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terlande vorgegangen, Deventer 1589. in 8. S-voerta Athen ,jjelg. Andrea bibl. Belg.
. du Fresne, (Carolus) Herr du Lange, war aus einem«Veilchen geschlechte auf einem land-guthechey Amiens den 17.dec.an. 1610. gebohren. Den gründ seiner studien legte er indem Iesuitcr-Collegio zu Amiens , und setzte dieselben nebst derJurisprudentz zu Orleans fort. An. i6;i. ließ er sich unterdie Advocaten in Paris einschreiben , wiewol er bald dieselebe»s-art änderte, und sich nach Amiens verfügte. Daselbstlebte er vor sich bis an. 1663. , da ihn die pest nöthigte, seinefamiiie nach Paris zu versetzen. Er continuirte allda sein pri-vat-leben bey ohnermüdctem studieen bis an. 1688. alö in wel-chem er den 22. oct. aus dieser weit gieng. Die bücher, die erhinterlassen , sind Jo. Cinnatni Hiitor. lib. VI. cum cruditis inNicephorura Bryennium , Annam Comnenam & Cinnamumjiotis, nec non Pauli Silentiarii Descriptioncra Templi S. So-phia turn uberiori Commentario; Glossarium tnedia : & in-fimx Latinitatis ; Cyrilli aliorumque veterum Glossaria Latino-Graeca & Grsco-Latina; Historia Byzantina dupllci Commen-tario illustrata ; Jo. Zonars Annales cum notis; Glossariummediae & infimae Graecitatis ; Chronicon Paschale a mundocondito ad Heraclii Imperatoris annum vicesimum. ©titl inher kirche von St. Gervais zu Paris befindliches epitaphiummeldet, daß er einer von den Quaestoribus Francia» oder Thre-soriers de France in dem distriet von Amiens gewesen, undgiebt ihm dabey den rühm eines frommen redlichen , leutseli-gen und gutlhäligen manns , welchen er auch in der that ebensvwol als den nahmen einer gründ - gelehrten, und der ge-lehrten well höchst - nützlichen person verdienet hat. Semewitlwe Catharina du Bos , starb im jul. an. 1694. sein söhnaber, Philippus du Fresne, den 22. jun. an. 1692, Bduz. epist.ad Renaudot. de vit. & morte du Fresne. *
Fresneda , ist ein kleiner ort in Aragonien , nicht weitvon den Catalonischen grentzen, der stadt Alcanitz gegen übergelegen. Er war etwas bevestigt; weil er sich aber vor Kö-nig Carolum III. erklärt , so ließ ihn Philippus V. im jan.an. 1706. in die asche legen. Colmenar , delic. de l’Esp.
p. Szo.
' Fresnes, oder Fresne, ein Französisches lust-haus unweitPaus, zwischen Claye und Meaux gelegen, und dem Cantzlerd^lgueffeau zuständig.
*Fresno , lat. Fraxinum, eine stadt in Portngall, in derprovmtz Estremadura , zwischen dem castell Ädrantes und Ar-menna.
* Fresno , lat. Fraxinum, eine stadt in Spanien , im König-reiche Aragonien , zwey Meilen von Calatajub gegen Saragossa gelegen.
*Fresny, (Carolus Riviere du) ein Franzos, gebohren an.1648., war in seiner jugend Cammerdiener bey dem Konig Lu-dovico XIV., daher einige vermuthen, daß seine eitern und Vor-eltern , von welchen sonst gar nichts bekannt, ebenfalls in Kö-niglichen diensien gewesen. Er war eines muntern und lebhaff-ten geistes, daher ihn vorbemeldter König auf seinen feldzügenund bey andern gelrgenheiten zum öfter» mit sich zu führenpflegte, und brachte es nicht allein sehr weit in der music,sondern war auch ein grosser liebhader der mahler-bildhauer-nndbau-kunst. Insonderheit zeigte er eine sonderbare geschicklich-keit, gärten anzulegen, wobey er gemeiniglich, wenn ihm dienacur nicht im wege stund, einige ungleiche und unordentli-che Plätze dazu erwehlte, oder wol selbst aus einem gleichen undebenen platze einen bergichten machte, um dadurch eine ad-wechSlung und entfernung in der aussicht zu erhalten, derglei-chen unter andern die gärten von Mignaux bey Poissy , und diein der Vorstadt St. Äntonii sind. Er bekam auch von KönigLudovico XIV. die stelle eines Controleurs der Königlichen gär-ten , und kurtz darauf ein privilegium über die manufactur dergrossen sviegel - gläser. Allein er verkaufte, dieses privilegiumum ein schlechtes geid ; und ob gleich der König diesen thörich-ten Handel einiger Massen zu ersetzen, den neuen Pachtern nachder Hand auferlegte, daß sie dem du Fresny jährlich ;ooo. livreSbezahlen musten, so verkaufte er doch auch diese Pension, undweiter daraufvon dem Könige weiter keine wohlthaten zu hof-fen hatte, gab er endlich sein amt eines Controleurs auf glei-che weise dahin, worauf er den Hof verließ, und so dann inParts mit comödien-schreiben vor die Italiänische, und letztlichauch vor die Französische bände eine zeitlang sein brodt ver-diente. Endlich erhielt er auch noch an. 1710. ein privilegiumauf den Mcrcure Galant ; wurde aber auch dieser arbeit baldüberdrüßia, und überließ dieselbe an. 171;. dem Herrn leFe-vre, mir vorbehält eines gewissen jahr-geldes, so er auch genos-sen , bis er an. 1724. den 6. oct. im 76. jähre feines alters starb.Seine gesamten Oeuvres sind zu Paris an. 17;I. in 6. vol. inl2. aufgelegt worden, da denn in den vier erster» seine vor dieFranzösische bände verfertigte comödicn, im fünften aber seineAmusemens serieux & Comiques ; ein Roman unter dem titulie Pitits de la Verite ; eine vergleichung zwischen Homero undRabelais rc. befindlich sind. Sein leben ist dem ersten tomovorgesetzt worden. Niceron, mem. tom. XVII. Journ. des Sa-vam 17)2. M. fevr.
'Fresonara, ein städtlein im Hertzogthum Mayland an denGenuesischen grentzen ün gebiethe von Alexandria , der Gräf-lichen samilie von Trott« gehörig.
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* Fresquel, ein fluß in Languedoc , der bey St. Felix deGermam entspringet, und bey Carcassonue in den siuß Audefallt.
* , (Johannes von) Bischoff zu Bayvnne, unter derregierung Henrrci II., ward als Botfthaffter in Teutschland ge-schickt , wo er an. 1552. auf dem Reichs - tage zu Passau einerede hielte. Er verstünde viele von den heutigen sprachen, undwar in den geschafften seiner zeit wohl unterrichtet. Da derHertzog von Aumale an. iz?2. von dem Marqgrafen zu Bran denburg angegriffen, und in die flucht gebracht wurde, warJohannes de Fresse eben bey diesem Hertzog. Übrigens schriebdieser Prälate verschiedene wercke, als : le Livre des Etats& Maisons les plus illustres de la Chretiente, welches an. 1549.gedruckt worden. Man hat auch seine rede, die er, wie odge-meldt , zu Passau gehalten, in öffentlichem druck gesehen.Thuan. Bist. lib. VIII. X. & XI. Sammarth. Gall. Christ.La Croix du Maine & du Verdier Vauprivas , biblioth. Franc;.
* Freteval, eine kleine stadt in Franckreich, in dem districtDinois in der provintz Beauce an der Loire , vier stunden vonVendome der stadt Orleans gegen Westen.
* Fretulphus, ein alter fcribent, von dem man nicht weiß,wenn er gelebet; so viel aber ist bekannt, daß er eine Ilisto-riam Bojorum geschrieben , deren sich Aventinus bedienet, wel-ches er bekennet in prscf. Voßus , de nist. Lat. III. p. 2.
-Freudenberg, ein Amt und schloß in der Grafschafft Hoyain Westphalen , drey Meilen von der stadt Bremen , und andert-halb meilen von Siegen gegen süden. Nachdem die Grafen von Hoya an. 1582. ausgestorben, kam Freudenberg mit sei-ner zugehörung als eine weil. besondere alte StandeS-Herrschafftin der theilung an Hessen - Cassel . Schneiders befchreibnngdes alten Sachsenlandes, p. 297.
* Freudenberg, Friedenburg, eine stadt im Ertz-StifteTrier an den Lothringischen grentzen über dem Saar - fluß,drey meilen von Trier , und eine meile von Remick gelegen.Ertz - Bischoff Baiduinus hat es zu ansang des XIV/ fcculierkauft. An. 16;;. muste es eine Spanische besatziing einneh-men. Zeillers Reichs-geogr. III. p. 241. Lucä Fürsten-saal,p. irj2. M er eure Frangois , tom. XIX. p. 102.
* Freudenberg, eine stadt und Amt am Mayn in Franckenjwijchen Werkheim und Miltenberg , zum Bißrhum Würtzburggehörig.
Freudenftadt, ein mittelmäßiger ort in dem Schwartz-wawe, 5. meilen von Tübingen , welchen Hertzog Friedrichzu Würtemderg, vor die aus den Oesterreichlschen landen ver-triebene Lutheraner an. iüor. angeleget, und nach seinem nah-men Friedrichstadt genennct hat. Sie ist aber von den exu-lanten Freudenftadt genennet worden, um ihre freude da-durch an den tag zu legen, daß sie nicht allein sichere wohnnng,sondern auch viele freyheiten bekommen. Lairiz, hist. palmw.9 - 41 ·
t Diese stadt liegt gleichsam in dem Mittelpuncte desSchwartzwaldes, schier in gleicher weite von Tübingen undStraßburg . In derselbigen gegend soll ein Haus seyn, vondem die eine dach-traufe in den Neckar , und folglich in denRhein , die andere in die Donau fließt. In dem unter derstadt liegenden Christophs-thal sind drey gute bergwercke. Reb-stock, beschreib. Würtemb.
Freudenthal, ein städtlein samt einer ansehnlichen Herr-schafft in Ober - Schlesien, liegt an dem hohen gebürge dasGesencke genannt, an der Mährischen grentze, hat vormalszu dem Fürstenthum Troppau gehöret, und ist von desselbenLands-Hauptmann, Johanne Freyherr» von Würben besessen,in der Böhmischen unruhe aber von Kayser Ferdinande II.eingezogen, seinem druder Ertz-Hertzog Carolo, Groß-Teutsch-mcistern und Bischoff zu Brixen und Breßlau , und von selbigemdem Teutschen orden geschencket, auch an. 16)9. den t2. mart.von der dependentz des Fürstenthums Troppau völlig eximiretworden. Als an. 1632. Kayser Leopoldus den GrossTeutsch-meister Johann Caspar von Amprinqen, zum Obrist-Haupt,mann in Schlesien bestellete, selbiger aber ein Landes-Fürstseyn muß, so erklärte der Kayser diese Herrschafft auf seinelebenö-zeit zu einem Fürstenthum. Das städtlein liegt in ei-nem angenehmen thal, und hat ein schloß, darinnen derLand-Commenthur deö Teutschen ordenö wohnet. ES wirdda ein starcker garn-und leinwand-handel getrieben , es werdenauch schöne Pferde allhier gezogen. An. 164;. hat der Schwe-dische General Königsmarck diß städtlein ausgeplündert.Henelii Silesiogr. c. 7. §· 40.
Freundschafft. Orden der guten Freundschafft zwischenChur-Sachsen und Chur-Brandenburg, ist von Joh. Geor-gio IV. Churfürsten zu Sachsen erfunden, als ihm an. 1692.der damalige Churfürst zu Brandenburg Fridericus III. zuTorgau eine visite gegeben. Das ordens-zeichen war ein gül-den brasselet. Auf der einen feite sahe man 2. geharnischteund vest in einander geschlossene Hände, mit palm-zweigen um-geben , nebst creutzweis darein geschrenckten schwerdtern ; dabeystunden diese Worte: Unis pour jamais, das ist, auf ewig verei-nigt. Auf der andern seile stunden beyder Churfürsten nah-menö-buchstaben , zierlich verzogen, mit der beyfchrift : Sin-cere Amitie , d. i. aufrichtige freundschafft. In diesen ordenwurden von jeder Churfürstlichen Hof-stadt 12. Ritter aufge-nommen. Imbof not. Proc. Imp. lib, II. c- 7. p. 38·
Freus-