* Eubule , eine junge Alhenirnsische tochter, welche nebstPasithea und Thevpe, ihren fchwestern, von ihrem eigenm vat-ter, nachdem ausspruch deS orakels, aufdieopftr-banck ge-liefert worden, damit durch ihren tvd einer hungers-nvth , da-mit Athen geplaget ward, gcstenrct würde. uEHanus , var. hist.iib. II. c. 8 - Cicero , lib. III. de natura Deorum.
Eubulides, ein Milesier nnd Philolöphus, hieng der stetedes Euclidis von Megara eifrig an , und lebte A. M. 362,.A. C. 3,9. V. C. 39,. Olymp. CV. Er fand in der Dialecticverschiedene arten ru fragen und zu raifonniren, sonderlich ge-wisse Sophismata oder falsche Vernunft-schlüsse, deren falschheitaber etwas schwer zu entdecken und zu erweisen war, darunterder Sorites und die Ceratine , oder der Syllogismus, wodurchman einem beweisen wollte, daß er Hörner auf dem köpf hätte,unter den Dialecticis bekannt sind, zog sich aber dadurch derPoetarum Comicorum haß , samt vielen fpvtt-redcn, auf denhals. Er war auf Aristotelem nicht wohl zu sprechen , undschrieb , wie Athenäus berichtet, ein buch wider denselben.
Diogenes l.a(rt. vita Euclid. lib. II. Atbenaui. Photius , cod.
26,. Ein anderer dieses nahmens, sofern es nicht eben dieserist, hat das leben Diogenis Cynici geschrieben, welches Dioge nes Laertius anziehet; wie nicht minder einige merckwurdigeumstände von der Verdammung Eocratis zum tobe. Diog.Laert, in Socr. & Diog. Cyn. *
Eubulius, siehe Methodius.
Eubulus , ein Athen ienstr , welcher sich auf die Poelin Co-micam geleget. Er hat sehr viel drarnata geschrieben, davonaber ausser wenigen kragmentis nichts mehr übrig. Die nah-men davon führet Meursius in seiner bibliotheca Attica weit-läustig an. Fabricius , bibl. Graec. lib. II. p. 723.
Eubulus, hat eine Historie von Mithra verfertiget, undge-denckct ihrer Hieronymns. Auch hat Porphyrius hieraus ge-nommen , was er von Mithra in feinem Lommemario von derNymphen - hole anführet, Poßus , de Hist . Graec. lib. III.p. 364.
Eucarpia, ist eine kleine stadt in Phrygien in Klcin-Asien ,allwo die trauben sehr groß und dicke wachst« sollen / daß manzuweilen an einer allein auf einem karren genug zu fuhren hat.
Stepban. By2ant. de urbib. Strabo. &c.
Gt. Eucharius ', erster Bisthoff zu Trier , soll einer vonden 72. Jüngern Christi gewesen, und nebst St. Valerio undSt. Materno von dem Apostel Petro, um das jähr ,0. in die-se gegend geschickt worden seyn, da er denn einer reichen Witt-wen , nahmens Albanä, verstorbenen söhn soll auferwecket,und dadurch so viel erhalten haben, daß er eine kirche aufbauenkönnen. Man setzet hinzu, daß, als einige den vorsah gefas«set, ihn mitten unter der predigt mit steinen todt zu werffen,selbigen so fort die Hände erstarret, durch des heiligen mannsverbitte aber wiederum zu recht gebracht wären. Der tag sei.neS todes wird von einigen in das jähr 66. von andern aber 7.jähr weiter hinaus gesttzet. Bucel. Germ. sacr. P. I. Bra>i\ant.Trevir . Surii spec. hist.
* Eucharius , ober Eucherius , König der Alemannen,
oder vielmehr der Alanen, welche an. 409. unter Goars anfuhrruna über den Rhein gegangen, und sich in Gallien niedergelassen hatten, that an. 43dem Römischen BefehlshaberAetio in Gallien nützliche dienste wider die Armonio* undBagauden, und erhielt davor die ihnen abgenommenen landean der Loire zu seinem antheil. Conßant. vit. S. Germ. II.,.Pagi crit. Baron. an. 439. §. 6. Vales Franc. IV. p. 173.
von Bünaus Teutsche Reichs-hist. P. I. lib. II. pag. ,39.
seq.
* St. Eucharius, ein Bisthoff des VI. faculi, welcher demvierten Goncilio zu Arles an. ,24., dem zu Carpentras an. ,27.,dem zweyten von Orange an. ,29. nnd endlich dem zu Vai-son, so 6. monat hernach allda gehalten worden , und dessenSt. Cyprianus von Toulon in dem leben St. Cäsarei von Ar les Meldung thut, beygewohnet hat. Es ist erwiesen, daß die-ser Eucharius ein andrer ist , als der St. Eucharius Lugdu-nensis, welcher in dem IV. seculo gelebet, den doch ei-nige mit diesem vermischen. Hingegen kan auch nicht erwie-sen werden, daß dieser Ertz-Bischoff zu Lyon gewesen, für wel-ches ihn einige halten, es scheinet aber, er sey Bisthoff in derprovintz Arles gewesen; indessen hat man doch beyder lebensehr miteinander verwirret, und diesem sehr viele actionen zu-
eschriebcn, .welche jenem , und auch jenem einige gegeben, so
iestm jUgehörLN. S. Cyprian. vita S. Caesarei apud Mabiüon.ssec. I. Les souscriptions des Conciles d’Arles , de Car-pentras, d’Orange & de Vaison . Theophilus Rainaldus , in sei-nem catalogo Sanctor. Lugdun. Summarth. Gallia Christiana.Chiffletii Paulin. illustr.
Eucherius , Bisthoff zu Lvon , >var erstlich ein reicherRathöherr, und begab sich nachmals in die wüsten Lerins.Hierauf wurde er an. 434. nach Lyon beruffen, daselbst dasBißthum über sich zu nehmen. Er starb an. 4,4. nachdem eran. 444. dem Concilio zu Orange beygewohnet. Er hatte zweysöhne, Solanium und Veranium, die ebener Massen die Bi-schoffs-würde erhalten. Seine schritten sind : Fpistola parame-»ica de Contemtu Mund» & siecularis Philosophiae ad Valeria-
num Cognatum suum; Fpistola de Fände Ereml seu Vita soll.taria , &c. Man leget ihm sonst noch andere bey , davonaber die Gelehrten zweifelhafftig find. Cennad. de script. ec.cles. c. 63. Salvran. epist. ad Salon. Claud. Mammtn. lib. 1 V.c. 9 · de:statu animae. Hilarius , paneg. deHonor. Sidon. jp 0 f.linar. lib. II. ep. 3. & in car. euchar. Marceäin. in chron.Isidor. c. 1,. de vir. il ustr. Ado , in chron. Sigebert. in catal!c.1,9. Sixtm Stnenf. Pojfevin. Baron. Bellarmm. Vtßui, deHist."Lat. lib. II. c. 17. Sammarth. Gall. Christ, tom. I. p. 293.294.Mir am , in auctar. de script. eccl. Cave , in hist. litterp. 238.
Eucherius , zugenannt der jüngere, Bisthoff zu Lyon .Ob er sich gleich in eine gruft bey dem ufer des fluffes Duranceverstecket, so suchte ihn dennoch die Geistlichkeit hervor, undmachte ihn zu ihrem Bisthoff. Er wohnte an., 24. dem Conci-lio zu Arles , und an. ,29. einem andern zu Orange bey. Ihmwird die Historia Paslionis S.Mauricii & sociorum Martyrum le-gionis Thebaeae zugeschrieben, so bey dem Surio ad diem 22.sept. zu finden, und von Petro Stevartio auch besonders mitdessen anmerckungen heraus gekommen. Raynaudus , inindic. SS. Lugd. p. 227. Sammartban. Gall. Christ, tom. I.p. 296.
Eucherius , Stiliconis und Sirenä söhn, war ein Heydeund Christen-feind. Sein vatter, welcher mit den Barbaraein bündnis aufgerichtet, und deren eine grosse menge in Italien gezogen, bemuhete sich, diesen seinen söhn zum Kayser zu ma-chen , und Honvrium vorn throne zu siürtzen. Allein da seinvorhaben an den tag gekommen, wurde Stilico zu Ravenna an. 408. getödtet, und Encherius bald hernach zu Rom siran-guliret. ZJim. lib. V. Marcellm. in chron. Siehe Still»con.
Euchiten, siehe Messalianer.
*EUCHOLOGIUM, ein Wort, sein der Griechischenkirche gebrauchet worden, worinnen die Liturgie tiefetkirche, und die geböte und formuln, deren sie sich bey ihremgottesdienst und sacramenten bedienet, enthalten sind. Es die-net ihnen also anstatt des Rituale der Römischen kirche, wer,aus sie auch ihre Messe.halten. AI. Simon hat in einem seinerbüchcr in acht genommen , daß man zu Rom unter demPapst Urbano VIII . eine Versammlung der vornehmsten Theo.logorum in Europa gehalten , worinnen man dieses Eucho-logium oder Rituale der Griechischen kirche auf die probe gefc-tzet und examiniret hat. Der P. Morin , welcher gegenwär-tig gewesen , thut in seinem buch de Ordinationibus dessenauch an verschiedenen orten Meldung. Die meisten Kirchen-Lehrer, welche an die scholastische lehre gewöhnet waren,und glaubeten, es müste sich alles nach Rom richten, warendamals der meynung, dieses Agenden - buch sollte nach demRömischen Rituale eingerichtet werden, und hielten die orte,wo es davon abgieng, für lauter ketzereyen, und die Haltungder sacramente nach dessen anleitung für nullitäten. Holste-nius aber, Leo Allatius , der P. Morin und andere, welche diewahre gelehrtheit besassen, und den rechten gottesdienst nicht indergleichen ceremonien sucheten , widersetzten sich der Verdam-mung dieses Rituale. Sie bewiesen ihnen, daß es mit dem ur-alten Griechischen Rituale , und den gebräucheu der Griechischmkirche vor dem schilmate Photionis überein komme, undfolglich könne man dasselbe nicht verdammen, so man änderstnicht wolle die gantze alte Orientalische kirche verwerffen. Die-ses Euchologium ist zu verschiedenen malen zu Venedig inGriechischer spräche aufgeleget worden, und in vielen grossenbidliothecken finden sich manuscripte davon; die beste und voll-kommenste edition aber ist diejenige, so der P. Goar zu Paris Griechisch und Latein hat publiciren lassen, worbey schöne no-ten und die nöthigen Vermehrungen anzutreffen sind. SieheGoar, (Johannes).
EUCINA, ein Ritter-orden, welcher um das jähr 722. durchden König Garsias Timenes von Navarra soll aufgerichtetworden seyn. Für das ordrns-zeichen giebt man ein rothescreutz an einer kette aus. Allein es ist mehr als gewiß, daßbiß alles ertichtet , und kein Ritter-orden vor dem 12. jahr-hundert aufkommen ; daher auch dieser orden von den bestenscribenten Übergängen wird. Joseph. Micbeii.
Euclidcs, ein Philosophie , war von Megara gebürtig,dahero feine Nachfolger Megarici genennet worden. Ertrugsolche begierde, seine angefangenen studien unter dem Socratezu Athen fortzusetzen, daß, da er wegen eines harten Verbots >so die Athenienser wider die von Megara ausgehen liessen, wmnsie sich zu Athen würden betreten lassen, sich ohne äusserste le-bens-gefahr nicht in diese stadt wagen börste, er sichdennoch fast täglich dahin begab, obfchon ein ort auf die20000. schritte von dem andern entfernet war, und zwar so,daß er jeweilen bey nacht sich zu Athen einschliche, und nachdemer einen theil der nacht Socratem gehöret,sich vorläge wiederumdavon machte. Diß geschahe nms jähr der weit teer. A. C.432. u. C. 322. Olymp. LXXXVJI. X. Gleichwol folgte erSocrali in seiner lehre so wenig nach, daß er an statt der Mo-ral , vielmehr die disputir- kunst empor zu bringen suchte.Er war darinnen sehr heftig, so, daß er immer eine con-clusion auf die andere setzte, ohne solche durch pramiflas zubeweisen. Man kan keinen eigenttichen abnß von seinen