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*u Augspurg angewendet wurden. Er beredet« auch seine bru-dcr dazu , daß sie die aus gedachter erbschafft ihnen zugefalleneHäuser zu Augspurg, welche i 2000. gülden werth waren, erst-erineldter Societät schenekten. Die biblivtheck und vortrefltcheantiquitäten-.cammer, welche Raimund Fugger angefangen,und Johann Jacob Fugger fortgeführet , hat er mit grossen ko-sten vermehret. Wie sie dann nach der zeit in 15000. stuck bu-chern bestanden, und 80000. gülden geschähet worden seyn soll;wiewol sie dem Kayser Ferdinands III. an. 1655. vor 10000.thaler überlassen worden. Er starb an. 1618. den 14. august.nachdem ihm von seiner gemahlen Maria Magdalcna, Freyinvon Königseck, 5. söhne und 4. töchter gebohren worden. Diesöhne waren Carolus , Fridericus und Hugo, die tochter aberChristina, Barbara, Anna Sophia und Justina , davon Chri-stina jung gestorben, die übrigen aber sich verheuralhet. Fre-ier. in theatr.
Fugger , (Ulrich) Freyherr zu Kirchberg, ein sehr gelehr-ter Herr, war ein söhn Raimundi Fuggers , welchen ihm Ca-tharina Thurzonin an. 1526. den 20. apnl zu Auqivnrg gebüh-ren hatte. Der Papst Paulus III. machte ihn zu feinem Cam-merer; dessen ungeachtet aber schritte er nachgehcnds zu derProtestirenden religion. Er war sehr eifrig, die älteste manu-scripta der besten authorum zusammen zu dringen, und druckenzu lassen, wozu er stets gelehrte leuthe hielt, unter welchen sichder berühmte Henricns Stcphanus befand, welcher sich auchverschiedene jähre auf den tituln seiner gedruckten bücher illu-stris >iri Huldrici Fuggeri Typographum genennet hat. Soli-sten kaufte dieser Ulrich die sehr zahlreiche und wohl auserlesenebiblivtheck des berühmten Medici Achillis Gaffari; allein mitsolchen grossen kosten waren seine bruder nicht zufrieden , undbrachten es durch einen proceß dahin , daß er für untüchtig er-kläret ward, das väktcrliche erb-guth zu verwalten; darüber erin stetige Melancholie verfallen. Doch ist er nachqchends wieder-um in seine güther restitniret worden, und hat noch darzu sei-nen bruder geerdet. Inzwischen hatte er seinen aufenkhalt beydem Churfürsten Friedrich III. in der Pfaltz gesuchet, welchemer auch bey seinem an. 1584. erfolgten tode seine vortresiichebiblivtheck vermachet. Desgleichen hat er auch stipendia vor<5. studenten, und foulten noch eine ansehnliche summa vor armeleuthe gestiftet. Thuamts , üb. LXXX. in fin. Gruter. chron.ecc es. üb. II. p. 1306. TtiJJin , elog. des hommes savans,tom. II. p. 31. 32. t'reber. in theatr. Bayle. *
t Huhne , oder Fühne, heissen die auf etliche weilen an undzum theil in dem Furstenthum Anhalt sich erstreckende Moräste,dahinein vor zeiten weder menschen noch vieh kommen können,die aber nachgehends insonderheit durch den haupt-und land-graben, der die grentz-scheidung zwischen dem Sächsischen lande,dem Hertzvgthum Magdeburg , und dem Furstenthum Anhaltmacht, verbessert, und zu wiesen gemacht worden. Es wirdauch das aus diesem moraste hervor quellende wasser Fuhne genennet, so eines theils bey Steinfurt in die Mulda , anderntheils aber bey Dröbel in die Saale flieffct, in welcher gegenbohnfern Bernburg eine steinerne drücke darüber gebauet worden.In alten diplomatibus wird es Funa stuvius und Palus Vunageüennet. Deckmanns Anhällische Historie, tom. III. üb. I.c. 2. §. 7. p. 107. seq.
* Fuhrmann, (Augustinus ) ein Lutherischer Theologus,war erst Pfarrherr zu Tschöpelwitz, wurde hernach ChristophWütigen, dem Hof-Prediger zu Brieg, adjungiret, welche stelleer bis an. 1647. verwaltet, da er wegen seines allers und schwach-lheit von Georg Vechncrn in der Süperintcndur abgelöst wurde.Er machte sich des Weigelianisini verdächtig, und starb zuBrieg. Seine schriften sind: de Pace Anim;e cuin Deo; deredivivo Christianismo Christian* Catholico-Evangelic* Re-ligionis ; de Imagine Amoris Jesu in S. Joanne reprassentata.Wir? , diar. ÜUCst Schles. chronick, p. 509. seq.
* Fuhrmann, (Balthasar) war Doctor Theologi* , Su-perintendent zu Merseburg , und endlich Chur-Sächsischer Hof-und Reise-Prediger. Er starb an. 1636. Seine schriften sind:Tractatus Theoreticus & Practicus de Remoris atque Impedi-mentis sincer* Pietatis; Canones & Regulas de Justificationeund anders mehr. Witte , diar.
* Fuirenius, (Georg) war zu Coppenhagen an. 1581.gebohren, studirte zu Witteuberg und Rostock , und nahm zuBafel den graduni eines Doctoris Medicin * an. Nachdem erFranckreich, Italien und Engclland besehen, gieng er wiedernach Hause, und practicirte daselbst , bis er an. 1628. starb.Er hat einen Indicem Plantarum indigenarum Daniae hinter-lassen. Witte , diar.
* Fuirenius , (Henricns) ein söhn Georgii Fuirenü, waran. 1614. den 28. may zu Coppenhagen gebohren, und promo-virte zu Basel in Doctorem Medicin* , nachdem er zu Leiden,Paris und Padua den studien obgelegen. Nach seiner znrück-kunft lebte er in seiner geburts-stadt als ein privatus, undstarb daselbst den 7-,ian. an. 1659. Er hat de Ascite geschrie-ben , und seine schöne verlassenfchafft der Academie zu Coppen-hagen vermacht. Witte.
* Fuirenius, s Thomas) ein bruder des vorhergehendenHenrtct, aus Coppenhagen ün XVII. stocnlo , hat den Catalo-gum Bibliothecat , Coppenhagen 1660. in 4. auch RarioraMu-siei, ibid. i 6 üz. in 4. von seinem bruder heraus gegeben.K«»ig.
Fulach, (von ) ein uraltes adeliches qeschlecht von Schaff.Hausen, das von zwey abgegangenen flecke» den nahmen da 'und vormals viel Edel-sitze und Gerichts-Herrlichkeilen ,„ « (■seß gehabt. An. 129.. war Hans des Raths, lindem anderergleiches nahmens, ebenfalls des Raths, wurde an i-s« ,,Sempach erschlagen. An. 1417. war. Conrad Büracrm 'ster; und an. 1502. Wilhelm Abt zu Pfäfers . An. 154, «e^kaufte Hans Wilhelm das schloß und die Herrlichkeit Laime»bey Scliasthaulen der stadl Zürich um 1200. gülden. An icuwurde Jtelhans vor Tunrö in Africa von Kayser Car'olo vzum Ritter geschlagen. An. 1579. verkaufte Wolf waltberder stadt Schaffhanftn sein theil an der Gerichts-Herrlichkeitzu Thiengcn undBawlheim vor 20000. gülden, und wurde beyeiner belagerung in Ungarn erschlagen. An. 1594. war HansRitter des Teutschen ordens, und starb in dein Türcken-kriege,in Croatien, und endlich war Caspar Dom - Herr zu Chur .
ExMSct. Scapk. *
Fulbertuo, Bischofs von Chartres , war wegen seiner qe-lehr,amkeit und srömmigkeit berühmt, und lebte zu ende des Xund ansang des XI. feculi. Er soll anfangs des Königs Ro-bert! Canlster gewesen seyn, worauf er an. 1007. z« der würdeeines Bischoffs zu Chartres erhoben worden. Er war einerder berühmtesten Verfechter der rechte der Französischen kircheund zugleich ein sonderbarer Verehrer der Mutter GOttcs; wieer dann der erste in Franckreich gewesen seyn soll, welcher ihrgcdurts-fest gcfeyert; hingegen wird auch vorgegeben, daß ihndie Mutter GOttes mit ihren brüsten gefauget habe. SeineEpistol* , Orationes proste, Canones ac Versus in laudem San-ctomm sind an. 1608. absonderlich durch die Vorsorge Carolide Villiers, aber mit verschiedenen durch ihn fälschlich einge-schobenen Verfälschungen, zu Paris heraus gekommen, undnachgehends mit i» die bibliothecain Patrum eingerückt wer-den. Man schreibt ihm auch die Legende von der geburt derheiligen Jungfrau Mariä, tngleichen das leben des hchigenÄutberti, so sich beym Surio unter dem iz.dec. befindet, zu.Nicht weniger hat d'Achery in seinem spie!!, tom. II. einen son-derbaren brief dieses Fulberti de Rebus Fcclest* religiöse &caute distribuendis eingebracht. Fulbertus starb um vasichr
1028., nachdem er seiner kirche 21. jähr vorgestanden. Gut-Helm. Mahnesbur. lib. II. c. ii. & Üb. III. de gest. Anglor.Adehnan. epist. ad Bereng. Alberic. in chron. Tritbem. Pas.sevinus. Sixtus Senens. Harnn. BeUarminur. Santmartbanus.Cboppin. Cave. Oudin. &c. *
Fulbertus, ein Mönch zu Pimies , welcher, um seine dc-muth zu zeigen, den nahmen sünder angenommen. Er hatdas leben des heiligen Aichardi, eines Abts zu gedachtem Gi-mics, so SuriuS in dem wm. V. unter dem 15. ftpt.hal, be-schrieben. VoJJius , de Hist . Lat.
Fulcherius, Abt, nachgehends Bischofs zu Tvrus, undendlich Patriarch zu Jerusalem , succedirte Wilhclmo um dasjähr 1146. Er that zwey reisen nach Rom , deren die lebte wi-der die Tempel-Herren war, so sich den Bischöffen nicht un-terwerffen wollten. Er starb um das jähr 1159. in sebr hohemalter. Barvnius sagt, er sey aus Aquitania gebürtig gewesen,andere aber mnthmassen, es sey eben derjenige, welcher Char-tres zu seinem gedurts-ort gehabt, und die thaten des Baiduini,Königs zu Jerusalem , dessen Capeüan er gewesen, beschrieben.Es erstrecket sich aber seine Historie von an. 1095. bisan.nr4.Wilhelm. Tyr. hist. belü S. lib. XIV. XI X. O' dric. Vita!, lib.IX. hist. eccl. Guil. Mahnest, lib. IV. Baran. A. C. 1132.1146.seq. VoJJius , de Iiist. Lat. lib. III. p. 775.
Grasen von Anjou:
Fulco, ein söhn des Jngelgers und der Alinde, Frauenvon Buzangois, lebte unter den letzten Königen des Carolingi-schen stamms in Franckreich, und war bey Hugone dem gros-sen, Hertzoge in Franckreich, wohl gelitten. Er vereinig« alleländer der Grasschafft Amou , und starb um daü jähr y;8-Seine söhne waren Jngelger, der in einer schlacht bey Charolcsan.935. das leben einbüßte; Guido, der an. 937. zum Bischofsvon Soissons erwehlt wurde, und Fulco II., Grasvou Aniou.De Kourdigne , hist. d’Anjou. Du Hajllan. hist. d'Anjou &c.
Fulco II. Fulconis I. söhn und nachfolget, ist wegen sei-ner srömmigkeit und tngenb bekannt. Er starb zu Tours an.
958., und wird von ihm gemeldet, daß er dem Könige Lubo-vico Illtramarino, der seiner gespottet, daß er so fleißig in diekirche gieng zu singen, geantwortet: Ein Fürst, der nichtftudirt hätte, wäre nicht besser, als ein gccröiiler eftl.Unter seinen söhnen, die er hinterlassen, hat ihm Goltoftc-dus I. succedirt.
Fulco III., zugenannt der schwarte, sowol wegen sei-ner färbe als auch wegen seiner bosheit, war ein söhn Getto-fredi < und jagte seinen benachbarten durch stine Waffen ein ziem«liches schrecken ein. An. 992. lieferte er dem Grafen von Brbtannien, Conan L, bey Conqncrcur eine schlacht, und ködleleihn mit seiner eigenen Hand. Im gegentheil zog er den kürhernbey Pont-Levoy an. 1016., da er von Eudone II., Grafen vonBlois , überwunden wurde. An. iorü. eroberte er die statt Sam»mr, und darauf die statt Tours, die er doch nicht lange be-hielt. Nachgehends diente er dem Könige Roberto wider tc»Grafen von Blois. So that er auch dreymal eine reise nachJerusalem, uud starb zu Metz an. 2043- 2 » Jerusalem soll er
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