102 d 1 n
r n
gehen sollte , da er denn sein leben elendiglich endigen muste.
Alt xand. Gauguin.
^inct/ eine tochter Jacobs und der Lea,war A. M. 2189·A C. 1786. gedohren. Nachdem Jacob aus Mesopotamien sichin dastand Canaan begeben, und zu Salem niedergelassen,aicna Dina heraus, die töchter des landcs zu besehen, da Si-chern, Hemors söhn, der des landes Herr war, sich m sie ver-liebte, und sie schwächte, hernach aber heurathen wollte. Al-lein ihre brüdcr wollten solches nicht zugeben , es wäre denn,daß Sichem mit den seiniqen sich beschnitte. Am dritten tage abernahmen die r. söhne Jacobs,Simeon und Levi, ihre schwerdter,erwürgeten i» der stadt alles, was männlich war, nahmen ih-re schwester Di»am aus dem Hause vichems, und giengendavon. Darauf kamen die andern söhne Jacobö, und plün-derten die stadt, welches alles A. M. 2214. A. C. 1770. geschahe.Genes. XXX. & XXXIV. Joseph, üb. I. antiq. c. 19. S. Augu-flin. qusest. 10;. in Genes . Tornieü. A. M. 2289. n. J. 2504. n.I. 2. 3. Salianui. Spondanus , &C.
Dinamius, besser Dynamius, ein Patricias , Gouver-neur von Marseille , lebte zu ende des VI. foculi , und hattemit Theodore, dem Bischoffe dieser stadt, einige Verdrießlich-keiten. Er schrieb das leben St. Martii Abts ben SisteronHund hernach Bischoffs in dieser stadt, wie einige dafür halten.Auf begehren Orbici, Bischoffs von Riez, verfertigte er auchdas leben St. Marimi, eines von seinen vorfahren. Er stifte-te ein Mönchs-kloster zu Marseille , und der Papst GregoriusM. schrieb zum öftern an ihn. Gregor, üb. II. ep. 33. üb. VI.ep. 12. &c. Gregor. Turnn. lib. VI. tritt. c. n. Surim , adstiern 27. nov. Barralis , chron. Lyrin. p. 2. n. 120. Baron, inannal . Karthiw, advers. üb. LIX. c. 12. Co/umbi, de Episc.Sistar. üb. I. n. 1. Bouche , histoire de Provence üv. V. c. 4. §.
J. & 4 -
Dinan , (David von ) wird von einigen deswegen unterdie ketzer gezehlet, weil er behauptet, GOtt sey die rnateriaprima. Er bat in dem XIII. feculo in Franckreich gelebt, undlst von St. Thoma widerlegt worden. Mezeray, bitt. de Fran-ce wm. II. p. 339 ·
Dinant , tat. Dinandium oder Dinandum, eine ehemalsbeste stadt in dem Condros, in dem Stift Lüttich , an der Maas ,nebst einer citadelle, welche auf einem steilen felsen lag und diestadt commandirte. Carolus, Hertzog von Burgund, zerstörte siean. 1466. und ließ über 800. gefangene in der Maas ersänffen.An. 1554. eroberten sie die Franzosen , und rasirten das citadell.An. 1674. machte sich der Kayserl. General Graf von Souchesdavon meister, und in dem folgenden jähre gieng sie an dieFranzosen über. In dem Niemagischei« frieden wurde be-schlossen, daß, wenn diese letzter» es wieder abträten, ihnen dieSpanier dafür Cbarlemont einräumen sollten, wenn aber dieSpanier Charlemvnt zu behalten verlangten, sollten sie beydem Bischoff von Lüttich zuwege bringen, daß den Franzosen' Dinant cedirl würde. Diese ccßion aber konnten sie niemals er-halten , daher ließ sich Franckreich Charlemont geben, und be-hielt auch Dinant bis auf den Rvßwickischen frieden, da es derBischoff von Lüttich wieder bekommen. Endlich hat sie an.1703. das Unglück gehabt, daß ihre vestungs-wercke insgesamtgeschleift worden. Die einwohner treiben mit dem schwartenmarmor, welcher in dieser gegend gegraben wird, ingleichenmit eisen und kupfer einen ziemlichen Handel. Guicdard. de-icr. Belg. Thuan. bist. üb. XIII. Cominatu, üb. II. c. 1. Wer-denhagen, P. IV. Rerump. Hanseat, c. 17. Instr. pac. Neom.art. XIII. valkeniers verwirrtes Europa . Bayk.
Dinant , eine stadt in Franckreich in Bretagne , liegt andem siusse Rance, 4. oder 3. meilen von St. Malo , und warsonst sehr wohl bevestiqet. Sie hat den titul einer Grafschafft,welchen die jüngsten Printzen der Hertzoge von Bretagne füh-reten. Argentre , bist. de Bretagne .
Dinarchus, ein Redner, war ein söhn des Sostrati ausAttica, oder wie andere wollen, von Corinthus. Er kam nachAthen zu der zeit, da Alerander AI. in Asien gieng, ncmlich A.M. 3630. A. C. 334. U. C.420. Olymp. CXI. 3. und wurde einzuhörer des Theophrasti. Unterdessen, weil damals die stadtkeine Redner hatte, verdiente er sich groß geld mit Verfertigungunterschiedener reden. Als er aber angeklaget wurde, daß ergeschencke von den feinden der Republick angenommen, undsieh fürchtete, daß er möchte überführt werden, entflöhe ernach Chalcis, von dannen man ihn nicht eher als etwa 13.jähr hernach zurück berufte. Plutarchus sagt, daß zu seinerzeit 64. Orationes von ihm vorhanden gewesen , und Photllisversichert, daß er selbige gelesen; allein vor jetzo sind nicht mehrals 3. darvon zu finden. Dionysius HaÜcarnassensis nennet die-sen Redner den wilden Demosthenem. Es sind auch noch oh-ne diesen 3. andere scribenten dieses nahmens gewesen. Dererste hat die fabeln von Creta heut zu tage Candia colliairet,der andere war von Delos , und der dritte hat über die bucherHomer, geschrieben. Demas oder Demetrius hat einen tra-ctat von den 4. Dinarchis verfertiget. Plutarchus , in vita X.Rhetorum. Pbotim, cod. 267. Am. Marceü. lib. XXX. hiltor.Hionyf. in Dinarch. Meursii bibl. Attic.
Dinckelspühl, tat. vinctielspubla, eine Reichs - stadt inSchwabe» an der Wernitz nicht weit von Nördliiige». Dielandschafft dahernm wird der Virngrund oder auch der Fiech.tengrund genennet. Sie hak den nahmen von dem düickel, ei,„er hülsen-frucht, welche in Schwaben starck gebauet wird,und von den 3. büheln oder Hügeln, darauf sie liegt. jh,rem wapen führet sie eine vergüldete dinckel-äbre aus 3. h,,gew,und pfleget man sie daher auch Tricollin oder Zeapolin zu schrei,den. Anfänglich ist sie nur ei» bauren-hof gewesen, welchender besitzet denen öfters durchreisenden Würtzburgsschen Möv.chen qeschcncket, die daselbst ein kloster gebauet, welches dasdaselbst noch befindliche Carmeliter-kloster seyn soll, daher auchdas kloster und die zu selbigem erbaute stadt unter Würtzburasoll gestanden haben. Um das jähr Christi, 928. ist dieses vr>.pidrim villicum , wie es i» einem alten iusiegel genennetwird,wegen der Ungarn einfall mit einfachen mauern umgebe» wor-den, worzu hernach an. 1126. gedoppelte mauern, thürneundgefütterte grüben gekommen, so daß der ort damals den Schwa-ben zu einer Vormauer gegen die Francken dienen können. An.1331. ist die stadt von dem Kayser den Grasen von Oettinaenum 7200. psund Heller versetzt worden, von welchen sie sichaber selbst wieder los gekauft» woraus zugleich erhellet, daßsie in weltlichen fachen niemals dem Bischoff zu Würhburgmüsse zugehöret haben. Als hieraus die vornehmsten der stadtdas regiment ein wenig zu scharf führen, und den gemeinenmann von der versammlung gar ausschlieffen wollten, die stadtaber gesehen hatte, wie gut es den Augspurgern angegangen,welche kury zuvor a». 1368. ihre Patricias genöthigel, daß ßedie zünfte mit in den Rath ziehen müssen; so begunten die dm«ger an. 1387. gleichfalls wider ihren Rath sich zu empören,und brachten es dahin, daß sie 12. Personen aus den 6. zünstenin den Rath, und einen Zunftmeister zu einem Bürgermeistermit nehmen musten, welche regierung bis auf die zeite» Kay,fers Caroli V. gewährt, denn derselbe ließ an. 1332. das stadi-regiment auf 13. Personen reduciren, und da»ckte 3. von denRathsherren, 6. aber von den zünften ab. In der erecntiondes Westphälischen friedens an. 1649. wurden 4. Bürgermeister,2. geheime, 10. Raths-personen, und die cantzley von 6. Perso-nen, nemlich 2. Advocaten, 1. Stabtschreiber, 1. Rathschrei-ber , und 2. Cantzellisten beliebet und gesetzet. Über dieses be-findet sich daselbst ein grosser und äusserer Rath, wie auch einstadt-imb bauren-gericht, welches alles durch den erecutivns-re-ccß regulirt worden. Sonst hat es auch mit dem Marggrasenzu Anspach einige irrungen gegeben, Massen derselbe den vvgel.sang und sederwerck in der Dinckelspühler marck-grentzcn, wieauch die Hohe und niedrige Obrigkeit, und einigen gründ undboden prätendiret, welches aber an. 1374. und 1608. demMarggrasen aus der Cammer abgesprochen worden. Wegender religion hat es vor dem 30. lahrigen kriege daselbst auchunterschiedliche mißhelligkeiten gesetzt. Der engere Rath be-stund damals noch aus lauter Cathvlicken, und die Lutheranerwurden nur zu dem weiten Rath gelassen. Dadurch geschahees, daß die Augspurgische Confeßion allhier sogleich, nicht emporkommen konnte, bis endlich der Kayser Maximilian durchGeorg Ludwigen von Seinsheim , damaligen FranckischenKreiß-Obersten, es dahin verordnen ließ, daß an. ,367. denLutheranern die spital-kirche, die man ihnen genommen hatte,wieder eingeräumet, und der gantze streik an. 1370. beygelegtwurde. Endlich ist durch ben Westphälischen frieden eine gleich-heit in beyden religionen, in allen chargen und Obrigkeitlichenstellen eingeführet worden, wieivol da die Catholische» in derausführung des erecutions-recesses sich etwas saumselig erweisenwollten , die Lutheraner zu den damals zu Nürnberg versamm,leten Deputirten ihre zuflucht nahmen, welche die sache an diezur fricdens-execution deputirte Kreis-Fürsten verwiesen, so,daß sie zu Regenspurg von den allda gegenwärtigen Commissa-rien nochmals vorgenommen wurde. Sie konnten es aber soweit nicht bringen, als es die beyden religions-verwandten durcheinen selbst beliebigen vergleich an. 1631. gebracht. Zu Aus-trage-Richtern hat die stadt ihren Stadt-Amman , den die Aug-spurgische Coufeßions-verwandten, krasst des recesses und Ver-gleichs ,zu setzen haben , welcher 4. geschworne Raths-frenndevon Nördlingen , Rotenberg an der Tauber, Halle und Do-nauwcrth als bevsitzer zu sich ziehen muß. Die Catholischen ha-ben die Haupt-kirche zu St. George inne, welche ein kostbaresund vortrefliches gebäude ist; die Prvtesianten aber krasst deserecutions-recesses die spital-kirche, zwey Teutsche schulen, inderen einer krasst des Vergleichs an. 1631. Lateinisch tractirctwerden darf, ein geistliches besonderes Consiltorinm, und nochdarzu die erlaubnis, daß sie eine neue kirchc bauen sollen, sodaß sie aber die spital-kirche zu beyder religionen gemeine» spi-tal gebrauch wieder einliefern müssen. Lepta, de vita & gestisGeorg. Ludovici a Seinsheim . Georg. Bernh. Abelin. beschreib,dieser stadt. Merlan, topogr. Knipschild. de jur. civ.
* Dmcklage, oder Dinckelage, ein schloß und flecken oderdorf im Stift Münster an einem kleinen dach, welcher in dieHase ausfleußt, gelegen, und zu der ehemaligen GrafschafftVecht gehörig. Es soll vor diesem eine gantze Herrstbassl ge-wesen seyn, und eigene Herren dieses nahmens gehabt haben.So stund auch vor diesem ein vestes schloß daselbst, welches