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wider seinen willen heraus gezogen worden, und nach Anlio-chien gekommen, da er sich denn vorher prophezeyete, daß erwürde Bischoff werden ; allein, daß die gottlosen leuthe sich fer-ner einfalt mißbrauchen, und ihn wiederum herunter bringenwürden, wie solches auch erfolgte. Hierauf wurde Maxlmusan seine stelle gesetzt. Cyriüm , in vita Euthym. apud SunumMattbiam 20. Jan. überat. breviar. c. 12. Evagrtm, lib. 1 .c. 10. Acta Conciiii Chalcedonens. seif. 1. c. 9. Baromus ,
A. C. 440. 449. 4ti.
^ommw III. wurde nach Evhremio an. 546. Patriarchzu"Rlerandria , befand sich auf dem ©enerabConciho , wel-ches das dritte zu Constantinopel war, und starb an. 561.nachdem er seiner kirche 14. jähr vorgestanden. Baron, an-nal. ad A. C. 346· n. 68. 361. n. 1.
Domnus, Consularis in ©icilim unter dem Kayfer Valen-tiniano dem ältern an. ,67. Libantus hat an ihn verschiedenebliese geschrieben. Godofr. prosopogr. L. Theod.
Doms, mit dem zunahmen ä'Osula oder ä'Oscella, lat. vo-modusceUa, ein stadtlein in der Mayländischen ©rasschafftAnghiera , oder im Efthen-thal, auf der rechten feite des To.sa-flusses unterhalb Ugogna mit einem schloß, welches ehemalsvor sehr veste ausgegeben worden. Es ist ein alter ort und dieHaupt-stadt im Eschen-thal oder Valle d'Olcella, die den nah.men von dem darinnen stehenden Stift oder Dom - kirche em-pfangen. Als die Herren und einwohner des Esthen-thals undder Mäylandischcn thäler jenseit des Gotthardts , die land-leuthe von Ury und ihre ungehörigen im Livmer-lhal sehr de,leidigten, und mit feindlichem rauben beschädigten, ohne daßsie einige fatisfaction gütlich erlangen konnten, (Massen diesel-ben Herren ihnen nur spotl-worte und schimpf entboten, sie soll-ten mit ihren kropf-hälsen nur hinein kommen, so wollten sie ih-nen dieselben ausfchneiden, und ihre äcker damit bauen rc.)sind sie darauf im aug. an. 14-0. mit ihrem land-panier dahin ge-zogen, und haben Bonmalt occupirt, und als, auf ihr mah-nen , ihnen die übrigen Eydgenossen von Zürich , Lucern ,Schweitz , Unterwalden, Zug, und Glarus auf dem fuß nach,gefolget, haben sie gesamter Hand die stadt Domo belagert,eingenommen, sich das land-volck und einwohner huldigen las-sen , und sind mit guten beuten wiederum nach Hause gekehrt.Bullmger. chron. manuscr. lib. IX. cap. 4. JEgid. Tjchudy ,chron. manuscr. P. I. ad ann. 1410.
Ferners an. 1426. sind etwa» 500. land-leuthe von Schweitz ,Ury, Unterwalden und Zug, hinterrücks ihrer Obrigkeit, aufeine streiferey ausgezogen, über den berg Valdyß in das Eschen-thal eingefallen, und so plötzlich für Domo gekommen, daß al-le einwohner mit grossem schrecken aus der stadt und in daSland hinein geflohen, und ihnen die stadt preis gegeben. Alsaber der lärmen und das geschrey im Mayländischen erschol-len, haben sich eine grosse anzahl Lombarder herbey gemachet,und diese partey in der stadt Domo eng emgcthan und bela-gert. Die belagerten Schweitzer aber wehrten sich tapfer undso lang, bis daß alle hiervon berichtete Eydgenofiische Orte, mitetlich 1000. mann, über den Gotthardt herunter ihnen zu hülffegekommen, bey deren anrückung die belagerer sich auf und dar.von gemacht. Das land wurde hierauf mit raub und brandÜbel mitgenommen. Stumpf, lib. IX. p. 284.
Gleich darauf erfolgte den 12. jul. an. 1426. zu Bellentz derfriede zwischen dem Hertzoge zu Manland Philippo und denEydgenossen, krafft dessen dem Hertzog Bellentz, Domo, Eschen-thal und Livinen verbliebe, und die Eydgenossen für ihre an-sprach und krregs-kosten gegen die 30000. fl. empsiengen, nem-lich Zürich,Schweitz,Zug und Glarus 17147.»,^ einen halben fl.Lucern, Ury und Unterwalden nid dem Wald iocor, fl. undendlich die von Unterwalden ob dem Wald 2034. fl. laut auf,gerichteter frirdens-instrumente, welche in sorma zu lesen sindbey Aegidio Tschudy, d. P. II. ad an. 1426.
Im 1487. jähr, als Hertzog Ludwig Sforza zu Maylandin krieg verfiele mit dem Bischoff Jost von Siüinen zu Sit.ten und den land-leurhen in Wallis , zogen die Walliser mitgantzer macht über das gebürge, in das Esthen-thal, belager-ten Domo, und verwüsteten das land heftig. Die Eschen-thaler liessen sich listiglich mit ihnen in friedens-tractaten ein,und hielten sie damit so lange auf, bis der Hertzog seine völ.cker versammlet hatte, der denn seine armee in drey theile zer-theilte , und damit den Wallisern auf den leib gieng , diesel-bigen schlug , achthundert niedermachte, und die übrigen zer-streuete. Gleich darauf aber erfolgte durch Mediation der Eyd.genossen , ein friede in der stadt Zürich . Stumpf, lib. IX.p. 284. & lib. XI. pag. '35g.
An. 1313. in dem Mayländischen kriege, als die zu dienst desKaysers Marimiliani I. und des Hertzogs zu Mayland, widerden König in Franckreich , in Mayland gezogene Eydgenossen,sich uneinig zertheilten, und wegen des ihnen nicht gehaltenenVersprechens, zurück begaben, und zu Galera mit den Franzo-stn einen friedens-vergleich einqiengen, haben die abziehendenBerner, Solothurner und Walliser , das schloß zu Domo best-tzet, als aber, nach der schlacht bey Marignano, die Franzo.sen dafür gekommen, ward ihnen solches von der besatzungübergeben. *
* Domochi, eine Griechische stadt in Thessalien, vier stundenvon Celton gegen westen. Diese stadt hat ehedeffen ein Bißthumgehabt, heuten aber ist sie sehr geringe, und fast wüste. Baudr.
Htstor. Uxiem ILL Lhktt.
Do", siehe Tanais.
Don , ein fluß in Engelland, siehe Dun.
* Don, ein Französischer fluß in Bretagne . Der Don hatseine quelle ohnferne Iuigns, läuft Moisbon Guimens vorbey,und fället endlich in die Vilaine, zwischen Avessac und Mas«serac, inriß aber mit dem flusse Don oder Dun in Engelland,und dem Moscowitischen Don oder Tanais nicht verwechselt»Verben.
Dona, ist ein Benedictiner - kloster in der Graubünbtneri-schen Grafschafft Clären, ob dem dorf Prado gelegen , welchesValentin« Vrsconti, Hertzog Iohannis Galeacii zu Maylandtochter, und aemahlin Hertzog Ludwigs von Orleans (derein söhn war Königs Caroli V. in Franckreich, und an. ,407.erschlagen worden > gestiftet hat. Sie ist an. 140g. ihremHerrn in die ewigkeit nachgefolget. Guler. Rhaet. lib. XIII.p. 19?· b. *
Donaldson, (Walther) ein gelehrter mann, von Aberdeen in Schottland gebürtig, begleitete den Bischoff zu Aberdeen ,David Cuningham, und Petrum Iunium, Groß-Almosenier inSchottland , als selbige vom Könige Iacvbo in Ambassadc nachDälwmarck u>»d an einige Teutsche Hofe geschickt wurden. Daer von bannen wieder nach hause gekommen» reisete er nachHeidelberg , woselbst damals Dionysius Godofredus die Rechts-gelehrsamkeit lehrte. Hieselbst dictirte er einigen jungen 8cudio-iis eine Ethicam , welche wider sein »pissen von einem seinerAuditorum heraus gegeben, und sehr wohl aufgenommen wur-de. Hiernächst wurde er Professor Physices und Ethices, wieauch Linguse Gracae zu Sedan, und stund zugleich der schule,6. jähr als Rektor vor, wurde auch von dar nach Charen»ton bernffen , weil man daselbst eine schule aufrichten woll-te. Indem aber andere dieses zu verhindern suchten, und einstreit darüber entstund» ließ Donaldson unterdessen zu Paris an. 1620. seine Occonomicam drucken. Sollst hat er aucheinige locos communes aus dem Diogene Laertio, unter deintitul i Symapfis Locorum communium , in qua sapientiae hu«man® imago repraefentatur, &c. heraus gegeben. Bayie.
Donaldus I. der 27. König in Schottland , war ein tu-gendhaffter Herr, welcher durch seine kluge regierung im Reichfriede erhielt; jedoch nichts destoweniger seine Unterthanen stetsin Waffen übte. Er war der erste von den SchvtiländischenKönigen, welcher die Christliche religion annahm, die so dennums jähr Christi 187. vermittelst seiner auchorität, öffentlicheingeführet wurde. Allein, obschon er und viele von seinemAdel sich darzu bekannten, so konnten sie dennoch das Hey-denthum nicht gantzlich ausrotten. Zu seiner reit kam der KayserSeverus mit einer weit grösser» macht nach Britannien,um dieseinsul unter sich zu dringen , als jemals einer von den Römerngethan. Hierauf retirirken sich die Schottländer und Picken inihre vesten örter, und weil sie nicht vermögend waren, sich niitden Römern in eine schlacht einzulassen, so machten sie ihnendurch ihre streifereyen und öftere scharmützel viel zu schaffen,als da sie zum ercmpel hier und da ihr vieh gantz allein gehenliesse», und sodenn, wenn die Römer kamen, und selbiges rau.den »vollten, über sie herfielen; welcher gestalt sie, wie Dionberichtet, 30000. mann von ihnen nach und nach erschlugen.Allein, obfchon Severus kranck war, und sich diesen gantzenfelbzug über in einer fünfte tragen lassen muste, so marschrrteer doch »«ermüdet bis an die hinterste gegend der insul, ließgantze wälder umhauen, und daraus drucken bauen, auch diemoräste damit anfüllen, und zwang also die Schottländer undPicken mit ge»valt, daß sie einen grossen theil von ihrem landeverlassen, und friedens-bedingungen annehmen musten. Nächstdem versperrete er sie mit einer mauer, die noch 80. Engli sche meilen weiter gieng, als des Adriani, zwischen de» beydenmeer-busen Bodotria und Glotta, welches ein so groß und vor-trefliches werck war, daß Aelius Spartianus dasselbige die grö-ste zierrath seines Kanserthums nennet. Man kan noch bis ,e.tzo einige merckmale davon sehen, gleichwie auch einige mo-numenta, welche vor reliquicu von des Termini oder von desClaudii Cäfaris tempel gehalten werden. Nachdein nun Do.naldus durch bemeldte tractate das Reich wiederum in ruhegesetzt, starb er im 21. jähre seiner regierung, ums jähr 216.Bucban. & Dempßer. hist. Scot.
Donaldus II. der 32. König in Schottland , wurde im er.sten jähre seiner regierung geschlagen, und starb an den wun-den, die er in der schlacht wider Donaldum, den Fürsten derHebridischen insuln, empfangen, welcher ihm hernach unter demnahmen Donaldus III. succedirte.
Donaldus III. dieser führte sich sehr tyrannisch auf, undwurde im fünften jähre seiner regierung von Crathilintho er-schlagen , welcher aus dem Königlichen geblute war, und je-nem ums jähr 260. succedirte. Bucban. &c.
Donaldus IV. der 3?. König in Schottland , war ein from-mer Fürst, welcher den »vahren gottesdienst in seinem landebeschützte, und ihn auswärts fortzupflantzen suchte. Er tractir-te des Ethelfrid» kinder und vertvandten , welche nach Schott,land geflohen, mit sonderbarer freundlichkcit, versähe sie mittrouppen und andern zu ihrer znrückkunfr gehörigen nothwen,digkeiten, gab ihnen grosse qeschencke und freyheit, so, wie eSdie gelegenheit erforderte, zu ihm zu komnien und wiederum weg