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H. Maria in der St. Antonii-strasse in Paris zn ihrem aufent-halt. Nach ihrer entfernung war der König eine lange weileauf keine weife darüber zu frieden zu stellen , wollte etliche ta-ge hinter einander keine speist zu sich nehmen , und war überdie Massen betrübt, ließ sich aber doch zuletzt weisen, als ihmsein Beicht -vatter gesagt, daß er sie auch mi klostec besuchenkönnte, welches er auch eine zeitlana that, bis endlich der Car-dinal Richelieu , wider welchen die la Fayette dem Könige be-ständig in den ohrcn lag, einen weg fand, die liebe gegen sie indes Königs hertze nach und nach zu unterdrücken , worauf,der-selbe auch sie weiter zu besuchen aufhörete. Sie ward hiernächstunter dem nahlnen der mutter Angelica, Superiorin des Ma-rien-klosters zu Chaillot, welches sie gestiftet, und starb an.i«6y.Ihr Umgang mit dem König soll gantz unschuldig gewesen seyn,und man sagt, daß er ihr nur ein einzig mal einen unziemli-chen vortrag gethan, den sie ihm aber hart verwiest», unddarauf vollends in der entschliessung, das kloster-leben zu erweh-len , gestärcket worden. Mem. de la Mntteiiüe , tom. I. & V.Melanges de Marviüe , tom. II. Pref. de mem. de la Fayette.
* Fayette, (Maria Magdalena Pioche de la Vergne, Grä-fin von la) ein gelehrtes frauenzimmer, war eine tochter Ay-mari Pioche, Herrn vonla Vergne, Gouverneurs von Havrede Grace, und Mariä von Pena. Sie wurde an. is?z. mitFrancisto Mokier , Grafen von la Fayette, nach dessen tobeaber mit dem Ritter von Sevigne verheurathet, und besaß diegeschicklichkeit, die jungen Herren am Hof durch ihren Umgangzu guten sitten zu gewöhnen. Hiernächst war sie von grosseraufrichtigkeit lind einem scharfen verstände, und hatte sich son-derlich in den Lateinischen Poeten wohl umgesehen; wiewol ihreinige schuld geben, daß sie sich durch ihre gute eigenschafftenzn einer tadelhafften eigenliebe verleiten lassen. Sie starb an.i6yz. im jtm. in dem 60, jghr ihres alters. An der ausar-beitung des bekannten Roinans , la Princesse de Cleves ge-nannt , hat sie den meisten theil gehabt; einen andern aber, derden titnl la Princesse de Montpeniier führet, allein verfertiget.Es ist auch an. 1720. Histoire de Madame Henriette, Du-chesse d’Orleans, so von ihr aufgesetzet worden, heraus gekom-men. An. l?;i. sind ihre Mernoires de la Cour de Francepour les annees 1688. und 1689. worinncn viele merckwürdigeNachrichten stehen, im druck erschienen. Sonsten soll sie auchden Roman, Zaide, der unter dem nahmen des Mr. de Se.arais ausgegangen, und wobey Segrais nach seinem eigenen ge-ständnis nichts gethan, als daß er beyder disposilion ihr einwenig geholffen, verfertiget haben. Anseime , hist. gen. tom.VII. p.62. Le Lang , hist. de la France . Segrais , ceuvres tom.
I. De Retz , mernoires III. zoy. De Gourville , II. 177.
* Fayus, (Antonius) ein Franzose, war Doctor Theolo-gie zu Genf , aüwo er an. 1616. im aug. gestorben, und Com-ment. in Ecclesiastem & inPsalmum ΧΠΧ. Genf 1609. in 8.in Epistolam ad Romanos , ib. 1608. t!1 8. in 1. ad Timotheum& Psalmum LXXXVII. ib. 1609. in 8. Enchiridion Disputa-tionum Theologicarum , ib. iöo;. in 8. Hypomnymation; deVita & Obitu Theod. Bez», ib. 160z. in 4. nachgelassen. Wit-te , diar.
Fazellus , (Thomas) ein Prediger-Mönch, war von Sa-va, einer stadt in Sicilien, gebürtig. Er brachte sich durchseine geschicklichkeit grosses ansehen zuwege, und wurde da-her» zum Provincial seines ordens erwehlet. Er starb an.1571. und hinterließ einige wercke, darunter feine Historievon Sicilien in 20. büchern bestehet. Sie ist anfangs La-teinisch geschrieben worden, aber nachgehends hat sie PaterRenatuö von Florentz in das Italiänische übersetzet. Ob schondieses buch sowol die geschichlen als die geoaraphie in Sici-lien in vielen stücken erläuteret, so ist es doch in dem zu tadeln,daß man darinnen den fabelhassten erzehlungen der land-leu-the und einwohner allzu viel glauben zustellet. *
* Fazellus, (Hieron.) ein bruder Thomä, dem er es anlügend und gelehrsamkeil sehr gleich gethan, war aus Saccain Sicilien, oder wie Mongitor in bibl. 8lcul. anführet, ausPalermo gebürtig, und hatte zu Palermo den Deminicaner-orden angenommen. Er brachte es so weit, daß er MagisterTheologie wurde, und vor den besten Prediger paßirte. WiePirrus Sicil. sacr. tom. 111 . p. z;7. erzehlet, hat er sonderlichvon an. i zao. bis i;88. florirt, in welchem jähre er auch ge-storben seyn mag , nachdem er Consultor S. Officii und Li-brorum Censor, wie auch drey mal Rector seines Profkß-hauses gewesen. Seine schriften sind Prediche quaresimali inzwey theilen, davon der erste zu Palermo 1574. in 4. der an-dere aber um I? 88. heraus gekommen , beyde sind zu VenedigIS92. in 4. in zwey tomis nachgedruckt ; de Trinitate libri III.Mayntz 1616. m 4. Ausser dem liegen zu Palermo folgende ma-nuscripte von ihm : Commentarii in Psalmos in 10. oder 12. vol.in Evangelium Marci vol. IV. oder VIII. in 4. in Actus Apostolo-rum vol. III. oder IV. Sermones vol. I. de Indulgentiis vol. I.de Regno Christi, welches aber nicht complet, und von einigenseinem bruder beygeleget wird. Echard , bibl. Dorain. tom.II. p. 282. HaUeroord, bibl. cur.
Fe, oder Fo, der vornehmste götz in China , den sie alsden obersten deherrscher des Himmels anbäten. Sein bild istgantz strahlend, und mit lauter licht umgeben , die beyden Hän-de hält er unter den kleidern verborgen, um dadurch anzuzei,gen, daß er alle dinge unsichtbar thue. Zu seiner rechten Hand
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hat er Confncium, welcher von den götzen-dienern mit unterdre götter gezehlet wird, und zn seiner lincken Hand Ean>uoder Lancu, welcher der vornehmste von der andern secte ibr»religivn ist. Kircber. descr. Chin». ’
, ' (Daniel) sonst auch Fairclough genannt, einEna.
«scher Theologus , ,st im Oxfordischen an. 1^2. «ebohteti,und legte den gründ seiner studien zu Oxford , da er auch an1605. Magister Artium worden. Hieraus legte er sich ausdas studium Theolog,», und wurde des Englischen Gesand-ten am Französischen Hofe, Th. Edmonds , Prediger; da eroft gelegcnheit halte, währender dieser ,. jährigen Gesandi-schafft, mit denen von der Römischen kirche zu disputiren, vonwelchen er. wegen seiner scharfsinnigkeit gepriesen wurde. Nachseiner zuruckkunft bediente er ein und ander geistliches amuund wurde an. 1617. Professor Theolog!» zu Oxford , barmnoch die Präfectur des Collegii Chelsejensis kam. Bis dahinließ er sich angelegen seyn, die Englische kirche und deren lehremit Nachdruck, sonderlich wider die Papisten, zu verfechten;als aber an. 164;. die Englischen Bischöffe abgeschasset, unddie Versammlung der Geistlichen zu Mstmünster, welche diereligion in eine neue Verfassung bringen sollten, angesetzt wur-de , ward er auch darein gezogen. Ob schon er nun in et-wa- eine reformation verlangte, wollte ihm doch die aar zugrosse Veränderung nicht anstehen; er brachte einesund das an-dere zu behnf der Bischösslichcn erden vor, redete von deralienation der geistlichen guther, als von einem kirchen-raude,und beschwerte sich über die allzu grosse freyheit in religions,fachen, die man nahm, und dir zu vielen spaltungen undsecten anlas gäbe. Wie er mit dergleichen reden in der Ver-sammlung haß verfallen, bestellte man heimlich einen lasier«hassten gesellen, welcher, unter dem verwand den voüorüber schwere gewissenS-puncten rath zu fragen, sich in dessenfreundschafft insinuirte, und endlich ihm etliche briefe an denErtz-Bischoffvon Armagh , Iac. Usserium, herauslockte,mit versprechen, solche ihm sicher in die Hände zu verschaf.fen; weil er aber solche nicht dem Ertz - Bischoff, sondernder Versammlung zustellete, wurde daraus offenbar, daß er eseiniger müssen mit dem Könige und der Englischm kirche hielte,und sich nur darum in diese Versammlung habe mitnehmenlassen, damit er desto besser den Bischöffltchen dienen, unddie allzu grosse Hitze der anders gejinneten mäßigen möchte.Hierauf wurde er auS der Westmünsterischen Versammlungausgestossen, seine zwey Beneficia , die er um Londen hatte,in sequester gelegt, feine schriften und güther confisciret, under ins gefängnis bewiesen, da er in gröstcr armuth und elendsein leben beschlossen, an. 164,. zu Chelscy. Seine in Engli-scher spräche heraus gegebene schriften find in fol. zusammen ge.druckt worden, die vornehmstm sind : Leben Ioh. Rainoldi,item, Ioh. Auelli, item Rob. Abbott, Bisthoffs zu Salis-bury; Gedat - buch , unter dem nahmen Ancilla Pietatis;Römisches Fischer-garn gegen Fischero, samt einem anhang;Schutzschrift für H. Lynde sichern weg; Catechismus - pre-digten , rc. Clarendon , hist. de la rebell. d’Anglet. tom. IV,A. Wood. hist. & antiq. Oxon. p. 242. *
Febbinger, (Ioh. Paul) war zn Nürnberg an. isos. ge-bohren, und kam von der Nürnbergischen schule in dem 17.jähre seines alters auf das Gymnasium zu Altdorf, von dar ernach Straßburg, hernach nach Jena , und endlich nach Helm-städt gieng, und daselbst die Theologie unter Calixto und Hor-nejo hörete, von dar er sich mit zweyen vom Adel nach Hallebegab. Als er aber wegen des kriegs wieder nach hause zureisen gesonnen war, wurde er als Inspedlor Alumnorum nachNnrnberg beruffen , welche stelle er auch annahm. Zweyjähr darauf erlangten ihn die Barone in Obern - Sultzbürgzum Supermtcndenten, da ihn aber der Rath zu Nürnberg nicht weglassen wollte, und ihn kurtz darauf zum ProfessorsLogices und Metaphysices zn Altdorf machte. Nachgehendserhielt er auch die Profestionern Politices dazu, die er an. 1672.seinem söhne abtreten wollte, der aber bey dem antritt desamtes starb. Nachdem er also erstlich die Protessionem Meta-physicam und Logicam niedergelegt hatte, behielt er allein diePoliticam übrig , die er bis an ftin ende verwaltet, welchesdeN2;.oct. an. 1681. erfolgte. Man hat von ihm CollationemReligionis Evangelicorum & Photinianorum; Immodestam Mo-destiam und Incamationem Christi wider Baumgarlen,nedsi an-dern streit-schriften wider Schiichtingium , Schmalcium , Crel-lium , die Walenburgios und andere; Commentarium in fibrösMetaphysicos Aristotelis ; Institutiones Metaphysicas ; Tracla-tum de Causis; Dissertationum Politicarum tom. III.; Tra-ctatus de Judice, de Magistrat» , de Conliliariis , Senato·.ribus & Legibus ; Observationes in Ideam Franconis Bnrgers-dicii , und viele andere. Hagmii rnemori» Philosophorum.Freberi theatrum. Wttteni diarium.
Febourg, (Johannes) war des Königs von DänemarckChristierni 11 . Staats-Secretarius, ließ sich auch durch solcheehren-stelle verleiten, den Adel zu verachten, und suchte in-sonderheit Torbern, den Gouverileur zu Eoppenhagen, undgrösten mann im Königreiche, gäntzlich zu ruimren. Dennweil er wußte, baß der König sehr eiferjuchlig war, stellte erer ihm vor, als ob Torbern grosse gunst bey Columbine,des Königs maitresse, hätte; allein,, da es der Gouverneurerfuhr, rächet« er sich dergestalt, baß er dem Komge durch uc
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