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geschicklichkeit gerühmt worden , nahm er ihn mit nach Rom ,und recommendirte ihn Sirto IV., welcher ihn auch sehrhoch gehalten. Er hat einige bncher von der Rede-kunst, nebstverschiedenen episteln und reden hinterlassen. Gaguiwu, lib. X.hist. Franc. Duf/eix , in Ludovico XI. Spondan. an. 1465.num. 5.
Fischberg, ist ein altes und wüstes berg-schloß in der Ge-fürstcten Grasschafft Henneberg, an den grentzen des Fuldischengebicths gelegen. Das darzu gehörige 4 lmk ist an. 1660. bev dervorgenommenen Hennebergischen landes-theilung, zu erhalkungdes gemeinschafftliche» C^mnaii, zu Schleustngen, ausgesetztworden.
* Fischer, (Christoph),ein Lutherischer Meologns, waraus dem Ioachimskhal gebürtig , und lebte in der mitte desXVI. s*euli. Er wurde anfangs, und zwar an. 1555. Stifts-Prediger und Superintendent zu Schmalkalden , hernach an.1571. Fastor und Superintendent zu Meinungen , hierauf Pre-diger zu Halberstadt , und endlich General-Superintendent undHof-Prediger zu Zelle. Seine schriften sind : Erklärung derPaßion, Auferstehung und Himmelfahrt Christi , wie auch dersendung des H. Geistes; Auslegung der sieben Worte am creutz,wie auch haupt-stücke rc. wezels lieder-tichter. Götze, Theol. semisocul
. Joacb. Meyeri diss. epistol. de Claris Fischeris.
Hamelmann, opp. p. 88y.
* Fischer, (Johannes) ein Lutherischer Thcologus, war vonLübeck gebürtig, und studirte zu Rostock , worauf er Superin-tendent zu Sultzbach wurde , und den gradmn eines Oocko-ris Theologie annahm. Nachgehends wurde er General-v)U«perintendent in Liesiand, des Königlichen Consistorii Pr*ses,wie auch procancellarius auf der Universität Dörpt, endlichaber Prokestbr Theologi * zu Halle, und Probst zu Magdeburg .Er starb an. 170?. Er hat unter andern DecadesII. Dogma-tum Fidei Christian* cx sacris Litteris juxta seriem Augustan*Confestionis repetitorum , Riga 1676, und 1690. in 4. inglei-chen das bild eines guten glücklichen Regenten , it>. 1697. insol. und unter dem nahmen Christian« Älethophil« Responsio-nem ad Epistolam C. conscientiosi geschrieben. So hat erauch gebate zu Arnds wahrem Christenthlim verfertiget, ib.ie>79. in 8. Barters buch von verläugnnng sein selbst ver-teutscht, Hamburg 1669. in 8. Franckfurt 1682. in 12. unddie Bibel A. und N. Testaments, in die Lettische spräche über-setzet, Riga 1689. in 4. heraus gegeben, von Seelen, Athen .Lubec.
* Fischer, (Peter) der ältere, war ein vornehmer künstlerim bilder-giessen, ein sehr guter zeichner, und in natürlichenkünsten fein erfahren. Er ist lange zeit in Rom und Italien gewesen, und hat sich endlich zu Nürnberg häuslich niederge.lassen. Von seinen güssen ist das zierliche gitter, so jetzo aufdem Rathhause zu Nürnberg stehet, zu bewundern, vornemlichaber das überaus herrliche meßingene grab zu St. Sebald ,welches über 120. centner wiegt, und, wie Match. RaderusBavar. S. vol. II. in vita Sebaldi meldet , mehr als 78000,gülden gekostet. Es ist dasselbe an. 1919. den 19. jul. gesetzet,und darüber von an. 1906. an gearbeitet worden , dabey ihmauch seine9. verheurathete lohne, Peter, Hermann, Hans, Paulund Jacob, so alle mit weid und kindern bey ihn« im hause ge-wöhnet, geholffen haben, er selber aber ist in dem gusse gedach-ten grabes, so, wie er in seiner gieß-hütten gearbeitet, abgebil-det zr« sehen. Sandrart. IVagenfiil. de civit. Norimb. p. 64.
* Fischer, (Joh. Andreas^ ein Medicus, war zu Erfurt ,allwo sein vatter Chursürstl. Mayntzischer Hof-Apothecker, desRaths, Vormnndschaffts-Beamter und Stadt-Hauptmann war,den 28. nov. an. 1667. gebohren. Nachdem er erstlich auf denO^mnastis in seiner vatter - stadt und zu Schneeberg in densogenannten schönen wissenschafften einen genügsamen gründgeleget, studirte er zu Erfurt drey jähre allein die Philosophie,hörte so dann auch ein jähr lang die vornehmsten Rechtsgelehr-ten , und erwehlte endlich auf beständiges anhalten seines vat,ters das Studium Medicum. Da er nun auch hierinnen sichziemlich vest gesetzet, zog er an. 168S. nach Leipzig , wo er inSbesondere Christiani Thomasii moralische und politische collegiabesuchte, und wandte sich darauf an. 1690. nach Eisleben , umdaselbst auch in den bergwercks - fachen eine gründliche er-känntnis zu erlangen. Nach seiner Wiederkunft in Erfurt warder an. 1691. Medicin* Doctor, und nicht lange darauf Eise-vachischer Land-Ph^sicus. An. 169c. aber bekam er in seinervatter-stadt die Profestionem Medicin* extraordinariam , wur-de auch Hiernachst an. 1699. an dem Evangelischen OymnasioProfessor Logic* unb Stili, welche letztere bedienung er nach-grhends an. 1718. wieder niederlegte, und erlangte endlich an.17:9. die Profeslionem Patholog,* und Praxeos ordiqariam,nebst einer stelle in der medicinischen Facultät, darinn er an.1719. selbst zum Senior erkläret wurde. In eben diesem jähreernennte ihn der Churfürst zu Mayntz zu seinem Rath undLeib-Medico, woraufer an. 1729. den >;. febr. an dem schlagemit tobe abgieng. Er hat sich übrigens mit einer Baroneßinvon Heberstein vermählet, die chm aber keine kinder geboh-ren. Vor« seiner gelehrsamkeit zeugen unter andern nachfol-gende schriften: Principia Philosophis naturalis ; Consilia Me.dica, wobey auch sein Confiliarius Metallicus befindlich : Con-silia Medica continuata; Consilia Medica herum continuata ;
Responsa Practica & Forensia selecta &c. Sein wündlickn-vertrag aber war etwas unangenehm, indem er eine t>£und schivache aussprache hatte, wobey ihn denn das rede« £Was säur angekommen. Motfehmannt Erfordia litteratT
P. I. 8. 2.
Fischer-ring, lat.Annulus Piscatoris , Wird das pitschaffloder der siegel-ring eines Papsts genennet, womit d«e svqenann,Brevia, ingleichen alle Päpstliche rescripta oder diplomara wel-che nicht allzu wichtige angelegenheiten antreffen, auf roth wackibesiegelt zu werden pflegen. Den nahmen hat er daher, daides Apostels Petri bildnis, in der gestalt eines fischers, darausvorgestellet ist. So bald ein Papst gestorben , pfleget der ssar-dtnal-Cämmerling dessen fischer-ring zu zerbrechen. Ausser die',sem Annulo Piscatoris giebt es noch zwey arten von Päpstli-chen siegeln : Das eine ist die sogenannte bleyerne bulle, ausderen einer feite ein creutz zwischen den Häuptern der ApostelPetri und Pauli, auf der andern aber des regierenden Papstsnähme zu sehen ist , womit man in der Päpstlichen Cantzle,solche diplomara verstehet, welche von sonderbarer Wichtigkeitsind ; das andere sieget wird Signum oder ein signet geneu.net, worauf ein spruch aus der H. Schrift allemal eingegra.den ist. Gerb. van Maßricbt , hist. Jur. Eccles. §. 402. Uc.minie. Macer, Hierolex.
Fischhausen , ein feines städtlein und schloß in der Preusti-scheu provintz Samland , am Cnrischen Haff, ist an. 1269durch den Bischoff von Sainland erbauet, und bis auf Her',tzog Albrechts zelten der Bischöffliche sitz gewesen, welcher her,nach auf Königsberg verlegt, die stadt zu eiucin von den 4.Ober-Aemtern gemacht , und ein theil ihrer einkünfte zu er.Haltung der Universität gewiedmct worden. In den nächst-ge.legenen wäldern sollen sich viele elend-chiere aufhalten. Smpt,
Brandenb.
Fischingen, ist ein Benedictiner-kloster in dem Thuraöw, andem Murck-fluß, unten am Hörnlin-derg gelegen. Es 'hat an-fänglich Augia 8. Mari* Fischin* , hernach Piscina geheißen.Dieses klvstcr wird für das allcrälteste in der Schweitz gehal.ten; denn es befindet sich, daß schon an. 282. allda einige Ein.siedler gewöhnet haben; und wird aus alten documenten dar,gethan, daß dessen erster ansang von einer der schweren ver,folgungen herzuleiten sey, welche unter den Römischen Kaysernwider die Christen im In. feculo ergangen sind , deren zu enl.gehen, etliche Christen an diesem wilden orte sich versteckt undverdeckt gehalten, welche jünger allda hinterlassen, die gleichfallsein einsiedlerisches leben fortgeführet haben, bis endlich St. Bc.nedicli orden von ihren Nachfolgern angenommen, und ein rechtklösterlich leben allda aufgerichtet worden; »vie denn die Gra.sei« von Toggenburg den anfänglichen kloster-bau mercklich-c,fördert haben. Nach solchem haben andere fromme und an.dächtige lmthe, nach der art selbiger zeit, ihre milde Hand auf.gethan, und dieses kloster reichlich begäbet, also, daß auch einsrauen-kloster dahin gestiftet und gebauet worden, welches aufder ebene, so noch heutiges tages der Fräwler genennet wird,gestanden; als aber an. 1414. eine leidige feuers-brunst devdeklöster mit allem guth verzehret, war der damalige Abt nichtim stände, beyde klöster «viederum herzustellen, deswegen de,gnügte er sich, das manns-kloster wieder aufzurichten, worzuder umgelegene Adel reichlich gestcurct hak; es hat aber nachder Hand dergleichen feuers-schaden mehr erlitten. Zur zeit derReformation hat der damalige Abt und Cvnvent - brüder dirEvangelische lehre angenommen, und den Römischen gvttes-dienst mit den bildcrn ab - und aus der kirche gethan, geheu-rathet, und ist nach dem Cappeler-kriege mit einer Plarrev ver,sehen worden. Das kloster «vurde also durch einen Schaffnerverwaltet, bis an. 1940., da die Cathvlische Cantvns den vr.den und religivns - ceremonien allda wieder eingeführet, undMarx Schencklin, einen Pater aus dem kloster St. Gallen ,zum Prälaten deruffen und eingesetzet haben, «velchcr ein neuCvnvent dahin versam«nlet, und alles wieder empor gebracht.Abt Christvph II. hat an. 159;. vom Papst Gregvrio XIII.die Pontificalia für sich und feine Successores erhalten, auchden grossen thuen a««s dem fundament aufbauen lassen. Vondieser zeit an hat dieses kloster unter den folgenden Aedken,Benedicto und Placido, gewaltig zugenommen; wie denn dieHerrfchafft Spiegelberg noch darzu kain. An. 1712. im St. Galler -kriege haben die Züricher dieses kloster occupirek. Stumpf.lib. V. p. 99. Steiner. Helvet. p. 448.
* Fishaker, (Richard) ein Dominicaner-Mönch, zu Orfordgebohren; er lehrete in dieser stadt nebst Roberto Bacone, ei-nem andern Mönche, dessen lehriünger er gewesen , und mitwelchem er in genauer freundschafft vereinigt ivar; auch star.den beyde mit einander in einem >ahr,nemlich an. 1248., wieTri»vethus adan. 1240. und Matthäus Paris ad an. «248. uns be.lehren, unter welchen der erste noch meldet, daß Fishaker et»neu treflichen Commentarium über dir Sententias hinlerlaffeuhabe. Ein anderer author, welcher zugaben zu dein catalo-go scriptorum Bernhardi de la Guione gemacht, thut hinzu,daß Thomas von Aquino ein sehnliches verlangen bezeuget, die-ser Commenrariornm habhafft zu «Verben, davon er so viel gu.teS habe rühmen hören, und Ludovicus de Vallabolib verflchnt,daß dieser Aguiuas den meynunqen Fishakers in vielen flu,cken aejolget sey. Man hat zwey exemplare davon m der vor.