/
3 i6 e r i
e r i
Mutter mit grossem Nachdruck deswegen zu , welches so viel ge-würcket, daß die Lutherischen Pfarrer aus dem gefängnis wie-derum los kamen, und nachgehends an.i??z. durch ein öffent-liches edict den Augspurgischen Confeßions-verwandten diefreye religivns-übung verstattet wurde. Hierauf nahm Her-tzog Heinrich diesem Hertzog Erich, wegen der mit dem Marg-grafen aufgerichteten alliantz, fast das gantze land ab, gab esaber wiederum weg. Doch der krieg in seinem lande war kaumgeendiget, als er sich in Spanische dienste wider Franckreich be-gab , und daselbst zu dem berühmten siege bey St. Qmntln,wobey er das pferd unter dem leibe verlohr, nicht wenig bey-trug. Wie er aus Spanien an. 156;. zurück gekommen, reifeste er zu dem Könige in Dänemarck, oder wie andere wollen, zudem Könige in Schweden , und ließ noch selbiges jähr bey sei-ner ankunft in sein Fürstenthum viel maimschafft werben, wo-mit er nachgehends unvermuthet ins Stift Münster fiel, daselbstgrosse contribution eintrieb, und endlich bis vor Dantzig rück-te , welche stadt ihm eine ansehnliche summa gelbes erlegenmüssen. Allein weil dieses verfahren wider den allgemeinenfrieden lief, so wurde er an. 1568. genöthiget, durch feine Ge-sandten bey dem Kayser eine abbilte thun zu lassen. Der Königin Spanien ', Philippus II. , hatte eine solche Hochachtung we-gen seiner treuen dienste vor ihn, daß er ihm an., 157;. durch ei-nen eigenen Gesandten den Ritter-orden des göldenen Vliessesertheilen ließ. Nicht lange hernach baucte der Hertzog die ve-siung zur Neustadt am Rübenberge, und gab ihr den nahmenLandstrost. Endlich starb er an. i?84. zu Pavia in Italien ,dahin er sich von Venedig begeben, plötzlich an einem harten hu-sten, da dann die Medici bey seiner eröfnung ein ungewöhnlichgrosses hertze bey ihm gefunden. Letzneri Dassel, chron.lib. III. c. 6o. scq. Büntings Braunsthw. chron. Contin.
Meibomii p. ?2st. feg.
Ericus II. Hertzog in Pommern aus der Wolgastischen li-nie, war ein söhn Hertzogs Wratislai IX. und Sophia, die ei-ne tochter Georg«, Hertzogs in Nieder-Sachsen, war. Er hat-te anfänglich mit den Creutz-Rittern zu thun, indem er widerdieselbige die Herrschasst Lauenburg und Bütow behauptete.Er zog auch an. 1448. seines schwieger-vatters, des HertzogsBogislai IX. verlassenschafft, mit ausschliessung der übrigenPommerischen Hertzoge, an sich allein,und wollte gleicher gestaltan. 14z 9. des Hertzogs Erici I., der auch König in Dänemarckgewesen, verlassenschafft an sich bringen, welches ihm aber nichtgelingen wollte. Endlich, als an. 1464. die Stettinische linieausgieng, wollte er auch diese erbschasst mit ausschliessung sei-nes bruders Wratislai X. sich zueignen , verglich sich aber end-lich , und vereinigte seine Waffen mit ihm wider das HausBrandenburg , welches auf das Stettinische antheil gleichfallsanspruch machte. Denn es berief sichrer Churfürst Frideri-cus II. auf einen zwischen dem Churfürsten Ludovico Bavaround dem Hertzoge Barnimo gemachten vergleich, und wollte be-haupten, daß die Wolgastifche linie von der Stettinischen gantzunterschieden, und er also dieser erbschasst sich nicht anmassenkönnte; wie er denn auch des Kaysers Friderici III. consens er-hielt, von dem Hertzogthum Stettin besitz zu nehmen. Es ver-glich sich zwar darauf der Churfürst mit dem Hertzoge Ertco,daß dieser das Hertzogthum Stettin zu lehen von Brandenburgempfahen, und dabey die gewöhnliche onera dem Reich erlegensollte. Allein es wollte der Kayser hierein nicht willigen, dahergieng dieser vergleich zurücke, und der Hertzog . Ericus wurdeals rechtmäßiger erbe gehuldiget. Der Churfürst siel hieraufmit gewaffneter Hand in Pommern ein, und eroberte einige ör-tcr; da denn sowol der ausspruch des Kaysers, welcher verlang-te, daß man diese fache gerichtlich ausmachen sollte, als auchdie Handlung zu Peterkow vergeblich war. Unterdejftl^ftarban. 1570. der Churfürst Fridericus II. und folgte ihm Albertus,mit dem zunahmen Achilles , der diese fache an dem Kayserl.Hofe trieb, daß also der Hertzog Ericus zu unterschiedenen ma-len citiret wurde. Da nun der Hertzog selbst nicht erschien, seinAbgesandter aber, Matthias Wedelius , schleunig starb, unddarüber der gesetzte termin verstoß, bestätigte der Kayser Frideri-cus III. dem Churfürsten Alberto dieses Hertzogthum Stettin ,von welcher zeit an auch der Churfürst das Pommerifche wapengebraucht. Der Hertzog Ericus zwar bemühete sich durch seineGesandten an dem Kayserlichen Hofe dieses wieder umzustvssen,und wurden zu diesem ende Lommissarii verordnet, die zu Röh-rick zusammen kamen. Es war aber auch dieses vergebens,und konnte man des Handels nicht einig werden. Hierauf ver-glich sich Ericus mit dem Churfürsten zu Prentzlau; doch weildes Hertzogs Erici bruder Wratislaus nicht darein consentirte,hatte dieses ebenfalls keinen effect. Hierüber starb Ericus an.1474. Seine gemahlin war Sophia, Bogislai IX., Hertzogsin Pommern , tochter, mit welcher er nebst einigen töchternWratislaum, Casimirum und Bogislaum X. gezeuget, davondie beyden erster» unverheurathet gestorben, der letztere aber dasgeschlecht fortgepstantzet. Hetm. p. 516. Reusnerus , p. 474.Spener. iyllog. histor. geneal. p. 741. Micralius , hist. Polit.lib. III. fest. 12. p. 686.
Hertzoge zu Schleßwig:
sollte seinem bruder Waldemaro III. , der an. 12*7. ohnessestorbc», m dem Hertzogthum Schleßwig folgen; derKön.«Ericus VII , mit dem zunahmen Glipping, aber, iwiaSllch'ihm solches zu lehen zu geben, weil die Dänische leben 8ctufCollaterales fallen. Die Grafen zu Holstein, Johannes Iund Gerhardus l., Erici I. mutter brüder, zwungen m -ckdurch die an. 1261. aufder Lohheide bey Schleßwig erhalletschlacht, darinnen Koniq Erich nebst seiner mutier aefa a mworden,Erico I. Schleßwig zu lassen. Doch erregteZZnachmals emen neuen streit, und weil die Grafen von HMe»Nicht gleich helffen konnten, bemächtigte er sich des qantzen Stzogthums, und Hertzog Erich I. starb im exilio an. 1272 miHinterlassung zweyer söhne, Waldemari lV. und Erici, mit demzunahmen langbein, davon der erste nach ihm wiederum denbesitz des HertzogthUMs erlangte. Pontanus , hist. rer Danhb. VII. p. ;?2. ,?9. ,64.
Errcus II. folgte seinem vatter Waldemaro IV. an. in- inder regierung des Hertzogthums Schleßwig, und verglich sichmit den Konigen in Danemarck, wegen aller vorher streitig Zwesenen Puncten, und blieb vor denselben in ruhe. Mit,ei-ner gemahlin Agnes, Grafen Henrici I. von Holstein 'lochtetzeugte er Waldemarum V. seinen Nachfolger, und Hedwiq, diean denKonig in Dänemarck,Waldemarum IV., Christophen IIsöhn, vermählet worden. Pontanus, hist. rer. Dan. lib. VIl'
р. 407. 409. 422.
* Ericus, (Johann Peter) gebürtig von Eisenach , wardan dem Gymnasio zu Padua Linguarum & Geographie Pro.feffor , und machte sich gegen das ende des XVII. feculi durchzwey schriften bekannt,. deren die eine er renatum e MystericPrincipiumPhilologicum, Eisenach 1686. die andere aber An-thropoglottodoxia genennet, darinnen er die Griechische sprä-che , als die mutter aller übrigen, auch der Hebräischen anqe.geben, aber damit bey den Gelehrten schlechten beyfall ae-funden. Morbof. Polyhist, tom. I. lib. IV. cap. i. n. 10.
с. z. n. ?.
* Ericus , oder Egric , Konig der Ost-Anglen, zur zeit derEngellandischen Heptarchie. An. 6 z 8. kam er in einer schlachtum, und stel durch die Hände des Mercischen Königs Pende.Es war noch ein anderer König Erich oder Ericus, in Osi-An-glen, welcher im 9. jahrhundert regierte; er war ein Däne,und tyrannisirte sein volck bey 14. jähren, bis endlich die un,terthanen sich wider ihn auflehnten, ihn erschlugen, und sich al-so durch seinen tod von seiner wüterey befreyeten. PolydomVergilius und Du Cbene , hist. Angl.
* Ericus I. oder Horicus, König in Iütland, war Gvthri.ci vierter söhn, kam an. 827. zur regierung, und schickte an.8 ; 6 . 8 ; 8 . und 8 ;9· Gesandte an den KayserLudovicum Pium.Anfänglich war er ein abgesagter feind der Christen, trat abernachgehends selbst zu ihnen über, und erlaubte an. 848. dembekannten^ Anfgario, das Bißthum Schleßwich aufzurichten.An. 8 ? 7. überließ er ftinem vetter Roruc oder Erico II. einentheil von Iütland, und wurde endlich an. 86z. von seines bru-ders Olai söhne, Guttormo, in einem treffen bey Schleßwich,nebst seinen meisten verwandten, erschlagen. Seine tochter Ra-gnhild war eine gemahlin Haraldi Haarfegre, ersten Königsm Norwegen , Adam. Bremenßs. Saxo Grammaticus . Anna.les Bertiniani , Eginbardißß Metenses. Forfai series. Oernbielm %hist. eccles. Remberti vita Ansgarii ap. Henschen.
* Ericus II. oder Roruc, König in Iütland, wavMichNl,der Haraldi Klaeck, und ließ sich mit demselben an. 8r6. zuMayntz taufen. Nach einiger zeit kam er bey dem Kayser Lo«thario m verdacht, als wenn er mit einer verrätherey umgien-ge, und wurde deswegen gefangen gefetzet; er entwischte aberbey aelegenheit, und kam an. 837. wieder nach Iütland, wo-selbst ihm Ericus I. obgedachter Massen an. 8 ? 7 - einen theil vonIütland übergab. Dieses trat er an. 870. feines bruders Ha-raldi söhne, Godofredo dem jüngern ab, und reisete sodannzu dem Kayser Carolo Galvo , mit dem er sich zu Nimwegcnunterredete. Endlich begab er sich an. 87;. in Ludovici Germa-nia dienste, und starb bald hernach. Annaies Bertiniani, YuUdenses & Metenses.
* Ericus I. Blodoxis , König in Norwegen , war ein.fohnHaraldi I. und wurde noch bey dessen leben an. 9;°. Konig.Allein nach des vatters todeward er an. 93;. von seinem Halb-bruder, Haquino I. vertrieben , und begab sich nach Engclland,woselbst er den Christlichen glauben annahm, und von demKönige Adelstano mit Northumberland bcschencket wurde. Ermuste aber nach Adelstani tode, welcher an. 940. erfolgte, dasscl,be wieder verlassen; da er sich denn auf die sce-räubercy legte,und an. 941. in einer schlacht mitten in Engelland sein lebeneinbüssete. Seine gemahlin Gunilda, aus Halland gebürtig,begab sich mit ihren kindern nach Dänemarck, und fand daselbst
ihren unterhalt. Saxo Grammaticus . Torfei hilt. Vorweg.
* Ericus II. König in Norwegen , war ein söhn Königs Ma-gni VII. welchen ihm seine gemahlin, Ingeburga, Erici Ploch.pcnning, Königs in Dänemarck tochter, an. 1267. gebohren.Er wurde schon bey seines vatters leben a». 127;. zum Königernennet, und succedirte demselben an. 1280. Wegen der müt-terlichen erbschasst verfiel er a». 1284. mit Dänemarck in einenkrieg, wodurch er aber nichts ausrichtete. Das folgende iahtbrachte er zu Calmar den vergleich mit den Häufte - städtcn