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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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^irmiameine uralte adeliche und nunmehro Freyherrliche fa,milie in Tyrol, welche das Erb-Marschall-amk in dem BißthumLrient besitzet. Sie soll mit dem H. Vigilio um das jähr 38;.nebst andern Patricien-geschlechtern aus Rom dahin gekominenseyn. Das schloß Firmian, welches sie allda erbauet,und davonden nahmen angenommen, hat Ertz - Hertzog Sigismund an.147;. an sich gekauft, und Sigismunds-cron benennet. Hil-poldus ist. an. 93;. mit 4000. mann von dem Ertz-Bischoffezu Saltzdurq abgeschickt worden, um dem Kaystr Henrico I.wider die ungläubigen deyzustehen. An. 1282. hat Cnoche-rius mit einer Freyin de Mezo die Herrschafft Cronmetz erer,bet. George bekleidete an. 1442. und Nicolaus an. 1490. diechnrge eines Land-HauplmannS an der Etsch . An. 1702. warGraf Antonius Leovoldus Eleutherius ein Lanonicua zu Saltz-burg. ürandis, Tyrol. ehren-kräntzlein p. 2.

^irmiano, eine Italiänische stadt in Uinbria, am flusse Me-zro, acht nieilcn von Fossoinbrone im Hertzogthum Urbino.

^irmicus Maternus, (Julius) lebte zu den zeiten Con-stanlini und seiner söhne, und schrieb einen lractat von den irr-thümmern der Heydnischen religionen, welcher von Joh. Wou-ver mit anmerckungen heraus gegeben worden. Die meistenhalten ihn für eben diejenige perjon , welche die 8. büchcr vonder Astronomie geschrieben, so an. 1601. von Aldo Manutio, her-nach aber zu Basel und an andern orten gedruckt worden. Bei.lärmtn. de scriptor, eccles. Sirnler. Miraui. Pojsevmut, &c.Voßt'us·, de scient. Mathemat. p. 206. 207.

Firmilianus, ein mann, so wegen seines geschlechtS, fröm-migkeit und gelehrsamkeit berühmt ist, warBisthoffz» Cäjäreaund in Cappadocien, und lebte um das jähr 2;;. Mit Orige-ne hielt er gute freundschafft, that auch sogar seinetwegen bisin das Jüdische land eine reise , um sowol sich genauer ingöttlichen fachen von ihm unterrichten zu lassen , als zu gleicherzeit ihn zu besuchen. Er war in solchem ansehen, daß nichtswichtiges in der kirche vorgenommen wurde, dabey er nichtsollte gebraucht worden seyn. Auf dem Synodo zu Ironien,da sich die Bischöffe von Galatien , Phrygien , Cilicien und an-dern nahe gelegenen provintzen befanden, bestätigte er Cypria-ni meynung, nach welcher die ketzer wieder sollten getauftwerden. Hierüber aerieth er mit dem Papste Stephans I. ingrosse Uneinigkeit, so, daß ihn der Papst gar in den bann that,weswegen sich Firmilianus in einem briefe an Cyprianum ,unter dessen wercken er auch befindlich, gar sehr über ihn be,schwerer. An. 26;. verbammete er auf dem Synodo zu An-tiochien Pauli Samosareni kctzerey , und als er aus gleicherUrsache an. 270. von neuem dahin reisen wollte, starb erunkerweges zu Tarstis. Seine hinterlassene bücher werdenvon Basiliv angeführet. Basil. de Spiritu S. c. 29. Euseb.lib. VII. c. 30. Baron. an. 233. 258- 266. J. Pearson. ann.Cyprian. Cave.

' St. Firminus, ein Bifchoff von Uzes, war ein rnckel desberühmten Tonnantii Ferreoli, vvn seinem söhne gleiches nah-mens, nnd entweder zu Trevidon oder zu Prnsiane, welchebeyde örtcr seinem Hause zugehörten, an. ;i6. oder welcheserweislicher ist, an. 509. gebohren. Er wurde zu Narbonne erzogen, und begab sich darauf an. 528. nach Uzes, woselbstseines vatters bruder, Roricius, Bifchoff war, dem er auch nach-her» ungefehr im neun und zwanzigsten jähre seines alters inder Bischösslichen würde gefolget. Er stund zu seiner zeit umfeiner Verdienste willen in besonderm ansehen, ivohnte auch ei-nigen Conciliis bey, und starb den >l. octobr. an. 353. H>s-toire litt. de la France , tom. III.

* Firmius Catus, ein Römischer Rathsherr; er verklagteseinen freund Libonem Drusum vor dem Kaystr Tiberio, undgab ihn alS das Haupt einer wider den Kaystr angesponnenenconjnration an, welches sein verderben war. Nach der Handwurde Firmius selbsten wegen dem lasier der beleidigten Maje-stät , dessen er überzeuget worden , durch eine Raths-erkannt-uis in eine insul verwiesen : Tiberius aber, welcher sich entson-ne, daß ihm Firmius in eben diesem laster des hohen verrathswider Libonem ehemals gute dienste geleistet, begnadigte ihn inso ferne , daß er denselben nur seiner Raths - stelle beraubete.Tacit. II. 17. & IV. 31.

Firmus, ein Feldherr, war von Seleucia gebürtig, einmann von allgemeiner leibes-stärcke, so daß er sich ohne beschwer-de einen amdos aus die brüst setzen, und so darauf schmieden,und mit hämmern schlagen ließ ; auch dabey sehr viel,dessen zum beweis angeführet wird , daß er in einem tage ei-nen gantzen straussen aufgegessen, und besaß zugleich grossenreichthum. Nachdem Zenodia vvm Kaystr Aureliano Über-wunden, und nach Rom im triumph geführet worden, sammel-te dieser den rest von deren enlrunnenem kriegs - volcke zusam-men , und warf sich ums jähr 267. selbsten zum Kaystr auf.Ader Aurekianus kam geschwind wieder zurück , und als ererstlich die grentzen des ReichS gegen Orient in sicherheit gest-tzet, gieng er vvn Earris aus Mesopotamien geraden Wegs aufEgypten los , schlug Firmum und dessen zusammen gerafftesvolck in die flucht, belagerte ihn hernach, und da er denselbenin seine gemalt gebracht, ließ er ihn durch grosse marter hinrich-ten, wie der Kaystr selbst in seinem schreiben an das Römischevolck den gantzen krieg in diesen wenigen Worten begriffen hat:Firmum latronem JEgyptium fugavimus, obsedimus, ccuciayi·.aus & occidimus. Vopijc. in Firmo & in Aureliano. *Histor. Lexieo» in. Theil.

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Firmus, ein Maurer, hatte zum vatter gehabt Nnbel, dergrosse macht nnd reichthümmer in Mauritanien besessen. AlsFirmus nach dessen tobe seinen bruder Zammam, der bey demRömischen Gouverneur, nahmens Romano, sehr wehrt gehaltenwurde, umgebracht, und Romanus deswegen gar schärfn» denHof schriebe, die entschuldigungen des Firmi aber den dama,ligen Kaysern, Valentiniano, Valenti und Gratiano, verschla-gen wurden, durfte er der fache nicht trauen, und warf sichzum Könige, oder, wie andere melden, auch anS einigen mun-tzen erhellet, zum Kaystr auf, und fieng an heimlichen scha-den zu thun. Deswegen Theodosius mit einigen trouppen wi-der ihn gesandt wurde, welchem er erstlich, nach versprochenerVerzeihung seines fehlers, verhiesse stille zu sitzen, und eine an-zahl geiffel einzuliefern. Als er sich aber damit säumte, giengTheodosius , der indessen aller orten gute anstalten gemacht, demFirmo aus den leib, schlug dessen brüder, Mastizel nnd Dium,verwüstete das land , jagte den Mastizel zum andern mal indie flucht, daß nun Firmus Christliche Bischöffe zu ihm schick-te , und sehnlich um frieden anhielte. Nach empfangener ge-linder antwort begab er sich selbsten zum Römischen Feldherrn,und versicherte denselben seiner völligen unterwerssung, gab auchdie gefangenen los,, samt vieler zuvor gemachten beute, liessedie Romer in einige seiner städte einziehen, und händigte nunauch einige geisseln ein. Jedoch wollte auch dieses nicht helf«fen ; Massen Theodosius auf vernehmen, daß Firmus neue an-schlage machte, ihn unversehens zu überfallen, von neuem aufdenselben ansetzte, wobey er aber anfangs mit seiner kleinen ar-mer, so nicht über 3300. mann ausmachte, in ziemliche ge-fahr lief, da sonderlich Cyria, des Firmi schwester, durch ihrereichthümmer eine grosse menge volcks aus die deine brachte,und Theodosium vvn allen feiten umringete. Allein, weil die-se keinen geschickten anführer hatten, geriethen sie von selbstenin die flucht, indem sie einen zu ihrer hülffe anrückendenneuen Haussen volcks für feinde ansahen. Firmus flöhe tiefins land hinein, mit Hinterlassung seines weibs nnd vielerreichthümmer, vcrstärckte sich zwar von neuem, durch verschie-dener in dem innern Africa wohnender völcker Vorschub, wur-de aber dennoch überwunden, nnd, nachdem er allen, die sichseiner angenommen, und insonderheit zuletzt dem Jgmazen, ei-nem der Könige des landes, nichts als Unheil aus den halsgezogen, wurde er endlich von diesem letztem, wie es vorher ineben diesem lande dem Jugurtha von Boccho, nach fast glei-chen vorher gehabten glucks - und Unglücks, fällen , begegnetwar, gefangen genommen; da er denn, um nicht in der Rö-mer Hände zu fallen , als er sich zuvor starck berauscht, sichselbst, ohne daß es seine wacht gemercket , einen strick umden hals gelegt, und also erwürget. Svnsten hatte dieserFirmus in den zu seiner zeit in Africa vorgefallenen streitigkei-trn, zwischen den Donatisten und Lackolicis, der erstem par-tey gehalten, und ihnen, die andern zu verfolgen, die Handgeboten ; ohne zweiftl aus staats-absichten, weil die letztem sichimmer an die Kaystr hielten, und diese auch dem Do,natistischen Haussen sehr zuwider waren. Ausser den obgedach-tm brüdern des Firmi sind sonderlich noch zwey berühmt:i.) Mazucas, der für den Firmum gefochten, und, als er ineiner schlacht verwundet und gefangen worden, seine wundenselbst aufgerissen, damit er der strafe, die ihm von den Römernbestimmt war, dadurch auswiche; 2.) Gildo hingegen dientewider seinen bruder, bis an dessen tod ; wiewol er hernach ineine noch schlimmere empörung, als vorher dieser, ausgebro«chen. Siehe Gilde». Ammian . MarceU. lib. XXIX. Oros.lib. VII. Aurel. Piff. epit. Zqfim. Aug. lib. I. contra Ep.Farmen, c. 10. Nummr. *

* firmus, ein Bifchoff zu Cäfarien, einer stadt in Cappa,docien, hatte eilf provintzen unter sich, und erhielt daher dentitul eines Ertz-Bisthoffs. Er hat an. 4;-. dem allgemeinenSvnodo zu Ephesus beygewohnet, und an. 439. sein leben be-schlossen. Wir haben von ihm fünf und vierzig briefe, welcheMnratorius in seinen Anecdotis Grads zu Padna I70Y. in 4.heraus gegeben, das übrige aber, so er von den Eutychia-nischen und Nestorianischen Händeln geschrieben, ist verlohrengegangen« Aicepbortu. Callißus. Fabricitu , bibl. Gr. V. n.p. 442.

tkirusabadius , (al) oder völlig Mvchammed Ebn Ja-cuk, Ebn Mvchammed, al Shirasi, al Firusabadi, war einin Orient hochgeschätzter Lexicographus . gebohren im jähr derLca 729. d. i. an. 1328., in Carasin, gestorben im ,ahr derLea 817 d. i. an. 1414.; ein mann von weitlauftiger erudi.tion, und deshalben bey Kootgen und Fürsten lieb und werth ,sonderlich bey Jsmael dem söhn Abbasi, Baiazeth und Tamer-an. von welchen er z°o°. gülden geschencke empfangen. Erbat aestbrieben al Iiamus i. e. Oceanum ; ist ein vortreflich Ära.bisch Dictionarium, aus welchem Bochartus sehr viel nützlichesin sein Hierozoicon gebracht. So hat auch Giggejns diesesLericon zum fundament zu seinem grossen Arabischen Dictio.nario gelegt. Bochart. in Hieroz. Pocok. in specim. &c, *

<ttscetut 5 , (Wilhelmus) Rector der Universität zu Paris ,um das jähr 1465., widersetzte sich Ludovico XI., welcher diestudenten zum kriege nöthigen wollte, um sich »hrer wider die

Kaue du bien public zu bedienen. Als hierauf der Cardinal

Bcffarion nach Franckreich gekommen, und ,hm deö^ssceti