358 est ete
ete c t h
Im Winter hergegen wird es desto häufiger besucht, indem vonweit - entlegenen orten das vieh dahin getrieben wird, der fettenweyde zu gemessen, so die flösse Tajo und Guadiana durch ihrebewässerunq in dem lande hervor bringen , wie sie denn auchdeswegen die lustige Spanische provintz genennet wird. Merufo ,
cosmogr. c. Bottrus , reist. P. I. p. 10. Zeilerus , itiner.Hisp. Bosius , notit. Imper. D ’ Aumy , voyagc. Schauplatzvon Spanten und portugall, p. 641. feg. *
Essremadura» lat. Lxcremsäurs , die Haupt - provintz inPortugall, welche gegen norden an die provintz Beira, gegenvsten und süden an die provintz Alentejo , und gegen Westen andas Atlantische meer grentzet. Es liegen darinn Lisabon , Se-tubal, Alcantara, Älmerin, Belem, Cascais, Leiria , San-taretn und Tomar . Im übrigen hat das land guten verrath ausaltz, wein, öl und Honig. Goes, descr. Olyssip. Vasronceü. de-script. Lusit. Oliveira , descr. Portug. Zeiler. itm. Lusit. Birago ,hiitor. Portug. D« Bai, dans le Royaume de Portug. &c. Schau-platz von Spanien und portugall, p. gor. seq.
Estremoz oder Errremos, eine grosse und wohlbevestigtestadt in Portugall , in der provintz Alentejo , zwischen Evora und Elvas , in einer guten und fruchtbaren gegend oberhalb desflusses Tera gelegen. Sie hat wohlgebauete Häuser, und hatausserhalb auf dem berge ein viereckichtes citadell.
* Eftrepagni, eine stadt in der Normandie , in einer an-muthmen gegend, von welcher die Herren von Estrepagni dentitul fuhren. Martiniire.
Eftrip, (Aegidius) war an. 1624. zu Mecheln gebohren,und begab sich an.1641.in dieSocietätIEfu.Nachgehends hat erzu Löven die Theologie gelehrel, und sich durch seine streit-schrif--ten , darinnen er sufficientiam attritionis cum sacramento pee-nitentiEe aus dem Concilio Tridentino zu behaupten suchet, son-derlich bekannt gemacht. Hiernächst hat er auch einige schriftende Fide heraus gegeben,welche aber von der Inquisition zu Rom verboten worden , und ist gegen ausgang des XVII. feculi mittobe abgegangen. Akg. bibl. S. J.
Estwodus odek Estwtdus, vonAshenton, (Johannes)einEngelländer, lebte zu den zeiten des Königs Eduard« III. indem XIV. seculo. Er war in der rede-und licht - kunst, desglei-chen in der Philosophie und hauptsächlich in der Astrologie erfah-ren. Man hat von ihm Judiciale Astronomicum , welches auchunter dem nahmen Summ« Judicialis bekannt ist; ferner Elu-cidarium Planetarum; Tabulas Planetarum ; Canönes de Utili-tatc & PractiCa Tabularum; de Conjunctione Saturni & Martisin Cancfo an. 1357. oct&vo junii; item de Conjunctione Satur-hi & Jovis & de Signis Conjunctionum. Joh. Picus Mirandu-lanus und Trithemius gedencken seiner mit rühm. Bahus & Pu-ßus , de script. Angl. Voßus , de scient. mattiern, p. 634.
* Etkarchus, König zu Oarus , einer stadt in Creta . Die-ser hattt eine tochtcr, nahmens Phronima , welche von ihrerstief-mutter verfolgt, und endlich gar als eine unzüchtige beyEtearchö angeklaget «vurde, dadurch sie es so weit brachte, daßer beschloß, ihr von dem leben zu helffen. Deswegen trugEtearchus einem iüngling von Thera, nahmens Themifo, diefache auf, welcher ihm mit einem eyd angeloben mnste, daß erseine tochter in die see werffen wollte. Themifo kam auch sei-nem versprechen in so weit nach, und sturtzte die Phronimamzwar in das meer ; zog sie aber sogleich an einem seile, «velcheser ihr um den leib gebunden, wieder heraus, und nahm mitihr die flucht nach seinem vatterlande Thera; woselbst sie Po-lymnestus, ein angesehener mann, zu sich nahm, und mit ihrden Battum , nachmaligen stifter der stadt Cyrene , zeugte.
Jierodotus , IV. 154.
Etelwerd, siehe Eleward.
Eteocles, Oedipi, des Thebaner - Königs söhn , welchener mit seiner leiblichen mutter Jocasta gezeuget. Er verglichsich zwar mit seinem bruder Polynice dahin, daß sie ein jährum das andere regieren wollten, allein da das eine jähr zu endewar, wollte er seinem bruder die regierung nicht abtreten. Dar-auf fieng Polynices, mit Tydei und Adrasti beystande, A. M.2756. A. C. 1228. einen krieg wider Eteoclen an , worinenn siemit einander persönlich fochten, und einander beyderseits tödte-ten. Als sie nun nach ihrem tobe zugleich auf einen scheiter,Haussen gelegt wurden, verbrannt zu werden, soll sich die flam-me von einander getheilt haben, damit diejenigen, welche sichim leben durch haß von einander entfernet, a««ch im tode nichtsollten vereiniget seyn. Statius , Theb. Euripid. in pheen. Eu.Jii>. ApoBodor. &c.
Eteocles, einer von den Lacedämonifchen Epboris, welcherdem Könige in Macedonien Antipatro, die nach der Niederlagedes Agis, Königs von Sparta , geforderte geisscl, welches 50.Spartanische jünglinge seyn sollten, nicht geben wollte , unterdem vorwande, daß selbige junge bäume «vären, die da müstenwohl gewartet werben, «velches aber nicht besser geschehen könn-te , als auf ihrem eigenen boden; an deren statt bot er ihm nocheinmal so viel alte männer und weiber an; da aber dieses nichtfür gültig wollte angenommen werden , und Antipater scharfedräuwvrte von sich hören ließ, gab hierauf Eteocles zur antwort:daß, wenn er von den Lacedamoniern wollte solche dinge ver-langen , die ihnen würden schwerer zu ertragen seyn als der todselbst, würden sie lieber diesen erwehlen, als ihm dasjenige,was er forderte, geben. Plutarcb. in apopht.
>Xteocie«, des Andre« und der Evippes, einer tochtcr desLeuconis , söhn , welcher von einigen aber auch vor einen sehndes flusses Cephisi angegeben wird. Er war König in Streu , und wie er von seinem vatter Andres einen strich lande«benannte, also hieß er dessen theile einen von dem CevbiloCephrfiadem, und den andern von sich Eteocleam, wobev er tu-gleich der erste war, der die Grasten göttlich verehrte. fCsanias , 9. 34. 35. Strabo , IX. p. 633. Theocrittu. E,^vXXXVI. 104. ’
E TEOCKETES, ein sehr altes volck auf der insul Cre.ta, welches den mittägigen theil derselben besaß, und in derstadt Prafos einen berühmten tempel des Jovis hatte. Homer Odyssea T. 176. Strabo , V. p. 3 38 - X. p. 7 - 8 . Diodorus Si .'culus , V. Martmihe .
ElÜMtS, der 61. König in Schottland , Eugenii VII. lohn,fuccebirte Mordaco an. 730. Er führte das regiment 31. ,ahrim friede, und verordnete in seinem hohen alter 4. Sratthslter.
Bucbanan.
Ethal, Ettal oder Etat, ein Bayerisches kloster und Ab-tey Benedictiner-ordens im Bißthum Freysingen. Bey siistun«dieses klosters wurde die besondere vervrdnung vom Kaystr Ludc-wigen an. 1332. gemacht, daß nicht allein 20. Benebictmer-Monche, sondern auch 13. Ritter nebst ihren Weibern unter ge-wissen bedingungen hier wohnen sollten. Es brauchten aber diePatres die Vorsichtigkeit, daß die abgehenden Ritter nicht wiederersetzt wurden, wodurch selbige nach und nach aussturben, undder vrt den Patrihus allein verblieb, den sie auch bis hieher be-hauptet. Sie haben daselbst gute einkünfte, wozu die dahin täg-lich geschehende wallfahrten ein grosses beytragen. AäUr. p. u.Lhur-Bayern, p. 160.
Ethelbald, war nach Kelreds tode König von Mercia , undalle provintzen disseit deö flusses Humber, nebst deren Königen,stunden unter «hm. An. 733- belagerte und eroberte er die stadtSomerton. An. 740. überfiel er detrüglicher weise einen theilvon Northumberland , indessen daß der König davon, nahmensEadbert, in einem kriege wider die Picten verwickelt war. An.752. lieferte er mit seiner armee dem West - Sächsischen KönigeCuthred bey Burford in Oxfordshire , eine blutige schlacht, wor-innen er den kürtzern zog. An. 756. gieng bey Secanduue, anjes»Seckington in Warwickshire,z >v«schen seiner und des West-Säch-sischen Königs armer, ein neues treffen vor, worinnen er sein le,den verlohr. Andere schreiben, daß er auf anstiften seines nach.folqers, Beornred, des nachts durch seine eigene leib - «vache er-mordet worden. Es wird von ihm gerühmt, daß er sehr fteyge,big gegen die armen und gegen die Geistlichkeit gewesen. Hinge,gen hat er durch seine unkeuschheit, womit er weder weiber, nochauch kloster - jungfrauen, verschont, dem heiligen Bvmfaciv,Ertz-Bischoffvon Mayntz, anlas gegebenen einem absonderliche»schreiben mit der göttlichen strafe zu drohen. Beda ejusque Cl >n.tmuat. Camden. Huntmgdon. M.ltons hist. of Engl. bookIV.
Ethelbald, König von Engelland, folgte auf seinen vatterEthelwoif an. 857. Jedoch hatte auch sein bruder Ethelbert eingewiß stück vom Königreiche zu seinem antheil, nemllch Kent,Esser, Surrey und Susser, welches «hm in dem vättcrliche»testamente vermachet «vorden. Als der vatter »och lebte, setzteEthelbald alle natürliche liebe aus den äugen, und nach seinemtode fiel er in eine andere fünde, indem er sich zu einer unmäßigenliebe gegen dessen wittwe entzünden ließ, so gar, daß er sie auchheurathete, ohngeachtet er sich zuvor ihrer ankunft in das land soheftig «vidersetzt hatte. Das beste theil des Königreichs hatte erschon seinem vatter zuvor abgenommen, und 2. jähr mit ihm zu-gleich regieret. Nunmehr aber regierte er nach dessen tode 3. jährzugleich nut seinem bruder, doch so, daß nichts von seiner gantze»regierung merckwürdiges, als die ehe mit seiner stief-mutter war;gleichivol war er so glücklich, daß ihn die Dänen die gantze zeitüber zufrieden liessen. Matthäus von Westmünsier berichtet,daß ihn die mit seiner stief - mutter begangene dlutschandc endlichgereuet, und er dahero von selbiger sich geschieden habe; alleinÄsser, «velcher zu der damaligen zeit gelebet, schweiget von die-sem Puncte gantz stille. Huntingdon rühmet ihn sehr, und be-richtet , daß er zu Sherburn begraben worden.
Ethelbert, der fünfte König aus dem Sächsischen geblüte,folgte seinem vatter Emeric , und regierte im VI. feculo. Dessen regierung ist sonderlich deswegen merckwürdig, weil er undseine Unterthanen die ersten unter dm Sachsen waren , die sichzum Christlichen glauben bekehrten; da hingegen vorhero vonder zeit an, da die natürlichen einwohner aus ihrem lande ver»trieven worden, gantz Britannien mit dem Heydenthum ange-füllet geivesen. Vor seiner bekehrung heurathete er eine Chnstu-che Printzeßüy Berta, des Königs Chariberti in Franckreich toch-ter , welcher, trafst des geschlossenen heuralhs - contracts, d«efreye Übung ihrer religion unter des Bischoffs Letardi anfuh»rung, der ihr von ihren eitern mitgegeben worden, zugelassenwar. Gleichivie sie nun selbst zu ihres gemahls bekehrung nlchk«venig beygetragen, also wurde die gelegenheit zum völligen aus-bruchc durch 2. Enqelländifche jünglinge, so nach Rom verkaujtworden, an die Hand gegeben. Denn als sie Grcgvrius, so da-mals Archidiaconus daselbst war, ansichtig worden, und vonihnen erfahren, daß sie Hcyden wären, ruhete er nicht, bis er vondem Papst Benedicto erlaubnis erhielt, hinzureisen, und unterden Sachsen das Evangelium zu predigen. Allein dieses wur^