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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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weswegen er sich zu der Guisischen Ligue schlug, um dadurchsein vorhaben *u stände zu bringen. Allein auch dieses half ihmnichts , und wurde er nebst dem Cardinal von Lothringen ge-fangen gesetzt. Doch entkam er wiederum, und ließ sich dasaufnehmen der Ligistischen partey mehr als jemals angelegenseyn. Er starb auch in solchem eifer vor selbige an. 1599. den

y. KH 1 . Davila , guerres civil, de France. Tbuan. hist. üb.LXXXI. CI & CXXII. Spondan. in annal . La Croix duMaine, bibl. Franq. Sammarth. Gall.

Eipinal , lat. Spinalium, eine kleine stadt in Lothringen ,an der Mosel , gegen das Voqesische gebürge und die arentzender Franche-Comte zu, zwischen Remiremont und Chaste, aufder rechten feite des besagten flusses, welche in dem XVII. fo-culo durch den krieg in groß abnehmen gerathen, t Theodori-cus Bischoff von Metz , hat allhier das schloß und das kloster,ums jähr Christi 900. mit grossen Unkosten erbauen lassen.

Zeiler. in topogr. Lothar.

Espinay Durestal, ein vornehmes alteS geschlecht inBretagne , welches sich sowol durch heurathen als hervvrbrin-aung verschiedener grosser leuthe in sonderbares ansehen ge-bracht. Robertus von Espinay II. vermählte sich mit Marga-retha von Conrbe, die ihm Richardum und Jacobum geboh-ren. Dieser letztere wurde an. 1454. Bischoff von St. Malo und Rennes. Der Hertzog von Bretagne brauchte ihn als Am-bassador an den König Ludovicum XI. Sein bruder Richar-dus war Großmeister von Bretagne , welcher mit Beatrix vonMontauban, Guidonem I., Andream, (von dem hernach be-sonders, ) Ivhannem I. und II., Robertum und Jacobum ge-zeuget. Johannes I. wurde an. 1485. Bischoff zu Mirepoix,und nachgehendö zu Nantes , da er auch an. 1497. starb. Jo­ hannes II. ward erstlich Abt zu Aiguevive, nachmals aber Bi-schvff von Valence , und starb an. 1,03. Robertus wurde gleich-falls Bischoff zu Nantes . Guido von Espinay I., der grossezugenannt, Herr von Espinay , von Rwiere, von Escures, rc.hinterließ einen söhn gleiches nahmens, dessen enckel in sei-nem söhne Carola ausgestorben. Argentri, hist. de Bretagn.Auguflm de Pas. Le Laboureur. Sammarth an.

Espinay, (Johannes d) Cammer- Herr und Seneschallvon Castres und Albigeois, war ein söhn Guidonis III., undder erste Marggraf von Espinay, Graf von Durestal, rc.Der König Henricus II. in Franckreich machte ihn zu seinemCammer-Herrn , und gab ihm eine compagnie von 100. leich-ten Pferden zu commandiren, mit denen er an verschiedenenorten sich gar wohl signalirte. Als er mit seiner compagniezu Metz in garnison lag, legte er solche proben seiner tapfer-keit an den tag, daß hernach der König Carolns IX. ihn zumSeneschall von Castres und Albigeois machte. Er vertrat arrchLieutenants - stelle bey einer compagnie von 100. mann, diesein schwieger-vatter der Marschall de la Weilte Ville comman-diere , und führte sie in verschiedenen treffen wider die feindean. Um seine gute dienste zu belohnen, machte ihn erstgedach-tcr König zu einem Ritter seines ordens, und aus dem landevon Espinay eine Marggrafschafft, trug ihm auch das com-mando über 100. mann auf. Da er dann, nachdem er3. Kö-nigen von Franckreich mit grossem rühme gedienet, endlich an.1,91. unter der regierungdeS Königs Henrici IV. im 63. jähreseines alters gestorben. Augujiin de Pas , hist. gen. de Bre-tagne. ^

* Espinay, (Andreas d) Cardinal und Ertz-Bischoff vonBourdeaur, hernach zu Lyon , Abt zu 8. Croix zu Bourdeaur,und Prior zu St. Martin des ChampS in Paris , war ein söhnRichardi, Herrn zu Espinay in Bretagne , und Beatricis vonMontauban . An. 1468. und nach andern an. 1478. kamer zu dem Ertz-Bißthum der kirche zu Bourdeaur, nach Ar.tho von Montauban seinem onclc , und an. 1499. gelang-te er zu dem Ery - Bißthnm zu Lyon , welches ihm Hugovon Talaru überlassen. Andreas d'Espinay nahm viel theilan den staats-geschäfften seiner zeit. Nach dem tode LudoviciXI. wurde er in Bretagne geschickt, hernach wohnte er denLand-Ständen! zu Tours bey, und erhielt auf recommendationdes Königs Carl VIII. den Cardinals-hut, welcher ihm von demPapst Jimocentio VIII. an. 1489. im mertz gegeben wurde.Er folgte dem nemlichen Könige Carl in seiner reise nach Ita­ lien , und bey der einnehmung des Königreichs Neapolis, undan. 1493. nach seiner zurückkünft fand er sich bey dem treffenzu Furnone. Er soll auch noch über diß Gouverneur zu Pa­ ris gewesen seyn, allwo er in dem schloß des Tournelles den10. nov. 1300, gestorben. Sein leichnam wurde in der kircheder Cölestiner zu Paris begraben, da seine grabschrift und wa-pen nächst der capclle von Orleans zu sehen. Argentre , hist.de Bretagne , liv. XII. Augujtin de Pas , hist. gen. de Bre-tagne. Frtzm. Gall. purpur. Sammarthan. Gall. Christ. Au-hery , hist. des Card. tom. III. Le Laboureur , tomb. des pers.jllust. Severt. de Archiepisc. Lugd. &c.

Espinay - St. Luc , ist eines von den berühmtesten ge-schlechten in der Normandie . Wilhelmus von Espinaylebte an. 120g. Sein söhn Richardus hinterließ WilhelmumII., welcher einen söhn mit ihm gleiches nahmens gezeuget.Dieser vermählte sich erstlich mit Altr von Courcy, die ihm Ro,bertum von Espinay gebohren; nachdem aber diese gestorben,

yeuratyele er an. 144». Manam von Angeruille, und leii-u,mit ihr Guidonem, den stamm-vatter der Herren von Äs.

guerout. Robertus von Espinay, Ritter, Herr von St M

Capitain von Evreur, zeugte Valeranum, welcher bey der bnlagerung vor Metz gute proben seiner tapferkeit ablegte. Mar-garetha von Grouches gebahr ihm Franciscum, Herrn vonSt. Luc Großmeister von der artillerie in Franckreich, vonwelchem ein absonderlicher artickul. Dieser vermählte sich mitJohanna voz, Cosse, einer Dame von grosser kluqheit, derenvatter Carolus l. von Cosse, Grafvon Brissac, Marschall vonFranckreich war, und zeiigte mit ihr Timoleontem, ArlumCarolum und Franciscum, davon der letztere, ohne kinderÄuhaben, gestorben. Artus wurde Abt von Rhedon und rumBischoff von Marseille ernennet, wie auch Ritter des H. Gei-stes, und starb an. 1618. Carolus wurde Commandeur desMalthefer- ordens, und kam an. 1622. in einem treffen wi.der die Türcken um , daß also Timoleon, (von dem untenbesonders gehandelt wird,) allein das geschlecht fortgepstan-tzet. Er vermählte sich mit Henriette von Bassompierre, diean. 1632. gestorben, nachdem sie ihm nebst r. töchtern einensöhn Franciscum II. gebohren. Franciscus II. von Espinay,Marquis von St. Luc, Graf von Estelan, rc. Ritter derKöniglichen orden, General-Lieutenant in Guienne und Gou-verneur von Perigord, vermählte sich an. 1643. mit Annavon Bude, die ihm Franciscum III. , Ludovicum, rc. geboh-ren, und an. 1670. gestorben. Sammarth. hist. genealog. deFrance liv. XXXIV. Le Laboureur , tomb. des pers. illustr. LeP. Anselme. Godesroy. La Roque &c.

Espmay, (Franciscus von) Herr von St. Luc, Baronvon Crevecour, Arvert und Gmllefontaine, Chätelain undPair von Cambrefls, Ritter der Königlichen orden und Groß-meister der artillerie von Franckreich, war ein söhn Valeranides Hayes , genannt von Espinay , von dessen anderer gemah.lin , Margarelha von Grouches. Er wurde zu ende des jahrs2378. Gouverneur von Taintonge und Brouage, nachgehendsaber Lieutenant-General von Bretagne . A». 1387. wurde erin der jchlacht bey Coutras , da er mrt grosser tapferkeit föchte,gefangen, und legte nach diesem bey den belagerungen von Pa­ ris , Espernay , Laon und la Fere vor andern ehre ein. Die-ses bewog Henricum IV. daß er ihn an. 1393. zum Ritter desH. Geistes , und an. 1396. zum Großmeister der artillerie er.klärte, wiewol er dieser ehre nicht lange genoß , gestalt er an.1397. den 8. sept. bey belagerung der stadt Amiens erschossenwurde. Er halle eine ansehnliche gestalt, besaß eine wahrhaff-tige tapferkeit, und war dabey von einem überaus angenehmenUmgänge. Man hat von ihm einige reden vvm kriege, undsehr wohl gesetzte getichte, die er zu der zeit verfertiget, alsihn seine feinde bey Henrico III. verleumdet, und er sich des-wegen in sein Gouvernement nach Brouage begeben hatte.Anjehne , hist. gen. tom. VII. p. 473. tom. VIII. p. 184. tom.IX. p. 108. Sammarth, e log. Thuan. hist. Brantome.

t Elpinay , (Timoleon von) Herr von St. Luc, Graf vonEstelan rc. Ritter der Königlichen orden und Marschall vonFranckreich, war der älteste söhn des vorherstehenden Francisci,den ihm seine gemahlin , Johanna von Cosse, gebohren halle.Er that sich bey unterschiedlichen gelegenheiten wider die Hu-genotten dergestalt hervor, daß ihn der König zum Vice-Admi-ral von Franckreich ernennte, da er denn zu dem wider die vonRochellean. 1622. befochtenen siege ein grosses beytrug, undsich von der insul Re meister machte, nachdem er den Herrnvon Soubize von dar weggetrieben. Hierauf erhielt er an.1628. den Marfchalls-stad , und die würbe eines Lieutenant-General von Guienne. Er starb an. 1644. den 12. fepkemb.zuBourdeaur, von dar man seinen leichnam nach Pans führte,und daselbst an. 1643. den 14. jan. in der capelle von Orleans in der Cölestiner-kirche beerdigte. Anselme, hist. gen. tom. VII.p. 47t. tom. IX. p. 143.

Espinosa, (Johannes) ein Spanier , hat zu ende des XVI.foculi gelebt, und verschiedene schrssten verfertiget, als 67-ntecepcenos ; Dialogo en laude de las Mugeres; Micracati-bou &c. Anton. bibl.

* Espinosa de los Montes, ein Spanischer guter stecken INAlt-Castilien, gegen den gebürgen von Asturien , drey weilenvon Medina del Pomar, gegen abend. Die meisten Ceogra-plii nehmen es für das alte Vellica , eine Bisthöffliche stadt,so andere lieber nach Jrevenno zu setzen pflegen, einer kleinenstadt in Alava . Baudrand.

Espinoy, eine Niederländische stadt in der provintz Artois ,zwischen Ryssel und Douay, welche mit dem titul eines Fur-stenthums beehret worden. Siehe Melun .

* Espinoy, (Philipp 1 ') ein gelehrter Vicomte von Terouan.ne auö Flandern , ftorirte z» ansang des XVII. foculi, und hattedie Flandrische Historie sehr wohl inne. Er schrieb vcrichie-dene den Ursprung und genealogie der Grafen und Adel-ge-schlechter von Flandern angehende wercke, alö: Recherchedes Antiquites & Noblesse deFlandre, contenant lhistoirege-nealogique des Comtes de Flandre, la suite de ses Gouver-neurs & des autres Officiers , & un recueil de ses plus il-lustres Familles , Douay l6;r. in sol. Genealogiam Dommo-rum & Baronum Gaverensium; Historiam Gcnealogicam Co-mitum