ist ste von unterschiedlichen Wohlthätern besser gebaut und aus-gesteret worden. Als das Christenthum zuerst in dieser westli-chen gegend gepflantzet wurde, sahe inan es für gut an, einpaar Bischöffliche sitze aufzurichten , nemlich einen für Corn-wall zu St. Germains, und den andern für Devonshire zuCrcdington, so anjetzo Kirton heißt, und ein klein dorf ist.Nachdem aber der von Cornwall an. ,oz2. mit dein vonCre-dinaton vereinbaret worden, so wurden beyde nicht lange dar-nach , nemlich an. 1049. nach Ercter versetzt, allwo es noch bisdato in solchem stände ist. Dieses geschahe unter Eduardi, desBekenners, regierung, welcher alle Mönche von hier nachWestmünsier schasste, so nur unlängst von lhm gestiftet, undmit einkünsten versehen worden, hingegen diesen ort zum B>-schöfflichen sitze für Devonshire und Cornwall machte. DiesesBißtbums einkünfte, welche sonst ziemlich groß waren, wur-den von dem Bischoffe Volsey sehr verringert, als welcher an.
bey dem antritt seines amls diese kirche in solchem zu-stande antraf, daß sie 22. grosse land-güther und 14. mit vielemverrathe versehene land-häuser besaß , von welchen er aber nichtmehr als 7. oder 8. der geringsten qüther, welche noch darzuauf eine lange zeit verpachtet, und mit vielen pensionen undausgaben beschweret waren, und zwey leere und ledige Häusernach seinem tobe übrig ließ. Von den 604. kirch-spielen, welchediese Dioeces in den zwey Grafschafften Devon und Cornwall insich hält , sind mehr als 239. lehnbar. Endlich gehören zudieser Dioeces auch vier Archidiaconi, welche nach dem nah-men Cornwall , Ereter, Barnstadlc und Taunton unterschiedenwerden. Allhier hielten sich, nach Speedens bericht, die Bri-tannier wider die Yachsen nach ihrer ersten ankunft in big Reichgantze 46;. jähr, inmassen Ereter nicht eher qäntzlich gewonnenwurde, als unter Ethelstan, des 8. t2ächsischel>Istonarchen re-aierung, welcher es sehr schön auszierle und mit Yachsen besetzte.Nachgehends, nemlich an. 60;. erfuhr dieser ort der Dänengrimm, und wurde von denselbigen bis auf den gründ rasiret;jedoch hatte er sich bey der Normannischen eroderung schon der-massen wiederum erholet, daß er eine Zeitlang wider die sie-gende feinde aushielte, bis endlich ein theil der mauer von sichsechsten einfiel. Nach der zeit musten sie noch drey belagerun-gen ausstehen; die erste von Huqh-Courlney, dem Grafen vonDevonshire; in dem innerlichen kriege zwischen den beyden Häu-sern Dorck und Lancaster; und die andere von dem verfchreytenbetrüger Perkin Warbeck , unter Henrici VII. regierung; diedritte aber von den rebellen aus Cornwall , worinnen die bürger»»gemeine proben ihrer treue gegen König Eduardum VI. er-wiesen. Von selbiger zeit an bis hieher ist diese stadt unterder regierung eines Mayors oder Bürgermeisters und 24. Al-dermänner oder Rathsherren, stets in gutem Wohlstände gewe-sen. Sie hat nicht nur die ehre, ein Bischöfflicher sitz zu seyn,sondern führte auch vor Zeiten den titul eines Hertzogthums,hernach einer Marggrafschafft, und endlich einer Grafschafftin der person Thomas Cecil Lord Burleigh.
i Ereter , Bißthmn. Vor altem waren Bischöffliche sitzein Cornwall und in Devonshire ; in jenem war Bischoff Athel-stan, in diesein an. 90z. Werstan, erster Bischoff von Devons hire , auf welchen andere folgelen, bis an. 10,0. Leofric,Bischoff von Devonshire und Cornwall , beyde diese sitze nachEreter versetzt. Von dieser zeit an zehlet man die Bischoffe vonEreter; die seriös von König Henrico VIII. an bis jetzt ist,wie folgt:
An. 1519. John Voysey, sonst genannt Harman, resignirtean. 1551. und folgte
i;?i. Miles Coverdale , entsetzt von Maria.
John Voysey, wiederum von Maria eingesetzt.
James Turbevile, entsetzt an. 1559.
i S 6o. William Alley, 8 . 1 . k.
1570. William Bradbridge, 8.T. P.
iz79> John Wollon, 8 . 1 '.?.
1594. Kervase Babington, Bischoff von Landaf, wardan. 1597. nach Worchester transferirt.
iZ98. William Cokton, 8. 1 .?.
iü2i. Valentin Cary, 8. I. P.
1627. Joseph Hall , 8. T. P. an. 1641, nach Norwich versetzet.
1642. Ralf Brownrigq, 8. I. ?. starb an. 1659.
1660. John Gauden , 8.T. P. das folgende jähr nachWorchester versetzet.
1662. Seth Ward , 8. 1 '. P. versetzt an. 1667. nachSalisdury.
1667. Antony Sparrolv, 8. T. P. kam an. 167 6. nachNorwich.
1676. Thomas Lampluqh, 8. T. P. ward an. 1688. zumErh-Bißthum Börck befördert.
1689. Jonathan Trelawny , 8.'s. P. Baronet und Bi-schoff von Bristol , kam an. 1707. nach Win-chester.
1707. Offspring Blackhall, 8. T. P.
Lancelot Blackbourn, 8. T. P. kam hernach zumErtz-Bißthum Dorck.
1724. Stephen Wcston, lebte noch an. 1740. -Anw-ies varii. Regiß. Rytner. Le Neve. BeNtheM.Cbamberlain.
Ereter, das geschlecht der Grafen von Ereter fangt von
dem letzt-gedachten Tboma Cecil an, welcher an. r6o;.vvn!v«Kvmge Jacobo I. zu dieser wurde erhoben worden. Mawvmdieser an. 1622. gestorben, kam solche an seinen söhn Mg»?muin, ausser welchen er noch drey andere hatte, als Ricke 'dum, Eduardum und Christophorum. Der mittlere davoncommandirte die Englischen trouppen in den Niederlanden un.ter dem character eines Generals, wurde darauf von KomaJacobo in die Pfaltz geschickt, seinem schwieger-sohn zu succu^nren, und ohngeachtet er mit schlechtem st,cceffe zurück kannward er doch durch desorderung des Hertzog von BuckinabamFreyherr von Pullncy und Vice-Comes von Wimbledon, jagar an. 162;. zum Haupte der Engelländischen flotte von demKönige Carolo I. wider die Spanier vorgestellet; da er abergleichfalls unglücklich war. Er begab sich hierauf zur ruhe,und starb an. is;8., von seinen drey qemichlinnen einlgelöchtehinterlassend. Sein druder Richardus «er ward ein vatterDavidls Cecil, welcher (nachdemsei» vetterWilhelm,>s, ausden nach dem tode seines vatters Thoma Cecil, wie schon er.wehnt, diese Grafschafft gefallen, nur einen söhn, insgemeinBaron Ros genannt, hinterlassen, der aber das kloster - lebenerwehlet, und zu Neapel an. 1617. nicht ohne argwohn dcyge-brachten giftö , dieses zeitliche verlassen,) diese würde auf sichgebracht. Er vermählte sich mit Elifabctha, Graf JohannisEgerton von Bridqwater, tochkcr, und wurde von ihr ei» val-ter Johannrs Cecil, welcher nebst Davide, so in feinen junget,jähren gestorben, und Francisca, auch einesssöhn gleiches nah-mens gezeuget. Dieser ward Freyherr Burleigh und Graf vonEreter, und vermählte sich mit Anna Cavendish, Wilhelmi III.,Grafen von Devonshire, kochler, die ihm drey söhne gebohren.Er starb an. 1700., im rückwege von dem judel-jahre zu Rein, inFranckreich. Imbof. in geneal. Britan. P. II. c. ;i. Sou-vcrainen von Europa .
Ereter, (Johann Holland, Hertzog von) siehe Holland .
Erilles, lat. Ocellum , eine kleine stadt in der Französi schen provintz Dauphins, an den grentzen des MarggrasthumsSusa, bey dem siuß Dora. Sie hat ein vestes casicll, mit4. gute» bastionen, welches auf einem berge siehet, ungefehrzwey stunden von der stadt S»sa. Die umliegende gegend wirdla Vallee d'Oulr genennet. Den 12. auq. jan. 1708. muste sichdieser ort an den Hertzog von Savoyen, Victorem Amadcum ll.ergeben, und die in 7. bis 800. mann bestehende besatzung wur,de zu kriegs-qefangenen qeinacht. In dem Ulrechtischen frie-den an. 171;. ist er diesem Hertzog überlassen worden.
* Ernerus, ( Balthasar ) war den 24. aug. an. 1576. zuHirschbera in Schlesien gebohren , ward anfangs Prosestor Hi-storiarum auf dem Oyrnnasto zu Beuchen , in der GrafschafftSchönarch , hernach Informator bey dem jungen Printzcn zuTefchen, und starb an. 1624. Man hak von ihm: ValeriumIVIaximum Cbristianurn, Hannover 1Ü20. in 8- Anckorarn VitLmelioris seu carmina in symbolum : Spero meliora, Hanau 1619. in 8. Libellum de Ludo Scachia»; Flores ex scriptisPlinii ; Schediasinata Poetica ; Carmina Miscella; RamentaPoetica; Ethopoeiam Horatianam; Librum Trillium seu fu-nebrium ; Librum semestrium Hungaricorum ; Tr.de Rerumpublicarum, Regnorum & Imperiorum Eversione ; Curri-cula Imperatorum Regumque; Orationes &c. Witte , diar.
EXOMIS , war bey den Römern und Griechen eine arl dertunicm, so man gemeiniglich gerad auf den leid anlegte, vonden gemeinen tunicis darinnen unterschieden, daß solche garkeine ermel hatte, und also die schultern blos liesse, daher sieauch den »ahmen bekommen; an statt baß die andere zwarkeine lange ermel, wenigstens bey den Griechen und Römern,hatten, aber doch solche, die bis auf den halben arm giengen.Es trugen solches bey den Römern die knechte, bey den Grie-chen aber die comödianten und andere schlechte leulhe; auSwelcher ursach Plutarchus von Calone Censorio , der sich be-kannter Massen in der sorge des leibs gar schlecht, und den ge-meinsten leuthen gleich gehalten , anmercket: Er hätte deswinters , nur mit einer solchen Exomis bekleidet, seine arbeitverrichtet, in dem sommer aber den obern leib gar blos undunbedeckt gehabt. Ferrar. de re vest. üb. III. c. 8 - *
EXORCISMUS , war in der ersten kirche, oder wenig-stens schon in dem IV. „nd V. sieculo, ein gebät, welcher manbey der taufe gebrauchte, und dessen innhalt kürtzlieh darin»bestund, daß der unsaubere geist von dem räuflinge ausfahrensollte; man pflegte solche dabey anzuhauchen. Suicn. thes.eccl. *
EXORCIST/E , oder Teufels - beschwöret, sind unterder Catholischen Geistlichkeit die dritte gattung der ordinuin mi-norum. Bey ihrer weyhe wird ihnen das buch, darinnen diebann-form»In enthalten sind, oder an dessen statt das Pond-ficale oder Missale gereichet, mit diesen Worten: Nimm, undfasse eS in das gedächtnis, und habe die gemalt, deine Hand aufdie besessene zu legen , sie mögen gleich getauft, oder, als ca-techismus schüler, noch nicht getauft seyn. In der ersten Christ lichen kirche, so lang diewunder-gaabc noch währte, wurdendiejenige mit dicjcm nahmen benennet, von welchen man isiaud,te, daß sie die bösen geister durchs gebät und befchworungauszutreibcn vermochten; Aber noch vor dem ende des III- &-culi findet man, daß aus diesen Crorcisten ein besonderer or-den oder stand der Geistlichen worden sey ; jedoch muß auch