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EUMOLPID/E , waren die Priester der Cereris zu Athen ,welche von ihrem stifter, Eumolpo, den nahmen hatten. Sieinitiirten einen, und konnten ihn auch wiederum aus der ge-meine ausstossen, welches letztere Alcibiades erfahren. Meurs.Eleusin.
Eumolpus, ein söhn Musäi und discipul des Orphei, ebenter, welcher bey erster einführung des gottesdiensts der Cererisru Eleujis ist gebraucht worden, lebte noch vor dem Homero, undhat in die zooo. vcrse verfertiget; eben von jetzt-gedachter vereh-nmg der Cereris, wie sie selbige feinen (desEumolpi) köchternsollte gewiesen und anbefohlen haben. Es wird ihm noch einander gctichl von Baccho zugeschrieben, und ein buch in prosaDom wahrjagen aus den Händen. Dmi. Sie. üb. 1 . Suid. inEumolpus. Meurs in bibl. Att. *
* Eumolpus, des Neptuni und der Chiones , einer tochterdes Boreä, söhn, wurde von dieser seiner multer alsofort nachseiner geburt in das meer gcworffen, damit ihr valter nichtsvon ihren Händeln mit dem Neptuno mercken sollte; allein esnahm ihn auch dieser sein vatter alsofort wieder aus dem Was-ser, brachte ihn in Aethiopien , und übergab ihn hieselbst seinertochter der Benthesicyinä und der Ainphitritä zu erziehen. Ernahm darauf die Benthesicymen selbst zur gemahlin; indemer aber auch dero schwester gewalt anthun wollte, muste er dasland räumen, da er sich denn mit seinem söhne dem Ismarozu dem Tegyrio, Könige in Thracien , retirirte. Als er aber auchdiesem hinterlistig nachsteüete, und darüber betreten wurde,flüchtete er sich nach Eleusia, wurde aber doch auch von demTegyrio wieder zurück in Thracien beruffen, und von solchemendlich gar zu seinem Nachfolger im Königreiche bestimmet.Als darauf die Eleusinier und Athenienser mit einander inkrieg geriethen, kam er den ersten mit einer starcken armer seinerleuthe auf ihr ansuchen zu hülffe, wurde aber von dem Erech-tev, Könige der Athenienser, als es zur fchlacht kam, selbstmit niedergemacht, dessen tod denn Neptunus hernach an demErechleo gar empfindlich rächete. Apollodorus , II. 14. §. 4 .smbo, VII. p. 494. Massen dieser nicht nur seine tochter Chtho-niam dargegen opfern muste, und weil sie mit ihren fchwesternsich verabredet, baß wann eine von ihnen stürbe, die übrigenauch mitsterben wollten, brachten sie sich zugleich mit ihr um:sondern es erschlug auch Jupiter den Erechteum, aufdes Ne-ptun! ansuchen, selbst mit dem blitze. Hyginus , fab. 4 6 . Sonsterhielt solcher Eumolpus auf denen vondemAcasto demPeliäzu ehren angestellten spielen den preis im singen zum pfeiffen desOlympi. Hygmus , fhb. 275. Es wollen auch einige, daßnicht er, sondern sein söhn Immaradus in der fchlacht mit denAtheniensern geblieben, weilunter andern friebens-bedingungenzwischen beyden stadten auch diese mit gewesen, daß er und desCelei tochter der Cereris gottesdienst zu Eleusine versehen soll-ten; Paufanias , I. jg. allein da er auch den Atheniensern derCereris mysteria gewiesen haben soll, wird solches nicht unwahr-scheinlich von einem iüngern Eumolpo verstanden. Vojs. Theol.Gent. 1.17. Wie denn auch ein anderer Eumolpus des Musäisöhn, und discipul des Orphei gewesen: also ist auch gar wahr-scheinlich , daß er von solchem die tändeleyen mit der Cererismylieriis erlernet, und so dann weiter fortgepflanzet: zumal erauch allerdings TtAtTac AHjUWTga; ,cee, rar oratgctePotriv
geschrieben haben soll. Suidas v. ’ / Eu i uoAwoc. Indessen hattenvon einem solcher beyden die Sacerdotes Eumolpidae zu Athen ihren nahmen, welches denn leuthe von nicht geringem ansehenwaren. Cornelius Nepos , in Alcib. 4. Alexander ab Alexan-*o,IV. 11.
Eumolpus, ein Grieche, welcher Pythionices beygenanntworden, weil er in den Pythifchen spielen einmal den preisdavon getragen. Einer dieses nahmens, so aber vermuthlichviel älter, als der letztere, und von Athen gebürtig gewesen, sollam ersten gewiesen haben, wie man bäume oculiren solle, auchwie man sonst derselben, gleichwie auch der weinstöcke, zu war-ten habe. Plin. üb. VII. c. 76. *
Eunapius , ein Sophist, Medicus und berühmter Histo-ricus, war von Sardis gebürtig, und lebte unter der regierungder Kayser Valentiniani, Valentis und Gratiani, fforirte aberinsonderheit zu den zeiten Kaysers Theodvfii. Er war ein disci-vel des gleichfalls berühmten Proäresihund naher anverwandterdes bekannten Sophisten Chrysanthii. Auf dieses letztem an-suchen verfertigte er ein schönes werck von dem leben der So-phisten , darinnen er aber seinen haß wider die Christen vielfältigan den tag leget. Ausser diesem hat er die geschichte derKayser bis aus seine zeiten beschrieben. Er sänget an, wo Hero-dianus aufgehöret, wie er dann selbsten dieses buchs Meldungthut zu ansang des von ihm beschriebenen lebens Proäresii. Jn-liano legt er grosses lob bey, gleichwie er Constantinum M. ver-achtet. Es ist aber davon, ausser ein stück, de Legationibus ,welches Andreas Schottus heraus gegeben, noch nichts zumdruck befördert worden; das übrige soll sich in den MStis derbibliotheck zu Venedig befinden. Indessen hat schon Photiusrersicherl, daß Zosimus, den wir annoch haben, in der Historieschier durchgehends den Eunapium ausgeschrieben , daher wirdann dieses letzlern Verlust um so viel besser verschmerzen können.Photius , in bibl. cod. 77. & 98. Voßius , de Hist . Gr. üb. II.T>.2;2. Cave, in hilf. literar. p. 199. *
Eunomianus, lebte zu den reiten Kaysers Iustiniant, undhalten einige dafür, daß er derjenige rechtgläubige Poete sey, vonwelchem wir ein epigramma haben, so den wercken des Philo-storgii , (welcheIacobus Godofredus heraus gegeben,) beyge-füget ist. Suidas.
Eunomius , ein bekannter ketzer im IV. seculo, war ausCappadocien gebürtig, aus einem dvrfe, nahmens Dacora,welches im gebiethe der stadt Cäsarea, bey dem berge ArgäuSlag. Seine vor-eltern waren freygelassene Bafilii Magni, erselbst, Eunomius aber, war Aetii discipul und Notarius, vonwelchem er auch seine irrthümmer bekommen, wiewol er an ge-lehrsamkeit und rühm seinen lehrmeister weit übertroffen. Eu-doxius von Antiochien machte ihn zum viacono, er wurde auchbald darauf von den seinigen nach Constantinopel geschickt, daer von denen, die es mit dem Basilio hielten, unterwegs gefan-gen und nach Midajum in Phrygien relegirt wurde. An. ;6o.aber wurde er von dem Eudorio und Mari zum Bischoff vonCyzicus gemacht, doch von den bürgern bald von danncn wiederweggejagt. Unter dem Kayser Iuliano und Ioviano lebte erzu Constantinopel. Unter Valente entwich er in einen gartenzu Chalcedon , bis er bey dem Kayser angegeben wurde, daß erden Tyrannen Procopium bey sich verborgen hätte, weswegen ernach Mauritanien ins elend verwiesen wurde. Indem er aberauf dem wege nach Mursa in Illyrien sich aufhielte, wurde ervon dem Kayser wiederum zurück beruffen. Der Kayser Theo-dosius AI. ließ ihn von Chalcedonien wegführen, und relegirteihn gen Halmyriden, einen vrt in Mysien , an der Donau gele-gen , er wurde aber von den Barbaren von bannen verjagt,und nach Cäsaream in Cappadocien geführet, allwo ihn diebürger nicht leiden wollten, weil er wider ihren Bischoff Bast,lium ein buch geschrieben, weswegen ihm erlaubet wurde, sichin dem dorfe Dacora, da er gebohren, aufzuhalten, woselbster auch in sehr hohem alter an. m. gestorben ist. Was seineirrthümmer anlanget, so war er einer der allerärgsten Arianer,und lehrte, daß der Sohn in,allem dem Vatter, und derheil.Geist dem Sohne ungleich wäre. Er soll auch diejenigen, dieim nahmen der heil. Dreyfaltigkeit getauft worden, wiederumgetauft haben. Auch werden ihm noch viele andere irrthümmerbeygemessen, als daß er,die Verehrung der Märtyrer verworf-sen , und daß man alle fünde und laster begehen könnte, wennman nur feiner lehre zugethan wär, welches aber HonoriusAugustodunenfis so ausspricht, daß keine fünde denen, die imglauben blieben, zugerechnet würde. Es hat auch Eunomius ,unterschiedene schriften verfertiget, worunter sonderlich ein Apo-1 logeticus berühmt ist, worinnen er wider die heil. Dreyfaltig-keit und wahre Gottheit Christi disputiret. Derselbe befindetsich in Engelland, davon den Prologum und Epiiogum mit desWaltoni Lateinischer Version Wilhelmus Cave heraus gegebenhat, der auch des Eunomii glaubens-bckänntnis hinzu gefüget.Bastlius Ist. , Gregorius Nyffenus und Nazianzenus habensolche schuft widerleget, wiewol Bafilii AI. ;. bücher wider ihnnicht mehr vorhanden. Eunomius hat aber auch eine besonde-re defenfion seiner apologie wider Basilium geschrieben. Unterseinen Nachfolgern war Philostorgius , dessen kirchen - Historieguten theils nichts anders als Eunomii leben und lob in sich be-greift. Epipban. hser. 7;. Theodoret. lib. IV. haeret. fab. ;.Hieronym. advers. Vigilantium. Ruffinus , üb. II. c. 25. Socrates tüb. IV. c. 6. 7. Baron, annal. an. z;6. Hermmtms , invit.Athanas. & Bafilii. Sagittar. hist. eccles. c. fest. 50. Ar-nolds ketzer-hjst. P. I. üb. IV. C. 8. Cave &c.
* Eunomus, des Architelis söhn, wartete als ein knabebey der tafel auf, als Oeneus den Herculem tractirte; weil eraber diesem etwas nicht recht machte, gab er ihm einen streichmit der Hand, der aber wider sein vermuthen so starck fiel, daßEunomus darvon liegen blieb, daher denn auch Architeles sol-ches versehen dem Herculi verziehe, weil eS wider dessen willenso übel gerathen. Indessen aber zog sich doch solches Herculesselbst so fern zu gemüthe, daß er freywillig in das elend qieng,und daher sich von Calydon zu dem Ceyce nach Trachine begab.
Apollodorus , II. 7. §. 6.
* Eunomus, ein Locrensifcher Citharcedus, ist insonderheitdadurch bekannt und berühmt worden, daß als er von Aristone,einem Citharoedo aus Regqio, einer Calabrischen stadt, gebür-tig, zu einem Wettstreit aufgefordert worden, und ihm unterwährendem spielen eine satte gesprungen, alsobald eine Heuschreckesoll herzu geflogen, und mit ihrem girren den Mangel der saiteersetzt haben, wodurch es geschehen, daß er gewonnen, und des-wegen zu Lvcris in Italien den Apollini zu ehren eine cilher,worauf eine ehrene Heuschrecke gesessen, auftichten lassen. Strä-hn, VI. p. J99. printzens Mus. hist. 7· 8. 48. Pratorii synt.Mus. tom. I. p. 591.
* Eunostus, des Eliei söhn , und Cephisi und der Sciadisenckel von Tanagra , bekam den nahmen Eunostus von der Eu-nosta , einer Nymphe, die ihn erzogen. Als sich nachher dieOchna , eine von des Colvni tochtcrn, in ihn verliebete, vonihm aber nicht erhalten konnte, was sie wollte, sagte sie zuihren brüdern, dem Ochemo und Leoni, als ob sie Eunostusmit gewalt um ihre ehre gebracht habe, und als dieser kam,und sich über Ochnä ansinnen auch bey gedachten ihren brü-dern beschweren wollte, machten ihn diese davor nieder. Esließ Elieus sie hierauf ins gefangnis stecken, allein die Ochnaentdeckte endlich selbst die gantze fach, und wie ihre brüder das
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