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ftmbdtltatt ihre trofft nicht mehr so groß gewesen seyn, weilman sie fast in die allerunterste claß der Kirchen-diener gesetzethat. Suic. in Thes. cccl. *
ipmiUt, (Claudius ) Präsident im Parlement zu Grenoble ,war gebürtig von Voiron tn Dauphins. Nachdem er zu Tu,ein einige zeit den studien obgelegen, gieng er an. i;8z. nachDadua, erlernte daselbst die Rechte, und machte sich mit denberühmtesten leuthen, Speron Speroni, Hieronymo Tornrel.lo, Tiderio Deciano, Marco Mantua, Guidone Pancirollo,unb vielen andern bekannt. Nachdem er nach Franckreich zu.rück gekommen, wußte er sich sowohl aufzuführen, daß ihn derKöniq Henricus IV. zu den vornehmsten bedienungen bey demParlement zu Grenoble für fähig erkennete. Er machte ihnbahero zum Procureur der Königlichen Rent-Cammer daselbst,nackaehends zum Advocaten des Königs, und endlich gar zumPräsidenten dieses Parlements. Er wurde sowol von dem ge-dachte» Könige, als von dessen Nachfolger Ludovico XIII. zuwichiiaen fachen in der Grafschafft Venaißin , Piemvnt undSavoven, allwo er oberster Präsident des Parlements zu Chain«der» worden, nachdem sich die Franzosen an. 1630. dieses orts,.„samt qantz Savoyen, bemächtiget hatten , gebraucht. An.i<iz4. schickte ihn der König nach Pignerol , und nachdem ernach Grenoble wieder zurück gekommen , starb er an. 1636.im 7?. jähre seines alters. Er hat einige bücher in Französi scher spräche, in gebundener und ungebundener rede, hinter-lassen. Anton Boniel von Catillon hat sein leben beschrieben.
Thnmafin. in elog. Boneil. Chorier , jM. du Dauph. *
* Ersechia, ein sce, ehedessen LvchniteS, oder Palus Lych-nites «nennet. Sanson in seinen kleinen charten setzet ihn aufdie Turcomannifchen grentzen, nicht weit von Georgien , zwi-schen den städten Cars und Derbent. An sein östliches ufer se-tzet er auch eine stadt dieses nahmens. Bischer in seiner Tür-kischen (harte scheinet diesen see Gigaguni zu nennen, welchesa„S seiner läge erhellet. Maty , Dictiern.
* Ersuperantius, ein Praefectus in Gallien , war gebürtigvon Poitiers , und ein sehr naher anverwandter des PoetenRutil». Er bemühete sich an. 417. mit allem ernst , die Rö-mische gesetze, worinn er treflich bewandert gewesen, in Ar-morica und Aquitanien wieder in gang zu bringen, stellte auchin diesen prvvintzen, welche kurtz vorher durch das ioch der Go-then ziemlich gedruckt und mitgenommen worden, die ruhe wie-der her, und zeigte überall einen grossen verstand, ward aberendlich zu Arlcs an. 424. in einer aufruhr der soldaten ums le,den gebracht. Er hatte einen bruder, nahmens Quintilianum,der sich zu Bethlehem bey dem H. Hieronvmo aufgehalten, da.her auch dieser Kirchen-Lehrer eine besondere epistel, die nochheut zu tage vorhanden, an Ersuperantium abgeschickt, wo-rinn er denselbigen gleichfalls, seine güther und würden zu ver.lassen, und dagegen zri Bethlehem nach art der Mönche zu le-ben , aufmuntern wollen, womit er aber kein gehör angetrof-fen. Es stehet dahin, ob er nicht eben derjenige Ersuperan-tius sey, so die kurtze Historie de Bellis civilibus verfertiget.Biß. Uter. de la France , tom. II.
* Ersuperantius, (Julius) ein Lateinischer Historicus,von welchem weiter nichts bekannt ist , als daß er ein kleineswerck äe Bellis civilibus Marii, Lepidi ac Sertorii hinterlas-sen , welches in Petri Pithöi bibliotheck gefunden, und vonCylburgio zuerst mit den scriptoribus hiftori-e Roman* ediret,auch hernach öfters in dergleichen sammlungen gedruckt wor-den. Am letzten hat es Korkte mit dem Sallustio drucken las-sen. Die wahrscheinlichste meynung der Gelehrten gehet da-hin , daß er ans Gallien gebürtig gewesen, und in dem IV.saeculo gelebet habe. Es meynen viele, es sey Ersuperantiitverck nur ein kurtzer auszug aus Sallustii Historien, zum we-nigsten lehret der augenschein, daß er desselben schreib-art nach-zuahmen beflissen gewesen. Hanckius , de script. rer. R01n.ll.8· ßjrth. in Claud. p. 847-
* Erter, ein kleiner fluß in der Grafschafft Schaumburg,welcher bey Rintein in die Weser kommt. Zeiler. itinerar.Germ. contin. I. c. 5. p. 79-
• * Erterenstein, oder Esterenftein, Rupes Picarum, sindeinige wunderbare hohe seifen, welche eine halbe stunde vonder stadt Horn im Lippischen in einer reihe hinter einandergantz frey liegen, und wie gebäude anzusehen sind. Ans die-sem felsen haben die Sachsen ein götzen-bild verehret, das Ca,rvlus IYL zerstören, und an dessen statt in einer eapelle, so sichauf dem einen felsen befindet, einen altar aufrichten lassen. Aufder spitzen des einen felsen hanget ein grosser stein, welcher sich,wenn der wind gehet , beweget, auch gleichsam zum fallenneiget, und dennoch mit keiner gemalt herunter gebracht wer-den kan, gleichwie auch nicht abzusehen ist, woran er bevesti-get sey. t’üjienbergii monum. Paderborn . p. 71. Pideritii
Livpische chron.
* EXTRAVAGANTES. heissen in Jure Canonico dieConftitutiones Johannis XXII. Denn weil solcher wenig wa-ten , und kein buch ausmachten , auch sonst ausser den Decre-talien und an einem ungewissen ort stunden, wurden sie Ex-travagantes, die Conftitutiones aber, so nach Johannis XXII.tobe heraus gekommen sind, Extravagantes communes genen.m, weil darin» nicht eines, sondern Vieler ConftitutionesMb Relponsa enthalten sind.
Eltremos, sieh« Estremo;.
krlstor. Lextevn HL. Theil.
, Ektucck , eme provintz im Königreich Maköttü, in derlandschafft Sus. Sie erstrecket sich über die küsten des Oceans,gegen den berg Atlas, unb die grentzen von Biledulgerid.
Eruperius, ein Bischoff zu Toulouse , lebte gegen dem an»fang des V feculi, welcher, als das land in grosse Hungers-noth gerathen, seine eigene güther verkaufte, auch das gehei-ligte geld unb silberne kirchen-geräthe veräusserte, und zu derarmen nothdurft anwandte, dannenhero ihn Hieronymus mikder wtttwe von Sarepta vergliche; dieser schrieb ihm auch sei-nen Commentarium über den Propheten Zachariam zu. Ba-ronius halt davor, daß er eben der berühmte Redner diesesnahmens sey, dessen Ausonius gedencket; allein weil solcheswider die chronologie streitet, sind die Gelehrten anderer mey«
NUNg. Hieronytti. ep. 4. ad Ruft. prxfat. in Zach. lib. III.Comment, in Mos. & ep. ad Agerucc. &c.
..Evb, eme adeliche und nunmehro Freyherrliche familie,»st erne der ältesten und ansehnlichsten in Francken, aüwo siesich vor zecken m 2. Haupt-linien, die pilgrim von Evb, unddie Pfauen von Evb genannt, getheiletchaben. Jene habensich,n der Relchs-stadt Nürnberg aufgehalten, und daselbstdie wichtigsten amter bekleidet, sind aber nunmehro abgegan-S«n. Die Pfauen von Efb haben sich von jenen auch im wa-°pen distlnguiret, und sind unter die unmittelbare FränckischeReichs-Ritter aufgenommen worden. Es ist davon Georg an.
auf dem turnicr zu Würtzburg .erschienen. Die ordent-liche stamm-reihe dieser Haupt-linie sängt man mit Ludovicovon Eyban, der bey des Kaysers CarolilV. gemahlinOberst-Hofmeister gewesen. Dessen 2. enckel, Martin und Ludwig,haben sich in die Häuser peftenberg und Runding vertheilet.
Der pestenbergischen linie Urheber war also Martin, vonwelchem unter andern folgende abgestammet: i.) Albrecht Lud-wig , gcbohren an. 1639. war anfangs Anspachischer Rath,Cammer-Juncker, und Oder-Amtmann zu Wassertrüdingen ,wie auch Assessor bey dem Land-Gerichte, und endlich Gene-rabDirector der gesamten unmittelbaren freyen Reichs-Rir-terschafft in Francken, Schwaben , und am Rhein , und Se-nior der gantzen familie. Er hat seinen äst, so der Döryba-chische genennet wird, mit etlichen söhnen sortgepflantzet, undan. 1694. die gedachte Anspachische chargen niedergelegt. 2.)Johann Friedrich, so ehemals in Würtemdergischen, Oettin.gischen und Eichstädtischen diensten gestanden , an. 1713. aberals Anspachischer geheimer Rath, Ober-Hof-Marschall, undOber-Amtmann zu Cadoltzburg, wie auch als 8ub-8enior derfamilie, und der freyen Reichs-Ritterschafft in Francken desorts Altmühl Truhenmeister florirt, und seinen stamm mit 3.söhnen sortgepflantzet hat. 3.) Johann Christoph, ein brudeedes vorhergehenden, welcher als Königlich-Polnischer und Chur -Sächsifcher Oberster, an. 1704. an einer in der schlacht beyFrauenstadt empfangenen wunde gestorben, nachdem er vor-hero der Repudlick Venedig und dem Kayser gedienet, auchOettingischer Ober-Amtmann zu Hohenhaus gewesen. Er hin-terließ einen söhn, Johann Christian Reinharden, welches ver-muthlich derjenige ist, der Chur-Mayntzischer geheimer Rath,Hof-Rakhs-Präsident, und Capitular zu Würtzburg und Bam-berg , wie auch an. 1717. Kayserlicher geheimer Rath worden.Er hat an. 171;. als Chur -Mayntzischer ausserordentlicher Am-bassador zu Wien die lehn empfangen. 4.) Johann Martin,heran. 1704. als Bischoff zu Eichstädt verstorben.
Die Rundingische linie hat vorgebuchter Massen Ludwigangefangen, von dessen enckeln ist Gabriel an. 1496. Bischoffzu Eichstädt worden, welche würde auch Martin an. 1380. zuBamberg erhalten, wiewol er 3. jähr hernach dieselbe wiederniedergelegt. Um diese zeit florirte von dieser linie Veit As-mus , Ober-Jägermeister zu Eichstädt, dessen söhn RudolphWilibald, Ober-Forst-und Jägermeister zu Eichstädt , «nb'Pfleger zu Wernsfels, starb an. 1706. zu Dettelsau. Gegenausgang des XVII. feculi florirten Heinrich Christoph, Würtz-burglscher Oberster, und Christoph Friedrich, Würtembergi-scher geheimer Rath, Ober-Hof-Marschall, Commendant überden lant-aiisschuß, und Ober-Voigt zu Heidenheim, welcherden Gräflichen character erhalten, den dessen söhn Friedrich Ludwig fortsetzet.
Sonst hat sich aus dieser familie Albrecht durch seine gelehr.samkeit hervor gethan , der an. 1479. gestorben. Er war Do-ctor und Päpstlicher Eämmcrer, schrieb Margaritam Poeti-cam , Tractatuni de Re uxoria, Epift. und Vorbereitung zumlobe. Übrigens besitzet dieses geschlecht Branneckisches ReichS-lehn, das Erb-Cämmerer-amt bey Anspach , und das Erb,Schencken-amt bey Eichstädt, in welchem Stift auch das Rit«ter-g»th und schloß Evburg lieget, so aber vor langer zeit demBischoff käuflich überlassen, und davor das gulh Neudettelstauangekauft worden. Mutiert annal. Sax. MSC. geneal. de fa-mil. Baron, de Eyb.
Evben, (Hnldrich von) wurde an. 1629. zu Norden inOst-Frießland gebohren. Sein vatter Hayo von Enden waraus einem alten adelichen geschlecht dasiqer lande, und beklei-dete bey Huldrich, Grafen von Ost-Frießland, die stelle einesRaths und Ober-Amtmanns. Der junge von Eyben trieb sei.ne acabemlsciien studien zu Rinteln , und von dar gieng er an.1631. nach Marvurg, wo er Justum Sinold, Schütz ge-nannt , und dessen söhn , Johannem Helvicum, gehöret. Erwurde hierauf au. 1633. auf gedachter Academie Doctor, und
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