* Foulon, (Abet) ein Französischer Poet, Fbllosopbm undMckemsticus, lebte als em Ingenieur an Henrici II. Hofe,und starb an. i;ü;. zuOrleans an beygebrachtem gift, in dem
jähre seines alters. Er hat einige bücher übersetzet, auchunterschiedliche mathematische und poetische schriften verfertiget.Verdier, bibl. Franq.
* Houquart, (Gabrielle) war in Franckreich die Stifte-rin der Nonnen des ordenS St. Francisci von Paula, undeine lochter Francisci Fouguart, XeLsveur des Tailles zuAdbcville, und Mariä Caisier, von welcher sie an. ic68- zurweit gebracht worden. Sie hat sich von ihrer jugend anentschlossen , eine kloster-frau abzugeben; nach ihres vatterstobe aber muste sie ihrem oheim gehorchen, und einen witt-wer heurathen, den er ihro zugegeben. Sie war damals
jähr alt: da aber ihr mann bald daraus und zwar gleichnach zwey >ahren das zeitliche gesegnet, so folgte sie alsdann ih-rer Neigung, und sagte mmmehro der welk ab. Sie war dieerste, welche zu Abdcville in gemeldtem kloster in den orden St.Francisci von Paula trat, und leistete an. >6oi. in ihrem
jähre daS ordens-gelübd. Nach diesem beredete sie noch anderefraue», unter die nemliche regul sich zu begeben, welche bisan. iSrr. als äsecularLs da zubrachten , bis sie sich ordentlichals kloster-frauen einkleiden liessen, und es Papst Gregorius XV. den iv. junii an. i6rz. durch eine bulle bestätiget hat. Daserste kloster, so von diesen Nonnen gestiftet worden, ward un,ter dein nahmen IEsus Maria aufgebauet. Sie starb an.
lüjy. ignutius dc· Jeju-Murui, Carme dechaulTe , bist. eccl.d'Abbeville .
* Houquelin, (Antomus) ein Rechtsgelehrter und Rednengebürtig von Chauny aus der Picardie, lebte um das jähr i;?;-zu Paus , allwo er eine Französische Rhetoric, und in Lateini scher spräche einige juristische bücher geschrieben. Vo<u«., bibl·Franc.
* Fouquere, (Antonius Michael war zu Chateaurour inBern , an. ,641. gcdohren, nnb begab sich an. ,6;8. zu Luno-ges in die Congregallvn St. Mauri, und starb den z. nov.an. 1709. Er hat die aclen des unter dem Griechischen Pa-triarchen Dosithco zu Jerusalem an. 1672. gehaltenen Synodiins Lateinische übersetzt, und zu erst unter dem titul: SynodusBethlehemitica ; zum andern mal aber unter dem titul: Sy-nodus Hierosolymitana, um vieles verbessert, undmilanmer-ckungen heraus gegeben. Le Cetf, bibl. de S. Maur.
* Fouques, oder Fouque, (Michael) ein Französischer Priester und Vicarius pcrpetuus der kirche St. Martini inTours , lebte zu des Francisci I. zeiten , und beschrieb in Fran zösischen versen das leben unsers Heylandes ; die geschichke derApostel ; das leben der Jungfrau Maria und des H. MartiniVVII Tours rc. La Cruix du Maine. Vrrdier, bibl. Franc.
Fouquet, (Nicolaus) Vicomte von Melun und Vaux,Marquis von Belle-Isle, und Ober-Aufseher der Finanzen inFranckreich. Sein vatter war Franclscus Fouqnet, Vicomtevon Vaux, Requetenmeister und Staats - Rath unter Lud wig XIII. , den dieser König und der Cardinal Richelieu hochhielten, die mutter, Maria von Maupesu, die sich mit ihrersrönimigkeit und allmosen sonderlich bekannt gemacht. Dieserihr söhn war an. 1615. gebohren, und ließ von jugend aufso viel qeschicklichkeit blicken, daß er bereits in seinem rostenjähre Requetenmeister wurde. In seinein zzsten jähre er-langte er die stelle eines General-Procureurs des Parlemenksvon Paris , in welcher er sich sehr hervor that. Er hielte es initder Königlichen mutter und mit dem Cardinal Mazarin , derihm auch an. 16^ , als er mit dem König wieder nach Pa ris gekommen, und die innerlichen Unruhen gegen ihn aufge-hört hakten, zugleich , nebst Herrn Servient, das amt einesOber-Aufsehers über die Finanzen zuwege brachte, welches erdenn s. jähr mit bemeldkem seinem collegen, und hernach al-lein verwaltet. Jedoch ist diese beoienung endlich zu seineinfall gereichet; denn der Cardinal fieng mit der zeit an auf ihneifersüchtig zu werden, weil sich Fouquet durch seine freyge-bigkeit und besörderung der ergotzlichkeiten des Hofes vielfreunde machte, so dem Mazarin verdächtig wurde; beschloßdemnach denselben zu stürtzen , und den berühmten Colberthingegen zu erheben. Die verwittibte Königin wollte zwar an-fänglich in dieses vornehmen nicht willigen, ließ sich aber dochendlich durch die von Chevreufe gegen den Fouqiier einnehinen;der König hingegen that ohnedem alles, was der Cardinal ha-be» wollte, und konnten ihm um so viel leichter arge gcvan-cken wider den Fouquet beygebracht werden, weil die unord-»ling in den Finanzen sichtbar war, und Fouquet, der vonsich ein gar geringes vermögen hatte, jetzo gleichwol viel aus-gehen ließ, und allem ansehen nach sehr reich seyn muste.Nun starb zwar der Cardinal, ehe er sein vorhaben wider denFouquet ausführen konnte, hatte aber doch dem Könige so vielgesagt, daß der fall dieses Ministers von demselben vest beschlos-sen wurde. Fouquet beförderte solchen auch selbst, indem erkurtz vorher auf seinem Hause Vaux-Ie-Vicomte den König undden gantzen Hof überaus prächtig tractirte, wiewol sich derKönig, um den anfchlag desto besser zu verbergen , ungemeingnädig gegen ihn bezeugte. Kurtz darauf stellte er eine reise«ach Bretagne an, >veil er meynte, Fouquet habe in dieser
provintz viel geheime Verständnisse, deren ausbrnch er durcheigene anwesenheit verhindern wollte, und auf dieser reiseließ er den Fouqnet den 5. sept. an. 1661. zu Nantes ge-fangen nehmen , und erstlich nach Angers , hernach nach Vin,ceimeS, endlich gar in die Bastille bringen, und wurden darauffein fchwieger-fohn, der Graf von Bethune, ingleichen feinebrüder, vom Hofe verbannt, wiewol man meynte, es habeder eine davon, der des Königs Stallmeister war, durch aller-hand wider ihn erregte beschuldigungen zu seinem Unglück selbstviel geholffen ; wie der andere bruder, so unter dem nahmendes Abbe Fouquet bekannt, schon zuvor nach entstandenergrossen Uneinigkeit zwischen ihm und dem Ober-Intendantendas meiste beygetragen hatte, solchen bey dem Cardinal vonMazarin , (als bey dem er (Abb- Fouquet) zu aller zeit daSmeiste gegolten, und durch solche gunst anfangs auch seinenbruder vornemlich befördern auf das heftigste zu schwartzen.Der gefangene wurde hierauf vor der besondern Gerichts-Cam,mer befragt, die der König zu Untersuchung des bisherigen Fi-nanzen-wesens aufgerichtet, vor der er zwar wegen den frey-heiten, die er wegen seinen bedienungen halte , nicht stehenwollte, doch bequemte er sich endlich zur Verantwortung vorderselben, und beklagte sich dabey über das harte verfahren, nachwelchem man ihm die Papiere, die zu seiner rettung und recht-Fertigung seiner rechnungen dienen könnten, zurück hielt, vielfalsche schriften unter die seinigen eingeschoben hatte, ihmauch weder dinte noch papier verstattete. Seine beschuldigun,gen trafen theils verbrechen wider den Staat, theils aber un-treue in verwaltung der Finanzen an. Was jene anbelanget,sollte sich unter seinen schriften ein aufsah gefunden haben, dar-innen er anschlüge gemacht, was seine freunde zu seiner ret-tung thun sollten, wann man ihn in arrest nähme; welcherdenn also ausgelegt wurde, als ob er eine iniiertiche unruhe imReich erregen wollen; man legte ihm zur last, daß er Belle-Islezu einer vestung machen wollen, daß er das Gouvernementvon Concarneau an sich gebracht, und von verschiedenen Per-sonen Handschriften gehabt, darinnen sie sich verpflichtet, allesvor ihn aufzusetzen. Darauf antwortete er, der gemeldte auf-sah sey von ihm gemacht worden, als er gemercket, daß derCardinal was böses gegen ihm im sinne habe, gegen welchenund nicht gegen den König er sich zu schützen gesucht, er habeauch dadurch keine vor baüReich gefährliche practicken anzuspin-nen , sondern nur seinen freunden mittet zu zeigen, im sinnegehabt, wie sie den Cardinal von gewaltthätigkeiten gegen sei.ne Person abhalten könnten , endlich sey auch das alles nieins reine gebracht, oder mit jemanden förmlich abgeredet wor-den ; Belle-Isle habe er auf des Königs befehl kauffen, und insolchen stand setzen müssen; Concarneau seye ein platz von keinerWichtigkeit, und gehöre das Gouvernement seinem bruder, mitdem er in feindschafft lebe; die Verpflichtungen einiger Per-sonen zu seinen diensten , wären ihm ohne sein begehren gege-ben , auch von ihm nie gebraucht worden, und beträfen all,zumal fachen, die den Staat gar nichts angiengen. Was diebeschuldigte untreue in dein Finanzen-wesen betrist, die mantheils aus seinen rechnungen, theils aus seinem reichthumund grossem aufgang erweisen wollte; so berufte er sich theilsdarauf, daß viel Unordnungen von dem Herrn Servient ver-ursacht worden, vieles wegen des schlechten zustandes, dar-innen er das Finanzen-wesen angetroffen, und der dringen-den erforderungen des Staats anders nicht geschehen können ,und er überdiß alles nichts ohne ausdrückliche befehle des Car-dknals gethan; sein reichthum und aufgang könne ihm nichtvorgewörffen werden, indem er vor antritt der Verwaltungder Finanzen sschon ein grosses vermögen gehabt, worzu her-nach d«c einkünste von seinen bedienungen, und die erlaub,ten zinse von den capitalien , die er dem Könige oft aus sei.nen credit schaffen müssen , gekommen, welches alles ihn inden stand gesetzt, eine grosse figur zu machen, und sich hierund dar anzukauffen, zu dem habe ihn der König mit der be-fohlenen erkauffung iwn Belle-Isle zu seiner beschwerung genö«thiget, davor er gerne sein schloß zu Vaux-lo Vicomte vcr-kaüffen , es aber doch , weil es angefangen gewesen, erst aus-bauen wollen, welches er darum erinnerte, weil man ihmdiesen kostbaren bau so sehr aufrückte ; über daS alles aberhabe er etliche Millionen schulden auf dem halse, nach derenabzug sein reichthum so gar groß nicht seyn würde. Mit die-ser ferner rechtfertiginig, dadurch er absonderlich die gefährli-chen anschlüge wider den Staat kräfftia von sich abgelehnt,brachte er es zum wenigsten so weit. daß man ihm nicht anden hals kommen konnte, und würde er vielleicht gar seynlosgejprochen worden, wenn dem Könige und seinen feindendamit wäre gedient gewesen. Dannenhero vcrurtheilten ihn diedarzu verordneten Richter zu einer ewigm Verbannung aus demReiche. Colbert aber, der nedstchem Staats-8ecrerario Tellieesein lod-feind war, stellte dem Könige vor, es würde solcher ge-stalt Fonqnet die wisscnschafft, die er um die stürcke und schwächevon Franckreich hätte, in fremden landen zum Nachtheil des Kö-nigs mißbrauchen können. Dannenhero verdammte man ihn z,leinem ewigen gefängnis, welches er in der cikadelle von Pi-gnerol halten sollte, dahin er den 20. dec. an. 1664. gebrachtwurde. Daselbst hat er bis ins r6. jähr qelebet,welche zeit er mitlauter Übungen der gottseliqkeit zugebracht, davon er auch zuseiner eigeuen erbauung verschiedenes aufgesetzt. Er starb
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