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mitum &Vice-Comitum Gandenfium, Alostanorum &c. Sreer-tii Athen . Belg, Andrea bibl. Belg. Hühner, bibl. geneal.g. p. r;6.
ESPIRITO SANTO , eine kleine stadt, ist der vornehm-ste ort in einem Gouvernement in Süb-America in Brasilien ,und gehöret den Portugiesen.
ESPIRITO SANTO , ein fluß, den die Portugiesen Kloöo Lspirlw 8ant0 nennen, in Africa , im Königreiche Mono,mvtapa, welcher sich nahe bey dem vorgedürge St. Nicolas indas Aethiopische meer ergeußk. Baudr.
ESPIRITU SAN TO, eine stadt in der Nord - Americam'-schen provintz Neu-Spamen.
«Esprit» (Jacvbus) gebürtig von Besters, ward gegendas ende des XVII. secuü Königlicher Französischer Rath,und ein Mitglied der Französischen Academie. Er hat sich son-derlich durch seinen traclat de la Faustete des Vertus humai-nes, welcher zu Paris 1678. in ir. und Amsterdam 1717.gedruckt, und in unterschiedene sprachen übersetzet worden ,bekannt gemacht , auch ausser demselben Paraphrase* etlicherPsalmen, und eine sammlung von briefen hinterlassen. P(-liifm, hist. de l’Acadim. Franqoise. Stolles Historie der ge.Ichrtheit, II. 4. §. 3 6 .
Esquequin , ist der nähme eines von den 3. stämmender Araber, welche an. 999· nebst den andern beyden, die zu-sammen zoooo. mann machten , in Africam giengen, sich überdie gantzen östlichen theile der Barbarey ausbreiteten , und ver-schiedene provintzen eroberten. Die zuuft der sogenanntenEsquequins wird in etliche linien eingetheilet, davon die vor-nehmste Uled Hedcgi genemiet wird. Die lemhe halten sich indörsern auf, welche aus lauter zelten bestehen, die man voneinem orte an den andern fortsetzen kan. Ieglich dorfhat 160.oder zoo. zelten, welche aufgeschlagen sind, so, daß in der mit-ten ein grosser leerer platz ist, worinnen sie ihr vieh einschliessen.Hierzu sind nur 2. wege, die sie bey nächtlicher weile wegender wilden thiere mir dornen und Hecken auszufüllen und zuverwahren pflegen. Manml. Afr.
Esguib, siehe Essequebe.
* ESQUILI®, ein ort in dem alten Rom , wo man die ar,wen begrübe,und die leichname derjenigen, so mit der lodes-strafesind beleget worden , hinwarf; es war auch öfters der ort,wo man die übelkhäter abzuthun pflegte; dieser ort aber ändert«hernach diesen traurigen gebrauch in einen weit angeneh-mern, sintemal es Augusts feiner schönen läge halben Fürst-liche gärten daraus zu machen beliebte. Horatius , libr. V.carm. oda üb. I. serm. sät. 8·
* Esguillache, ein kleines Fürstenthnm im Königreich Nea,polis, gehörte vormals dem ältesten söhn des letzt-verstorbenenMarquis de Prie, gewesenen Vice - Gouverneurs in den Oe-sterreichischen Niederlanden, welcher solches aber nachwärlsvcrkanffet hat.
'Esquille, ein fischreicher fluß im nördlichen America, wo-selbst lahrlich eine ansehnliche menge häringe gefangen werden.Champelain , voyages tom. 1 . liv. 11 . c. 2.
Esguire, ist ein in Engelland gebräuchlicher ehren-titul,welchen man denjenigen von dem geringen Adel beylegt, soweniger als Baronets und Ritter, hingegen mehr, als blosseGentlemen oder Edellenthe sind. Die Personen, denen ei-gentlich diese würde zukömmt, sind i.)die jüngern söhne derGrafen , 2.) alle söhne der Vice - Grafen und Baronen, z.)die erstgebohrne söhne von den jüngern söhnen der Pairs,4 ^ die erstgebohrne söhne der Ritter, und die von denselbenabstammende älteste söhne, ;.) Diejenige, so durch eine aus-drückliche Königliche verordnung damit beehret werden, wel-ches nicht gar oft zu geschehen pfleget. Ferner wird diesesprädicat denjenigen gegeben, welche keinen höhern titul ha.den, und sich in einer ivichtigen civil-militar-oder Hof-bedie-mng befinden ; z. e. den Friede-Richtern, den Commissarienron den quartieren, den Maireii von den städren , den Advo-caten u.s.w. Insonderheit aber giebt es Esquires os tbe 80dv, d. i. Leibs-Esquires, welche allezeit um die prrson desKönigs seyn, auch des nachts bey dessen schlaf-zimmer ihr la-grr haben müssen , gleicher gestalt werden die Serjeants atarms, welche vor dem Könige gewisse scepter tragen, unddie Herolds-beamte, unter die Esquires gezehlt. Wenn manan sie schreibt, pflegt man ordentlich dieses wort nach ihrem»ahmen zu setzen , z. e. to John Pellet Esquire (oder Esq. )und öfters (zumal bey den söhnen der Lords, welchen auchdie Ritter den rang über sich geben) das prädicat honourablebeyzufügen. In Franckreich Hat das wort Ecuyer fast einegleichmäßige dedeutung , indem es einen Edelmann anzeigt,welcher weniger ist als ein Ritter. Die ordvnnance von BloiSton an. 1579. soll die erste seyn, worinnen man die qualitäteines Ecuyer als einen absonderlichen titul des Adels ange,fuhrt findet. Svwol Esquire als Ecuyer hat seinen Ursprungeniweder von dem wort scutum oder equus, und heißt eigentlich10 viel als Scutiger oder Scutiser , ein schildlräqer, oder alstqmso , d. i. ein Stallmeister oder einer der vor eines andernPferd zu sorgen hat; womit vermuthlich auf die alte gewöhn,M gesehen wird, da dir herumschweifende Ritter gewisse
Personen, und zum öftern solche, die mit der zeit des Ritter-standes theilhafftig zu werden verlangten, bey sich hatten, da,mit durch dieselbe ihre pferde und rüstung desto besser in achtgenommen werden mochten. Miege, etat de la Gr. Bretagne P.
1 . p. 394. Camden’s Britannia. DiHionnaire de T> evoux, voc.Eseuyer. Becmannii ynt. dign. ist. diss. XIV. c. 3. §.
* Essa, eine stadt, in welcher Zenon, der Statthalter in die-ser provintz, alles, was er am kostbarsten hatte, eingeschlossenund verwahret hat. Alexander , König der Iüden, nahm sienach der Hand mit stürm ein, A. M. 3920 und 84. jähr vorChristi geburt. Relandns hält dafür, diese stadt sey gegenmorgen an dem Tiberiadischen meer gelegen gewesen , die-weil geHgt wird, daß nachdem Alexander sich mit gemalt derstadt Ella bemeistert, so habe er auch gleich darauf die städteGaulan und Seleuciam eingenommen. Josephs antiquit. ist,.XIII. c. 23. Kelandi Palatstina, lib. III.
Essäer, oder Essener, war eine berühmte secte bey den Jü-drn, und nicht weniger als die Pharisäer und Sabducäer re-nommirt. Ihr Ursprung ist sowol lingewiß als die Ursache ih,rer benennung. Der erste, so aus dieser secte bekannt ist, heis-set Judas , dessen Jostphuö gedenckel, und der zti den zeitenAristoduli, des svhns Jvhannis Hyrcani, ohngesehr ioo. jährvor Christi geburt gelebt hat. Doch gedencket Jofephus schondieser secte zu den zeiten Jonathans, der ein bruder JudäMaccabäi war. Es waren aber die Essener von den übrigenmehr nach der besondern lebens-art, als nach besondern mey-nungen unterschieden. Denn sie entzogen sich , so viel mög-lich , allen weltlichen geschäfften, und liebten die einsamkeit.Ihre güther hatten sie gemein, und enthielten sich auch deSehestandcs, nicht, daß sie denselben für unrecht hielten, sondern,weil sie glaubten, daß man gar selten bey den Weibern tugend,hasste und anständige sitten anträfe; wiewol einige unter ihnensich dennoch verheuratheten, allein mit der grösten behutsam,kett, so daß sie in ihrem ehestande gantz allein auf die fort,pflantzung des tnenschlichen geschlechts gesehen. Sie beflis,sen sich mit sonderbarem fleisse der Mäßigkeit, weshalben siesich auch vom wein enthielten, und nur Wasser truncken. Diealten wurden bey ihnen in grossen ehren gehalten, und weilsie ihre gesellschafft nach dem alter in 4. orden theilten, glaub-ten sie, daß wenn einer aus dem ersten orden einen aus demletzten orden angerühret, er dadurch nicht weniger verunrei-niget würde, als wenn er einen Heyden angerühret hätte. Sohörte man auch bey ihnen keinen eyd - schwur, indem sieglaubten, derjenige müste in dem höchsten grade leichtsinnigseyn , dem man nicht ohne eyd-schwur glauben wollte. Indiesen und vielen andern stücken kamen sie mit den Pythago-räern überein. Daß aber ihrer in der Schrift nicht gedachtwird, rühret ohne zweifel von ihrer einsamkeit her, welcheursach war, daß sie mit Christo und den Aposteln nicht vielzu schaffen gehabt. Denn daß einige vorgeben wollen, daßdieses nicht eine secte der Iüden, sondern der Samariter ge-wesen , ist ohne gründ, und den zeugnissen Joseph« und Phi-lonis schnurstracks zuwider. Sie werden auch in 2. classeneingetheilet, sintemal einige Theoretici waren , die in detrach-tung göttlicher dinge ihr leben zubrachten ; andere aber Pra-ctici, welche sich einer gewissen kunst und handthierung be,-iffen. Von beyden handelt Philo , der diese Essener auchTherapeutas nennet. Denn ob zwar einige meynen, daß dieseTherapeut®, welche Philo beschreibt, Christen gewesen seyen,so ist doch solches nicht zu glauben, weil in der veschreibungnicht die geringste spur des Christenthums vorkommt, sondernvielmehr im gegentheil klar gemeldet wird , daß sie den Sab,bath feyerten rc. und weil auch sonsten Philo, einer der vor»nehmsten und gelehrtesten Alexandrinischen Iüden, welcherdie Therapeuten als fürnemlich zu Alerandria wohnhafft be-schreibet , der Christen so rühmlich nicht würde gedacht ha.den. Jofephus, lib. XIII. antiq. 9. & it. & alibi. t'bi'o, inlib. quod omnis vir Bonus &c. it. lib. de vit. contemplat.hieronymus , catalog. seript. eccl. in Marco & Philone. Cy-nüus, lib. VI. contra Julianutn. ChryfoH mus , hotn. 44. in Act.Apost. Eufebim, H. E. lib. II. C. 13. & 16. Sozntncni-s, lib. I.c. 12. Nicephoru), lib. II. c. 13. P'iniu . lib. V. c. 17 So.linus , c. 36 Serarius in trihseres. lib. III. Vrufu·, de trib.sect. Jud. lib. IV. S/ahger, in elench. trihseres. Serar. c. 26.Baronin ,, ad an. 64. Bruno , in dick. de Therapeut. Philonis ,advers. Henr. Vales. Goodvn n in Mose & Aaron. lib. 1 . c. 13.Buddei introd. ad hiitor. Phil. Ebrsor. §. 21. p. 73. seq. *
Essars, Charlotte des) eine natürliche tochtcr des Baronsvon Sautour in Champagne, die er mit der Frauen von Dhe,ny gezeuget, war erstlich maitresse König Heinrichs des IV.,und nachgehends des Cardinals von Guise , mit dem sie 3.söhne, den Bischoff von Cvndvm, den Gras, und den Rit-ter von Romoraiitin, und 2. töchter gezeuget, ja gar einenHeuraths -contracl geschlossen, wenn dem instrument zu trauenwäre, welches die Marggräsin d'Acy, eine tochter des Gra.sen von Romorantin und gemahlt» des Grasen von Gama-che, an. 1688. producirl hat. Nachdem hat sie mit dem Ertz-Bischoff zu Auch, Mons. de Vic, 3. jähr gelebet, und zuletzt hatsich dennoch Mons. du Halber, der auch unter dem nahmen deSMarschalls von Franckreich de I'Hospital bekannt ist, mit ihr ver-heurathet. Sie hat sich in allerhand staats - intriguen gemengt,die aber nicht allemal vor sie zum besten adgelauffen; unter
§f 4 andern