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culo Meldung gethan. Allein, zu ansang des XIII. siLculi kamsie durch Heurath an Savoyen , und von dar auf solche weisean. 1241. an den Dauphin von Viennois, aus dessen nachkom-men Humbertus II. an. 134?. alles sein land dem KönigePhilippo Valelio überlassen. Als sich hernach unter KönigJohanne, Philipp» Valelii söhn, zwischen Franckreich und Sa-voyen einige streitigkeiten erhoben , sind sie in der gute, zu gros,sem Vortheil des Hauses Savoyen , beygelegt worden, derge-stalt , daß alles, was aus den von deö Dauphins von Vien-nois an Franckreich gefallenen ländern jenjeit der Rhone unddes Wassers Guter lag, hiemil auch das gantze Foßigni anSavoyen ; waS hingegen Savoyen jenseit diesen flüssen aufder Französisch-und Delphinalischen feite besaß, an den Dau-phin abgetreten werden sollte; wie aber dadurch Franckreichkaum den zehenden theil bekam , so wurde dem Urheber diesesVergleichs , Aimar V., dem Grafen von Valentinois, und da-maligen Gouverneur von Dauphins, schuld gegeben, daß ersich von Amadeo VI. , Grafen von Savoyen, hätte bestechenlassen, weswegen ihn auch das Parisische Parlement um1000. marck silbcrs strafte. Indessen sollen die Fürsten vonSavoyen, eben wegen Foßigni , den Französischen Königennoch nach diesem vergleich zu verschiedenen malen den Vasal-len-eyd geleistet haben. Und obwol Ludovicus XI. noch alsDauphin, und da er sich auf erfolgte ungnade seines vatters«n dem Savoyischen Hos flüchtig aufhielte, sich dieses rechtsbegeben, so behaupten die Franzose» doch, bis auf den heuti-gen tag, daß ihren Königen die Ober-Herrlichkeit über dieseBaronie gehöre. Chorier , kill. de Dauph. Guirhenon , hist. dcSavoye. Du l'uy , droits du Roi &c. Schauplatz des krtegS
* Foßius, (Matthias) gebürtig auS Schonen, war voötorund Professor Hxeologise primarius zu Coppcnhagen, Köntgl»Hof-Prediger und Bsschoss zu Alburg. Er starb an. 168;.Man hat von ihm Oracionern in Obitum Joannis Suaningii,Copvenhagen 1669. Witte , diar.
Hossombrone, lat. Forum Sempronix , eine stadt, nebst ei-nem alten bevestigte»» berg-fchlosse in dem Hertzogthum Urbino ,nebst einem Bißlhum, so unter den Ertz-Bifthoss zu Urbino ge-höret. Sie wurde von den Gothen und Lombardern verstöret,aber hernach an einem weit bequemern orte wiederum aufge-bauet , als diejenige gegend ist, da man noch bis jetzo dierudera von der vorigen stadt sehen kan. Dis Malatesta undGaleazzi haben sie lang inne gehabt, aber endlich dem Gra-fen von Urbino an. 1440. übergeben. Alberti, descript. Ital.p. 288. & seq· ed. Ven. 1581.
^oterby, (Marlinus) ein gelehrter Englischer IKeologus,gcbohren aus einer alten und adelichen familie ds Grimesbyin Lincolnshire au. 1559., legte den gründ zu seinen studien inCambridge , und wurde allda Socius Collegii S. Trinit. Nach-dem er 22. jähr Prsebendarius zu Cantelderg gewesen, wurdeihm von König Jacodo I. (dessen Capellan er war) das Biß-thum Sarum oder Salisbury conferirt. Er Ware ein mannvon fürtreflichen gaaben, ungemeiner geschicklichkeit, sonder-barer prndentz und gravität. Seinen in allerhand wissen-schafften geübten sinn und weitläufige lection legt genugsam anden tag der so genannte Atheomattix in fol. welchen er dochwegen dem ihn etwas zu früh übereilenden tode nicht conti-nunm und zu ende bringen konnte. Er starb den n. wart.an. 1619. im sosten jähre seines alters, und wurde zu Londen inall Saints church begraben. Ex ejus Opere Epitaph. *
* Aotheringhai, ober Fatteringhax, lat. Fatringajum,ein schloß in Norlhamptonshire am fluß Avon, welches vonWilhelms, Grafen von Albemarle, unter Königs Henrici III.regicrung überfallen, und verwüstet wurde. Nach der zeit ge-hörte er den Grafen von Humingdon , bis es König Eduar-dus III. seinem jünger», söhne, Edmund von Langlay, Hertzogevon Porck zur appanage gab, welcher das schloß wieder rnguten stand brachte, und starck bevestigte. Sein söhn Eduar,dus, Hertzog von Porck, stiftete an. 1415. eine feine kirche, »vor-innen viele von dessen familie begraben liegen. An. 1587.wurde die Schottländische Königin Maria auf diesem schlösseenthauptet. Camdeni Brit. p. 434. seq.
* Aoucarmont, lat. Fuicardi Mons, ein flecken nebst einerAbtey in der Norinandie in Franckreich ain flüßgen Sart, 5.weilen von der stadt Eu.
* 8oucault, (Ludovicus) Graf von Daugnon, Marschallvon Franckreich, »var der «andere söhn Gabrielis Foucault ll.,
t errn von St. Germain-Beaupre, und Johannä Poussard.
r war anfänglich bey dein Cardinal von Richelieu Page, thatlzernach kriegs-dienste, und fetzte sich bey dem Hertzoge vonFronsac in solches ansehen, daß derselbe ihm die charge einesÄice-Admirals von Franckreich verschaffte. Er diente unterdiesem Hertzoge auf der flotte, an. 1640. in dem treffe» beyCadir, und an. »646. bey der belagernng von Orbitello . Nachdessen tode beinächtigte er sich des Gouvernements von Broua,ge, legte es aber nieder, als er an. 1653. den Marschalts-stabenipfieng. Er starb an. 1659. zu Paris ohngefehr 43. jähr alt,und wurde daselbst in der kirche von Ave Maria beerdiget. Vonseiner gemahlin Maria, einer tochter Caroli Fourre, Herrnvon Dampierre, hatte er drey söhne, so jung gestorben , undzwey töchter, von denen Lonise Maria mit Michaile, Marquis
von Castelnan-Mauvißiere, Gouverneur von Brest , Constgntiaaber mit Jsaaco Renaldo von Pons, Marquis von h Ca« ,verheurathel gewesen. Anfilme , Kitt. geneal. tom. VII.p. 376-580.
* Houcault, (NicolauS Joftphus) Königlich - FranzösischerStaals-Rath, war zu Paris , allwo sein vakter Secretariusin dem Königlichen Staats - Rath gewesen , den 8. jan. an1643. gebohren. Er zeigte von lugend auf einen aufgewecktengeist und eine sonderbare geschicklichkeit, that sich auch »achvollendeten studien vor gerichte dermassen hervor, daß er unqe.achtet seiner jugend unter die berühmtesten Advocatcn gezehlet,und destvegen gar zeitlich zn ansehnlichen ehren-ämtern gezogen»vurde. Im ansang bekleidete er die stelle eines General - Pro-curator n von den Requetes de l’Hötel , nach diesem aber wurdeer General-Advocat bey dem grossen RatZ, einige jähre dar-auf Requelenmeister, und so dann auch hinter einander Inten,dantzu Montauvan, Pau und Caen . In diesen letzter» be.dienungen that er seinem Könige die wichtigsten dienste, mmas,scn er nicht nur aller orten gute vrdnung einführte, sondernauch vocnemlich die durch widerruffung des edtcts von Nan.tes und einführung der neuen ordvnnantz aufgebrachten gemü,ther durch seine kluge anstalten, und gelinde aufführung nachdes Kömgs »Villen zu lencken wußte, wie er denn auch unterallen Intendanten, die sich eines aufstandes der Reformirtenbesorgen können, der einige gewesen, »velcher keine regulirtetrouppen verlanget. Als er sich zu Caen aufhielt, entdeckte erdie alte und zwey weilen von diesem vrt gelegene stadt der Vi-ducaffium, wovon er an die Acadcmie des Inscripxions zu Pa ris , deren »mtglied er gewesen, eine ansführliche relation nebstvielen inseriptionen, und einer zeichnung eines vollständigenLyrnnasli überfchicket. Vor diese »Nid andere Verdienste wurdeer nun nach seiner zurücktu»,st an. 1704. z„m KöniglichenStaats-Ralh gemacht, und setzte sich dabey in so besondereHochachtung, daß er auch von der Hertzogin von OrleanS un-gefehr 8. oder 9. jähre vor seinem tode zum dirigirende» undvornehmsten Mitglied ihres Conseil bestellet wurde. Er starbden 7. febr. an. 1721. im 79. jähre seines alters. Die provin-tzien, »vorüber er die aufsicht gehabt, haben ihm grossentheilszu dancken, daß die gelehrfamkeit bey ihnen in gute aufnahmgekommen. So hat er sich auch die Gelehrten überhaupt ver.bindlich gemacht, indem er nicht allein die Origines de la lanlgue Franqoisc Petri de Caseneuve , welche bey Menagii Dic-tionnaire Etymologique an. 1694. anzutreffen, von der Verges-senheit errettet, sondern auch das schöne und gemeiniglich demLactantio zugeschriebene werck, de Mortibus Persecutorum,welches vorhero nur dem nahmen nach aus Hieronymi schrif-ten bekannt gewesen, zu allererst aus der Adtey Moissac anSlicht gebracht, und von Baluzio in seinen miseeUaneis her-aus geben lassen« Hiß. de l’Acad. des Injcript. tom. V. p. 393.ed. Paris .
* Fouchier, (Bertrand von) ein berühmter mahler von Ber-gen-op-Zoom. Sein vatter Paulus war aus Franckreich da.hin gekommen. Dertrand ward gebohren den 10. febr. an. 1S09.Er wurde, da er bey zeiten eine Neigung zu der mahlcr-kunstzeigte, zu dem bekannten Anton van Dvck, welcher damalszu Antwerpen sich aufhielte, gethan. Er lerneke »ehr wohlbey »hm Portraits mahlen. An. 1634. gieng er nach Utrecht ,zu Joh. Bylart, bey »velchem er zwey iaht sich aufhielte. Hier-auf fieng er an, für sich selbst zu mahlen. Kurtz hernach begaber sich nach Rom , und von dar nach Florcntz, allwo er einezeilang mit seinem freund »nd reisgefehrten, Joh. Friedrichvon Mendoorn, arbeitete. Endlich kam er wieder nach Bergen- op-Zoom , da er viele jähr lang seine kunst trieb. Er beflißsich auch auf das glasmahlen, mit welchem er viel geld ver-diente , und starb an. 1674. Houbraken , vie des Peintres.Groß aUgem. Holt. Lexicon.
Fougeres, eine stadt in Bretagne am siusse Coefnon gegendie grentzen von der Normandie zu, zwischen Dole »»nd Avra»,ches. Raulphus von Fougeres bevestigte sie, und ließ zu dn»besserer sicherheit ein ziemliches castell aufführen. Ein adel«.ches geschlecht hat davon seinen nahmen.
* 8ougeroUes, oder Fogeroles, (Francifcus de'» ein Kö-niglicher Französischer Med«cus und Rath , zu ansang beSXVII. feculi, schrieb de Senum Adfectionibus pra;cavendisnonnullisque curandis, £t)on 1610. 1114. Methodum in Hip-poeratis Aphorismos, Paris 1612. in 4. Er hat auch Por,phyrium de Abtlinenlia ab esu animalium , Lyon 1620. in 8-und des Diogenis Laertii Vitas PKilosopborum in das Franzö sische übersetzt , ib. 1602. in 8. HuUcrvord. bibl. cur. Hyde.Mercktin. Lindert renov. p. 285.
* Foule», ein Africanifches Königreich, in dem lande derNegren oder Schwartzcn , es erstreckt sich der länge nach de»flusses Senega, von dem Reiche Honallc an bis an das Kö-nigreich Galam. Man hat ihm sonstcn noch den nahmenSeratik gegeben, wie auch der König daselbst genenner wird.Die eimvohner »verden Foules geheissm, dieweil sie einebraun-rothe färbe haben.
* Foulneß, ein kleiner fluß in Dorckshire, fließt bey Wightonvorbey, und ergießt sich endlich in den fluß Humbcr. cm-dmi Brit. v. 737.
v 'Foulon,