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lkachinham , (Nicolaus) ein Franciscaner - Mönch mEnqelland, war gebürtig von Norfolk, und nahm zu Ox ford die vodor-würde an , allwo er die Theologie gelehrt, undendlich Provincial worden. Er starb an. 1407., verschiedenefchriften, als de Fraternitate Chriitiana; de Schismatibus Ec-clelia &c. tiad) sich lastend. Pitjeus , de icriptor. Angl. Wil-Itt. Wad'mg. & c.
* <kachs, ehedessen Taphra oder Taphrura genannt, einealte, aber kleine stadt in dem Königreich Tunis , in der Bar-barey, an dem Golso de Capes, der stadt Elmadia gegen >mt-taq gelegen. Vielleicht ist es die nemliche, welche Sanson inseinen charten Asfachusam nennet.
jzacius, (Bartholomäus) ein berühmter scribent in demXVfeculo, war gebürtig von Spctia , unter die RepublickGenua gehörig, und erwarb durch seine wisscnschasst bey denvornehmsten leulhen seiner zeit grosse Hochachtung. Alphonsusvon Aragonien , der König zu Neapel , machte ihn zu seinemSecretario, lind vertraute ihm die wichtigsten Verrichtungen.Aeneas Snlvius , der nachgehends unter dem nahmen Pii II.Papst worden, schrieb sehr vertraulich an ihn. Im übrigenlebte er mit Laurentio Valla, der feine fchriften ein wenig hartcenstret, meinem unversöhnlichen hasse, den er nicht einmalauf seinem tod-bethe wollte fahren lassen; wie es denn zu selbigerzeit unter den Italiänischen Gelehrten der gebrauch war, woman nur eine ihrer redens-arten tadelte, und nicht für gut undrein Latein hielte, tödtliche feindschafften zu hegen, und dieWersten lästcr-schristen gegen einander auszugeben; dessenwir an Poggio, Philelfo, Guarino, Valla, an diesem Facio,und andern mehr nur zu viel proben haben. Er hat aber ver-schiedene tractate verfertiget, als da sind : de Rebus ab Alphon-fo 1 . Rege Neapolitano gestis libr. X.; Commentarii de Re-bus Genuensium adverlus Venetos ; de Humanae Vitce Felicita-teliber ad Alphonsum Aragonum ac Siciliae Regem &c. des-gleichen hat er Arriani Historie von Alexandro AI. aus dem Grie-chischen ins Lateinische übersetzt. Über dieses werden ihm auchandere fchriften, als de Viris fui -evi illustribus; de lmmor-talitate Animae ; de OrigineBelli inter Gallos & Britannos &c.beygelegt. Jovius, in elog. doct. c. 109. Foglieta , in elog. dedar. Ligur. Bizarri, bist. di Genoua. VoJJius , de Hiit. Lat.lib.III. cap. Giußmiani & Soprane, scritt. della Ligur. &c.*
* ^acius, (Francsscus) ein berühmter Professor JurisCanonici zu Padua in seinem vatterlande, lehrte, ungeachteter noch sehr jung war , daselbst die Päpstlichen Rechte mitungcmcinem beyfall , starb mr. izo;. im dreißigsten jähre sei-nes alters, und f)interiie§ jTr. de Modo argumentandi inutroque Jure. Er soll der äusserlichen gestalt nach sehr häß-lich gewesen seyn, jedoch aber durch ftlnen aufgeweckte» ver-stand und angenehme sitten jedermans Hochachtung erworbenhaben. Scardeonius , de clar. Pat. II. p. 186. Puncirollus,de leg. interpret. III. 45. Papadopoli bist. Gymn. Patav.tom. II.
Hacundus, ein Bisch off zu Hermiana in Africa, war ausAftica gebürtig, hielt sich aber meistens zu Constantinopel auf,das interesse der Asricanischen kirche bey dein Kayser zu beobach-ten. Weil damals der heftige streit in der kirche von den soge-nannten tribus Capitulis war, gab Facundus einen eifrigenVertheidiger derselben ab , und entzog sich an. 546. der gemein-schafft des Mcnnä, der diese tria Capitula verdammt. Er be-fand sich auch im folgenden jähre auf dem Goneilio der sieben-zig Bischöffe, welches der Papst Vigilius zu Constantinopel ver-sammelte , auf welchem er, in dem Puncte, die tria Gapitulabetreffend, sich diesem Papste mit grosser beständigkeit widersetzt,in dessen gemeinschafft er sich auch nachgehends nicht wieder be-geben. Er schrieb in eben demselbigen mhre auf bitte der vor-nehmsten Bischöffe zwölf bücher pro Defensione trium Capitu-lorum. Wenn er gestorben , ist ungewiß; doch wird berichtet,er sey in das elend verwiesen worden. Über jetztgedachtcs werckhat er auch contra Alutianum Scholasticum ein buch geschrie-ben. Beyde fchriften hat Jacob Sirmondus mit notis tllustri-rel, und an. 1629. heraus gegeben. VtUor. in chron. Barenius,ad an. 546. Sirmondus, ad Facund. Cave.
* jzacuwetz, eine Herrschaffl nebst einem alten schlösse inBrabant, in der meyerey von Nivelle gelegen. Sie wurdean. 1Ü89. den 6. oclobr. unter dem nahmen von Herzelles, vonCarola 11., Könige in Spanien , zu einem Marguisat erhoben,und zwar Wilhelmo Philjppo, Baron von Herzelles, Werchinund Liedekcrke, Herrn von Faulquez, Jttre, Samme, Sart,Vergmal, Mocnsbrocck und Boiselles zu ehren. Butkens
troph. de Brab. fupplem. tom. I. p.
. * fadlallah, oder Cojah Raschid Addin Fadlallah, Ve-M, und ein söhn Abulcarr Arraschide Attadld, Alhamadani.Cr war ein Gelehrter, und hat ein buch geschrieben, welcheslarieb Alobarec Gazani , das ist, Historia Augusta Gazan,wttdt wird, und dem Sultan Gazan-Khan dedicirt worden,welcher ein söhn Argun-Khans war, und damals in Persien rcglerte, und seinen Hof zu Tauris hielte. Gazan aber war«n sahn ArgunS, des söhns Halacou, des sohns Genghiz-Khans.alur zeit dieses Printzens wußte man fast nichts von den geschich-wn der alten Mogolen, als was die traditivn davon lehrete, undN" unmöglich eine vollständige und auf einander folgen-gejchlcht. beschreibung davon machen können, wenn nicht- öistor. Lemc«» m. Theil.
ein alter Capitain, Poulad Dgin Kessane ge»iennet, viel zeit dar-auf gewandt, unter den sowol morgenlaudischen als mitter-nächtigen Asiatischen völckern alle Nachrichten, so er aufbringenkonnte, die geschichte dieser Mogolen und Tartarn betreffend,wie auch was man von den siegen Genghiz-Khans ihres erstenKaysers finden konnte, aufzusuchen. Drcser Poulad machte alsoeine sammlung , welche er dem oberwehnten Gazan - Khaneinhändigte: Gazan aber übergab sie seinem Besser Fadlallah,dem söhn eines Artztes aus der Persischen stadt Hamadan ;Fadlallah war einer der geschicktesten geschicht - schreider sei-ner zeit, und machte hierauf an. Christi 1294. eine vollständigeHistorie aus oberwehnten Nachrichten; ein manuscript davonward in folio von Constantinopel aus, durch den FranzösischenAmbassadorn de Guilleragues, dem Könige geschicket, und be-findet sich in der Königlichen bibliotheck. Dieser autbor meldetdarinnen, daß es die erste Historie der alten Mogolen sey, wel-che in Persischer spräche geschrieben worden. Sie ist aus demPersischen in das Französische übersetzet. Hadgi Calfa, in sei-ner Orientalischen bibliotheck, redt folgender gestalt davon.Fadlallah der Vezier hat in Persischer spräche eine weitläufige Hi-storie von dem Reiche Genghiz-Khans und seiner Nachfolgerund kinder geschrieben, welche er Jamyattouarikh oder einChronicon nennet. Er hat darinnen gemeldet, daß nachdem erangefangen dieselbe in das reine zu bringen, der Sultan Gazanin dem monat Schaval im jähre der Hegira 704. das ist an.Christi izc>4> gestorben sey, und den Sultan Mehcmmed Co-dabende zum Nachfolger gehabt habe. Dieser befahl ihm diesel-be zum ende zu bringen, seinen nahmen auf den titul zu setzen,eine beschreibung der länder beyzufügen , wie auch der Mogo-lischen städte und ihrer einwohner, der Tartarischen tribuümund ihrer geschlechter und völckcr rc. zu gedencken. Auf die-ses hin hat er alles zusammen gelesen, so er über diese male-rte in ihren zeit-büchern finden können. Der Kayser gab ihmnoch über diß schreiber und gelehrte männer aus allerhandnationen zu, um ihm behülflich zu seyn, und unter seineranführung daran zu arbeiten. Weiter befahl ihm der Kay-ser auch land - charten beyzufügen, und nach diesem plan istder erste theil bemeldter Historie ausgefertiget worden. Indem zweyten theil verzeichnete er eine grosse anzahl der Printzenaus dem Genghiz-Khanischen Hause, und anderer grossen Her-ren , wie sie gelebet und gestorben seyn. Im dritten theil be-schreibet er das land der Tartarn, Mogolen und Türcken, undgiebt die Historie einer jeden dieser nationen, wie er sie in ihreneigenen büchern beschrieben gefunden, ohne etwas daran zu än.dern. Folglich enthält der erste, was er auf befehl Gazan-Khans und in seinem nahmen geschrieben, und heisset TarickMobarec Gazani , und hat zwey capitel : das erste von dererhöhung und macht der Türcken und Tartarn, das zweytevbn den Mogolen, worunter auch das leben Genghiz-Khansbegriffen. Der zweyte theil begreiffet, was er im nahmen undauf den befehl des Sultans Olagia Ztou Mehemmed Coda-bende geschrieben, und hat gleichfalls zwey capitel, davon daserste eine Historie des Codabende, das andere aber in zwey se«ctionen abgetheilet ist. Die erste dieser sectionen handelt vonallen Propheten, Califen, Königen und nationen, welcheseit Adam bis in das jähr der Hegira 700. gelebt haben;die zweyte aber ist eine Historie der völckcr des mitternächti-gen und mittägigen China , wie auch von Cachemir , vonIndien , von den Jsraeliten, und endlich von den Efren«ge oder Europäern. Der dritte theil bestehet aus land-char-ten, einer beschreibung der Königreiche und städte rc.. Dasgantze werck machet zusammen drey grosse bände aus. Hiß.
de Gengbiz-Kan, p. 559. &c.
Fadminger, (Johannes) gebürtig von Thun , und an-fangs Prediger zu Laupersweil, wurde an. iszö. Helffcr undan. izzü. Pfarrer zu Bern , und endlich nach Berchtold Hallerstode Deeanus daselbst. Er war ein in der Theologie sehr belese-ner und gelehrter mann; starb an. i;86., und hinterließ seinebücher der bürger-bibliotheck daselbst, zu einem legat, ver-machte auch für die studirende Pfarrers-söhne ein ansehnliches
ssipendium. *
Faenza , lat. Faventia , eine kleine Päpstliche stadt in derlanbschafft Romagna , nebst einem vesten castcll und Bißthum,welches unter den Ertz-Bischoff von Ravenna gehört, liegt garlustig an dem fluß Amona, zwischen Jmola und Forli , hateine sehr breite straffe nebst einem schönen marckte und unter-schiedlichen netten kirchen, ist aber vornemlich wegen der irde-nen qefäffe und des leinen zeuges, so man daselbst macht, ingrossem ruf. Zur zeit der Exareborum zu Ravenna , wurde sievon den Gothen ruiniret, hernach aber wieder aufgebanet, undvon dem Kayser Friderico II. an. 1240. belagert. Einige zeithernach bemächtigten sich dieser stadt die bürger von Bologna ,bis endlich die factionen der Lambertazzi und Geremei derselbi-gen gelegenheit gaben, ihre vorige sreyheit wieder zu suchenund zu erlangen. Um das jähr 1286. liessen sich die Manfrcdiin dieser stadt nieder , bis endlich Papst Alexander VI. Astorre ,den letzten von dieser samilie, ermorden, und seinen leichnamin die Tiber schmeissen ließ. Dem Papst Alexandro rissen siedie Venetianer aus den Händen, und diesen wiederum PapstJulius II. nach ihrer Niederlage in Ghierra d'Adda an. i zoy.,von welcher zeit an bis hieher dieser ort stets unter deinApostolischen stuhle gewesen. Sie wurde an. 1708. bey dem
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