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ICK. bekommen. Er hinterließ 2. söhne: O Johannen,.* \ Joachimum, den Abt zu Montier Rainey. Johannes vonDinteville war an. izzr. bey der belagerung von Metz . Errenaete Joachimum, und Renatam, die Aebtißln von Remire-mont rc 7 Joachimus, General-Lieutenant in Champagne undBrie , Rätter der Königlichen ordcn, starb ohne erben, ober schon zwey gemahlinnen halte, also endete sich auch mit ihmdiese linie der Herren von Dinteville, von Spoy, Fouge.rolle rc. und bliebe die andere linie, so man die Herren von Po-Jifi und des Chenets nennet, welche von dem obgedachten Jo.hanne de Jeancourt abstammen. Johannes zengete unter an-dern söhnen Johanne»«, der diese linie nicht fortpflantzte, undum an. 1372. gelebt hat. Erhard, der zweyte söhn jetztgemeld.len ersten Johannis, zengete auch keine männliche erben. Alsofiel die Hoffnung des Hauses auf N. Dinteville, welcher Clau-dium gezeuget. Claudius kam an. 1497- in der schlacht beyNancy um, und war desHertzogs von Burgund Ober-Aus.fther der Finanzen; er zeugte zehen lohne und vier tochter,davon die ersten fünf bis auf Gaucherium sich dem geistlichenstände wiedmeten, und Ableyen hatten, etliche aber waren Rit-ter von Rhodis, und Calatrava, und stürben also ohne ehe,8che erben ab. Jacobus ward Ober-Jägermeister beydemKönig Ludwig, da er noch Hertzog von Orleans war, und starban. 1506. Gauchcrius pflantzte diese linie der Herren vonPolist rc. fort, war Oder-Hofmeister bey dem Könige, Baillivon Troyes, Francisci des Dauphins Gouverneur, überlebte allefeine drüder, und starb an. k, 9. Er hinterließ unter seinensöhnen Wilhelmum, der diese linie fortführte; Franciscum,Bischofs zu Aurerrc, welcher an. 1532. als Ambassador nachRom geschicket worden, und an. 1954. das zeitliche gesegnet.Ludwig, einen Rhodiser-Ritter, Commandeur zu Tupigny rc.Gaucherium, der nach abgang dieser linie, die linie der Her-ren von Vanlay fortgeführet ic. Wilhelm von Dinteville hin-terließ etliche söhne, die aber in der jugend gestorben, und nurseine töchter wurden vermählet, daher auch diese linie der Her-ren von Dinteville von Polist mit ihm ausgieng. Gauchcrius,der die linie der Herren von Vanlay angefangen, kam bey demKönig Francisco in Ungnade, und muste sich nach Venedig begeben , bis Henricus II. auf den thron gekommen, dessenGouverneur er in der iugend gewesen, dieser setzte ihn wiederin seine vorige ehren und güther ein, worinnen er auch bliebe,bis er an. izzo. den geist aufgegeben. Siehe weitlänfliger vondieser samilie des P. Anfi : me hist. des prands Officiers &c.lind Moreri in dem artickul DINTEVILLE, edit. Basiliens.tom. III. pag. z6Z.
Dinus, gebürtig von Mugello, einem flecken in Tofca,nien, war einer der berühmtesten Rechtsgelehrten zu seiner zeit.Er schrieb einen Lommenrarium über das 6. buch der Decre-t.ilium, machte eine collectiv« der Loneiliorurn, und gab auchnoch viele andere zu der geist - und weltlichen Rechtsaelehrsam-keit gehörige wercke heraus. Er war Professor zu Bononien,und sagt man, daß er an. 1303. vor Verdruß gestorben, weil erMcht Cardinal worden, wie er sich solches wegen seiner Ver-dienste eingebildet. Tritbem. de script. eccl. Betlarm. Simlerus.Alberti, descript. Ital.
Dinus de Garbo, ein Florentinifcher Nedicus, war einsöhn des berühmten Chirurgi, nahmens Brun, und schrieb Lom-menrarios über den Hivvocratem, Galenum und Avicennam,auch ein werck von maas und gewichte. Er lebte zu ende des XIII.oder im anfange des XIV. sLcnli, und scheint derjenige zu seyn,dessen Petrarcha gedencket, lib. II. viror. illustr. c. 3. de facet.& 4. de iron. Volaterran. anthrop. Tritb. Gejherus. Alberti.
* Dinzius f König der Hunnen, Attilä söhn, herrschteüber die Ültzinguren, Angiscirer, Bittugaren und Bandoren,mit welchen er den Ostro-Gvthen in das land fiel, und die Pan-„onische ftadt Baßianam belagerte, wurde aber mit grossemvertust zurück geschlagen, also, daß er nichts weiter wider fleunternehmen konnte. jemandes, Get. 93. Von BünausTeutsche Reichs-Historie, th. I. B. II. p. 964.
Diocäsarea, flehe Anazarbus.
* Diocäsarea, war vor diesem eine Bischöffliche stadt inCappadocien, 6z. weilen von Cäsarea gegen wessen. Ptoiemaus.Pmius, hist. nat. VI. 3. Sie soll jetzt Tisaria heissen. Ceüarius,not. orb. antiq. III. 8· §· ioz.
Dio Laßius, mit dem zunahmen Coccejus und Coccejanus,von Nicäa aus Bithynien gebürtig, lebte im III. saculo.Sein vatter war vermuthlich derjenige Caßius Avronianus, sounter Hadriano Bürgermeister, Gouverneur von Dalmatien ,und hernach Proconsul in Cilicien gewesen. Er selbst, nachdemer bereits andere bcdienungen gehabt, war Bürgermeister mitdem Kayser Alerandro Mammäo an. 229. Er commandirte inAfrica , und hatte das Gouvernement über Pannonien. Nach-gehends verfertigte er eine Römische Historie in 80. büchern, undbrachte damit 22. jähr zu. Die ersten 34. bücher sind verlohrenworden, bis auf etliche wenige fragmenta; die folgenden 20.find noch gantz vollkommen vorhanden; von den letztern 20.aber hat man nur noch ein eompendium übrig, so von Tivhi-lino zusammen gezogen worden. Es fieng sich aber seine Historie
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von Aenea an, und gieng bis aufAlerandrum Severum. Mailurtheilet von ihm, daß er sich darinnen parteyisch vor Jul,umCäsarem wider Pompejum, und für Antonium wider Cicerv-nem bezeuget, auch Senecam übel lractiret habe; sonst aber ister ein fürlreflicher geschicht-fchreider, und hat man lhm vieleumstände der Römischen fachen und begebenheiten allein zuverbanden. Es werden ihm »och andere wercke zugeschrieben, alsvon dem Suida das leben des Philosophi Arrianj, von den tha-ten Traiani und etliche reise-beschreibungen.Raph. Volalerraniislegt ihm 3. bücher unter dem titul Princeps, und etliche morali-sche tractate bey. Dio begab sich endlich um das ende seines le.bens nach Nicäa . Photms, bibl. cod. 71. Suidas. Voluten an.anthrop. Iib. XV. Geßier. Vojjius, de Hist . Grac. lib. II. c. iz,Le Vayer, jugem. des Hist. c. 10. Vignier, bibl. hist. A. C. 230,Hanckius, de Rom. rer. script. P. I. & II. c. 20.
Dio Chrysostomus , ein Redner und Philosophus, warein söhn PaflcratiS aus der stadt Prufla in Bithvnien, und erhieltdurch seine beredtsamkeit den zunahmen Chrysostomi. Der Kay.ser Trajanus hielt soviel auf ihn, daß er ihn zum öfter» mit inseine sanfte sitzen ließ. sich mit ihm zu unterreden. Er affectirreeine so grosse strengigkeit, daß er sich vielmals öffentlich mit ei-ner löwen-hauk bekleidet sehen ließ. Er schrieb viele Orationcs,davon aber schon zu Photii zeiten nur noch 8°. übrig gewesen,desgleichen werden ihm auch einige andere wercke zugeleget, Sy.nefius, in Diane. Suidas . Pbotius, cod. 209. Polaterran. an-thropol. lib. XV. *
* Dioclea, eine alte stadt in Dalmatien , und vatterlandKaysers Diocletiani. Sie soll die Haupt - stadt eines gewissenvolcks, welches Plinius bist. natur. III. 22. Docleates nennt,gewesen seyn, und sonst auch Doclea geheiffen haben. Pto e.
mausy III. 17. Aureliut Fuhr, e pit. 39. n. I. Celhnius, not.orb. ant. II. 8· §· I2z. Gregorius M. erwchnet epist. XI. 33. 34.eines Pauli, der daselbst Bisthoffgewesen. Das Bißthum sollvon dar nach Antivari, welche stadt dahero selbst einige vordas alte Dioclea oder Doclea halten, (siehe Antivari I ver-leget worden seyn. Andere hingegen wollen, daß an. 990. derBischöffliche sitz von dar nach Ragufa verlegt, und die stadtselbst bald hernach zerstöret worden seyn, an deren stelle dasheutige Medon, nahe an dem see Scutari stehe. Memme
della Dalmazta , p. 339. Martiniire. Riceputus, Illyric. saef.Pagius, ad an. 1062. n. 6 .
Diocles, ein redlicher mann zu Svracnsa, änderte nachdem Athenienfischen kriege, die gantze regierungs-art in der stadtSyracusa , und gab gantz neue gesetze, mit einwilligung desgantzen volcks, welche von ihm Dioclea sind genennet worden.Dieses geschahe Olymp. XCI 1 . 1. U. C. 342. A. M. 3372. A. C.412. Die Svracusaner hielten soviel auf ihm, daß sie ihnnach seinem tobe mit einem neugcbauten tempel verehrten, wel-chen Dionysius aber bey anleguiig der neuen bevestigungs-werckcniederreissen ließ. Es haben auch viele andere Sicilianischestädte seine gesetze, ihrer grossen billichkeit wegen, freywiüigangenommen. Diodorus Siculus , lib. XIII. c. 34. & ;z.
Diocles, ein Historicus, war der erste unter den Griechen,welcher von dem Ursprung der stadt Rom geschrieben. Plu-tarchus gedencket seiner in dem leben Romuli. Es war auchnoch ein Diocles von Elea, ein IYIusicos ; ein Comödien-schrei.der von Athen ^ einer zugenannt Carystus, welchen Plinius zum öftern anführet; man weiß aber nicht, zu welcher zeit agelebet, und andere inehr. Suidas . Vojfius , de Hist . Grac.lib. III. p. 3s«;. 336. de Mathemat. c. 33. §. 4. c. 32. §. 4.c. 54. §. 19. de Poetis Grac. c. 6 . Meursii bibl. Attica. fa·bricii bibl. Grac. p. 489. 770.
Diocletianus, ein Römischer Kayser, war von Dioclea ausDalmatien gebürtig, und wurde von Annullino, einem RahtS-Herrn, frey gelassen. Man sagt, daß ihm, als er durch Gal lien gegangen, eine Wahrsagerin prophezeyet habe, daß er Kayserwerden wurde, wenn er ein wild schwein umgebracht hätte.Nach dieser zeit hielt er gemeiniglich schweins-iagten; allein erverstund die prophezeyung nicht recht: denn er kam nicht eherzur Kayserlichen Crone, als bis er Aprum, des Numerianischwieger-vatter, welcher aber diesen seinen sthwieger-sohn treu-loser-weise ermordet, und sich an dessen statt zum Kayser auf,werffen wollte, hingerichtet hatte, dessen nahmen im Lateini schen ein wild schwein heißt. Die wahrscheinlichste mcynung ist,daß er an. 284. Kayser worden. Nachgehends nahm er z» seinenCollege» in der regierung an Marimianum Herculium, Cvn-stantium Chlorum und Galerium Armentarium, gab seinetochter diesem letztern, und Theodoram. des Marimiaiii schwie-gcr-tochter , Chloro zur ehe, Also brachte er durch seine f/iiipheit alle rebellen wiederum zum gehorsam, und das Reich inruhe. Darauf gieng er in Egypten, und ob er schon die regie-rung getheilet hatte, so ehrte ihn doch Marimianus als sei-nen Herrn , die andern zwey aber als ihren varter. Sein Hoch-muth und thorheit war so groß, daß er als ein Gott angebatelzu werden verlangte, und seinen Unterthanen befahl, ihm diezähen seiner füsse zu küssen. Die Christen hassete er so hestig'daß er die aüerqreulichste Verfolgung wider sie anfieng. Allein,je mehr er sie verfolgte, je mehr vermehrten sie sich, welcher
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