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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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mdlich vier jähr hernach erschlagen; worauf ihm Osbert fuc-rrdirte. Miitons hiit. of England, book V.

fftbelret», König von Engelland, war des Königs Ethel-wolfdrilkeriohn, und folgte seinem bruder Ethelbert an. 866.Als er kaum die regierung angetreten , thaten die Dänen einenneuen cinfall in sein land, und machten grosse conqueten. Siehatten um diese zeit unter den Ost - Angeln vesten fuß bekom-men , welche, nachdem sie genöthiget worden , mit ihnen einenfrieden einzugehen, ihnen gelegenhelt gaben, sich mit Pferden zuversehen, wodurch sie eine ziemliche cavallerie aufdie deine brach-ten. Es hatten die Dänen dazumal 2. anführer, welches a. »rü-der waren, mit nahmen Hinguar und Hubba. Diese führten siedas nächstfolgende jähr zu lande bis nach Zork, da sie denn gleichdas volck allda in innerlicher Uneinigkeit antrafen; inmassen Kö-nig Osbert verflossen, und Ella, das Haupt einer andern partey,an dessen statt auf den thron erhoben worden, welches sodannden Dänen zu ihrem Vortheil gxrieth, dergestalt, daß die Nor-thumbrier allenthalben niedergemetzelt, die stadt Uorck durchfeuer verderbet, das land von den Dänen überschwemmet, bisan den fluß Tine erobert , und Egbert aus dem Engelländischengeblüte zum König über sie gesetzt wurde. Nachdem nun die Dä-nen durch dieses glück ziemlich aufgeblasen worden , giengen siean. 868. in Mercien , nach Nottingham , allwo sie die Winter-quartiere aufschlugen. Bnrhed war dazumal Konig über dieselandschafft, jedoch dem Könige Ethelred zinsbar. Als nun sel-biger einige hülfs-völcker zusammen gebracht hatte, gieng er mitseinem bruder Alfred in Mcrciam, stieß zu den Mercianern beyNottingham , und that sein äusserstes, die Dänen zu einer schlachtzu nöthigen. Allein sie blieben in der stadt und dem castelle, undwollten sich in kein treffen einlassen. Endlich wurden die Mer-cianer des dings, daß sie so lange sollten aufgehalten werden,üderdrüßig , und giengen mit ihren feinden einen frieden ein.Darauf kehrten die Dänen wiederum zurück nach York , kamendas nachfolgende jähr in Lincolnshire < und hauseten allda, ihrergewohnheit nach, sehr übel. Anfänglich wurde eine grosse men-ge von ihnen nebst 3. der vornehmsten Generalen in der schlachtgetödtet. Allein da sie sich hierauf wiederum verstärckten, jagtedieses den Engelländern ein ziemliches schrecken ein , baß sie an-fiengen auszureissen. Dieses gab den Dänen fernere gelegenheit,die Ost - Angeln zu überfallen ; daselbst nun schlugen sie erstlichden Grafen Wulketel mit seiner gantzen macht, und hiernächstden König Ethmundum , welcher von ihnen gefangen genom-men , an einen pfähl gebunden und mit pfeilen todt geschossenwurde. Als nun solcher gestalt die Ost-Angeln von den Dänenunter das joch gebracht worden, marschirten sie an. 8?'., nach-dem sie sich zuvor sehr verstärcket, auf die West« Sachsen los,welche noch das einzige übrige volck waren, welches schiene et-was stärcke und tapferfeit zu haben, sich ihnen zu widersetzen;wie sie nun nach Reading kamen , schlugen sie daselbst zwischender Thames und dem flusse Kennet ihr lager auf, und schicktenvon dar grosse parteyen von der cavallerie aus, auf dem landezu fouragiren. Diesen begegnete Elhelwulf, der Graf von Barks-hire, mit einem theile der Königlichen armer, und schlug sie beyeinem dorfe mrt nahmen Englefield. Bald darauf kam der Kö-nig selbst und sein bruder Alfred mit der Haupt - armee, woraufdie Dänen sich mit ihnen in eine schlacht einliessen. Es wurdezu beyden feiten überaus scharf gefochten, jedoch behielten dieDänen das selb. Vier tage hernach kamen beyde armeen mitihrer gantzen macht bey Ashdown zusammen, deren jegliche in2. grosse flügel eingetheilet war. Alfred, des Königs bruder,welcher ein corpo von der Engelländischen armee commandirte,that den ersten angriff , und gieng mit solcher tapferfett auf dieDänen los, daß er sie nöthigte, die flucht zu ergreiffen; der Kö-nig kam zwar, nachdem er zuvor sein gebät verrichtet, etwas zuspat, föchte aber nichts destoweniger sehr tapfer, und tödteteBascai (sonst Iuarus genannt) einen von ihren Königen odervornehmsten Generalen. Jedennoch liessen die Dänen den muthnicht fallen, sondern rückten 14. tage hernach unter Agneri undHubda des erschlagenen Juari bruders commando aufs neue an,des besagten Generals tob zu rächen, und erhieUen auch würck-lich einen sieg über die Engelländische armee. Der König Echel,redus selbst soll in einem bald darauf erfolgten treffen, oder wieandere wollen, an der pest gestorben seyn. Pmta». hist. Dan.Meurs. hist. Dan. Camdtn. Britann.

Ethelre d, war der andere söhn des Engelländischen KönigsEdgars von dessen anderer gemahlin Elfried, und succedirte an.979. in dem vätterlichen Reich seinem halb - bruder, Eduard,welchen die jetztgedachte Elfricd ohne sein wissen und mit seineingrossen Unwillen hatte hinrichten lassen. Der Ertz - BischoffDunstan von Canterbury stellte ihm ein schlimmes prognosticob,weil er bey der taufe das wasser verunreiniget. Es war auch sei-ne regierung sehr unglücklich, und zwar vornemlich wegen derDänen, welche an. 982. den ansang machten, sein land zu be-unruhigen , und ihn endlich, weil er mehr den Wollüsten undder faulheit ergeben, als zu dem kriege geschickt war, nöthigten,mit 10000. pfund den frieden von ihnen zu erkauffen. Sie for-derten hernach immer noch mehr und grössere summen, welcheschatzung von den Unterthanen zu ihrer grossen beschwerde aufge-bracht , und Danegeld genennet wurde. Nachmals heurathcte erEmmam oder Elgivam, eine tochter Richardi, Hertzogs von derNormandie , und an. 1002. stiftete er es an , daß den 9. jul. allein Engelland befindliche und damals gantz friedlich lebende Da-

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nen auf einmal und ohne unterschied massacrirt wurden. &lein dieses würckte nur so viel, daß aus Dänemarck 9. armemsich einfanden, welche ihrer lands-leuthe Verlust auss grausamsterächten, und ihn dahin brachten , daß er an. 1007. mil rso«pfund einen abermaligen frieden von ihnen erhandeln mosteDas nächstfolgende jähr machte er grosse anstalten, sie mit «e,walt zu vertreiben. Doch sein eigener schwieaer - söhn, Edncund dessen bruder Bithric handelten so unverständig und so ver'rätherisch, daß er abermal den kürtzern zog, und endlich gar amtot;, mit seinen 2. söhnen, und mit seiner gemahlin, zu dermbruder, Richardo II., in die Normandie entfliehen muste. Dasfolgende jähr rüsten ihn seine Unterthanen wieder zurück, undversprachen ihm, wenn er besser regieren würde, nicht nur einenbeständigen gehorsam, sondern auch einen nachdrücklichen bey-stand wider die Dänen. Wicwol er nun dieselben noch in dem-selben jähre schlug, und in ihr vatterland zurück zu segeln nöthig,te; so fanden sie sich doch bald in einer grossern anzahl wiederumein, und alö abgedachter Edric, welcher einen theil seiner ar.mee commandirte, nebst andern mehr, sich zu den feinden schlug,fiel es denselben nicht schwer , allenthalben die oderhand zube-halten. Dieses beschleunigte Ethelreds tod , welcher den 2,.apr. an. 1016. zu London erfolgte, allwo man ihn in der Pauls-kirche beerdigte. Die geschicht - schreiber melden von ihm, daßer sehr Wohlgestalt und ansehnlich von person gewesen. Von sei-ner ersten gemahlin hinterließ er Edmundum , mit dem zunah-men Ironside, von der andern aber, welches die vbgebachleEmma gewesen , Eduardum Confessorem, Alfredum , und z.andere. Edmundus und Eduard haben nach ihm den Engli­ schen thron bestiegen. Mitoni hist. of Engl. book VI. Tbenm.pleat hiß. of England , vol. I.

Ethelredus, Eailred, Edilred, oder Ailzred, ein AbtCistercienfer - ordens zu Rieval in der Dioeces Dorr, soll mit demKöniglichen Hause in Engelland seyn verwandt gewesen. Er hatviel bücher von der Historie, Theologie und gottesfurchtgeschrle-. ben, und ist an. n66. gestorben, htfius, de script. Angl. DtVifci . bibl. Cisterc. Barm. ad an. 610. $. ia.

Etb;lstan, oder Adelstan, König von Engelland , succekirle seinem vatter Alfredo an. 929. in dem 30. jähr seines al-ters; und ob er schon von einer concubine, nahmens Eguina,aebohrenwar, so wurde er doch seinen jünger» brüdern, desAlfreds rechtmäßigen söhnen, so dazumal unmündig waren,mit gutem Vortheil vor Enqelland vorgezogen. Denn weil vonden Dänen sich nicht die Hoffnung zu machen war, daß sie wür-den stille sitzen , so war Ethelstan geschickt, als ein mäßiger,kriegs-erfahrner und munterer Herr, sie im zäum »u halten, wiedenn zwar auch die Dänen rebellirten, aber von ihm wieder ge,demüthiget wurden. Mamelsdury schreibet, daß er in Schott-land eingefallen sey, um Gutfort den Urheber des Dänischen kriegs, welcher dahin seine zuflucht genommen, aufzusuchen,und meldet dabey, daß er Constantinum, den König von Schott-land , und Eugenium, den König von Cumberland, gezwungenhabe, ihm wegen ihrer Königreiche zu Deira in Cumberland zuhuldigen. Dieses verursachte einen nmm krieg, darinnen derKönig in einer schlacht zwey leibliche vettern, Elwin und Ethel-stan, verlohr, gleichwol aber den sieg behielt. Diese schlachtgeschahe an den Schottländischen grentzen, welcher viele Kö-nige sollen mit beygewvhnet haben, (unter denen der KönigCönstantinus in Schottland , Anlas , der Konig in Inland,und Eugenius , der König in Cumberland, die vornehmstenwaren,) und ihrer fünfe auf dem platz geblieben seyn. Etlichesagen, daß Cönstantinus nach Hause, und Anlas nach Dublin geflohen sey. Die einwohner in Wales huldigten gleichfallsdem König Ethelstan in der stadt Hereford, und bewilligtenihm einen jährlichen tridut von 20. pfund goldes, 300. pfundsilders, 29000. ochsen , und einer gewissen anzahl von jagd,Hunden und falcken. Von den Britanniern erobette er auch Ere-ter. Endlich starb er zu Glocester an. 9;». nachdem er 19. jchrregieret hatte, und wurde zu Malmesbury begraben. Bey an-dern nationen stund er in so grossem ansehen, daß die vor,nehmsten Fürsten in Europa ihn mit ansehnlichen geschenckmbeehrten , und daß er drey von seinen schwestern an hohe Po-tentaten verinählte, nemlich die eine an Ottonem, des Kay,fers söhn, dle andre an Huaonem, König in Franckreich, unddie dritte an Ludovicum, König von Aquitanien . PolydorutVergilius , in hist. Angl. Balteui , de scriptor. Angl. centur. ILp. 126.

Ethelrvald, mit dem zunahmen Mollo, wurde an. 799. anOswulfs statt, zum Könige von Northumberland gemacht. An.762. schlug er einen mächtigen rebellen,nahmens Osivin, in einergrossen schlacht bey Eldune. Allein drey jähr hernach beraubteihn einer, Alcred genannt, auf eine verrätherische art sowol derCrone, als des lebens. Doch 9. jähr hernach erhub man scinmsöhn Ethelred auf den thron. Miitmt's hist. of Engl .

* Ethelwold, oder Edelwolk, war der erste ChristlicheKönig in Süd - Sachsen in dem VIII. fa:ciilo, welcher in einerschlacht von Kedwella, einem West-Sächfischen Könige, getödtetwurde; hierauf nahmen dessen 2. bruder, Berdune und Andu.ne, unter dem Hertzoglichen titul die regierung über sich, undbehielten sie so lange, bis ihnen Edric, Edelwolks söhn, diesel-be aus den Händen riß. Po/yd. Verg,iius , hist. Angl.

Etbelwolf, oder Ethelwuff, der andere Monarch in En-gelianv, folgte auf seinen vatter Egbert au. 8;6. Er war ein sehr

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