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dem sie ihre destandiqkeit im Christenthum bezeugt, daselbst inihrer kammer nebst Euphrosyna und Theodor« verbrannt. Suet.in Dom. XiphiL ex Dione. EuJ'cb. hist. ecd. Lt Sueur , inannal . an. y;. L 102. *
* DomitiUa, (Flavia) eine gemahlin Kaysers Vespasiani,war Latin« conditionis , und anfangs bey Statilio Capesta,einem Römischen Ritter, wurde aber hernach vor eine inge-nuam und Römische bürgerin öffentlich erkläret, welches ihrvatter auch erwiese, ivelcher Flavius Liberalis hieß, bey ei-nem OuXstore schreider war, und die tochtee^u Ferentino ge-zeuget hatte. Vcspasianus zeugete mit ihr Titum, Domitia-nunsund Domitillam, wovon die tochter nebst der mutier star-ben , ehe noch Vcspasianus zur Kayserlichen würde gelangte,Suetonius , in Vesp. z. Aurel. Viflor , 10. n. i. n. n. i.
SDomitius, die bürgerliche familie der Domitionnn zu Rom war daselbst sehr berühmt. Der Kayser Domitianus war auseiner andern, nemlich aus dem Hause der Flaviorum. Gedach-te familie hatte sich in 2. linien ausgebreitet, der Lalvinorumund Lnobarborurn; welche letztere von L. Domitio entsprun-gen , von dem man zu sagen pflegt, daß er einen ehernen barthätte, weil derselbe diese färbe halte. Aus beyden linien sindviel grosse männer entsprossen , welche das Bürgermeister-amt,das Schass-amt (Censuram) gar oft, daneben unterschiedenetriumphe, und endlich das Magisterium Equitum und höchstePriester-würde jedes einmal erlanget. Cn. Domitiuö Calvi-nus, war der erste, welcher ums jähr der stadt Rom 422.A. M. 36*52. A. L. 332. die Bürgermeisters würde erhielt. Eiuanderer dieses nahmens wurde A. R. 471· A. M. 3701. A. C.s8;. Bürgermeister mit dem P. Cornelio Dolabella, auch her-nach Genlor; der dritte aber mit Valerio Messala A. R. 701.A. M. 3931. A. C. 33. und 13. jähr hernach mit dem AsinioPollione, A. M. 3944. A. C. 4°· U. C. 714 erlangte auch dentriumph, als er Hispanien vorstünde. Die andere linie derAnobarborum stammte, wie gedacht, von L. Domitio her,und erhielt letztlich die ehre, daß sie unter die familias patri-tias aufgenommen wurde. Er hinterließ einen söhn gleichesnahmens , der A. R. 362. A. M. 3792· A. C. 192. Bürgermei-ster war, und Cn. Domitium zeugte, der A. R. 592. A. M.3822. A. C. 162. diese würde erhielt, und ein vatter Cn. Do-mitii Aenobarbi Tribuni Plebis wurde. Er widersetzte sichben Pontificibus, war A. R. 632. A. M. 3862. A. C. 122. Bür-germeister , überwand die Arvernos und Allobroges , an. 638.war er Censor mit L. Cäcilio Metello Lalvo, der auch nur auseinem bürgerlichen geschlecht entsprossen war; und führeten siedieses amt mit solcher strenaigkeit, daß sie auf die 32 Rathsglie-der aus dem Rath stießen. Dieser letzte Domitius hinterließ2. söhne, L. Domitium, der Gouverneur in Sicilien und A. R.660. A. M. 3890. A. C. 94. Bürgermeister ward, und Cn. Do,mitium Aenobarbum Pontisteern AI. A. R. 6;l. A. M. 3881.A. C. 103. Bürgermeister A. R. 638. A. M. 3888. A. C. 96.Censorem A. R. 66 2. A. M. 3892· A. C. 92. mit L. Crasso, dersich übel mit ihm vertrug, und zum spott von ihm sagte:jgon mirum , si barbara ahenea esset, cui os ferreutn, corplumbeum, esset. Sein söhn L. Domitius wurde Prator. undA. R. 700. A. AI. 3930. A. C. 34. Bürgermeister. Nachgehendsnahm er Pompeji partey an, oder war vielmehr einer der vor-nehmsten anstiftern dieses bürgerlichen krieges, wie er sichdenn an Cäsaris statt die provintz Gallien von dem Rath auf-tragen ließ. Aber dieser ließ ihn nicht darzn gelangen, be.kam ihn vielmehr gleich im ansang des kriegs mit einer gros-sen anzahl soldaten zu Corfinium gefangen , wiewol er ihnfür seine person bald los liesse. Domitius aber liesse sich da-durch nicht abhalten, daß er nicht erstlich nach Marseille zöge,um die stadt wider Cäsarem zu verhetzen, und zuletzt noch in derPharsalischen schlacht gegen demselben föchte; aber da fand erauch seinen tod. Denn als er aus dieser Niederlage gegen demgebürge flöhe, ward er von den nacheilenden umgebracht, dadenn Cicero in den Philippicis dem M. Antonio mit sehr bit-tern Worten schuld giebt, als hätte er mit eigener Hand demDomitio das leben genommen. Von ihm stammte Cajus Do-mitius Aenobarbus-, welcher angeklagt wurde, daß er auch vonder conjuration des Caßii und Bruti gewesen, und ob er gleichdaran unschuldig, commandirte er doch ihre flotte bis zu demgäntzlichen Untergang seiner partey. Er hielt es hierauf mitdem Antonio, und endlich begab er sich zu des Augusti partey,starb aber wenig zeit hernach. A. R. 722. A. M. 3952. A. C. 32.verwaltete er die Bürgermeisterliche würde, und hinterließ 2.söhne, L- Domitium, der A. R. 738. A. M. 3968. A. C. 16.Bürgermeister, und ein vatter Cn. Domitii, dessen Vell. Pa-tercülus gedencket, war, und Cn. Domitium, welcher zwar nichtdie ehre des triumphs selbsten, sondern nach der gewohnheitselbiger zeit die zierrathen des triumphs ( ornamenta trium-
K ' ilia) welche nemlich unter der freyen Repnblick, die so würck-triumphiret hatten, ihre übrige lebens-zeit gebrauchen bors-ten, durch den Teutschen krieg erlangte; allein seine laster ver-dunckelten seinen rühm. Er war iEdilis und Prastor, und heu-rathete die ältere Antoniam, eine tochter der Octaviä und M.Antonii, und also die niece des Kaysers Augusti; aus welcherehe Domitius, der vatter des Kaysers Neronis, und 2. töchtergezeuget worden. Dieser Donntms war gantz den lästern, undsonderlich der grausanikeit ergebe»; er heurathete Agrippinam,eine tochter des Germanici. Jedoch ist noch in anjehung die-
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scr letzter» Vomitiowm zu mercken, daß einige, selbst alte au.thores dieselbe in wenigere Personen zusammen ziehen, und auszweyen je nur einen machen. Allein die erörtcrung dieses zwei-fels erforderte eine chronologische und critische discußion, wel-che allhier viel zu weitläufig fallen würde. Suetonius , mNeürone. Tacit. lib. IV. annal. scq. Dim. Livius. Eutropiui.VeU, Paterculus. Plinitis. Cajjiodorm, &c. *
* Domitius Gabinus, ein ssribunus milirum aus der ar-mer Vespasiani und Titi, welcher sich durch viele tapfere undschöne thaten in dem Jüdischen kriege bekannt gemachel, undvon Kayser Vitellio umgebracht worden , dieweil er sich deSCapikolii und des Jovis tempels zu gunsten seines bruders Ve-spasiani bemächtiget hatte. Joseph . de bell. Judaic. lib. 111 .cap. 28. & üb. V. cap. 24.
Domitius, ein Historicus, welchen der author von dem Ur-sprünge des Römischen volcks citiret, und von ihm 2. iragmen.ta von der ankunft des Aeneä in Italien andringet. Aul. Gel-lius redet von einem Grammatico dieses nahmens, welcher zuseiner zeit gelebet, und welcher Insanus zugenannt worden, weiler sich in keine gesellschafft einlassen wollen , und jederzeit ver-drießlich gewesen. Er hat auch gewünschet, daß die menschenkeine zungen hätten, damit sie einander ihre laster nicht cvm-municiren könnten. A. Gestirn, üb. VI. c. 7.
* Domme, lat. Doma , eine stadt nebst einem schlösse inFranckreich in der landschafft Perigord an den grentze» vonQuerci, zwischen Sarlat und Cahors , am fluß Dordonnc.Audisret , hist. & Geogr. ane. & moderne III. 1. tom, II.p. 303.
* Dommel, oder Dommele, ein fluß in Brabant , wel-cher sich bey Hertzogenbusch mit der Aa vereiniget, und bey Cre-vecöur in die Maas fällt. Zeder, itinerar. Germ. *’ 3 uncfccoanleitung zur mittlern Geographie, II. 5. p. 286.
Dommitsch, oder Dummitsch, ein städtlein nahe an der El-be, unter Torgau , und selbigem Ämts-bezirck, im Marggraf-thnm Missen, dem Churfürsten von Sachsen zuständig. Es istwol schwerlich zu erweisen , daß der nähme so viel als Da-mascon, und von den Jüden, derer viel um Wittcnberg, unddie gegend gewohnt haben sollen, ihm gegeben sey, weil er na-türlicher aus der Wendischen spräche fliesset, und darinnen soviel als zum Hause heisset. Sonsten hat es einen alten Com-tur - Hof des Teutschen Herren-ordens, so noch im stände undin die Balley Sachsen gerechnet wird. Im dreißigjährigenkriege ist es abgebrannt worden. Zeilen topogr. Sax. sup. p. 42.Lüzelbergü bericht von dem löblichen Teutschen Herren-ordcn,Kvauth. prodr. Misn. Peccenßemh Theatr. Sax. P. III. p. 154.
Domnau , eine kleine stadt, nebst einem schlösse, indemBrandenburgischen Preussen,meilen von Königsberg , gele-gen. Sie ist an. 1400. erbauet, und an. ,371. durch einefeuers-brunst fast gäntzlich in die asche geleget worden. Eineviertel-stunde von hier soll der berühmte Theophrastus Paracel.sus begraben liegen. Weil aber dieser nicht in Preussen!, son-dern ferne davon in der Ertz-Bischöfflichen stadt Saltzdurg ver-storben , so hält man diß billich für eine fabel. HartknochrPreussen. Brands reife-befchr. p. 46. Tmmd. *
Domnizo, ein Priester, lebte zu ende des XI. fecuü, unterden Kayser» Henrico IV. und V. Er schrieb das leben der Grä-fin Mathildis in heroischen versen , darinnen er seine Partey-lichkeit wider den Kayser Henricum IV. genugsam an den tagleget. Der Cardinal Baronius führet ihn zum öftern als ei-nen unverwerflichen zeugen an. Sein werck bestehet in zweybüchern, welche Sebastian Tengnagnel, Kayserlicher BMo-thecarius, an. 1612. zu Jngolstadt heraus gegeben.
Voßtiu. Mir teut.
Domnulus, ein Africaner, lebte im V. feculo. Er war inLiteris elegantioribus wohl erfahren, und kam dadurch zu wich-tigen bedienungen. Der anthor des lebens St. Hilarii von Ar-les berichtet , daß er wegen einiger schristen berühmt gewesen.Sidontus Apollinaris gedencket seiner in seinen epistolis , hatihm auch selbst die letztere in dem vierten buche zugeschrieben.
Domnus, oder Domnto I. Papst, war ein söhn Manri-tii. Er wurde den 1. nov. an. 676. nach dem tode Adeoda-ti erwehlet, und starb den n. apr. an. 678. Beda, lib. IV.
histor. c. 12. Anaßaßm. Platina. Ciacconim. Sigebertw.Onuphrius . Baronius , &c.
Domnus II. ein Römer, wurde Papst nach Johanne III.lebte aber nur 3. monate nach seiner wähl, von dem 2°.sept. bis auf den 19. dec. an. 972. Nach seinem tode blieb derstuhl nur einen tag ledig. Volaterran. anthropol. üb. XXII.Nauderus. S. Ant (mim, P. II. tit. 16. cap. 1. §.17. Maria·nus. Sigebertus. Platina. Giacconius. Baronius , &c.
Domnus I. Patriarch von Antiochien , wurde von denVättern, welche zum andern mal wider Paulum Samosate-num beysammen waren, erwehlt. Er war ein söhn desjeni,gen Demetrii, welcher vorgedachtem Paulo dieser kirche vor-gestanden. Er starb an. 27;. nachdem er 5. jähr gesessen.Eufeb, hist. Üb. VII. c. 23. & in chron. Baronius , A. C.272 · n - 47 -
Domnus II. Patriarch von Antiochien , folgte Iohanni, sei-ner mutter bruder, an. 436. Er hatte sich zu einem einsamenleben in das kloster St. Euthymii begeben, von bannen er
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