefehr 3.meilen von Luxemburg . Es wächset daherum eine grossemenge weins. ZeMers Neichs-Geogr. II. p. i 78 ·
Diemantftein, eine alte adeliche Schwäbische familie, soheut zu tage den Gräflichen character führet. Heinrich,stals Abt des klosters Neresheim an. 1446. verstorben. Ludwigist an. 1362. mit dem Hertzoge Christoph von Würtemberg aufdem Kayserlichen wahl-taqe zu Franckfurt am Mayn gewesen.Franciscus florirte an. 1630. als Bambergischer Rath, Land-Richter und Pfleger zu Kirch. Johann Conrad war an.1638. als Chur -Collnischer Cammer - Herr, oberster Silber-Cämmerer und Capitain von der leib-garde bekannt. Adam»Graf von Diemantstein, florirte um das jähr 1713. als Kay-serlicher und Chur-Pfältzischer geheimer Rath und obersterCammer-Herr. Bucel. in Germ. iacra. Hertzogs Elf chron.
f Diemar, eine adeliche familie in Thüringen , deren or-dentliche stamm-reihe in Gotha diplomatica mit Philippo an.1474. angefangen wird. Dessen söhn Wolf ist mit dem ze-henden zu Uttendorff, und mit dem schlöffe zu Wolldorff beste-hen worden. Er war ein vatter Jörgens, welcher an. 1336.die länderey zu Melckers und Wasungen zu lehn erhalten,und zwey söhne nach sich gelassen: r.) Conraden zu Wasun gen , von dessen urenckeln Johann Adam und Ernst Hart-mann zu unsern zelten gelebet, und 2.) Sebastian auf Wal-lendorf, der ein groß-vatter worden Caspar Christophs aufWallendorf, welcher an. 1713. alS Fürstl. Sachfen-Gothai-fcher Obrister und Commenbant der stadt Gotha verstorben.Johann Adam von Diemar war an. 1737. Königl. Polni-sther und Chur-Sächsischer General-Lieutenant von der infan-terie. Heinrich, Baron von Diemar, war um eben diese zeitKayftrl. General-Feld-Marschall-Lieutenant. Affa pubi.
Diemens, siehe Anton van Diemen rLyland.
* Diemens, (Wilhelm) ein Niederländischer Juriste, waran. 1308. zu Rotterdam von adelichen eltern gebohren. Nach-dem er zu Löven studiret, und noch andere Universitäten be-suchet, gieng er nach Orleans , woselbst er den voÄor-hut inden Rechten empfieng , und da eben Kayser Carolus V.durch Orleans reisete, ihm als Procurator der Teutschen ua-tion aufzuwarten die ehre hatte. Nach seiner zurückkunft wur-de er in das Hof-Gericht zu Mecheln als mitglied aufgenom-men, und bald hernach zum Rathsherrn zu Utrecht , undKayserlichen Rath gemacht. Er stunde dieser bedienung 48.jähr lang vor, und starb den 9.nov. an. 1383. nachdem ereinige zeit vorhero blind worden. Sein söhn Arnold hat vonseinen schriften folgende zum druck befördert: De Formulisquibusdam eopulatis & disjunctis ad Salvii Juliani locum deambiguitatibus , Löven 1606. ad Regulas Juris Rom. Com-ment. Leiden 1616. Seine noch »»gedruckte schriften aber sind:Gomm. ad Instit. Jur. Justin.; Tr. de lmperio & Jurisdictione;de Officio ejus cui mandata est Jurisd.; deRerum ac Verborumiignificatione ; de Vpedum Praeicriptione non sublata; Anthparatitla contra Cujacium; Notae ad Bartolum, Accursium&c. Andrea bibl. Belg. AlteNhaMMer, VVN SÜd-Holland,P- 483 -
* Diemerbröck, (Jsbrandus de) ein vo-stor MedicinX vonMontfort aus der provintz Utrecht , war Professor Medicin » znUtrecht , und starb an. 1674. Er schrieb de Peile lib. IV.welche schrift zu Genf an. 1721. in 4. wieder aufgelegt wor-den ; Diip. pract. P. II. Anatomen Corporis humani, Utrecht 1672. in 4. Es sind aber alle seine schriften zusammen ge-druckt zu Utrecht 1683. in fol. heraus gekommen. Witte,biogr. Grav. orat. funebr. Gtoll. hist. der Medicin , gelehrth.I. I. (j. 29.
Dienheim , Dinheim, eine adeliche familie am Rheine ,davon einer, nahmens Petrus , um das jähr 1160. gelebet,welchen die Grafen von Leiningen verjaget, und sein stamm«Haus zu Dalheim zerstöret haben. Sein fohn, Wigand, stundbey dem Kayser Ludovico in grossem ansehen, und bekam dasin der Unter-Pfaltz gelegene schloß Schwabsberg an. 1316. zulehne. Wigand, Groß-Hofmeister bey Chur -Pfaltz und Vitz«thum zu Mayntz, gieng an. 1321. in dem 83. jähre feines altersmit tode ab; von dessen söhnen ward Paul Wigand KaysersMaximiliani I. Rath und Hofmeister , fiel aber letztens in Un-gnade, und gesegnete an. 1344. das zeitliche. Er hinterließJohannem, Chur-Pfältzischen Rath und Groß-Hofmeister;dessen söhn, Eberhard, ward Kayserlicher Rath und Cam-mer-Richter, wie auch Probst zu Weissenburg , endlich abererhielt er an. 1383. das Bißthum Speyer . Er nennte sichzuerst einen Bischoff zu Speyer , nachdem sich seine vorfah-ren von Speyer geschrieben, und starb an. 1610. Philipp Adam,Chur -Mayntzischer Cammer-Herr, Rath und Ober-Amtmannzu Höchst , wie auch zu Hofheim , lebte noch an. i?c>7. undhatte drey söhne, die waren 1.) Änftlm Frantz Anton, r.)Ernst Frantz Georg, 3.) Ludwig Carl Friedrich. Humbr.v. R. Ä. tab. 17. 18.
Diepenau , ein vestes schloß Md Amt-haus in der Grast
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