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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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,; 6 «. gebühren; er bekleidete anfangs bey Hertzog Maximi»liano in Bayern , und nachgehends bey Ertz-Hertzog Maxuni-liano in Oesterreich , die stelle eines Cammer - Herrn, undvermählte sich an. 1589. mit Maria, Gräfin zu Schwartzen-berg , die ihm Johannen, Ernestum und Ottonein Henricu mgebohren. Dieser letztere, von dem hernach weitläuftig sollgehandelt werben, wurde Kayserlicher General - Feld- Zeugmei-stec, und hinterließ unter andern kindern Bonaventuram,Chur -Bayerifchen Cammer-Herrn und Oder-Pfleger zu LandS-berg , welcher den Kirchheimifchen neben - zweig aufgeführet,n»d an. 169;. gestorben, nachdem ihm von feiner gemahlinMaria Theresia , Frevln von Mercy, Johannes Marimilia-uns Josephus an. 1661. den 7. oct. gebohren worden , wel»chcr sich an. 1686. mit Maria Felicilas, Gräfin von Lodron,GrasFrancifci Joachim« von Fugger-Wöllendurg wittwe, ver-mählet. Oltonis Henrici anderer söhn, Sebastianus, wurdean. 1620. gebohren, und richtete den Wörlhjfche n zweig auf.Er starb an. 1677., und hinterließ von Claudia Hundpißinvon-Walkrams verschiedene kinder beyderley gefchlechts, vonwelchen absonderlich zu mercken Eustachius Maria ,. Grafvon Kirchberg - Dutenstein, so Oberster über ein regiment dra-goner unter Würtemberg , und an. >70;. zum Commendan-len in Augfpurg gemacht worden; und dann Marquardus Eu-stachins, Graf von Kirchberg und Weissenborn , Herr vonWörth, rc. welcher sich an. 1689. mit Anna Felicitas, Johan-nis Ottonis Fuggers tochter, vermählet. Unter Otlonis Hen-rici übrigen söhnen war Paulus , Chur - Bayerischer obersterHofmeister, so an. 1702. gestorben. Dieser hak den Grönba-chischen zweig gepflantzet mit seiner ersten gemahlin MariaClaudia Hußmännin, Frcyin von Nomedy, die ihm an. 1674.Marimilianum Paris Joseph, Kayserlichen Cammer-Herrn,und nach der zeit noch zwölf andere kinder gebohren. Johan-neL_EEÜus wurde Kayserlicher geheimer Rath und Reichs-Hof-Raths-Präsident, und vermählte sich an. -612. nur Mar-garetha , Freyin in Polweiler, die ihm nebst verschiedenen an-dern kindern Christophorum Rndolphmn an. 161;. gebohren,welcher mit seiner ersten gemahlin Maria Anna Walburgis,Gräfin von Montfort, Fridericum Ferdinandum, so wenigmonate erlebet; Mariam Margaretham Johannam, die an

f ranciscum, Freyherrn von Schwendi , vermählt worden, undranciscum Ernestum erzeuget. Franciscus Ernestus Fuggcr ,Gras von Kirchberg und Weissenhorn , Herr zu Glöth , Hillga-risberg, Polweil, Weilerlhal, Naßmünster, Stettensels,Odcrndorff und Elgau , Kayserlicher und Chur - Psältzischerwnrcklicher geheimer Rath, wie auch Statthalter des Hertzog,thmns Neuburg, wurde an. 1648. den 18. scvt. gebohren,und vermählte sich an. 1679. mit Maria Theresia , GrasFri,derici Wilhelmi von Octtmgen-Katzenstein lochtet, von welcherihm gebohren worden an. 1680. Maria Agnes Magdalena;an. 1681. Antonius Ernestus ; an. 1682. Franciscus Jgnatius;an. 168;. Josephus Wilhelmus, O-monicun zu Cöln; an.1684. Johannes Franciscus , der aber gleich wiederum verstor-ben; an. 168;. Philippus Wolsqangus; an. 1688. LudovicusTaverius; an. 1690. Maria Anna Francisca. ChristophoriSkudolphi andere gemahlin war Maria Johanna, Gräfin vonRechberg, von welcher er ein vatker Antonii Josephi Sigis-mundi, Dom-Herrn zu Costnitz und Elwangen ; Mariä Än-, einer gemahlin Francisci Paridis, Grasen von Spauerund anderer worden. Jacobus, ein söhn Antonii, des Urhe-bers des Antonischen haupt-stammes, und bruder Marci,welcher, wie gedacht, die Norndorfische linie ausgerichtet,und Johannis, von welchem die Kirchyeimische ihren Ursprunghat, wurde an. 1542. den ;c>. mark. gebohren, und erbaute dieWöllenburgische linie. Er starb an. 1998., nachdem er mit sei-ner gemahlin Maria Jlsungin sechs söhne und fünf töchter qe-

S . Unter den söhnen hat sich Georgiuü , der Kayser Ru-. > U. und Matthiä , ingleichen Ferdinandi, des Königsin Ungarn und Böhmen , wie auch der Ertz-Hertzoge Mari-miliani Leopoldi und Caroli Rath Landvogr in Schwaben ,Hauptmann der Grafschasst Mitterburg , und Ritter von Ca-latrava, mit Anna Maria , einer Freyin von Töring undverwittibten Truchseßin vermählet, aber keine kinder gezeuget;seine zwey brüder aber, Johannes und Hieronymus, habensich in die Babenhausische und Wasserbnrqische zweige ausge.breitet; denn Johannes vermählte sich mit Maria Eleonora ,Graf Caroli von Hohenzollern tochter, die ihm nebst andernkindern Johannem Franciscum, so sich Mariam Cordulam,eine Freyin von Vohlin, beygelegt, gebohren. JohannesFranciscus wurde ein vatter Sigismundi Josephi, dessen er-zeugte kinder in ihren jungen jähren wiederum verstorben,und Johannis Rudolphi. Dieser erblickte an. 16-17. den 9.avril das licht dieser weit, und starb an. 169;. den 14. fe-bkiiarii, nachdem ihm seine gemahlin Johanna Catharina,Graf Paridis Jacobi Truchses zu Feil tochter, a». 1680.Mariam Catharmam ; an. 1682. Mariam Amaliam; an.168;. Rupertum, an. 1687. Mariam Theresiam, und an.1691. Alepanbrum Sigismundum gebohren. Rupertus, derälteste von den söhnen, führte den titul: Graf von Kirchbergund Weissenhorn , Herr zu Boos , Badenhansen, Kettershau,sen, Haimertingen, Niederolfingen und Pleß . Johannisbruder, Hieronymus , so den Wasserburgischen zweig erbauet,und an. 16;;. den 1;. april im 49. lahre seines alters verstor-ben , hinterließ Leopoldum, so von Maria Johanna, Graf Jo-

hannis Ernesti Fuggers tochter, ein vatter worden FrancisciJoachimi, der ohne erden, von zweyen gemahlinnen nach sichzu lassen gestorben , Maria Theresiä, die an Graf Maximitia-num Wilhelmum von Machslrein vermählt worden, undendlich Antonii Josephi, Grafen von Kirchberg, Herrn zuWasserburg , rc. Dieser kam an. 16?». den 26. jan. auf diewelk, und starb an. 1694. , nachdem ihm seine gemahlin Ma.ria Anna, Freyin von Neuhauß aus Bayern , MarimilianumFranciscum Aegidium Fugger , Grafen von Kirchberg undWeissenhorn , Herrn zu Wasserburg , Wöllenburg, Biberbach und Gablingen , gebohren. Crus. annal. Suev. P. 111 . lib.V. c.9.Cbroniam Episc. Confta>a. apud Pijioriutn , tom. I. p. 700. Kit.tershus. genealog. P. II. Imhof. N. P. üb. VII. c. }. Souve-rainen von Europa , p. 129°. seq.

Fugger, ( Jacob) Bischofs zu Costnitz, war ein söhn Jo,hannlS Fuggers, Freyherrn zu Kirchberg, welchen ihm seinegemahlin Elisabeth Nolhhafftin an. 1567. gebohren. Er begabsich anfangs nach Rom , allwo er sich durch seine geschicklich-keit bey Sirto V. so beliebt machte, daß ih» dieser zu seinemCämmerer ernennte. Hierauf wurde er in den hohen Stifternzu Costnitzünd Regenspurg Dom-Herr, und in dem crstern nachder zeit Dom-Prodst, auch endlich an. >604. gar Bischoff. Da-mit er nun seinem amte ein genügen thun möchte, suchte erseine Clcrisey auf alle weise in bessere disciplin zu setzen, undhielt deswegen an. 1611. einen 8ynoclum zu Costnitz. Allhiererbaute er auf eigene kosten den Capucinern ein kloster, und zuaufrichtung des Jesuiter-Lollegü a» dem gedachten orte trug ernicht wenig bey, gleichwie er auch für das unter sein Bißthumgehörende uralte Benedictiner-kloster Reichenau und dessen kir-chen wohl gesorget hat. Den hohen altar der Dom-kirche zuCostnitz hat er mit vielen silbernen statuis und schönen gemähl,den beschcncket, und hat sie über dieses gar wohl in seinem te-stamente bedacht. Er starb an. 1626. den 24. febr. und wurdein der neuen Capuciner-kirche zu Costnitz beygesetzt. BucelmiConstantia. *

Fugger, (Otto Heinrich ) Graf zu Kirchberg und Weissen.horn, war ein söhn Christoph Fuggers, Freyherrn zu Kirch.berg, welchen ihm seine gemahlin Maria, Graf Otto Heinrichszu Schwartzcnberg tochter, an. 1-192. gebohren. Er begab sichanfangs in Spanische kriegs-dienste, und befand sich an. 1617.in der belagerung vor Vercelli unter des Don Pedro von To-ledo armee, da er dann Oberster über ein regiment worden.Als hierauf der krieg in Böhmen angieng, warb er in Schwa­ ben zu dienst des Kaysers einige völcker, die er an. 1619. nachPassau , und folgends nach Böhmen geführet, allwo er, gleich-wie auch in der Psaltz und an andern orten, den kriegs-cxpe-dllionen beygewohnct. An. 1624. wurde er mit einigentrouppen dem König in Spanien zu hülffe in die Niederlande geschickt, da er unter dem Marggrafen Spinola sich bey derbelagerung vor Breda befunden. Bey seiner ziirückkunft nachTeutschland wurde er General-Wachtmeister, richtete für dieCatholische Liga einige neue regimcnter auf, und gieng mitin Hessen , um Landgraf Wilhelmen von der union zu trennen.Er war auch anfangs so glücklich, baß er die Heßischen völckeraus dem Stift Fulda trieb, und Bach wie auch Friedland ein.bekam. Er wollte noch weitere progressen in dem Stifte Hirsch,feld machen, allein die auf Kayserlicher feite unglücklich abge-lauffene schlacht bey Leipzig nöthigte ihn, sich mit dem GeneralTilly bey Fritzlar zu coniungiren. Mit diesem fiel er an. i6;a.in Francken ein, und eroberte Rothenburg und Windsheim .Hierauf bekam er eine eigene armee in Schwaden zu comman-diren, da er dann, nachdem er Landsberq eingenommen,zum General -Feld-Zeugmcister, und nach des Feld-MarschallsAltringers tode an. i6;4. über die Chur-Bayerische und Ligi-stische armee an dessen stelle zum Heerführer erkläret wurde.In dieser qualität gieng er das besagte jähr vor Regenspurg ,eroberte diese stadt, und wohnte nachgehends der schlacht beyNördlingen bey. Worauf er an. 16;;. Augfpurg einnahm,und darinnen den Lutherischen Rath ab - hingegen an dessenstelle den Catholischen einsetzte. Im übrigen war er Kayserli-cher Kriegs-und Chur-Bayenscher geheimer Rath und Ober-Cämmerer. Der Kayser Ferdinandus II. erhub ihn in den Gra-fen-stand , und der König Philippus IV. in Spanien gab ihman. .628. den Ritter-orden des goldenen Vliesses. Er brachteauch die Herrschafften Grünbach, Frcweneck, Winckhaufe»und Mazenyß an sich , und starb an. 1644. Er hatte zwey ge-mahlinnen , davon die erste, Maria, Freyin und Marschallinvon Pappenheim , welche er sich an. 1612. beygeleget, an.,6,6.ohne kinder gebohren zu haben gestorben. Die andere war Ma-ria Elisabeth, Freyin zu Walburg , die er sich zwey jähr nachseiner ersten gemahlin tode beygeleget, und mit ihr 18. kindergezeuget, unter denen Bonaventura, Sedastiaiinö, MariaJohanna, Chnstophorus Frobenius, Maria Magdalena, Ma-ria Francisca Renata, Johannes Otto und Paulus zu voll»kommenen jähren gekommen.

Fugger, (Philipp Eduard) Freyherr zu Kirchberg undWeissmhorn, ei» söhn Georgii Fuggers, welchen ihm seine ge-mahlin Ursula von Lichtenstein an. 1,46. gebohren. Er war einsehr gelehrter, in der Astrologie erfahrner, und der Catholischenreliqion sehr eifrig ergebener Herr. Er brachte es nebst seinembruder Octaviano dahin,, daß die von Christoph Fuggers crb-schaffk deputirte joo°o, gülden zu erbauung des Jefuiter-Lollsgir

zu