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milianr. Dieser wurde an. 1699. gebohren, und nachdem ereinige zeit in dem geistlichen stände gelebet, resigniere er, undheurathete an. rüg?. Iohannettam Franciscam, Graf Sa-lenkin Ernstens zu Manderscheid -Blanckenheim lochter, die ihn,Marram Ernestam Franciscam, erbn» der Grafschafft Riet-berg, an. «686. gebohren, so an. 1699. den 6. aug. mitGraf Maximilian Ulrichen von Kaunitz verniählet worden.Edzardi II. erster söhn, war, wie bereits gedacht, EnnoHl., welcher an. »969. gebohren, und nachgehends demvat-ter rn der regierung gefolget, so er mit vielen streittgkcilen,die ihm sowol seine Land-Stände als die stadt Embden verur-sachet , geführet. Seine erste gemahlin, Walpurg , GrafIohannls von Rietberg erb-tochter, brachte ihm die provintzHarlinaen zu , und nachdem diese an. ,986., nicht ohne ver-dacht beygebrachten gifts, gestorben, vermählte er sich an.1598. mit Anna, Hertzog Adolphs zu Holstein - Schleßwichtochter. Aus der ersten ehe wurde, wie schon erinnert, Sabi-na Catharina, an Graf Johannen, ihren oheim, und Agnesan Fürst Gundackern von Lichtenstcin vcrheurathet. Aus derandern ehe wurde Christina Sophia , Landgraf Philipps zuHessen - Butzbach , und Anna Maria, Hertzog Adolph Frie-drichs zu Mecklenburg-Schwerin gemahlin. Von den söhnenanderer ehe succedirte Rudolphus Christianus, der an. ,602.gebohren worden, dem vatter nach dessen tode, so an. 1629.erfolget, in der regierung, welche er aber nicht völlig ;. jährführen konnte, indem er an. 1628. vor dem schlösse Berumbey einem ohngefehr entstandenen tumult von einem Kayserli-chen Fähndrich ins lincke äuge gestochen worden , daran erden folgenden tag gestorben. Sein bruder Ulricus, so an.1S09. den 16. jul. gebohren, regierte hierauf das land mitgutem rühm, und starb an. 1648., von seiner gemahlin Ju-lian« , Landgraf Ludwigs zu Hessen-Darmstadt tochter, En-nonem Ludovicum , Georgium Christianum und EdzardumFcrdinandum hinterlassend. Der letztere davon wurde an.iü;6. gebohren, und starb den i. jun. an. 1668., nachdem ervon Anna Dorothea, Graf Albrecht Ludwigs von Criechin-gen tochter, ein vatter Edzardi Eberhard, Wilhelmi und Fri-derici Ulrici worden, die sich beyderseits in kriegs-dienste bege-ben. Der älteste söhn, Enno Ludovicus, wurde an. 1692. den29. oct. gebohren , und von Kayser Ferdinands III. an. 1694.in den Reichs - Fürsten-stand erhoben , starb aber in seinentöchtern, Iuliana Louisa und Sophia Wilhelmina, wiederumaus. Ihm folgte sein bruder, Georgius Christianus, geboh,ren an. 16,4. den 6. febr. Er wurde an. 1664. den 16. sept. inden Fürsten-Rath introducirct, welche würde er aber nicht einvölliges jähr besessen , indem ihn der tod an. ,669. den 6. jun.weggenommen. Im übrigen muste er nicht allein, gleichwiestine vorfahren, von der stadt Embden und seinen eigenen Land-Ständen vieles ausstehen, sondern der Bischoss von Mün ster , Christoph Bernhard , fiel ihm gleichfalls in das land,als ihm die erecution wegen des Lichtensteinischen Hauses,so wegen der Agnes, Fürst Gundackers von Lichtenstcin ge-mahlin, eine grosse summe geldes prätendirte, aufgetragenworden. Er hinterließ von seiner gemahlin Christina Charlot-ta, Hertzog Eberhards zu Würtemberg tochter, ChristianumEberharkum, so erst nach feinem tode an. ,669. den n. oct.gebohren, und an. 1632. von König Christiano V. inDäne-marck mit dem Elephanten-orden beehret worden. An. ,689.den 9. may vermählte er sich mit Eberhardina Sophia, FürstAlbrecht Ernsts von Oettingen tochter » die aber an. 1700.den ,0. oct. verstorben. Hierauf heurathete er an. 1702. einFräulein von Kleinod , die der Kayser unter dem nahmenGräsin von Sondhorst in den Grafen -stand gesetzt. Aus derersten ehe sind ihm gebohren worden, Leopoldus Jgnatius undUlricus Fridericus, so in ihren jungen jähren wiederum ver-storben ; ferner Christin« Sophia, an. 1688.; Maria Char-lotta, an. 1689.; Georgius Albertus, an. 1690.; CarolusEmanuel, an. 1692.; Fridericus Wilhelmus, an. ,699.;Augustus Enno, an. 1697.; Julian« Louise, an. 1698.; undnoch eine andere Printzeßin, an. 1699. Der jetzt regierendeKürst ist Georgius Albertus, und hat sich an. 1709. mit Chri-stian« Louise, Fürst Georg» Augusti Samuelis zu Nassau-Jdstein tochter, vermählet. Emmius , in reb. Frisicis. Spe»er.in opere Herald. Imhof. N. P. lib. V. c. 8. Souveränenvon Europa .
Frigimelica, (Franciscus) lehrte die.Medicin auf der Uni-versität Padua, allwo er gebohren, und an. 1999. im 68 . jähreseines allers gestorben. Sein bruder Antonius hat sich angele-gen seyn lasse» , seine schriften zusammen zu tragen. Thomas.elog. Patini lyccum Patav.
Frignano, lat. territorium Frignani , ist eine kleine Italiä-nische provintz in dem Hertzoglhum Modena , welche sich bis anden fuß des Apenntnisthen gebürges erstrecket, und einige städtejn sich begreift, als Frignano, Sestola, rc.
Fricznano , (Thomas de) ein Cardinal, gebürtig vonModena . Seine eltern waren adelicher adelicher ankunft; erselbst aber trat in den orden der Minoriten, und that sich durchfeine wissenschafft, beredtsamkeit, wie auch andere gaaben,dergestalt hervor, daß er nach und nach Professor auf derUniversität zu Bononien , Provincial von dem Bologneisschendistrict, endlich aber den 6. >ul. an. 1,67. General fernes or-drns wurde. Das folgende jähr, weil er sich einem gewissenHistor. Lexicon lll. Theil»
Mönch, nahmens Paulutio, und andern, die sich einem geist-lichen lebe», »int beionderm eifer gewiedmet, günstig erwie-sen hatte, beschuldigte man ihn eines irrthums inglaubens-sachm. Er muste auch deswegen anderthalb jähr die fu-speniton von seiner wurde.erdulden, erhielt aber zuletzt eineöffentliche und jolenne crklarung seiner Unschuld. GreaoriuSXI. schickte ihn an. 1 , 7 ». mit dem character eines tiunciinach Genua , um die allda entstandene innerliche unruhebeyzulegen, und als er solches glücklich zu stände gebracht,empfieng er an. 1,72. zur belohnung das Patriarchat vonGrado . Bald hernach gieng er noch einmal als PäpstlicherNuncius nach Genua , um zwischen solcher Republick unddenen von Copern einen frieden zu befördern , auch unter-schiedene Italiänische Potentzen zu einer Ugue wider Berna-bonem und Galeacium Vij'conti zu bewegen. Nachdem erbeydes bewerckstclliget , und noch ferner die von Padua mitden Venetianern verglichen , machte ihn Urbanus VJ. z„nrCardinal - Priester des tituls 88. Nerei und Achillei. Seintod erfolgte zu Rom um das jähr i;8i. Er hat Lommen-tarios Theologicos , ingleichen Actum Exatninis Canonizatio-nis 8. Brigitte hinterlasse». Wadding. annal. Min. Contelor.elench. Card. Panvin. Aubery. Andr. Dandult chron. Ray-nald. annal.
^risack 1 eine kleine stadt am ffuß Rhyn, in der Mittel-Marck Brandenburg, zwischen Rinow und Febrbellin, vier Mei-len von Ruppin , den Herren von Bredow zuständig.
Frische , (Jacobus du) war an. 1641. zu Seez in derNormandie gebohren, und begab sich an. 166;. unter die Be-ncdictiner von der Congregation St. Mauri. Er war in denGriechisch - und Lateinischen Vättern vortreflich belesen , wo-von die wercke des heiligen Ambrosir , Bischoffs zu Mayland ,welche er nebst Nicolao Nourry an. 1686. und 1690. j» 2. vol.heraus gegeben, ein klares zeugnis darlegen. Sein tod erfolg-te an. 169;. in der Adtey zu St. Germain d« Pres. Pe2. bibl.Bened.
Frische Haff, lat. 8»NU8 agu-L dnlds , oder Habus , ist einmecr-busen der Ost-see, zwischen den Preußischen küsten und derden Dantzigern gehörigen kleinen insul Frisch Nehring wel-cher sich durch eine kleine enge mit dem mcer vereiniget. Seinelange trägt 19., die breite aber 6. meilen aus. Er siehet demKönige in Preussen zu, und ist mit dem grossen Haff in Pom mern , der auch von etlichen der frische Hass genennet »vird ,nicht zu confundiren.
Frisching , (Samuel) Schultheiß der stadt Bern undHerr zu Rümligen, gebohren den 27. jun. an. 16; 8. von Sa-inuel Frisching, auch Schultheiß der stadt, begäbe sich, nacheiner geenbigten schonen reise, in Franckreich , allwo er unterdes Königs leib-wacht eine compagnie erhalten. Schon an.,698. hat er den belagerungen Duynkirchen und Graveline bcygeivohnet , und an dem letzter» orte bey stürmung einesHalden monds durch sprengung einer mine von erden bedecktsich also gewaget, daß er nach empfangenen z»ven wunden mitgrosser mühe hervor gezogen und salvirt »vurde. Als er daraufnach Hause vocirt wurde, empfieng er an. 1664. einen sitz indem grossm Rath daselbst ; an. 1670. wurde er Schultheiß derstadt und Graffchafft Burgdorff; an. 1634. Obrister über daSerste Welsche auszugs-regiment und das folgende jähr ein mit,glied des kleinen Raths. An. 1694. wurde er Venner der stadt,und etliche jähr hernach erhielt er solche charge »viederum ran. 1699. erhielt er die Ober-Commendanten-stelle des Pays-de-Vaud , und an. 1701. das Seckelmeister-amt gedachter land-schafft. An. 1700. wurde er zu einem Feld-Obristen in demEydgenoßischen Dcfcnsional ernennet, und hat auch in solcherqualttät bey dem besorgten Überfall der Waldstädte nebendenen von Bern dahin gesandten 6000. mann auch die übrigeEydgenoßische trouppen commandirt. An. 1712. diente er demvatterlande in der zwischen den Eydgenossen damals entstan-denen Uneinigkeit als Feld-Kriegs-Raths-Präsident und Feld-Obrister über die gesamte Bernerische militz, und erföchte indem 79. jähre seines alters durch seine kluge und tapfere an-führung den berühmten sieg bey Villmergen, darauf er auchan. »719. bey der ersten vacantz des hohen Schultheissen-amtszu bezeugung eines allgemeinen Vergnügens einmüthig in solcherqualität zu einem Haupte der stadt envehlet wurde. Indessenhat er viel nahinhaffte Sta»,ds-geschäffte u»»d Gesandtfchasstensowol in, als ausser der Eydgenoßschafft rühmlich verrichtet,»vie davon Basel , Bündten, Genf , Neuenburg, Wallis , Mün-sterthal und andere orte mehr, »vie auch die von Kayser Leo-poldo wegen verhüteten Überfalls der Waldstädte ihm zuge-sandte güldene kette und das daran Hangende Kayserl. bildniSsamt dem beygelegten danck-sthreiben, und andere ehren-zeichenmehr zeugen können. Erstarb an. 1721. den2;. oct., seineralters 84 .'iahr. *
Frischlinus, (Nicodemus ) ein berühmter Poet, war zuBatingen, einem stadtlein in dem Hertzogthum Würtemberg,an. 1947. den 22. sept. gebohren. Nachdem er einige zeit zuTübingen das Fürstliche benefidmn genossen , kam er in dem19. jähre seines alters auf die fchule zu Königsbrunn , da ersich dann fowol in Griechischen als Lateinischen getichten her-vor gethan. Zwey jähr hernach kehrte er »vieder nach Tübin gen , und lag mit grossem fleiffe dem studiren ob, weswegenF sf r mau