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erden des heiligen Geistes empficng. Er gesegnete an. 16^4.den 2i. mertz in seinem pallast zu Paris das zeitliche, und wur-de in der Dom - kirche beerdiget. Anselme , hist. geneal. tom. III.p. 89Ö. tom. IX. p. is 8 ·
Gontzj , ( Henricus) Cardinal und Bischoff zu Paris , waran. i'iäfrvon Alberto von Gvndi, Hertzog von Rets , undClaudia Catharina von Dampierre gebohren. Sein vetter, obi-ger Cardinal, Petrus Gondi, machte ihn anfänglich zum Ca-nonico zu Paris , und nachdem er auch Abt zu St. Johann zuSoissons und zu Buzay gewesen, resignirte er ihm an. 1598. mitKönigs Henrict IV. bewilligung , das Bißthum Paris . Erbrachte die ?ÄttL8 Congregationis Oratorii an. 1610. auch ver-schiedene andere ordens-leuthe in die stadt Paris,that Henrico I V.an. 1610. den leich - sermon, und wohnte an. 1614. dem Reichs-Convent zu Paris bey. Als Paulus V. einem aus der Französi schen Clerrscy den Cardinals - Hut geben wollte, wurde dieseran. 1618. darzu befördert. Er erhielt an. 1619. den orden desheiligen Geistes, rieth dem Könige den krieg wider die Hugenot-ten , zog an. 1620. wider selbige zu selbe, und brachte es dahin,daß ihnen die geistlichen intraden in Bearn genommen wurden.Nach des von Luynes tode wurde er oberster Minister bey demKönige, und nahm hierauf seinen bruder, Johann FranciscumGondi, zum Coadjutore an. Er wurde in der belaqerung Mont pellier mit der ftld - kranckheit befallen, starb zu Beziers den 24.jul. an. 1622. und ward in der capelle Gondi zu Paris begraben.Grammondus , lib. XII.
Gondi, (Philippus Einanuel) Graf zu Ioigny, Marquisvon Isle ä'Or, General der galeeren von Franckreich, war Al-berti von Gondi, Hertzogs von Rets, dritter söhn, an. i;8°.gebohren. Er bekam von seiner mutter wegen die HerrschafftDamvierre, und von seines vatters bruder, dem Cardinal Pe-tra , Bischoff zu Paris , die Grafschafft Ioigny, besaß auch dasMarquisat de 1 'Jsle d'Or und die Herrschafft Ville-Preux.Er wurde an seines vatters statt General der galeeren, wie auchGeneral - Lieutenant des Levantischen meers, und Gouverneurder provintz Auvergne, wohnte an. 1602. dem berühinten ca-rousel zu Paris bey , erlangte an. 1619. die Königlichen Ritter-orden des heiligen Geistes und St. Michaelis, schlug an. 1621.den berühmten Corsarn, Solimann Rais, wie auch anderemeer - räuber von Algier und aus der Barbarey , befand sichan. 1622. in der see- fchlacht bey Röchelte, auch an. 1627. beydem entsatz der insul Re, und bey der Niederlage der Engellander,woselbst er mit einem musqueten-schuß an der schulter verwundtward. Nachdem er nach seiner gemahlin absterben sein amt ei-nes Generals der galeeren seinem söhne, Petro Gondi, resignirte,nahm er den geistlichen stand an, und gieng unter die Congrega-tion Ordinis Oratorii. Er geriet!) an. 1640. wegen einigen mitGraf Ludovico zu Soissons, 'der sich wider den König auflehnte,gewechselten schreiben, in Ludvvici XIII. Ungnade, so, daß erarrestirt wurde. Er muste sich hierauf in das gcbürge von Auver-gne als in ein exiüum retiriren, kam aber nach einiger zeit nachParis , woselbst er den 19. jul. an. i66i.im 81. jähre seines al-ters starb. Anselmus. Imhof. gen. Gall. A.
Gondi, (Ioh. Franc. Paulus) Cardinal von Nets undDeeanu« der Sorbonne,hatte ein herrliches Ingenium, tind nahmden Doctor - titul in der Sorbonne an. Er genoß viel geistlicheLenekcia , und wiewol er vor diesem stand einen grossen abscheuhatte, und um seine verwandte zu zwingen, daß sie ihn in einenandern stand treten liessen, in der jugeiid verschiedene mal duel-lirte, so wurde die sach doch jedesmals unterdrückt, und mu-ffe er wider seinen willen ein Geistlicher bleiben. Hernach wur-de er von seinem vetter zum Goadjmore des Ertz-Bißthums Pa ris ersehen, und von dem Papst Ürbano VIII. zum Ertz-Bischossvon Cvrintho ernennet. Als er bey Hof etwas emporkam , ge-rieth er mit dem Cardinal Mazarin in amulation , und als ersahe, wie dieser bey der Königlichen mutter fürtraf, suchte er den-selben durch anstiftung innerlicher Unruhen mit gewalt aus demKönigreich zu vertreiben, zu welchem ende er sich dann unterdem volck zu Paris einen grossen anhang machte, und das vor-nehmste Haupt der sogenannten Fronden« oder schleuderet wur-de , auch mit diesem allen dem Mazarin und der Königlichenmutter eine solche forcht einjagte, daß sie ihm, wie sehr es ih-nen auch immer zuwider war, zu Rom einen Cardinals - Hutzuwege bringen musten, welches von Jnnocentio X. geschahe.Weil man ihn aber noch immer zu Neuerungen und sactionengeneigt sahe, auch ohne zweifel den alten groll wider ihn nochstets im hertzen hatte, wurde er kurtz darauf in dem Louvre, daer sich dessen am wenigsten versähe, gefangen ejenommen, undnach Vincennes gebracht, von dar aber nach Nantes . Er ent-flöhe aber, und gieng nach Rom , woselbst er Alexandri VII.wähl beywohnte; weil sich aber dieser bey dem Französischen Hofe seiner nicht so wohl annehmen wollte, wie es Jnnocentiuszu thun angefangen, so gieng er von dar zu den Spaniern in.die Niederlande. AlS er an. 1661. in Franckreich zurück kam,gab er das Ertz - Bißthum Paris , welches er von seinem vettererhalten, freywillig auf, und erhielt dargegen von dem Königedie Abtey St. Denys. Von der zeit an lebte er gantz stille undruhig, sthickte auch Clementi X. an. 167;. den Cardinals - Hutwieder zurück, welcher ihn aber, solchen zu behalten, nöthig-te , bis er endlich den 24. aug. an. 1679. verstarb. Er hat vonallen seinen begcdenheiten Memoires in V. tom. geschrieben, dieerst kürtzlich an das tag - licht gekommen, darmn er von seinen
fehlern frey genug schreibet. Prhius , üb. vn. rer. Gaugen. Gall. Mem. du Card. de Rett. * '
Gondiochus, fönst Gundicarius oder Gundecu« ...ffer Komg der Burgnndier,setzte sich in Gallien veste, 'alles unter sich von der Rhone an bis a» die Saone Anverlohr er 20000. von seinen Unterthanen, welche in Galliam iw^^eingefallen waren, worauf er Aetium, den RönM nStatthalter, um friede bitten muste. Nachgehend wurde»an- 417 . von Octavio , der Hunnen Könige, mit dem großentheil seines volcks erschlagen; wiewol andere sagen , es st« Zdem Attila geschehen. Prosper & Idacius , in chron. CaffiodomJornand.es. Schurtxfiesch. hist. Karg. c. 3. §. 2. *
Gondiochus, des vorigen söhn, oder vielmehr (wo mandes Prosperi chronick folgen will, welcher diesen zelten am nach.sten gewesen, und versichert, daß der qantze stamm des vorher,gehenden Gvndiochi von den Hunnen sey aufgerieben worden,wiewol alle diese gefchichte, da die Burgundrer selbst keine Hi.storicos gehabt, so verwirrt crzchlet werden, daß man nichts ge-wisses sagen kan) der Urheber eines neuen stammens der erstenBurgundischen Könige, succedirte ums jähr 437. im König-reiche Burgundien. An. 44z. bekam er von den Römern Sa-voyen. An. 4;2. stund er Theodorico, dem Könige der West-Gothen, wider Rechiarum, den König der Schwaben in Spa nien bey. An. 4; 5. machte er sich der Römer mjßhelliakeit zunutze, nahm Vienne und Lyon weg, und brachte einen theil vonGallien unter sich. Endlich starb er an. 47;. und hinterließ 4.söhne , Gondebaldum , Gondegesilum , Gondemarum und
Chilpericum. Gregoriui Turon. Jornandes. Idacius. Chorier ,hiii. du Dauphine. De'bene , hist. Burgund. “
Gondioda, war Clodomiri, Clodoväi sohns, Königs vonOrleans gemahlin, und des Thibaldi, Guntberi und St. Clvdv-väi mutter. Clotarius tödtete die beyden erstern, und ließ nurden dritten übrig, welcher ein Priester wurde, und als ein Heili-ger starb. Einige Genealogisten versichern, daß nach Clodomiritode an.z24. eben dieser Clotarius I. diese Gondiodam geehlichel,aber mit ihr keine kinder erzeuget habe. Gremm Turo ». Ainm -mts. Ste Marthe , hist. genealog. de la Maison de France.
* Gondomadus und Vadomarus , zwey brüder undTeutsche Alemannische Könige, welche öfters in das alle Gal-liam eingefallen sind; sie regierten ungefehr ums jähr Christi ^4.In diesem nervlichen jähre that der Kayser Cvnstantius einenfeldzug wider sie; nach vielem kriegen , da er vergebens übnden Rhein zu setzen sich bemühet, machte er endlich friede untergewissen bedingnissen mit ihnen. Während dem leben Gvndv-madi ward er eine zeitlang gehalten; da er aber umgekommen,schlugen sich seine Unterthanen zu den andern Alemanniern, undbekriegten die Römer Mit ihnen. Ammianus Marcellinus , lib.XIV. & XVI.
Gondoinar, ein ort und Grafschafft in Gallicien nahe beyTuy gelegen, welche König Philipp 111 . an. 1617. zu gunstenDon Die'ao Sarmiento de Aucuna errichtet hat. Sie Marthe ,Etat de l’Esp. p. 269. *
* Gondrecourt,lat.Gondreeurtium,ein flecken inLothringen,jM Hertzogthum Bar an der Orne , 8.meilen von St. Michael.
* Gondrin, eine stadt in Franckreich, 4. weilen von Con-
dom , hat dem alten geschlecht Pardaillan , welches eigentlichaus der Grafschafft Armagnac entsprossen, und daselbst Parcall«lan als die vornehmste Baronie besitzt, den nahmen gegeben.Pons von Pardaillan - Gondrin lebte um das jähr 107°- Bern-hardus begleitete den König Ludovicum Sanctum nach Afticam,und soll daselbst an der spitze der armee einen Mohren erlegt,auch daher einen Mohren - köpf in das wapen bekommen haben.Sein söhn Odetus 1 . zeugte Odetum II. und dieser Hugoncmvon Pardaillan, Herrn von Gondrin, Cazenave, la Mothe rc.einen vatter Odeti 111 . und Hugonis. Odetus 111 . weicher icune gantze lebens - zeit mit dem hause Castillon proceß geiuhrcl,hat Odetum IV. verlassen. Dieser diente Iohannl, Grannvon Armagnac, gegen Gastonem Phöbum, Grafen von goip,ward an. 1 ; 6 i. gefangen, und muste sich und seine Va>allcn uureiner Million pfund lösen. Weil er,keine kinder haue, io tcßleer seines vettern , Hugonis des jüngern, söhn Odetum v.zum erben ein. Dessen söhn Vertraudus hcurathete Voutgu.l-nam, die erbin des Hauses Castillon, dessen gülher und vermö-gen an das geschlecht Pardaillan - Gondrin kamen, womit derproceß, der zwischen beyden Häusern fast hundert jähr wahrte,geendigt ward. Ihre kinder waren r.) Pons, genannt Pon-cet; 2.) Pons, Herr von la Mothe - Gondrin, der stuker derlinie von la Mothe - Gondrin, welche noch an. 1728. florirr,und aus welcher der Herr von la Mothe - Gondrin entsprvllen,der unter Carolo IX. in Dauphine wider die Hugenotten com-manbiret, und von denselben an. 1^62. in Valcnce, wo erGouverneur war, umgebracht worden; ) Amanjeu, Mr
von Caumont, der die lmien der Herren von Caumont, du gort,Bonas, de Las und de la Barthe gestiftet, und von teilennachkommen an. 1723. X. von Pardaillan von Gondrin, Mar-quis von Bonas, Alestre de Camp und Ritter vom orten Lt.Ludvvici gewesen. Pons , Poucet genannt, von Pardaillanvon Castillon, blieb in einem wessen wider die Engcllander beyBourdeaux, und hinterließ von Isabella aus dein allen haustLomagne, Iohannem 1 . einen vatter Arnaldi. Dieter war jiiuter des Königlichen ordcns, und ein tapferer soldal, warb auchvon Ludovico XII, Iohanni von Navarra gegen die Lpaiuec,