* Fremiot, (Andrcaö) ein gelehrter Franzost, ward an.i^yy. zum mitgliede des Parlcments von Bourgogne , und an.i6o;. zum Ertz-Bischoff zu Bourges von König Henrico demgrossen ernennet, der ihm auch gerne zu einem Cardinals-hutverhvlffen hätte. Sein Nachfolger Ludovicus XIII. schickte ihnan. 1626. als Abgesandten nach Rom , und darauf nach Ve nedig und in die Schweiß, an welchen orten er überall die Vor-theile seines Hofes sorgfältig beobachtet. Dessen ungeachtetstund er auch dabey seiner Diasces mit vielem nutzen vor, starbaber endlich zu PariS den n. may an. 2641. Er hat einentractat des Marques de l’Eglise contre les Heresies hinterlaj-
( M. Sammartb. Gall. Christian. Padiot, hist. du Parlemcnt delourges. Mimus.
* %emona, lat. Primis magna, oder Premnis, eine vestungin dem Abyßinischen Königreiche Dgre, an dem fluß Mareb,ward zu erst von den Portugiesen angelegt, als die Jesuiten dahin kamen, das Evangelium auszubreiten, welche auch hie-selbst eine feine kirche haben. Ludoipb. hist. iEthiop. II. ia.n; 18. Descript. deTEmpire duPretre-Jean, p. 19.
* Fremont, oder Froidmont, lat. Fn'gidus Mons, eineAbtey Cistercienser - ordens in der landschafft Beauvaisis inFranckreich, in der Isle de Eranee am fluß Tera, zwischen Beau-vais und Clermont.
* Fremopama, ein gebürge in der landschafft Japan , wel-ches sich unweit der stadt Meaco auf die drey meilen weit er-strecket , und sehr anmuthige thäler hat, in welchen sich ehe«dessen die Welkweisen dieser nation aufzuhalten, und daselbstihre schulen zu haben pflegten. Hiß. Eedef. du Japo », 1 .1.p. 44 -
*Frenicle, (Nicolaus) war Bernardi Frenicle von Bessy,dessen geschlecht schon an. 1407. in den Adelstand erhoben wor-den , ältester söhn, und an. 1600. zu Paris gebohren. Erwurde in dem 27. jähre seines alters Rath und General beyder Müntze zu Paris , und behielt diese stelle bis an seinen tod,ob man gleich die zeit, in welcher er das zeitliche gesegnet, nichtangeben kan. Er hat in seiner juqend unterschiedliche comö-dicn geschrieben , welche auch im druck vorhanden sind; nach-gehends aber sehr bedauret, daß er seine zeit so übel angewen-det , und deswegen sich entschlossen , keine andere als geistlichePoesien künftig zu verfertigen , so er auch gehalten hat. Unterandern hat man von ihm ein getichte, so er Jesus crucifie be-titelt , und eine Paraphrafin der Psalmen in Französischen Ver-sen , welche an. 1661. heraus gekommen. Sein jüngerer bru-der, Bernard Freniclc, Herr von Bessy, war aus der andernehe seines vatters, und wird von einigen, wiewol gantz un-recht , gleichfalls Nicolaus genennet. Dieser wurde an. 1666.ein Mitglied der Academie der wissenschafften , und brachte esinsonderheit in der Arithmetic so weit, baß Cartesius gestund,es wäre schwer, selbst durch die Algebram , deren jener sich dochim geringsten nicht bediente, es so hoch zu bringen. Er starban. 167;. und hinterließ verschiedene villerrarions, als : Me-thode pour trouver la solution des problemes par les exclu-lions; Tratte des Triangles rectangles en nombre ; Abregedes combinaisons &c. welche in den alten memoiren der ge-dachten Academie tom. V. befindlich sind. Baillet , vie de Des-Cartes, vol. I. Bibliotbiquc des Tbeatres. Commercium epißo.iicum de quaestion. quibusd. Mathemat. ed. Oxon. i6;8-&c.
* FRENTANI, oder auch FERENTANI, waren alte völ-cker in Samnitien. Strabo , lib. V. r>. 569. Sie Hatten ihrennahmen von dem fluß Frento, daran sie wohnetcn. Piinius, hist.nat. III. 11. Ihre Nachbarn waren g«jen Westen die Marrueini,und die Apuli gegen offen. Ihre Haupt-stadt hieß Frentanum,und lag im heutigen Terra di Lavoro des Königreichs Nea-polis nahe bey Teano. Piinius , hist. nat. III. 12. Cedarius ,not. orb. ant. II. 9. §. 5 J4·
Frentz, ein schloß nebst einer Herrschafft in dem Hertzog-thmn Julich . Es ist das stamm-hauö der Freyherren diesesnahmens, welche auch die Herrschafft Kentenich in dem Chur -Cölnischen besitzen. An. 171 r. war Johann Siegmund Can-tor und Canonicus zu Worms . Tromsd .
* Frentzel, (Johann) ein gecrönter Poet, war um das jähr1Ü48. Viearius im Dom-Stifte zu Magdeburg , Canonieus zuZeitz , und des grossen Fürsten -Collegii zu Leipzig CoUegiatus.Er machte gute verse, sowol in Teutscher als Lateinischer sprä-che , und war sonderlich in anagrammatibus und sonnelen glück-lich. Man sagt, er habe die wunderliche gewohnheit gehabt,daß er sich auf der erde herum gewältzet, wann er ein anagram-ma verfertigen wollen, sonst hat man von ihmTrigam Sermo-num sacrorum, Leipzig 1657. in 8. Lob-getichte der goktes-furcht, Leipzig 1648. in 4. Menckeuii Charlataneria.
* Frentzel, (Simon Friedrich) war zu Cotbus an. i6;6.gebohren, da sein vatter Superintendent war. Er studirte an-fangs zu Berlin unter Adamo Spenglero, und gieng im 15.jähre seines alters nach Franckfurt an der Oder, da er die be-rühmtesten männer hörete, und zweymal unter Wathonio, undeinmal unter Gruvio öffentlich disputirte. Von dar begab ersich nach Wittenberg , und hörte daselbst Aegid. Strauchium,Jacob Tentzeln, Christian Luserum, Deutschmannen und Büch-ner» , legte sich auf die Theologie, und in neben-stunden aufdie Poesie, da er eS denn in kurtzem dahin brachte, dasi er
nicht allein den Magister-titul annehmen, sondern auch hmStudios« mit lesung guter collegiorum dienen konnte. Dabrnwurde er nicht allein in die philosophische Facultät aufaeno^men , sondern auch einmal zuin Decano derselben erweise.An. 1676. wurde er zum Superintendenten in Jessen beruflenund nahm nicht lang hernach zu Wittenberg den gradum l!'centiati Theologire an , nachdem er zuvor de Animo Romini^disputirte. Er hat übrigens viele schnften heraus gegeben, dar.unter die vornehmsten sind : de Mansuetudine, Wittcnberai 6 ; 6 . in 4. de Stella nati Jesuli a Magisvisa, ib. 1661. in4. de Causa per Accidens, ib. 1662. in 4. de Chiromant!»ib. 1 66 j. in 4. de Majestate Osmannica , ib. 166?. de Vitauniversi Corporis, ib. 1667. de Causis Corporum cruento.rum, Wittenberg 167;. in 4. Vvm Rübezahl, ib. 167;. m 4 'de Igne subterraneo Schmidebergensem agrum occupance*ib. eod. de Monstro humano , Witebergs d. 50. aug. 1Ü74'nato , Wittenb. 1674. in 4. de Cnieornu» 167;. da er nurPraRes, der Respondent Christian Vater aber aucstor war, de Vl.ta Mineralium & Elementorum, 1676. de Corona, 1677. u.a. m. Iänichen, Eusat. lit. in Hofnmmi script. rer. Lusac.*tom. II. p. ;;8- seq.
* 8rere, (Jean le) gebürtig von Laval in Maine, starbals Principal des Collegii von Baymx zu Paris den iz.jul.an. 158z. an der pest, und hinterließ eine Französische Über-setzung des Josephi und Euftbii, ingleichen eine Historie seinerzeit u. a. m. La Croix du Maine.
* Fresearuolo, oder Frasearuolo, lat. Frascarolum, einekleine stadt nahe bey Valema in der landschafft Lumello imHertzoqlhum Mayland am Po gegen norden, dem MarcheseBelllsono gehörig.
^ressati, lat. Tuseulum, eine kleine stadt in Campagna diRoma m dem Kirchen-Staat, ist der sitz eines BischoffS, wel-cher allezeit einer von den 7. alten Cardinälen ist. Sie warbereits zu der Römer zeiten bekannt, und weil diese gegendsehr angenehm, hatten sie viele lust-häuser daselbst, worunterauch Ciceronis prredium Tusculanum bekannt. Diese stadtwurde zu Papsts Cölestini lll. zeiten zerstöret, weil ihre einwoh.ncr den Kayserlichen hülffe geleistet, da denn hernach Frescalian den ort gebauet wurde, wo das alte Tuseulum gestanden.Es sind sehr viel palläste und lust-häuser darinnen zu sehen,worunter il Monte Dracone, so dem Fürsten Borghese; Bel-vedere, so dem Printzen Pamsilio; und Villa Ludovisia, soder Hertzogin von Guadagnola des Connetablc Colonne schwe-ster zustehet. Cicero , Horatius . Cedarius , not. orb. antMissons reist.
* ^rescobaldis, (Petrus de) ein Florentiner aus einemalten adelichen geschlechte, war ein söhn Matthäi, eines daß-gen Rathsherrn, und der Gineverä Acciaiolä. Seine gelchr-famkeit und erbauliche lebens-art brachten ihm viel ehre und an-sehen. Nachdem er Canonieus an der Metropolitan-kirche fei-ner vatter-stadt gewesen , ward er auch Prior an der kirche St.Lorenzo daselbst, und an. 1654. am 19. octob. Bischoffzu Sl.Miniato, starb aber noch in dem jähre den 12. dec. als er sicheben zur besitznehmung solches Bißthnms reisefertig machte.Aus obiger familie stammten auch Dinus , der berühmte Poet,Bertus, ein Florentinischer General, Tegia, ein tapferer krieqs.mann, und Baldus, der sich im kriege grossen rühm erwor-ben , und einer von denen mit gewesen, welche Qualterium,Hertzog zu Athene , damaligen Tyrannen von Flvrentz, aus die-str stadt verjaget. Peer. Monaldus. Florius Brunus , de kamst.Florent. Vgbedus , Ital. sacr. tom. III. p. 279.
8rest, Friese, Frieß, eine von den ältesten und anschn.lichsten adelichen familien in dem Hertzogthum Bremen , vonwelcher 2. brüder Gerhard und Thethard um das jähr 12,4. ge-lebet haben. An. 14*7. war Johann Drost zu Fredeburg undErtz-Äischöfflicher Amtmann zu Vörde . Outraben diente derCron Spanien als Obrister, und war ein enckel von Wilcken,der des vorgedachten Johannis bruder gewestn. An. 1700.lebten 4. brüder: 1.) Hans Joachim , Chur-Brandenburgi-scher Obrist-Lieutenant, 2.) Otto Dietrich, Dänischer Odnst-Lieutenant, ;.) Christian Ernst, Kayserlicher Obrist-Lieute-nant , 4.) Anton Casimir, Gottorfflscher Maior. Es hatdieses geschlecht seinen Ursprung aus Frießland, woselbst esbis jetzv noch in gutem ansehen stehet. Es hat sich auch mDänemarck ausgebreitet, und daselbst die Gräfliche würde er-halten. Musbard. theatr . Nob. Brem. Ubbo Emmius , de reb.Frist
* Fresse, (George) ein Handelsmann zu Hamburg , war indem flecken Herbe im Ditmarsischen an. 162;. gebohren,,undstarb an. 1697., nachdem er eine anwcifung und Übung überdie heil. zehen geböte , eine Atheistische drille, und andersmehr heraus gegeben. Er hat einen ruchlosen menschen ,der neben ihm rm arrcst saß, und an seiner seligkcit verzwei-feln wollte, durch antastung glüender kohlen und eines gluendeneisernen rings, auf besser» ivege gebracht, auch zwey besesse-ne Personen vvm teufe! befreyet, worüber ein gutachten vonder theologischen Facultät zu Kiel eingeholet worden. U»iv.
Lexicon.
* Fresinga , (Renicuö) ein gelehrter Frießländcr, gebürtigvon Franecker, lebte im XVI. feculo, und beschrieb in seinermutter-sprache, waS von an. 1,76. bis 1,84. in seinem vat-
terlandc