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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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im XIV. sieculo der Bischoff zu Münster , Florentinus vonWevelmckhove » der Bischoff von Ojnabruck, Melchior, ge-bohrner Hertzvg von Braunschweig , und Otto, Graf vonTecklenburli, über i$. wochen lang belagert, aber endlich ero-berk und geschleift haben. Entmann, chron. Osnabrug. apudMeibom. rer. Germ. script. tom. II. p. 254· Hameltnan*. opp.p. 677. Schneider in der beschreibung des alten Sachsenlan-des, p. i7i· berichtet, das, noch heutiges tages daselbst einschloß zu sehen.

Dindlochus, von Svracus, oder wie andere sagen, vonAgrigent , lebte um die LXX 1 I. Olymp. A. R. 262. A. AI. 3492.A. C. 492. Er war ein Comödien-lchreiber, und verfertigte 15.stücke, welche ihn in ansehen brachten. Einige versichern, daßer ein söhn Evicharmi gewesen; andere aber halten ihn für des-selben diseipul, und noch andere für seinen Widersacher, wieAeltanns will lib. VI. de animal. c. ;i. Suiäas.

Dmdymus, ein berg in Phrvgien, von welchem dieHeyd-nische göltin Cybele den nahmen Dindymene und Dinbymebekommen. Horatius , lib. I. carm. Pomey , panth. n*yth.pag. 140.

Dmczelfingen, eine feine stadt in Unter-Bayern im Regcn-spurger-Btßthum halb an der Jser, und halb auf einer höhe indem Rent-amte Landshnt. Hertzvg Otto IV. in Bayern , deran. i2?;. gestorben, hat dieser stadt, so durch alter in abneh-men gerathen, in den letzten jähren seiner regierung wiederumausgeholffe». Nach dem tode Hertzogs Udilonis von Bayern,welcher in das jähr 76;. gesetzet wird, sind die Bischöffe, Achteund Landes-Herren in Nieder-Bayern allhier zusammen gekom-men , haben ihr Land-Recht verbessert, und ihrem neuen Her-tzoge Taßilo vorgehalten, welches an. 772. geschehen. An. 9*2.ist allhier unter dem Hertzoge Arnulpho eine Bischöffliche zusam-menkunft angestellet worden. Zu den zeiten des BaselischenLoncilii belagerte Hertzvg Heinrich von Landshut diese stadt,welche Hertzvg Ludwigen von Ingolstadt gehörte, und eroberte

sie auch. Avent. annal. Bojor. Hund. p. 461. seq. Bruner. ann.Bojor. GretJWus , de Episc. Aichstad. p. 424. Zeileri top. Bavar.

Ertels Bayr. alias.

Ringle, eine stadt in Irrland in der Grafschafft Kerry inMomonia. Sie liegt an dem mecr mit einem guten haftn. Eshat auch hiervon der meer-dusen von Dingle seinen nahmen.

* DinczleV, (Robert) gebürtig von Surrey in Engelland,hielte es anfänglich mit der.Bischöfflichen, hernach aber mitder Presbyterianischen partey. Er wurde nicht allein zum Pre-diger , sondern auch zum Gouverneur von der insul Wlght ge-macht, und starb an. 1660. nachdem er Dilputationem de An-gelis; Splendorem Mestize ; Opticam Divinam ; Obscrvatio-nes Philosophier) - Hiftorico -Theologicas de Tonitru &c. hin-terlassen. Wood , Athen . Oxon.

Dingthuna, ein kleiner ort in der Schwedischen provintzWestermannland, allwo der Bischoff von Arosen, welche stadtnur eine weile davon liegt, zu wohnen pflegt.

Dmheim, siehe Drenheim.

* Dini, (Benedictuü) ein Edelmann von Meßina , der sichin Humanioribus und der Poesie hervor gethan, auch ein Mitgliedder Academia della Fucina in seiner vatter - stadt gewesen. Ersoll einen prophetischen geist gehabt haben, so daß er verschie-dene dinge, auch seinen sterbe - tag, der an. 1680. erfolgt, vor-her gesagt. Seine schristen sind dem andern theil delle Prosestell' Academia della Fucina einverleibt. P/acidus Reina, hilf.Mestame P. 1 I. p. $09. Mongitor. bibl. Sicula.

* Dini, (Petrus ) war aus einem sehr berühmten geschlech-te zu Florentz , von dessen alterthum und ansehen Varinus deillultr. urb. Florent. II. weitläuftig handelt, und ein enckel desCardinals Bandini, dem er auch an rügenden glücklich nachge,artet. Er hatte in der Griechischen und Lateinischen sprächeeine grosse ftrtigkeit erlanget, und war wegen seiner aufrichtig-keit und dcmuth im Umgänge wenigen zu vergleichen. Seineherrlichen Verdienste erwarben ihm zwar an. 1621. das Ertz-Biß-thum Fcrmo , er besaß aber solches nur bis an. 162,. da er den14. aug. in der besten blüthe seines alters den weg alles fleischesgehen muste. Ugbellus , Ital. iacr. tom. tl. p. 727.

iDinmo, war ein alter mahler Griechenland , welchercet erste gewesen, der angefangen hat die contrefait mit fär-ben zu mahlen. Sandrart. Acad. Piek. P. II. lib. I. p. ij.

Dmnerus, (Andreas) dieser fürtrefliche Jurist wurdeJIVV 79 · 26 urtzburg in Francken gedohren. Sein vatterhiesse Conrad, ein sehr gelehrter mann und BischöfflicherHof-Rath, dessen Epitheta Gneca bekannt sind. Er machteleine Rudirnenta in der schul zu Würtzburg, und gieng darauf"ach Allorff auf die Universität, allwo er durch seinen emsi-M n«ß in kurtzer zeit weit gekommen, und insonderheit hat ervie Griechische spräche, nach dem erempel seines vatters,aiio bekannt gemacht, daß er selbige fertig hat reden können.Lite Rechtsgelehrsamkeit aber, als sein Haupt - studium, hat er«int« rmfuheung des gelehrten Rittershusii angefangen. Vonvar grenz er nach Ingolstadt , woselbst damals Andreas Fa.

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chinaus und Hubcrtus Giphanins blühcten, zu denen er sichgehalten hat. Von bannen wendete er sich weiters auf ver-schiedene airdere Teutsche Universitäten und nachdem er inder Jurisprudentz sich veste gemacht, nahm er eine reise inFranckrcich, Engelland, Italien und Teutschland vor, wor-auf er an. iso;. zu Tübingen Doctor worden und folglich zuSpeyer beym Cammer-Gerichk die Praxin erlernet. An. 1606.wurde er zu Nürnberg Stadt - 8yndicu8 und darauf ProfessorJuris ju Altorff, in welcher station er sehr berühmt worden.Endlich starb er an. 16;;. an der schwindsucht. Seine hinter-lassene schristen sind folgende: i.)Erackat. de Monetse Mutationequoad Solutionem. 2.) De Justo Rerum Pretio. ;.) De Con- Jtractib. & Conventionib. obseuris. 4.) Fama Altorfina.Disputationes & Orationes varize. Claud. Sincer. de vit. &script. JCtor. tom. II. p. 147. *

Dmocrates, oder Dinschares, ein berühmter Baumei*ster aus Macedonien, welcher, als. er gerne mit Alerandro All-bekannt seyn wollte, sich, wie Hercules, in eine löwen-hauteinkleidete, und also vor Alerandro erschien, der ihn sodanugleich fragte: wer er wäre? Hierauf gab er zur antwort, daßer der Baumeister Dinocrates sey, und sich deswegen zu ihmverfügt habe, damit er ihm anzeigen möchte, daß er willenswäre, den berg AthoS also zuzurichten, daß er wie ein menschaussehe, welcher in der lincken Hand eine grosse stadt, und inder rechten einen becher hielte, um das Wasser aller flüsse, st»aus dem berge liefen, darein zu fassen, und es in die see zugiessen. Allein Alexander wollte ihm solches nicht gestatten,sondern nahm ihn A. M. ;6$2. A. C. ;;2. U. C. 422.' Olymp.

CX 1 I. x. mit sich in Egypten, und ließ daselbst durch ihn die stadtAlexandria erbauen. Plinius meldet, daß er den tempel derDianä zu Epheso, welcher von Herostralo verbrannt worden,vollends ausgebauet habe, und hernach von dem Könige Ptole-mäo Philadelpho in Egypten beordert worden sey, seiner ge-mahlin Arsinoe zu ehren einen tempel aufzurichten , beyde aberder König und er seyen gestorben, ehe das werck fertig war.

Plin. lib. XXXIV. Vitruvius , lib. II. in przef.

Dinon, ein vatter des Clikarchi, war ein berühmter fcri-bent, welcher zu den zeiten Alexandri AI. lebte, und eine Hi-storie von Persien geschrieben. Die Alten citiren ihn zum öftern.

Hing. Lacrtius , in proemio & Protagora. Athtnat r, lib. II.Vlutarch. in Alex. AI. AE'ian. lib. XVII. hilf. anim. c. xo. &hilf. var. lib. VII. c. x. Plin. lib. X. c. 49.

Dinostratus, lebte nach dem PytHaqora, und erfände dievoluta delumbata. Bluncanus, chron. Math. VoJJfu ,, de Math.

Dmoth, ( Richard) war von Coutances aus derNorman-die , und hat in dem XVI. fzeculo de Bello Civili Gallien lib. VI.geschrieben. Er ist ein Hugenot gewesen, und hat vielleicht alsein vertriebener zu Mümpelgard gelebet; doch ist feine Historienoch ziemlich unpaßionirt. Bayie.

Dmslacken, Dinpslacken, eine stadt nebst einem schloßund Amte, in dem Hertzvgthum Eleve, zwischen Wesel undDursdurg gelegen. Vor diesem war es eine freye Reichs-Herr«schafft, gelangte aber nach dem an. 1220. erfolgten abgang derHerren dieses nahmens, durch heurath an das Hans Eleve, daes denn öfters den appanagirten Printzen zur residentz eingege-ben worden. Hopp. beschr. des Hertzogth. Eleve.

Dinterus, (Edmundus) war geheimer Rath bey 4. Her-tzogen in Brabant, nemlich Antonio l., seinen beyden söhnenJohanne IV. und Philippo I. und endlich bey Philippo Bonn .

Als ihm das Hof-leben zu mißfallen anfieng, wurde er Dom,

Herr zu Lövcn. Er hat eine Historie von den Hertzogen in Bra-bant , desgleichen eine kurtze genealogie von den Hertzogen zuBurgund und Brabant verfertiget. Er starb an. 1448. zu Brüs­ sel , allwo er auch begraben liegt. Smiler. & Voßus, de Hiitor.

Lat. lib. III. c.p. Andr. bibl. Belg.

* Dmteville, ein berühmtes geschlecht in Burgund , hattefeinen Ursprung von Petro de Ieancvurt, Herrn zu Dinte-ville rc. welcher »man. 12;;. gelebet hat, unb Petrum 11 . undErhardum de Jeancourt hinterlassen. Petrus II. zeugte Er«hardum, Ioyannem, (welcher die linie von Polisi anfieng )und Simonem, Ganonicum. Erhardus, so an. i;Sx»schon gestorben, zeugte Erhardum II. lind Petrum, Dorfto-rern Eegurn, und Cantzler in Burgund , welcher an. x;75. sollBischoff in Revers gewesen seyn. Erhardus II. der um an.

14,6. gestorben, zeugetc Legerum, Iohanncm, (der dielinie der Herren Spoy angefangen) wilhelmum, Iohan-nam,rc. Legerus, Cammcr- Herr bey dem König, zeugetePetrum. Petrus hatte verschiedene ämter unter Earolo VII.und Ludovico XI. bis an. 1470- ftugete nichts als töchter,also horte sein stamm mit ihm auf. Die Herren von Spoyund Fougerolle waren, Johannes erstgedacht, welcher um an.

1440. gelebt, und Erhardum 111 . Antoinette und Guyot vonDinteville gezeuqet, welcher von drey gemahlinne» keinen söhnhinterlassen, von der Zweyten aber eine einzige tochter hatte.Erhard III. lebte um an. i;oo. und zeugete aus seiner ersten eheLudwig, so ohne erben gejtorben; Ankonium, welcher nach-kommt , und etliche töchter. Antonius, Herr zu Dinteville,

Svov, Fougerolle, Baron von Meurville rc. starb ,n May,land an den wunden, die er in der schlacht bey Marignan an.

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