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Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
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ster - fltttl diesem Furio dedicirt. Veßus , de Hift. & Poit.

Latin.

' Furius Bibaculus , ein Lateinischer Poet , war von Cre-mona gebürtig, allwo er A. U* 6s i. A. M. 388«. A. C. 10,. das'licht der weit erblicket. Er hat seine jahr-bücher in gebundenerrede geschrieben, davon Macrobius einige stücke anführet. Vir-gilius suchte mit grossem fleiß seine schreib - art nachzuahmen.jdaerob. lib. VI. Saturnal. c. 1. Aul. Gell. üb. XVIII. c. 10.Voll', de Hist . Lat. lib. I. c. 12. de Poet c. 1. orat institut. üb.IVT c. 6. sect. 10.

Furius 1 (Fridericus) Cäriolanus zugenannt, war von Va-lenciam Spanien gebürtig. Er studirte zu Paris unter Hadria-00 Turnrbv und andern berühmten mannern, und kam dar-auf nach Löven, allwo er eine Rhetoric heraus gegeben, undwider Bononiam, einen Professor der Theologie, behauptet,daß man die heilige Schrift in die landes-sprache übersetzen müs-se , davon er einen tractat, unter dem titul: Bononia sive deLibris Sacris in vernaculam Linguam convertendis, in 2.büchern in 8vo verfertiget, so an. 1556. zu Basel von dem be.kannten Oporino gedruckt worden. Hierüber kam er nun ineine gefährliche wettläuftigkeit, davon ihm aber Kayser Ca-rolus V. wiederum geholffen. Dieser schickte ihn zu seinemsöhn Philippo , da ihm nachgehends der titul eines Historicibeygelegt worden. Nach dieser zeit suchte er mit gröstem eiferunverwerfliche proben seiner treue dem Könige darzulegen, wel-ches er absonderlich in demjenigen project eines Vergleichs zwi-schen Spanien und den ausgestandenen Niederländischen provin-tzen an den tag legte, welches er an. 1373. übergab, mit kräff-tiger vcrficherung, daß Philippus basselbige gutheißen und be-kräfftigen wurde. Allein die Niederländer wollten nun nichtmehr trauen, und Printz Wilhelm von Oranien antwortetedarauf, man käme viel zu spät damit; es starb aber Fu-rius zu Valladolid an. 1392. unverheurathet, und hinterließausser dem vorgedachten tractat einen andern, unter dem ti-tul : del Conseio y conseiero , welchen nachgehends SimonSchardius und Christoph. Warsewicius wegen seiner vor-treflichkeit in das Lateinische übersetzt haben. Thuan. üb.LX. & CIV. Schott. & Anton. bibl. Hispan. Bayle. *

* Furmerius, (Bernhard, Gerbrandus) ein Rechtsqelehr-ter und Historicus , gebürtig von Leuwarden, welcher an.1616. den 6. aug. mit tobe abgegangen. Seine schriftcnsind: Lbronicon Episcoporum Ultrajectensium ac ComitumHollandiae; AnnaÜum Frisicorum lib. IV. Arnhkim 1609. in4. und 1612. in 4. Apologia pro Antiquitate Frisiae adversusUbbonem Emmium, Franecker 1613. in 4. Svvert i Athen .Belgic. Lenthems Holländischer kirchen-und schulen-staat.

Furnes, peurnen, lat. Fum«, ein wohlgebautes städt-lein nebst einer Abtey und grossen Castellaney in Flandern , 3.weilen von Dixmüden, und 2. von Nieuport geleaen. Mansagt, daß das schloß daselbst von Balduino I. Grafen in Flan­ dern , repariret, und nachgehends die darbey erbaute Häuservon Philippo dem gütigen an. 1390. mit mauren umgebenworden. An. 1646. nahmen es die Franzosen ein, denen esaber 2. jähr darauf Ertz-Hertzog Leopold Wilhelm wiederumabgenölhiget. Doch ist es bald darauf abermals an die Fran-zösin übergegangen, und ihnen an. 1668. durch den friedens-schluß überlassen worden, da sie dann die wälle und maurenniederrissen. An. 1692. kam es aufs neue aus FranckretchsHänden, worein es zwar das folgende jähr wiederum verfal-len, allein durch den Rvßwickischen frieden an. 1697. aber-mals von dieser Crone abgetreten worden. Unter den geistli-chen gebäuden ist absonderlich die Stifls-kirche zu St. Walvurgru sehen. In dem Utrechtischen frieden an. 1713. wurde sie infavvr des HauseS Oesterreich an die General-Staaten abgetre-ten , und in dem Badischen frieden an. 1714. dem Kayser über-geben. Guieciardin. descript. Belg. Relatio Francos. ad an.1646. & 1648. Topogr. ehe. Burg.

Furtenbach, eine adeliche Bündtner-familie, deren stamm,vakter schon an. 1480. bekannt gewesen ist; von 3. söhnen, dieer hinterlassen, haben sich Hieronymus und Erasmus in 2.aste zertheilet, und jener sich zu Leutkirch niedergelassen, allwoseine Nachkömmlinge sich in der gegend weit ausgebreitet, «ludviel wackere Männer gezeuget; Erasmus aber setzte sich zu Veld-kirch, allwo sein söhn Paulus, Herr zu Osterdorff, Bürger-meister worden; dessen bruder David, ein Hallptmann, ist aufdem berge Sinai an. 1*62. gestorben ; Zacharias aber, Paultlohn, wurde Dom-Dechant des hohen Stifts Augspurg, undDavid, dieses letztem söhn, hat als Oberster in den Teutschen,Italiänisch-und Ungarischen kriegen gedienet, bis ihn an. 1610.der tob wegnahm. ' Christoph «st an. 1630. als Dom-Herr zuBriren gestorben, und sein bruder Johannes Baptist« wur,de Bürgermeister zu Veldkirch, eben sowol als sein vetter Eras-mus. Noch mehrere habm als Hauptleuthe gedienet. Bueelm.Rh * t -P- 4 $J.se<l.*

* Furtius , ein Konig der Quaden, wurde um das jaht176. von seinen eigenen Unterthanen vertrieben, und an dessenstelle ein anderer, nahmens Ariogäsus, erwchlet. Diesen woll-te der Kayser Aurelius »richt bestätigen, darüber kam es zumkr«ege, in welchem Ariogäsus von den Kayserlichen gefan-gen , und nach Alexandria ins elend geschickt wurde. TW-e Dion. LXXI. P . 8°8. von Bunaus Teutsche Reichs-Hist.f; 1 · 1 ; 15 · 11 · )«· llb · \ E §· 90. p. 780. seq. Masco», ge-schlchte der Teutschen, V. 13. n. 5.

* Fuschius , (Remaclus ), ein Medicus, gebürtig von Lim-burg, war Lanonicus zu Lüttich , und starb an. 1583. Erhat Methodum eurandi morbi Gallici , per lignum Guaja·»cum ; de Herbarum Notitia , Antwerpen 1344. in 8 . de Aquis*Stirpibus & Aromatibus ; Vitas illustrium Medicorum, Pa­ ris 1341. in 8. Tabellam de simplicium Medicamentorum de-lectu , und Pharmacorum omnium, quae in communi suntpracticantium usu, Tabulas, Parts 1341. Venedig 1342. ge-schrieben. Sroertii Athen . Belgic. Andrea bibL Belgic.

*Fuse, oder Fusa, ein bekannter fluß im Lüneburgischen ,entspringet unweit Varum im Wolffenbüttelischen, gehet durchdas Stift Hildesheim auf Peina zu, nimmt die ffüsse Schwartz»wasser, Ersche und Aur an sich , und ergeußt sich unterhalbZelle in die Aller. Iunckers anl. zur mittlern geogr. II. 1.?. 91. Schneiders befchreibung des alten Sachsenlandes,

p. 213. 217.

* Fusius , (Adam) wurde zu Lausigk in Meisten, allwo feit»vatter fchulmeister war, an. 1380. gebohren, studirte zu Leip­ zig und Jena , und ward darauf erstlich Diaconus , hernachaber Pastor zu Froburg , wie auch Adjunctus der inspectionBorne. Er starb an. 1648. Seine schriften sind : »m?<*putTat. tut) Ao>o, J'iJ'eutKuXitto) , aus dem Alten und Neuen Testament ; Verborum & Phrasium Pugna ; Vocabula trans»lata & synonyma ; Allszug des Hebräischen Dictionnarii ; Fest»Paradies ; ein schöner tractat von der auferstehung der todten.

Fustant, ist ein berg in der Bündtnerischen HerrschasstWorms, auf welchem Tripallo und Valatscha liegen. Guter.Rhaet. *

* Fustaro, oder Fostat, eine Africanische stadt in Egypten,an dem gestad des Nils gelegen , welche von den einwohnernMezreatychi genennet wird. Sie ist wohl bevestigt, und Ha-nir der Arabische General ließ sie unter dem dritten Mahome-tanischen Calife Homar aufbauen. De la Gnix * hist. dAfriquetom. 1 . Thomas Corneille * Dict . Geogr.

* Fyn, ein Schvttländischer see, der große unter denen, diedas land Argvle in sieben theile zertheilen. Lesle schreibt, ersey 30. Englische Meilen lang, Buchananas aber giebt ihm60. und wo er am schmälsten ist, soll er vier Meilen begretffen.Ringsumher liegen vesteschlösser, welche von vornehmen undreichen Baronen bervohnet werden. Das land Knapdall liegtjenseits dieses sees, welches der vielen haringen wegen bekannt

ist. Davity, Argyle. Thons. Corneille , Dict. Geogr.

* Fxot de la Marche, (Claudius ) Graf von Bosjan, einFranzösischer Abt, war ein söhn Ph«!ippi Fyot, Herrn vonla Marche, ArboiS, Montjay rc. und zu Dijon den 6. oct. an.1630. gebohren. Er studirte bey den Jesuiten in seiner vatter-stadt, da er mich um das jähr 1630. in gegenwart LudoviciXIV. über einige theologische theses disputirte, und wurdenicht gar lange hernach Älmosenier des Königs, ingleichenPrior zu unserer Lieben Frauen in Pontarlier für Saone ,da erden» die kirche und das kloster, welche an. 1636. rui-nirt worden, wieder aufgebauet. Nach diesem bekam er an.1662. die Abtey St. Stephani zu Dijon , und wurde ferneran. 1668. Conseiller dhonneur in dem dasigen Parlement,wozu ihm noch im folgmden jähre der titul eines KöniglichenStaats-Raths gegeben wurde. Er nahm sich seiner Abtey sehreifrig an, machte darin» viele gute ordnungen, und wendetedeswegen vieles von seinem eigenen vermögen auf, worauf erauch an. 1696. die Historie derselben unter dem titul: Hist . delAbbaye de S. Etienne in fol. heraus gab, und endlich zu Di­ jon den 27. apr. an. 1721. im 91. jähre seines alters das zeitlichegesegnete« Sammartb. Gall. Christ.

* Fyot de la Marche, (Franciscus) Baron von Montpontund Herr von Montjay, war ein söhn Johannis Fyot de laMarche, Baron von Montpont, Herrn von Montjay, undla Marche, und zu Duon den r. dec. an. 1669. gebohren.Er wurde an. 1690. Parlements-Rath zu Paris , blieb stetsunverheurathet, und starb daselbst den 4. jul. an. 1716. nach-dem er einige schriften, als: Quaütes necessaires au JugejTableau de Fanden Senat Romain , und Eloge & les Devoirsde la profession dAvocat, heraus gegeben. Faüiot * hist, duParlement de Bourgogne.

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