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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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Vermessung dieser zeit bekam er an. 1699. die Professionem Mo-ralium und Eloquentis an dem Hamburgischen Gymnasio,und nahm annoch in eben diesem jähre zu Kiel unter des be-mcldten Mayeri Vorsitz den titul eines Doctoris Theologis an.An. 1708. übernahm er auch das Rectorat bey der Hamburgi-scheu ftadt-schule, legte aber solches an. 17H. wiedrum frey-willig nieder; da er hingegen seine Profession stets behielt, ober gleich schon an. 1701. nachGreyphswalde, und an. 1707.nach Kiel zum Profellbre Theologis ordinario, an. 1719. aberzum Professore Theologis primario , und ersten Superinten­ denten in Giessen, und an andre orte mehr verlangt worden.Er starb den 30. april an. 1716. im acht und sechzigsten jähreseines alters. Seine vornehmsten schriften sind: BibliothecaLatina , seu notitia auctorum veterum Latinorum , in dreyoctav-bänden , die man auch zu Londen und zu Venedig wie-der aufgeleget; Bibliotheca Latina medis & infimae Latinitatis,davon aber nur fünf tomi fertig worden; Bibliotheca Grsca,seu notitia scriptorum veterum Grscorum in 14. volum. in 4.Bibliographia Antiquaria; Centuris Fabriciorum scriptis cla-rorum II. Memoris Hamburgenses , f. Hamburgi & Virorumde Ecclesia , Reque publica & scholastica Hamb. benemerito-rum Elogia in fünf tomis. Centifolium Lutheranum, f. notitiascriptorum de B. D. Luthero . in zwey theilen ; Codex Pseude-pigraphus veteris Testamenti; Codex Apocryphus novi Te-stamenti ; Menologium , f. Libellus de Mensibus 100. circiterpopulorum menses recensens ; Delectus Argumentorum & Syl-labus Scriptorum , qui veritatem Religionis Christians adver-sus Atheos, Epicureos &c. asseruerunt; Salutaris Lux Evan-gelii, seu not. bist. Chronolog, propagatorum per orbem to-tum Christianorum Sacrorum ; Hydrotheologie , oder versuchdurch betrachtung der wasser die menschen zur liebe, und be-wunderung ihres Schöpfers zu ermuntern ; Pyrotheologie,oderversuch durch betrachtung des feuers die menschen zur liebe, undbewunderuna ihres Schöpfers anzuflammen; eine Teutsche Über-setzung von Wilhelm Derhams Astrotheologie; ingleichen vondessen Physico-Theologie; ferner Vita Procli, scriptore MarinoNeapolitano, mit einer Version und Noten; llypp. Ep. &Mart. Opera non antea collecta , & partim nunc primum inlucem edita Gr. & in zwey volum. Bibliotheca Ecclesiasti-ca , worinnen verschiedene scriptores ecclesiastici, Hierony­ mus , Gennadius re. enthalten sind ; Sexti Empirici Opera, Gr.& Lat . Mit verschiedenen anmerckungen; Philastrii Ep. Brix.de Hsresibus liber , cum emendationibus & notis ; Imp. Cs-sar. Aug. Temporum notatio, genus & scriptorum fragmenta ;nebst unterschiedlichen andern ; seiner Dissertationum, Program-matum , und andern schriften, die in fremden wercken Mltge-druckt worden, zu geschweige». Herm. S. Reimarus, seinfchwieger-sohn, hat von feinem leben an. 1737. einen besonderntractat heraus gegeben.

* Fabricius , ( Franciscus ) 8. Theol. Doctor und Profes-sor ;u Leiden, war den 10. april an. 166;. zu Amsterdam ge-bohren, allwo sich damals seine mutter in ihres vakters Hausaufhielt, da sein vatter Johann Fabricius Pfarrer zu Meurswar. Er studirte anfänglich zu Amsterdam , und bediente sichunter andern der Unterweisung David Sarphati Pina, einesRabbinen, in der Hebräischen spräche. An. 1681. begab ersich nach Leiden, und horte die dortigen Lehrer. Im jähr 1687.wurde er Prediger zu Veltzen, und an. 1696. zu Leiden.Nach Jac. Triglandi, tobe trug man ihm an. 170;. die Pro-fessionem Theol. auf, weswegen er einen theil der Verrichtun-gen seines Predig-amls ablegte. Nebst dem wurde er an. 172a,Lehrer der geistlichen beredtjamkeit, dergleichen titul zuvor aufderselben hohen schul unbekannt war. Die Königl. EnglischeGescllschafft zu fortpflantzung des glaubens nahm ihn an. 1726.zu ihrem mitgliede an. Seine schriften sind: Oratio de Scho-lis Prophetarum ; Christus unicum ac perpetuum Fundamen-tum Ecclesis ; Tractatus de Sacerdotio Christi; Orator sa-cer &c. Er starb den 27. jul. an. 1738. AH* hiß. eccks.ein und zwanzigster theil.

* Fabricius , (David) ein Prediger zu Ostrel, einemdorfe nicht weit von Norden in Ost - Frießlanb gelegen, war inden mathematischen wiffenschafften, besonders aber in der Astro-nomie sehr geübt, und wurde an. 1617. den 7. may von einembauer, welchen er in einer predigt nicht undeutlich eines bicb-stahls beschuldiget, nahe bey seinem Hause elendiglich umge-bracht. Man will behaupten , daß sein söhn Ioh. Fabricius,der sich ebenfalls mit vortreflichem fortgang aus die Mathema-tic geleget, und bereits an. i6n. im jun. da Scheinerus seineobservationen noch nicht bekannt gemacht, eine Narrationemde Maculis in Sole observatis zu Wittenberg drucken lassen,ihn in einem schreiben gewarnet, daß er sich an dem ob-bemeldten tage vor Unglück bestens in acht nehmen sollte;worauf er ihm denn geantwortet, daß ihm solches ebenfallsschon vorhero bekannt gewesen. Im übrigen hat man von demDavide Fabricio eine kleine Ost-Frießländische chronick, die zuEmbden an. 1640. heraus gekommen. Bertram, parerga Ost-frisica. Wolf. Physic. P. I. 113. p. 168.

* Fabricius , (Georgius Andreas) ein Philologus, warzu Hertzberg in Ober-Sachsen den 28. may an. 1389. gebohren.Sem vatter war Theodosius Fabricius , damaliger Superin-tendent zu Hertzberg, und nachheriger Pastor primarius , in-glkichen Professor Theologis zu Gvttmgen. Sein groß-vat»

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rer Andreas aber, Pastor zu Eisleben , und ein bruder des vrühmten Georg» Fabricii , von dem oben ein eigener arrickn,handelt. Nachdem er seine studien anfänglich auf dem Passigogio zu Göttingen , sodann aber auf den Universitäten Ten«und Wittenberg mit einem sonderbaren fortgang getrieben, iZauf der letztern an. 1608. auch den titul eines Magiitri ethai-ten, ward er an. 1609. Rector zu Oldenburg , an. -Sir p-'dagogiareba zu Göttingen , und an. 1626. , als Graf Till«diese stadt eingenommen, Rector des Mühchausischen Gymmusii; wiewol er an.;;. von neuem nach Göttingen gienq, nndsein vormaliges amt wiedrum so lang verwaltete, bis er an1643. den 30. may dieses zeitliche gesegnet. Man hat von ihmThesaurum Philosophicum , da erd» Grainmatic, RHetvric,Oratorie , Poetic, Mathemaric und Philosophie in x-, 6 . ta-delten verfasset; ferner Catenam Apostolicam ; Horas succisi!vas Poeticas ; Capita Doctrins Lutherans, seu locos Theo!logicos ; Theatrum Physicum ; Gymnasium Ethicum"Gymnasium Politicum; Gymnasium Oeconomicum; SpeculumAstronomicum ; Compendium Logicum Ramo - Philippeum·ingleichen viele Orationes, Programmata &c. Heumanns ae-schicht-befchreibung der stadt Göttingen , P. III.

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* Fabricius von Maliano, war erstlich Bischoff zu Torto-na , und an. 1476. nach Piacenza versetzet. Er war ziemlichgelehrt, und hat eine chronick der Bischöffe von Piacenza ver-fertiget, welche Muralorius dem sechzehenden thell seiner samm-tung der Scriptorum bist. Ital. einverleibet hat. Fabricius vonMarliano war bürger von Mayland, und schrieb sich auch Ca-plan des Hertzogs Galeazzi. Seine chronick der Bischöffe vonPiacenza fängt er mit Victore dem ersten Bischoff daselbst an,der an. 322. soll erwehlet worden seyn, und enbct dieselbe mitsich selbsten , und folglich mit dem jähr 1476.

* Fabricius, ein Bernerifcher Theologus und Prediger,welcher in Lateinischer spräche predigten über die kleinenProphe-ten, über die Psalmen rc. an das licht gegeben hat, und den 1.april an. 1648. in seinem 79. jähre gestorben ist.

Fabrottus, ( Carolus Hannibal) einer der berühmtestenRechtsgelehrten seiner zeit, war zu Air in Provence an. 1380.gebohren. Nachdem er in den Rechten , sprachen und Huma.nioribus eine grosse wissenschafft erlangt, wurde er an. 160«.mit dem Doctor-Hut beehret, und darauf zum Advvcaten beydem Parlement von Provence angenommen. Drey jähr hernacherhielt er durch recommendation des Ober - Präsidenten Wil-helmi du Vair eine Profession in der Rechtsgelehrsamkeit, wel-cher er bis an. 1617. vorgestanden, da er mit gedachtem Präsi-denten nach Paris giena. Als dieser sein Patron an. rSrr. da-selbst gestorben, verließ er an. 1622. Paris , und kam wiedernach Air, allwo er an. 1632. aufs neue Professor worden, nndan. 1638. den obersten rang in seiner Facultät erhalten. Hier-bey unterließ er nichts, was zu getreuer unterrichtung seiner zu-hörer dienen konnte, vergaß auch anbey nicht , der weit durchschriften zu nützen ; wie er denn des Theophili, eines altenJCti , Institudones mit anmerckungen heraus gab, desgleichenauch noch unterschiedliche andere bücher zu Paris neu auflegenließ, darunter Cedrenus in zwey solianten , Nicetas, Anasta-sius Bibliothecarius , Constantinus Manasses und Glvcas, dieer allesamt mit vielen anmerckungen und einigen dissertationenillustrirte, nebst noch unterschiedlichen andern wohl ausgearbei-teten schriften, unter welchen die Basilica in sieben solianten, des-gleichen Cuiacii Opera in acht solianten mit seinen anmerckun-gen und zusähen waren. Über diesen, letzter» werckc hat er sichso sehr entkrässtet, daß er das jähr nach endigung desselben, nem-lichan. 1639. den i.jan. gestorben. Ausser so vielen verfertig-ten schriften hat er noch verschiedene in manuscript, sonderlich dievon Menagio so hoch verlangte Commentarios in institutiones,hinterlassen. Simon, biblioth. bist.

FABULINUS , ein gewisser abgott, welchem die Römeropfer zu bringen pflegten, wenn ihre kinder anfiengen zu re-den , wie Nonius aus Varrone von der auferziehung der kinderberichtet.

Fachiali, siehe Anliochia.

* Fachinetti, ( Cäsar) ein Cardinal, stammte aus einemedlenBolognesischen geschlecht, war ein söhn des Marquis Lu-dovici Fachinetti, und an. r6o8. gebohren. Nachdem er Mm-eins in Spanien und Secretarius bey der Congregatione tpi-scoporum & Regularium gewesen, machte ihn Urbanus Vlll. an.1643. zum Cardinal, worauf er weiter nach und nach Bffchoitzu tLinigaglia, Spoleto , Alba, Frescati, Palcstrina und Port»geworden, und endlich als Bischoff zu Ostia und Veletri,ingleichen als Decanus des Cardinals-Collegii an. i68j·äpw?den ist, und sein geschlecht beschlossen hat. Er hatte jich durchseinen exemplarischen wandet, seine gelehrsamkeit, aufrichligkeitund geschicklichkeil bey dem Cardinals - Collegio,_ nisonbcrycirbey den Spanischen Cardinälcn in solches anjehen geietzel,daß er in dem Conclavi , in welchem Innocentlus XI. erwehielward, der Päpstlichen würde sehr nahe war. Es auseben diesem geschlechte Johannes Antonius fachinetti nntcrdem nahmen Innocenti , IX. Papst gewesen, welcher seinerschwester sohn , Anlonium Fachinetti, an. ,39,. zum Carkma»

gemacht. Dieser Antonius Fachinetti ist an. 1606. gestorvcn.Ja/arii fasti Cardin. 111 . & IV. UgheLu , Ital. S. passim. Corno ,relat. de la Cour de Rome. L* Balanceles CarUittaux.

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