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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
Entstehung
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2r. Henricus I. von Ebersdorff, starb an. 1137.

2;. Otto I. Maragraf in Oesterreich , starb an. 1138.

24. Albertus I. starb an. i>8r.

2;. Otto II. ein Graf von Berg aus Schwaben,starb an.irro.

26. Geroldus, starb an. 12; 1.

27. Conradus I. Tetzner oder Toltzner, starb an. 1238.

28. Conradus II. ein Wild - und Rheingraf, starb mui 278.

29. Fridericus II. starb an. 128a.

30. Emicho , ein Graf von Mosburg; einige nennen ihn ei-

nen Waldgrafen, starb an. r;n.

z i. Conradus III. starb an. i?i8.

; 2. Godofredus, starb an. 1322.

33. Johannes I. starb an. 1324.

34. Conradus IV. von Klingenberg , starb an. 1337.

3;. Johannes II. ein Päpstlicher Medicus, starb an. 1349,

36. Albertus II. ein Graf von Hochberg, starb an. 1339.

37. Paulus, starb an. 1377.

38. Leopoldus, ertranck an. 1381.

39. Bertholdus von Wechingen, starb an. 1410.

40. Degenhardus von Weix, starb an. 1411.

41. Hermannus, Graf von Cillcy, starb an. 1421.

42. Nicodemus de Scala aus Verona , starb an. 144;.

43. Johannes III. Grünwald, starb an. 1432.

44. Johannes IV. Tulbeck, resign. an. 1476.

43. Swtus von Tanneberg, starb an. 1493.

46. Rupertus, ein Pfaltzgraf am Rhein , resign. an. 1497.

47. Philippus, starb an. 1341.

48. Henricus II. ein bruder der beyden vorhergehenden, starb

an. 1332.

49. LeoLefch, von Hilgartshaufen» starb an. 1339.

30. Mauritius vonSandizcll, resign. an. 1363.

31. Ernestus, Hertzogs Alberti V. in Bayern fohn, starb an.

röi2.

32. Stephan von Seyboldsdorff, starb an. 1618.

33. Vitus Adainus von Gedeck, einige nennen ihn Scebeck,

starb an. 1639.

34. Albertus Sigismundus, ein Hertzog aus Bayern , starb

an. 1683.

33. Josephus Clemens, Churfürst zu Cöln, restgn. an. 1694. 36. Joh. Francifcus Ecker von Kupffing und Lichteneck, wardan. 1693. erwehlet, und starb den 23. febr. an. 1727.

37. Johannes Theodorus, Hertzog aus Banern , ChurfürstMaximiliani Emanuelis von Bayern jüngster Printz,, welcher feit an. 1719. Bifchoff zu Regenfpurg war,gewetzter Coadjutor feit an. 1723. Bucei. in Germ.sacra. Hund. Metrop. Salisb.

Freystadt , ist i.) eine kleine stadt in Ober-Oesterreich, vierweilen von Ltntz, an den Böhmischen grentzen, den Grafen vonSlavata zuständig. Es gehöret ein kleiner district darzu, derMachland genennet wird , worinnen die 2. kleinen städteMathausen und Greynam liegen ; 2.) eine den Grafen vonWratislau zugehörige stadt in Oder-Ungarn , an dem stutz Wag,zwischen Leopoldstadl und Schinta. Sie wird auch Freystadlgenannt, und hat ein ziemlich hohes und vestcs schloß, in dernachbarfchafft aber ein gesund - bad ; 3 .) eine kleine stadt indem Schlestfchen Fürsteiithum Glogau, ungefehr 4. meilen vonder stadt Glogau , und 3. von Sagan, nordwärts gelegen, wo,dey an. 1709. eine Lutherische kirche und schule vermöge derAlt-Ranstädtischen convention angelegt worden; 4.) eine kleinestadt nebst einem feinen schloß, in dem Fürstcnthum Teschen,an dem stusse Elsa. Sie liegt vierthalb meilen von Teschen ,und gehöret dem Grafen Gafchin 33.) eine kleine stadt in deinPolnischen Preussen, in der landschafft Pomefanien, nicht weitvon den grentzen des Culmifchen gcbieths. Tromsdors. LucäSchlesische chronick.

* Freystadt , oder Freystädtlein, Freyenstadt, Frey-denftadt, eine kleine stadt in der Ober-Pfaltz, am Schwar-tzach, zwischen Nürnberg und Regenfpurg, gehört unter dieEichstädtische Dioeces, und im weltlichen unter das Hertzog-thuin Neuburg. Es hatte eine Pfarrey, St. Petri und St. Pau-li, und die Grafen von Wolfstein auf Ober - Sultzburg habendas jus prrefentandi. Faltkenßein. not. ad cod. diplom. an-tiqq. Nordgav. p. 127. An. 1632. haben selbige die Schwe­ den erstiegen, ausgeplündert und verbrannt. Zeillers itiner.Germ. eontin. I. c. 32. p. 446.

Freystadte, (Königliche' in Ober-Ungarn sind i.) Cafchau,2.) Bartfeld , 3.) Eperies, 4.) Leusch, 3.) Zeben. Sieliegen insgestimt nach dem Carpatifchen gcbürge zu, in denGrafschassten Abaviwar, Czepus, Torna und Saaros.

^reytag, eine alte adeliche familie, welche heut zu tage denFrcyherrlichen titul führet, und zwar von dem schlösse Gödens,eine meile von Jever in Ost-Frießland gelegen. An. 1402. istHeinrich Abt zu Brauweiler, Hans aber, der sich von demschlösse Bringhafen oder Loringhofen beygenannt, an. 1491.Ordensmeister in Licfland gewesen. An. 1329. befanden sichJoachim und Wilhelm in dem von den Türcken belagerten Wien .Leo Freytag, Herr von Gödens, wurde an. 1624. im nahmender Nieder - Sächsischen Kreis-.Stände an den Kayser geschickt,als Tilly in Nieder - Sachsen eingefallen. An. 1633. war Jo-hann Schwedischer Oberster und Commendant i» Würtzburg,alö sich die Kavserlicben davon meister machten. An. 1686.lebten Frantz Heinrich und Haro Burchard, welche, als Kay-

serlichr Minlsters, unterschiedliche Ambassaden verrichtet tDt«ckelm. Oldenb. chronick. Spangenbergs Adel-spiegel, a 11Pufend. Schwedische kriegs-gesch Tromd. 3 l

- ^reyrag, (Johannes) war zu Nieder-Wefel im Hertzog.thum Eleve an. -38-. gebohren, stndirte zu Helmstadi, undwurde daselbst Professor Medicinae , nachgehends berief ihn derBifchoff zu Osnabrück zu seinem Hof-Medico, -tvelctje Wtanung aber er der religivn wegen wieder einbüßte , und alsProfessor Medicinae nach Gröningen gieng, allwo er an. 164-gestorben. Er hat Noctes Medicas , sive Tractatum de AbusuMedicinae; de Opio ; de Esculentorum Facultatibus, und an»ders mehr hinterlassen. Fr.ber. theatr.

* ^reytag, (Johannes) war zu Perleberg an. 1387. gedoh.ren, und promovirte zu Padua in Doctorem Medicin«, nachdemer zu Francksurt an der Oder, Wittenberg , Wien und Basel stn«dirt hatte. Hierauf practicirte er zu Regenfpurg, verferiiqie einenkurtzen bericht von der Melancholia Hypochondriaca , nebst 12.curiösen fragen von einer analogia der grossen weit mit der klei-nen; de recta purgandi Methodo libros IV. Franckfurk 1630.'Orat, de Officio Pharmacopcei & de Pharmacopolio rite infti!tuendo, Gröningm 1633. Tr. de Natura Opii & de Medica,mentis opiatis, ib. 1632. in 8. Consilium in Catarrho calido,ib.Disput, de Morbis Subifantiae &c. ib. de Calidi innati Essentia& de Formarum Origine, ib.1632. feq. Detectionem & Refuta,tionem novae Sectae Sennerto-Paracelsicae , Amsterd. 1636, in 8,Tr. de Origine & Nat. Animarum in Brutis , Franckf. 1638.,und starb den 24. fept. an. 1634. Freherus.

* Frezeau , oder Freze!, eines der allerältesten adeliche»Französischen Häuser, welches feit undencklichen zeiten seine-thcr in Aniou besitzt. Man findet bereits in den Urkunden desXI. saeculi von ziveyen Frezels, oder Frezeaur, welche beyde Rit-ter gewesen, erwehnung, und an. 1270. lebte Gottfried Frezchdessen nachkomme» sich auf verschiedene weise berühmt gemacht.LanceüotusFrezeau II. warum das jähr 1433. bekannt. Phi-lippus diente unter Carolo IX. und Henrico III. , war Gouver.neur von Poiton, vertheidigte an. 1374. Carentan wider dieProtestanten, und starb an. 1390. Sein söhn Jacobus wardunter Henrico IV. Gouverneur von Poitiers , und verließ Jsaa.cum, der sich durch seine tapferkeit zu wasser und lande, sonder,lich bey der belagerung von Rochelle, und in dem kriege imValtelin hervor that, an. 1639. aber dey Hesdin , welcher stadtGouvernement ihm versprochen war, blieb , und keine mannst,che erden hinterließ. Francifcus Frezeau diente in Flandern undTeutschland, ward an. 1677. General-Lieutenant von der artil.lerie, an. 1682. Gouverneur von Gravelingen, an. 1684. vonSalins,.an. 1688. General-Lieutenant der Königlichen armem,und starb an. > 702. Er hatte mit Cbarlotta Maria, der loch.ter und erbin des gedachten Jsaaci Frezeau, gezeuget: 1.) An.tonium Franciscum, der als Oberster an. 1674. bey Sencfblieb.2. )Johannem, einen Maltheser - Ritter, welcher an. 1677.gleichfalls als Oberster in der belagerung von St. Omer gedlie.den. 3.) Carolum Madclonum , der anfangs bey der arlilleriedienste gethan , hernach sich dem geistlichen stände gewiedmel,an. 1690. Abt von St. Sevcr zu Courances, an. lüyz.Ober.Vicarius zu Straßburg , und in eben demselben jähre Blschoffvon Rochelle worden, und an. 1702. gestorben. 4.) Isiacum,der an. 167;. in Tentfchland in des Königs diensten umgekom-men, da er nur 14. jähr alt gewesen. 3.) Johannem Fran-cifcum Angelicum , obersten General - Lieutenant der Französt»scheu artillerie, welcher an. 1711. gestorben, und FranciscumJfaacum Lancellotum, Marquis von la Frezeliere, hinterlassen,der an. 1692. gebohren, und des vatters bedicnung empfan»,gen hat. Etat de la France , tom. III.

* Hriart, (Roland) war in der Französischen provin? Mai.ne aus einem guten geschlecht an. -6oü. gebohren. Er gab ei-ne zeitiang einen Advocaten ab , gieng aber hernach in Ita­ lien , daselbst in den mathematischen wisscnschafften, zumalaber in der bau-kunst sich zu üben. Nach seiner zurückkunffward er von seinem vatter, dem Königlichen Staats-8ecretario,Mr. des Noyers , in verschiedenen wichtigen angciegcnhelimnach Teutschland und Italien verschicket, und starb ums >ahr1630., nachdem er eine Französische Übersetzung des Palladii deArchitectura ; ingleichen Parallele de I'Architecture antiqu«avec la moderne Hinterlassen.

* Frias , lat. Frigida . eine stadt und HertzoatHnm IN Alt.Castilien, 3. meilen von Burgos an dem stnp Ebro , von wel-cher die familie von Velasco seit an. 1492. den Hertzoglicheittitul führet. Imhof, von Grands in Spanien .

^rias, (Petro Fernandez de) ein Cardinal, war von gerin-gem herkommen und arm. Allein sein gutes äusserlicheS an-sehen, sein fleiß, seine geschicklichkeit, und die absonderliche gunst,jd er sich bey den 2. Königen von Castilien und Leon, HenricoIII. und Johanne II., zuwege brachte, beförderten ihn zu denBißthümmcrn von Osma und Cuenca , auch endlich gar zu derCardinals-würde. Er machte sich aber durch seine» gcitz undunordentliches leben sehr verhaßt. Einsmals geschahe es, Mier zu BurgoS , mit dem Bifchoff von Segovia , Johanne vonTordesillas, in einen harten wort-wechsel verfiel, worauf nocheben denselben tag einer von seinen bedienten den letztgedachtenPrälaten prügelte; wiewol nun der Cardinal solches nicht de-fohlen, so vermehrte sich dennoch deswegen die Verbitterung we»