sehnlichen besoldung beniffen wurde. Nach diesem bekam ersuch von Leopoldo , der ihn um feiner gefundheit willen nachWien kommen lassen , den tilnl eines Kavserliche» Leid-Medici,und wurde nach seiner Wiederkunft von dem VenetianischenRath zum Ritter erkläret. Er starb zn Padua den ry. mertzan. 1678., und hinterließ Consilia de Febribus & Morbis Mu-lierum facile cognoscendis ; ingleichen Consultationum & Re-sponsionum Medicinalium centurias IV., welche» in der andernPaduanischen aufläge an. 1678. sein leben beygefüget worden.Mungcii bibi, script. Medie, lib. VI. Papadopolt hilf. Gymnas.Patav. tom. I.
fortius, oder Starck, welcher unter dem nahmen Joachi-mi Fort« Ringelbergii bekannt ist, war gebürtig von Ant werpen , und lehrte die sprachen und die Philosophie zu Lo-ren, Paris , Orleans , Bourdeaux und andern orten. Gleichwieer ein guter Mathematicus war , also erlernte er auch kdieMahlerey, kupferstecher-kunst und andere künste, welche mit die-sen verwandt sind. Er war mit den berühmtesten seiner zeit,Erasmo, Oporino, Hyperio, rc. bekannt < und starb um dasjähr 15 36. Man hat von ihm de Ratione discendi librum ;Elegantias ; de Usu Vocum , quae non flectuntur ; de Con-scribendis Versibus ; varia Dialectica & Rhetorica; Sphaeram;Institutiones Astronomicas ; Cosmographiam ; de Tempore li-brum & tabulam opticam ; Chaos Mathematicum; Arithme-ticam; Astrologiam cum Geomantia &c. Adam. vit. Philos.Jndr. bibi, Ghilmi theatr. &c.
Fort-Louis , eine veste fchantze in Nieder-Ungarn , an demfluge Draw , welche an. 1687. erbauet , und nach dem Prin-tzen Louis von Baden also genennct worden.
Fort-Louis, eine vestung in dem südlichen America, in derinsul Canana bey einem flusse gleiches nahmens , welche vonden Franzosen an. 164;. gebauet, und durch die Holländeran. 167;. eingenommen , aber das folgende jähr durch denFranzösischen Vice-Admiral, Grafen von Etrees, wieder erobertWorden. BaudranJ.
^ort-Louis, eine vortrefliche vestung auf der sogenannteninsul Giessenheim mitten im Rhein , welche Ludovicus XIV.in Franckreich an. 1686. zu gleicher zeit mit Hüningen undMontroial zu bauen angefangen, und nach seinem nahmen ge-«ennet. Die insul erstrecket sich nach rechnung der Franzosenauf iroo. klafter in die länge und 600. in die breite. Anden ufern ist sie mit einer linie gegen die landung ziemlichverwahret, das fort aber ist ein werck von schönen und wohlangelegten bastionen nebst etlichen aussenwercken. Gegen abendund morgen hat es zwey brücken über den Rhein , welche miteinem hornwerck bedecket, und dadurch den Rhein zu sperrentüchtig sind. Gegen ausgang deS 170s. jahrs dloquirten esdie Teutschen , musten es aber bey eröfneter camvagne ver-lassen. In dem Badischen frieden an. 1714. ist es der Cro-ne Franckreich gelassen worden. *
* tortore , ein fluß im Königreich Neapolis , welcher imApenninischen gedürge in Principato oltra entspringet, und indas Adrialische meer, oder den Golfo di Venetia fällt. Beyden Alten heißet er Frento , daher die einwohner der gegendselbst Frentani genennct worden, Plimm , bist. nat. 111 . n.Cellarius , not. orb. ant. II. 9. §. S34- S4°·
* Fortuin, Ilanl of Good, lat. Fortun-e divinae Infula,eine insul in Nord-Amenca, und zwar an der östlichen Mün-dung der Hudsons-Bay , ist nur kürtzlich von den Engellän-dern entdecket worden.
FORTUNA , oder die glücks-göttin bey den Heyden, wel-che auf unterschiedene arten, insgemein aber unter dem bilde ei-ner blinden und von hinten zu kahlen weibs-person, die mit ih-ren beflügelten füssen auf einer kugel stehet, vorgestellet wird.Ihr werden nach ihren unterschiedenen eigenschafften undwürckungen, oder auch nach den örtern, wo sie ist verehretworden, unterschiedene nahmen beygelegt, als: Bona Fortuna,Fortuna virilis , muliebris, obsequens, aurea, Augusta, Antias,Praenestina, barbata, publica, manens, redux , &c. Nummiantiqui. Plutarch. quaest. Rom . 74. Capit oliv. Antonin. Pioc. i». & M. Antonino c. 7. Augußin. de C. D. lib. IV. c. 18.Gruter. inscript. Struvius, antiq. Rom . *
FORTUNAT/E INSULT, siehe Lanarifche insulti.
Fortunatianus, (Curius'i ein alter geschicht-schreiber,von welchem Julius Capitolinus in dem leben der Kayser Ma,limini und Balbini meldet, daß er eine vollständige Historie auf-gezeichnet habe. Casaub. ad dict. loc.
Fortunatus, Patriarch von Grado , war zu Trieste von vor-nehmen eitern gebohren, und nachgehends in seinem vatlerlandeBifchoff worden. Nachdein an. 802. sein vetter Johannes, Pa-triarch von Grado , aus befehl des Doge von Venedig , JohannisKalbami, oder Galbaji, welchen er wegen seinen bösen thatengestraft halte, sich von einem thurn hatte müssen herunter stur-tzen, und also tödlen lassen, wurde er an dessen stelle zum Pa,triarchen von Grado erwehlt, und empsieng von dem Papst Leo-ne Ill.das Pallium. Bald hernach reisete er aus eigener beweaung,und zugleich auf inständiges anhalten vieler andern, nach Franck-reich , um daselbst voin Kayser Carolo M.. der ihm lehr wohlwollte, wider gedachten Doge hülffe zu erlangen; da denn auchderKayserlichePrintz Pipinus mit einer ansehnlichen armee zusolchem ende abgefertiget wurde. Jmmittelst brachte es Fvrku-HiAsr. Ltxmn lli· Theil,
nati bruder, Obolerius, dahin, daß man Jobannem Galbaniuman. 804. absetzte, und ihn hingegen zum Doge machte. Hieraufkam Forlunatus, nachdem er vorsieh und seine kirche von demKayser viel ehre und privilegia erlanget, wieder zurück in Ita lien . Daselbst fand er, daß Johannes Diaconus sich in den be-sitz des Patriarchats zu Grado gesetzt. Denselben ließ er zwar inein gefängnis bringen; allein er entkam, und flöhe nach Man-tua zu dem abgesetzten Doge, welcher bey dem Griechischen Kay»ser Nicephoro beystand suchte, auch so viel auswürckke, daß sel-biger seinen General Nicctam ihm zum besten auscommanbirte.Unterdessen hakte zwar Forlunatus, (wie einige geschicht-schrei-ber melden) die ehre, daß, nachdem sem bruder Obolerius demwider ihn aufgewiegelten volck hatte entweichen müssen ,> ihmnebst Beato und Valentins, gleichfalls seilieu brüdern, die regie-rung der Venetianischen landfchafft aufgetragen wurde. Da aberdie alliantz mit Pipino wider Nicephorum nicht nach wünschausschlug, begab er sich aufs neue in Franckreich, und blieb vieljähre daselbst. Dieses verursachte, daß die von Grado an. 809.Johannem, Abt von St. Servolo, zu ihrem Patriarchen ernen-neten. Forlunatus ließ sich inzivischen angelegen seyn , erstlichCarolum M. und hiernächst auch Nicephorum zu einem friedenzu bewegen, zu welchem ende er in eigener person nach Con-stantinopel reisete. Nachdem nun endlich durch seine Vermitte-lung ein vergleich zwischen beyden Kaysern und den Venetianernerfolget, nahmen ihn die von Grado zum andern mal als ihrenPatriarchen an, und der bisher diesen titul geführet, begabsich wieder in sein kloster, welches ungefehr an. 8>8. geschehen.Drey jähr hernach wurde Forlunatus bey Kayser Ludovico Pioangeklaget, daß er mit dessen feinde, dem Könige Lindevisio vonUngarn, in einem geheimen Verständnisse lebte. Anstatt aber, daßer auf die ergangene Citation hätte erscheinen und sich verantwor-ten sollen, gieng er, aus furcht vor der macht feiner Widersacher,nach Constantinopel. An. 824. kam er von bannen mit den Ab-gesandten des Griechischen Kaysers Michaelis nach Franckreich,da ihnen Ludovicus Plus zu Rouen audientz ertheilte, und For-tunatv auferlegte, daß er seine Unschuld zu Rom bey dem Papstdarthun sollte. Allein, ehe er sich auf den weg machen konnte,wurde er an. 82;. mit einer kranckhett überfallen, woran er auchstarb, nachdem er sowol seiner kirche, als vielen andern heiligenörtern, viel zierrathen hinterlassen, und sonsten gutes gethan. Ba-ron. annal. tom. IX. an. 8o*. Pallad. bist. del Friul. P. I. lib.lll.Sigw.de Regn. Ital. lib. IV. Vianoli , bist. Venet. lib. II. Ughell.Ital. sacr. tom. V. Eginhard . de gest. Ludovici Pii. Dandolo ,chron. Venet. lib. VII. VIII. Uijioria Ui TrieJie del P. Ireneodella Croce , p. 5 96. seq.
Forlunatus, (Verfennius) war ein aufseher über die Was-ser zu den zelten Constantini M. Es ist auch ein anderer diesesnahmens, welcher unter Kayser Valcntiniano dem ältern gele-
bet. Gothofredi prosopogr. Cod. Theodos.
* Forlunatus , oder Fortunatrus, vav einigen auch For»tunakianus genannt, aus der stadt Faba in Palästina gebürtig ,ward an. 34;- Patriarch zu Aqmlcja. Er wohnte an. 347.dem Concilio zu Sardica bey , hielt es aber nachgehends MitArii lehre, und unterschrieb an. 353. zu Arles das verdatn-mungs-urtheil wider St. Athanasium. Er starb als ein Aria-ner an. ;66., wie Baronius ad an. 372. bezeuget. Er soll Com-mentarios in Fvangelia geschrieben haben. Von ihm ist an. 350·das Bißlhum Brixcn gestiftet worden. Hund. Metrop. Salisb-tom. I. tontanm. bibl. III. 1. 3. Ughell. Ital. sacr. tom.V. p.23.
* Forlunatus , ( Horatüis ’i war zu St. Archangelo in derlandfchafft Basilicata den 17. jan. an. 1634. gebohren. Nach-dem er die Rechte studiret, und auch darinnen Docker worden ,erhielt er am 6. octobr. an. 1670. das Bißthum St. Severo,von dar ihn Jnnocenlius XI. den 10. januarii an. 1678. nachNardo versetzet. Beyde Bißthümmer hat er sehr löblich ver-waltet , und deren rechte in keinem stücke schmälern lassen, istauch gegen die armen sehr freygebig gewesen, und den 2;. ju«lii an. 1707., da er 7;. jähr alt war, zu Nardo todes verbli-chen. Ughetlw , Ital. sacr. tom. I. p. 1061. VIII. p. 366.
* Gt. Forlunatus, ein Bischoff im VI. seculo , war vonVercelli in Italien gebürtig, und brachte es durch seinen fleiß inden studien, die er von jugend auf getrieben, so weit, baß er dentitul eines Philosoph! Lombardorum erlangte, worunter einigeeinen Bifchoff der Lombarden verstehen wollen. Zum wenigstenist gewiß, daß er zur Bifchöjflichen würde erhoben worden, obman gleich nicht weiß, an welchein ort er dieselbe bekleidet ;ingleichen daß er nach der Hand aus unbekannten Ursachen sichnach Franckreich zu wenden genöthrget worden. Er schlughierauf in der Diocces von Sens, 6. meilen von Paris , seineWohnung auf, starb aber zu Celles auf der reise, da er den H.Gcrmannm, seinen vertrauten freund, in dessen kranckhett deju-chen wollte, um das jähr 369. Verschiedene scribenten habenthu wegen gleichheit des nahinens mit Venantio Fortunato ver-menget , dahero auch der streit nicht ausgemacht, ob das lebenSt. Marcellr, Bischoffs zu Paris , ingleichen das erste buch vondem leben Hilarii, Bischoffs von Poitiers , von diesem oder vonjenem Fortunato beschrieben worden. Ufuardi Martyrolog.p. 34?. Hifloire liter. de la France , tom. III.
Fortunius Garzia, von Erzila, siehe . Erzila.
* Forza, (del Agro) lat. Fortalitium de Agro, Fortis Mons ,eine kleine bevestigte statt und paß im thal di Demona in Si-
Tlk a eilten,