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ihn dennoch der König Ferdinandus Catholicu« nach Spanien sichren, und daselbst zwar eine Zeitlang gar wohl halten, zuletztaber, unter dem vorwande einer mit Franckreich gepflogenencorresvondcntz, gefangen setzen. Nachdem an. i;:6. lctztgedach-ter König gestorben, fanden sich unterschiedene Grosse, derenanhang, unter dem nahmen der heiligen Junta oder Ligue, sehrstarct war/ welche diesem Hertzoge von Calabrien die Cronen vonAraqonien und von Castilien , zum Nachtheil Caroli, so nach-mals der fünfte dieses nahmens Römischer Kayser worden,aufse-tzen, auch zu solchem ende dieses lctztcrn verwittwete frau mutter,ftohannam, zur gemahlt» geben wollten. Allein er wegerte sichbeständig , solchen vorschlagen gehör zu geben , und zwar nichtweniger aus liebe zu einem ruhigen leben, als aus furcht voreinem widrigen auSaange. Dieses gefiel Carolo V. so wohl, dqßer ihm viel gnaden-bezeugungen erwies, auch unter andern seinestief-groß-mutter, Germanam de Foix, welche erstlich an Fer-dinandum Osckolicum, und hernach an Jvhannem, Marggra-fen von Brandenburg , vermählet gewesen, heurathen half.Nachdem er diese seine gcmahlin an. 1338. verlohren, nahm erdas nächstfolgende jähr an deren stelle Menciam de Mendoza.Er ließ aber weder von der einen, noch von der andern , kindernach sich, und starb an. 1339. Maiiana. Ritius , de reb. Sicil.Litt, vita di Ferd. Cathol. Turquet, hist. d’Esp. De Lurrey, Kilt.d’Angl. I. p. 71. .147. 163.
Ferdinandus I., Groß-Hertzog zu Florcntz, aus dem Hausefle Medicis, Cvsmi I. söhn, legte an. 1187. im 3 r. jähre seines al-lers seinen Cardinals-hut und die geistliche würde, mit cousensdes PapstS Sirti V. ab , um seinem bruder Francisco zu succedi-ren, weswegen er 2. silberne säulen, jede 60. pfund schwer, in dieLateran -kirche zu Rom verehrte. An. 1594. schickte er hülfs-völcker wider die Türcken in Ungarn , und an. 1601. überlieferteer den Don Sebastian, der sich für einen König von Portugallausgab, den Spaniern. Nachdem er durch seine flotte die stadlHippon in Astica plündern lassen, starb er an. 1609., und hin-terließ von Christina , Hertzogs Caroli zu Lothringen tochter,Cosmum II. und Carolum, davon der erstere ihm succedirt, derandere aber Cardinal worden. Im übrigen war er ein Herr vongrossem reichthum, gleichwie er auch sein gantzes land in großaufnehmen gebracht. Daher ihm nach seinem tobe eine metal-lene statue zu Pferde auf dem platz delle Nunciata zu Florentzist aufgerichtet worden. Gammurtni hist. geneal. Ital.
* Ferdinandus von Portugall , Graf von Flandern undHenncgau , war des Königs von Portugall Sanctii I. anderersöhn, den ihm seine gemahlin Aldonza, Raymundi Berenga-rü IV. Grafen von Barcellona tochter, an. n86. aebohren hat-te. Er vermählte sich an. 121 1. zu Paris mit Johanna, erbinvon Flandern und Hennegau , deren vatter Balduinus IX.Graf von Flandern und Hennegau gewesen, und als Kayservon Constantiiwvel an. 1206. umkommen, und wurde im ja-nuario des obbesagten jahrs von dem Könige in Franckreich,Philippo Augusto, mit Flandern belehnet. Es nahmen ihnauch die Flandrer willigst auf, ausser daß die von Gent einigeschwierigkeiten machten , die sich jedoch , so bald seine ge-mahlm ankam, auch zum zwecke legten. Jmmittest gieng esihm sehr nahe, daß ihn der König von Franckreich vor derbelehnung genöthiget hatte, seinem ältesten söhne, Ludovico VIII.die städte St. Omer und Aire abzutreten , und auf den zuPeronne an. 1199. geschlossenen tractal verzicht zu thun. Die«semnach trat er auf zureden des Grafen von Bologne mit demKayser Olkone IV. und dem Könige Johanne von Engelland ,wider Franckreich in ein bündnis , hatte aber das unglück, daßer an. 1214. den 17. junii in derscblacht bey Bouvines ohn-weit Tournay gefangen , und nach Paris gebracht wurde, wo-selbst man ihn in den thurn des Louvre einfperrcte, und erstan. 122;., lrafft des zu Melun im april getroffenen tractats,wieder los ließ. An. 12,2. kündigte er Henrico von Luxemburg ,der sich in seiner abwestnheit der Grafschafft Namur bemächti-get halte, den krieg an ; es kam aber bald zum vergleich, ver-möge dessen Henricus die Grafschafft Namur behielt, Ferdinan-dus aber alles dasjenige, so Philippus, Graf von Namur, seinerWittwe, Mariä von Franckreich , zum leib-gedinge ausgesetzethatte, erlangte. Er starb hierauf an. 123;. zu Noyon , undwurde in der Abtey Marquette beerdiget. Seine einzige tochterMaria folgte ihm bald hernach im tode nach. Anjetme, hist.ganeal. tom. II. p. 727.
* Ferdinandus Albertus, .Hertzog von Braunfchweig-Wolyenbüttel, war ein söhn Alberti Ferdinandi zu Bevern , denihm seine gemahlin Christina, eine tochter Friderici, Landgrafenzu Hessen-Eschwege, an. 1630. den 19. may gebohrcn hatte.Nachdem er sich eine zcitlang auf der Ritter-Academie zu Wolf-fenbüttel aufgehalten, und in fremden landen umgesehen, trater in Kayserliche kriegs-dienste, und wurde an. 1704. vor Landau General-Adjutant, bald hernach aber Chur -HannoverischerOberster. An. 1706. erklarete ihn der Kayser Josephus zumObersten über ein regiment zu fuß , an. 1707. zuin General-Feld-Wachtmcister, und an. 1711. zum General-Feld-Marschall-Lieutenant. Carolus VI. vertrauete ihm an. 1713. das Gou-vernement von Comorra, und machte ihn an. 1716. zum Genc-ral-Feld-Zeugmcister, da er denn in den schlachten bev Peter-Waradcin und Belgrad , gleichwie bey den belagerungen vonTemeswar und Belgrad , sich ungemein tapfer hielt. An. 1723.Wurde er General -Feld-Marschall , an. 1727. Ritter des Ele-
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phanten-ordenS, wie auch Reichs - General-Feld-Zeugmeister.An. 1733. commandirte er die Kayserlichen völckcr in dem lagerbey Eger m Schwaben ; an. ,734. aber wurde er Reichs-Gene-ral-seld-Marschall, und half bey der Reichs-armee am Rhein ,ström das commando fuhren. An. 17;^. den ersten merk; fokateer feinem fchwieger-vatter und nächsten Vetter, Ludovico Rndol-pho , Hertzoge von Braunschweig -Wolffenbüttel, in der reqie-rung, starb aber noch in selbigem jähre, und zwar den z.sept.lmbof. N. P. tom. I. p. 290. AH* publ.
Geistliche und andere Gelehrte:
Ferdinandus, von Aragonien , Ertz-Bifchoff zu Saragossa ,em enckel Königs Ferdinandi von Aragonien und Castilien ,schrieb die Historie der Könige von Aragonien , und noch eine an,dere von den Bjschöffen desselbigen Königreichs, desgleichen vonden vornehmsten geschlechtern und Häusern in Castilien , Llrago»nien, Navarra, Catalonien und Biscaya, und starb an. 1375.
Anton. bibl.
Ferdinandus de Talauera, Ertz-Bifchoff von Granada ,führte den zunahmen von seinem geburrs-orte, einem fchloffe inAlt-Castilien. Er wurde aus dem Hieronymiter-orden zumBeicht -valter und Rathe des Königs Ferdinandi und seiner ge-mahlin Jsabcllä genommen. Hierauf wurde er Bischofs zu Avi-la, und nach eroberung der stadt Granada Ertz-Bifchoff an die-sem orte, allwo er an. 1307. gestorben, und einige schriften , dieru beförderung der gottseligkeit dienen, hinterlassen. S/guema,
hist. de la ord. de S. Geron. Anton &c.
Ferdinandus, von Cordova, wird von unterschiedenen scri-bemen als ecn unvergleichlich gelehrter mann gerühmt, inmas-sen er Lateinisch, Griechisch, Hebräisch, Chaldäisch und Arabischverstanden, darneben bendes m den geist-und weltlichen Rechtenvortrcflich gelehrt, wie auch in der Mathematic, Medicin undTheologie sonderlich erfahren gewesen. Ja er soll nicht alleindie Bibel, sondern auch die schriften Nicolai Lyrä, St. Thomä,Bonaventurä, Alexandri Alesii, Scott, Aristotclis, Hippocratis,Galeni, Avicennä und anderer scribenten, so über die Rechte gc.schrieben, auswendig gewußt haben, so , daß er bey aller gelegen»heil grosse Passagen aus denselbiaen herzusagen und das blar zunennen gewußt. Aus diesem war er auch ein soldat, und bedien»te sich eines grossen schlacht-schwerdts, spielte auf allen musicali-schen instrumenten, simg und tantzte unvergleichlich wohl, undmahlte so gut, als wol der beste künstler. Man fagt, daß er Ca-roli Audacis, des Hertzogs von Burgundien , tod , welcher an.1477. vor Nancy getödtet wurde, vorher verkündiget habe; wieer aber selbst gestorben , ist ungewiß. Man eignet ihm die an,merckungen über des Ptolemäi Almagestum und die Apoca!ypsiazu , wie nicht weniger einen tractat de Anisteio omni8 Scibilis.Godofr. observation. in hist. Caroli VI. Htozius, an. 1301. n. 18.& 19. Hottinger. hist. eccles. skc. XVI. fest. 3. Atronius, bibl.
Ferdinandus , von St. Jacob, ein Mönch des ordens dela Mercy , war von Sevilien in Spanien gebürtig, und einerder geschicktesten Redner seiner zeit. Er Predigte an den Höfender Könige Philippi II., Philippi III. und des Papsts Pauli III.Er starb an feinem geburs-orte an. 1639., da er sein alter fastauf 100. jähr gebracht. Man hat von ihm verschiedene redenin Spanischer spräche, als : Consideratione8 sobre los Domin-gos y Ferias de quaresima ; Considerationes sobre los Evange-lios de los Santos, con un breve parafrasi de las lettras delo? Evangelios; Marial 6 Sermones de nuestra Sennora &c.Antontus , bibl.
Ferdinandus, (Carolus) ein Benedictiner-Mönch, war ge-bürtig von Brügge in Flandern , und lebte in dem XVI. feeulq.Ohngeachtet er fein gestchte in der kindhett verlohren, so ward erdennoch ein guter Poete, Mustcus , Philosophus und Redner.Hierdurch brachte er sich in solch ansehen, daß man ihn nach Pa ris gegen ertheilung einer jährlichen pension berief, daselbst dieHumaniora zu lehren. Doch weil er die einsamkeit liebte, begaber sich in den Benedictiner-orden, und machte sich durch seinepredigten bekannt. Man hat von ihm Gommentarios , lob-re-den von dem Carmeliter-orden und dem HErrn Christo , aucheinige andere stücke, sowol in gebundener als ungebundener rede.
Champier, des hommes illustres de France.
Ferdinandus, (Johannes) ein Dominicaner-Mönch, warvon Vililla in Aragonien , und machte sich durch seine wissen,fchafften in den sprachen und der Schrift berühmt. An. 1621.hat er einen Gommentarium über den Prediger Salomonis ver-fertiget, und darinnen die Übereinstimmung der Vnlgata: mit demHebräischen text zu zeigen sich bemühet.
Ferdinandus, (Johannes) ein Jesuite aus Spanien , warvon Toledo gebürtig, und machte sich durch seine erfahrcnheit inden sprachen und der heiligen Schrift bekannt. Er hatte vor,divinamm Scripturarum juxta SS. Patrum Sententias locuple-tislimum Thesaurum in 3. folianten ans licht zu stellen. Alleinder tod, welcher ihn an. 139s. im 39. jähre seines alters weg-nahm, war ursirch, daß nicht mehr als der erste foliante heraus
Hain. RibaAeneira & Alegambe, bibl. Anton. bibl. Mir aus ,de script. siec. XVI.
* Ferdinandus, (Epiphanius) ein berühmter Medicus,war zu Misagna in Terra di Otranto den 2. nov. an. 1369.aus einem ansehnlichen qeschlecht gebohren, und machte schonin seiner fugend einen guten Lateinischen und Griechischen vers.