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Durch diese aufführung aber hatten diese theuren Dioscuri jeneDioscuros sich und ihren lands-leuthen zu tod - feinden gemacht.Puusamas , IV. 27.
* GonnrUi , (Johannes) gemeiniglich der blinde vonCamdaßi genannt, weil er zu Cämbaßi im Florentinischcn ge-bohren war, begab sich in seiner jugend bey Petro Tacca , ei-nem geschickten biidhauer, in die lehre, und brachte es in sei-ner kunst ziemlich weit, bis er in seinem 20. jähre des gesichteSvöllig beraubet wurde. Ungeachtet er aber hiedurch in einensolchen zustand gerathen, da es fast unmöglich geschienen, daßer seiner kunst noch ferner obliegen sollte; so verfertigte er dochauch nach der Hand aus gebrannter erde viele artige siguren,und machte so gar auf eben die art und blos durch hülffe desgefühls unterschiedliche Portraits , von welchen man versichert,daß sie ihren originalen sehr ähnlich gewesen. Er gieng zu Rom unter Papstü ÜrbaniVIII. regierung mit tobe ab. Ra:dmuc-ct . notizie di prüfest'. del difegno. De Piies , dial. für lecoloris.
Gönn esse , oder Gonneche, ein dorf nahe bey Pütts, wel-ches vornemlich deswegen berühmt ist, weil das daselbst gebacke-ne drodt vor allem andern in Paris vor gut gehalten wird. Mansagt, daß der König von Franckreich, Fränciscus 1 . da der KayserCarolus V. in einem an ihn abgelassenen schreiben seine gantzeweitiäuftige titulatur gebraucht, sich dagegen in seiner antwortblos einen König von Franckreich , wie auch Herrn von Gon-nesse und Bannes geschrieben. Dieser letzte ort ist gleichfallsein blosses dorf, r. meilen von Paris , allwo sonderlich wohl-schmeckende butter gemacht wird. Zeit. itinerar. Gall.
(Bonnemile , ein Edelmann aus der Normandie , welcheran. 250;. aus der stadt Honfleur.ausr»scte, um in Ost-Indienru gehen, aber durch stürm an das unbekannte land gegen lü-den verschlagen ward. Nachdem er nun sowol die gelegenheitdes landes, als auch der einwohner sitten wohl erkundiget hat-te , faßte er die resolukion, in die Normandie zurück zu gehen,und damit er diese entdeckung desto mehr versichern möchte, nahmer einen von den Priestern des Königs im lande mit sich; hatteaber das unglück, daß er im gesicht der insul Jersey an den rü-sten von Nsrmandie in die Hände eines Engelländischen Corsa-ren fiel, allwo er bey der Admiralität sich beschwerte, und einebeschreibung von seiner reise eürlegte , so den 19. iul. an. 1308.datiret ist. Dieses enthalt verschiedene particnlaritäten, undunter andern , daß dieses land, welches er das mittägige In dien nennet, sehr fruchtbar sey, daß die einwohner ebei» nichtgar wild, und ziemlich geschickt seyn , und daß ein jeder Cantonseinen König habe. Deftription de la. terre Außrale , gedruckt zuParis an. 166;.
* (Bonon, (Benedict) von Bourg en Bresse , einCölesti-ner - Mönch, trat schon an. 1608. in den orden, in welchem ersein leben in der stille zugebracht. Er hat in dieser zeit verschie-dene wercke an das licht gegeben. An. 162z. ließ er zu Lyon dru-cken : Eine sammlung der lebens - beschreibungen , samt denlehren der Abendländischen Alt - vätter, mit dein leben einigerMorgenländischen Einsiedler; ferner Chronicon Deiparae Virgi-nis Marias; Viridarium S. Virginia ; Historia Eucharistiae ;Schola sanctorum Patrum ; Hiltoire & Miracles de Notre-Dame de bonne nouvelle aux Geleit ins de Lyon; les illustresPenitens ; la Chastete recompenfee; Histoires veritables & cu-rieuses &c. Becquet , bist. Gelestin.
(Bonsalvus, (Martinus) ein Spanier, lebte an. 1339. Erwar, wie man vvrgiebt, so närrisch , daß er von sich ausgab,er wäre ein bruder des Engels Michael, und daß GOtt ihm die-se stelle vorbehalten, welche Lucifer durch seinen fall verlohren.Er rühmte sich, daß bey ihm die rechte Wahrheit und leiter zumHimmel zu finden , und er derjenige sey, welcher den Antichristbesiegen sollte. Der Ertz-Bischoff von Toledo , als er ihn nichtkonnte zu rechte bringen ,' conbemnirte ihn zum feuer, weil erglaubte, daß dieses mittet mehr würckung als alle seine ermah-nungen haben würde; obwol einem solchen in dem Hirn ver-rückten menschen ein narren - Haus viel besser würde angestan-den haben. Spomlanus , A. C. 1339. n. 4.
* (Bontaut, ein berühmtes geschlecht in Franckreich , wel-ches von einer in Agenois gelegenen Herrschafft den nahmen hat.Godofrcdus von Gontaut lebte an. 1124. und hinterließ Ga-stonem von Gontaut l. Herrn von Biron, welcher der Abteyzu Cadouin viel gutes erzeiget, und noch an. 1154. am lebengewesen. Desselben söhn, Henricus von Gontaut, Herr vonBiron, so noch an. 1236. gelobet , hinterließ unter andernGastonem von Gontaut II. Herrn von Biron , und Petrumvon Gontaut, Herrn von Badefol, von dem unten gehandeltwird. Der älteste, Gaston von Gontaut II. Herr von Biron ,begleitete an. 1243. Ludovicum IX. ins gelobte land, machtean. 1231. sein testament, und hinterließ Gastonem vonGon-laut III. Herrn von Biron. Derselbe stiftete an. 1260. dasDominicaner - kloster zu Bergerac , und hatte unterschiedlichekinder, beyderley geschlcchts, von denen der älteste söhn , Pe trus von Gontaut I. Ritter, Herr von Biron, an. 1294. und*344. zu St. Germain en Laye, wegen Biron , Gontautund Laudun die lehns - Pflicht abstattete, und an. 1330. sein te-stament machte, nachdem ihm Barrane von Themines unterandern folgende zwey söhne gebohren hatte: r.) Der älteste,Petrus von Gontaut II. Ritter, Baron von Biron, Herr vonClarens, Castjllonues, Merles und la Pierre en Iourdain.
so an. i;6y. den platz Durevel in Quercy wider die 1der tapfer vertheidigte , zeugte mit Huquette von STPetrum von Gontaut III. der jung und ohnve?ehl,c !2tode abgegangen, 2) Der jüngste, Gaston von @2 MRltter, Herr und Baron von Biron, Montaut, 2 !^'rant rc. starb an. 1394. und hinterließ von Maraarelb- ^'von Montferrant inPerigvrd, folgende 2 söhn?- 1ncum, Baron von Biron und Montaut, welcher an , " 1 ’tn feinem testamente die Dominicaner von Beraerac w.kdachte, und ohne erben starb. 'Gastonem vnLnLvHerrn und Baron von Biron, Montaut und Moittfean, /welcher mit Sibylla von I'Esparre unterschiedliche kÄ/ 1 'tm , von denen Gaston VI. Baron von Biron, und Ln?Herr von Cas ,n Quercy, ein stamm - vatter der jbertvni'Cabreres, von denen §. II. ein mehrers, zu mercken Ä/n,ste, Gaston von Gontaut VI. Bawn von B.Mi wür ^1412. von seinem vetler Bernhards , Herrn von lwLr?'Efparrois, Montignac, Civrac, MontctonundlaB 'zum erben eingesetzt, diente Carola VII. und Ludovico XI wj!der die Engellander , und lebte noch an. 1479. nachdem er mCatharma von Salagnac 4. söhne gezeuget hatte. Nonde,ben starb Armandus von Gontaut an. 133-. als BiMssSarlat in dem 69. jähre seines aiters; Guido von ÄLHerr von Puydeton, war Proronotarius Apostolicus · dic übdgen beyde aber, nemlich Pons von Gontaut, Baron von RPron, und Brandelts von Gontaut, Herr von Brussac, wndem §. I. gehandelt wird, setzten ihren stamm fort. Der d teilePons von Gontaut, Ritter, Baron von Biron , Herr mMontferrant, Carbonnieres, Clarens, Montaut rc. war denCarolo VIII. Rath und Maicre d'flötel, befand sich an. hkmit in der schlacht bey Fornoue, und lebte noch an. 1324 Mseiner erster» gemahlin, Magdalena von Rochechouart, reu«te er einen söhn, N. welcher an. 1513. in der schlacht bey M.rignano blieb, mit der andern aber, Margaretha, einer Ach-ter Iohannis von Biron, Herrn von Montferrant, bekam erfolgende 2. kinder: i.') Catharinam von Gontaut, welche sichan. 1519. mit Francisco von Drirfort, Herrn von Rosan, undan. x?34. mit Iacobo von Pons, Baron von Mirambcau,verehlichtc. 2.) Iohannem von Gontaut, Baron von Biron.Herrn von Montaut, Montferrant, Pnybeton, Clarens rcwelcher von jugend auf dem kriege folgte, und sich in ben Wach!ten bey Bicocque und Pavia wohl hielt, in der letzter» aber ae.fangen wurde. Nachgehends muste er als Abgesandter an denKayserltchen und an. 1348. an den Portugiesischen Hof gehen.An. 1532. befand er sich bey der belaqcrung von Metz, wardhernach Gouverneur von St. Quintin , hatte aber das un.glück, daß er in der bey diesem orte an. 1337. vorgegangenenschlacht gefangen, iind auf das schloß zu Tournay gesetzt wur-de , woselbst er bald hernach an seinen wunden starb , nachdemer sein leben auf 33. jähr gebracht , und mit Renata Anna vonBonneval, Frau von Chefboutonne, 3. kinder gezeuget hatte.Dieselbe waren 1,) Armandus von Gontaut, Baron von Bi.ron , von dem hernach. 2.) FucalduS von Gontaut, Herrvon Puydeton und Laudean, welcher an. 1369. m der schlachtbey Moncontour blieb , und nur eine tochter, Charlotten,nach sich ließ, die an. X372. mit Godoftedo von Durfort,Baron von Botßieres, verheurathet wurde. 3.) Johanna,Frau von Lavaur, welche erstlich Snperiorin zu Pomarede inQuercy war, an. 1367. aber Iacodnm von Durfort , Baronvon Boißieres, henrathete, und Reformirt starb. 4. ) Clau-dia, die an. 1331. mit Johanne von Ebrard, Baron von Et.Sulpice, vermählt wurde, und an. 1387. mit tode abgieng.3.) Johanna , welche sich an. 1339. mit Petro Ponssard,
t errn von Brisambourg , an. 1369. aber mit Johanne vonaumont, Herrn von Montpouilhan und la Perche, vcrehttch-te, und an. r398. das zeitliche gesegnete. Oberwchnter Arman-dus von Gontaut, beygenannt der lahme , Baron von Biron,war, wie aus seinem folgenden artickul zu ersehen, Marschallvon Franckreich, und zeugte mit Johanna, einer tochter underbin Bernhardt, Herrn von Ornezan und St. Blancard, dieer sich an. 1339. beylegte, folgende 9. kinder: i.) Carolnm vonGontaut, Hertzog von Biron, Pair, Marfchall und Admiralvon Franckreich, von dem ein besonderer artickul. r.) Ale-pandrum von Gontaut, Königlichen Cammer - Iuncker, wel-cher an. 1383. in dem tumult zu Antwerpen umkam. z.) Io-hannem von Gontaut II. Baron von Biron, von dem hernach.4.) Armandum von Gontaut II. Herrn von St. Blancard,Chefboutonne, Siadour, la Capelle, Louliercs , dessen »r-enckel dl. von Gontaut, Marquis von St. Blancard , Herrvon la Capelle, so an. 1682. gebohren, als Capitain bey demcavallerie - regiment von Noaiües, ohne erben gestorben. 3.)Philibertam, welche an. 1373. mit Carolo von Pierrebussiere,Vicomle von Comdorn, vermählet wurde. 6 .) Charlotten,die an. 1377. Iacobum Nompar von Caumont , Hertzog vonla Force, zum gemahl bekam. 7.) Annam , welche sich an.1391. mit Guidone Odet von Lanes, Baron von la Roche-Alais , verheurathcte. 8 .) Claudiam, die an. 1600. Carolovon la Rochefoucauld , Grafen von Roucy , beygeleget wurde,und an. 1617. starb. 9.) Louisen, welche Brandelis von G>-ronde » Marquis von Montclar, an. 1603. zur ehe nahm.Obbesagter Johannes von Gonranl II. Herr und Baron vonBiron, St. Blarrcard , Montaut, Brisambourg rc. starb an.1616, den xo. aug. als Königlicher Staats-Rath und Alarc-
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