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qeöfnet wurde. Herodotus,V. 104. n?. Er hatte auch nocheinen andern bruder, Phisaonem, einen geschickten und tapfernmann/ der aber in dem kriege bey Pelws von den Griechengleich beym ersten anfall gefangen worden. Herodot, VIII. u.
Gorham, oder Gorran, (Nikolaus) ein Dominicaner,war durch seine schriften berühmt. Pitseus behauptet , daßer von geburt ein Engelländer gewesen , Possevmus aber undandere wollen ihn zu einem Franzosen machen/ und zu des Kö-nigs Philippi Beicht-vatter/sagen aber nicht, ob es PhiltppusPulcher, oder Philippus Longus, oder aber Phlllppus Vale-fius gewesen. Der erstere dieser 3. Monarchen hatte noch ei-nen Beicht-vatter gleiches vornahmens und ordens / allein eswar Nikolaus Farinula von Rouew einer von den 10. Fran-zösischen Cardinälen/ welche Clemens V. an. 130;. crerrte.Hieraus folget nun/ daß man die eigentliche zeit nicht wissenkan/ wenn er gelebet/indem ihn einige an. 1304. andere aberi3?o. 1390. und 1400. setzen. Dieses ist gewiß , daß er ver-schiedene Commentarios über einige bücher der H. Schrift/ alsüber die Evangelia, Episteln Pauli, und dergleichen / geschrie-ben. Trithemius , de script. eccles. Alberti, de vir. illustr. ord.Praed. Pitseus , de script. Angl.
* Goring/ (Georg) Graf von Norwich, Bavon von Hurst-Pierrepoint / war von jugend auf bey Hofe erzogen/ und beyJacobs I. Page gewesen. Zur zeit der innerlichen Unruhen inEngelland unter Caroli l. regierung/ war er Gouverneur vonPortsmouth / und hielt es dem schein nach mit dem Parle-ment/ hatte sich aber heimlich von dem Könige gewinnen las-sen , vor den er sich an. 1642. öffentlich erklärte. Ob er nungleich von beyden theilen geld empfangen/ hat er doch die ve-stung nicht mit genügsamen lebens-mitteln versehen, daher ersolche noch in diesem jähre an dieLommitte desParlements über-geben muste. Er gieng hierauf nach Holland / kehrte aber baldwieder nach Engelland zurück/ ward an. 1644. General - Com-missarius von der Königlichen cavallerie/ auch Graf von Nor wich / belagerte zwar das jähr darauf Taunton , muste aberdiese belagerung aufheben , erlitte durch den General Fairfaxeinen grossen Verlust/ und begab sich sodann nach Franckreich.Am 1648. nach seiner Wiederkunft muste er sich nebst andernHerren an den gedachten Fairfar in Colchester auf discretionergeben, und ward von dem hohen Gerichte , das nach Ca-roli I. Hinrichtung niedergesetzt worden , angeklagt, auch zumtobe verurtheilt, erhielt aber durch seiner freunde vorbitten dasleben. Er starb an. 1662. und verließ einen söhn Carolum,Grafen von Norwich , welcher an. 1670. ohne männliche erbenmit tobe abgieng. The compleat bist. of England , tom. III.Rapin, hist. tom. VIII. IX.
(Forionides, wird genannt der Jüdische historien-schreiberJosephus, siehe Ben-Gorion.
* Goris, (Lambertus) ein Rechtsgelehrter, gebürtig von
Nimägen, war erst Professor Juris zu Harderwick, hernach«bet Syndicus in seiner geburts-stadt, allwo er an. i6;i. den2. jnmi gestorben. Er hat Adversaria Juris subcisiva; Com-mentationem ad Consuetudines Velavias, Arnheim 1664.in 4, Comment, ad 1 . obfervandum , de Officio Praesidis ,u. a. m. geschrieben. Witte , diar. · ^
* (Botf, (Georg Christian) ein liebhabet der mathemati-schen künste, war an. 1613. zu Nürnberg gebohren, und leg-te sich sogleich in seiner jugend auf die Geometrie, Optik undArchitektur, die er neben der zeichen-kunst und Mahlerey zuHause sehr wohl erlernete. An. 1650. stetig er an zu reifen,da er in Schweden die Königin Christina muste eine geraumezeit in der zeichnung unterweisen. An. 1661. durchreisete erFranckreich in gesellschafft des berühmten Wagenseils, wie auchSpanien und Portugall. Er hielte sich auch zu Lisabona ei-nige zeil auf, allwo ihn der König wegen seiner geschicklich-keit liebele. Hierauf kehrte er wiederum nach hause. Er be-kam daselbst verschiedene, auch fremde, zuhöret in der Mathe-matik , welche er deutlich vortragen konnte. AuS seiner schu-le sind insonderheit zwey geschickte Ingenieurs heraus gekom-men , nemlich Georg Rimpler , und Joh. Bernhard Scheither.Er starb den 23. jan. an. 1637. Doppelmayrs Nürnberg.Mathem. und künstlet.
Gorläus, (Abraham) war zu Antwerpen an. 1349. geboh-ren , und machte sich durch gute känntnis der Medaillen undanderer alten monumenten berühmt. Insonderheit brachte ereine grosse menge von siegel-ringen zusammen, wie solches auchaus seiner Dactyliotheca erhellet. Er lebte zu Delft , ist aberdaselbst nicht in der müntze engagirt gewesen, wie Derseliuswill. Gassendus in vita Peirescii behauptet, er habe zwar La-tein verstanden, aber nicht gelernt; Swertius aber zeiget dasgegentheil, daß er von jugend auf solches nebst Andrea Schot-ts getrieben. Diß ist wenigstens gewiß , und von allen, diediesen mann gekannt, versichert worden, daß er so viel gelehr-samkeit nicht gehabt, als sich in seiner Dactyliotheca findet;wie sie dann würcklich von Cunao dem Everhardo Vorstio ,Professor in der Medicin zu Leiden, zugeschrieben wird. Erstarb endlich den 13. apr. an. 1609. und fein cabinet wurde anden Printzen von Wallis verkauft. Er hat nebst der Dactylio-theca auch Thesauren Numismatum Famil. Roman, und Pa-ralipomenaNumilmatum geschrieben. Sveertius , Ath. Belg.
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täovlms , (David) gebürtig von Utrecht , lebte in ^XVII. sasculo, und schrieb Exercitationes Philosophicas wov?nen er von der gemetnen opinion abgehet, tomu? ’ßÄd'scrpul, als man ihm wegen einer sententz,'fiffie uni!Sammae tmb cor ? pns betraf, hart zusetzte, berief sich darausdaß er sich Gorlat eigener terminorum bedienet hätte' 2dteses diente ihm zu nichts, und vermochte vielmehr ftnDnsLte. «ng, so viel als möglich 7 r?»!r-
Eormo, ein nähme, welchen 3. Könige inDänemarckae-fuhrt haben. Gormol. ein sohnHaraldi V. kam. an 7? 'zu der regterung , und that eine reise auf eine weit entÄ">sul zu etnem Komg, nahmens Gtruth, wovon man wunder,üche dlnge aufgezeichnet findet. Er starb an. 76;. in der Kuischenreligion, und hinterließ Gothricum zu seinem nachUger. Gormo II. wurde Anghcus, oder derEngelländerui-genannt, weil er in Engelland gebohren, als sein vatter Fr^tho Vl. daselbst krieg gefuhret. Er gelangte an. 891. aufdenKöniglichen thron, nachdem er vorhero auch Enqelland bebnr-schet, welches aber nachgehends von ihm abgefallen. Seinegemahlin, eine Engelländische Printzeßin, gebahr ihm seinenNachfolger Haraldum VII. und starb in dem Heydenthum an898. . Gormo III. zugenannt Durus, folgte seinem vatterHaralds VII. m dem regiment, und verfolgte die Christen aufdas äusserste. Seine gemahlin Thyra , eine Printzeßin ausEngelland, gebahr ihm auf einmal 2. Printzen, Canutum undHaraldum, davon der letztere an. 931. die Crone davon truq,nachdem der erstere in der belagerung der stadt Dublin mJrrland geblieben , und der vatter fich darüber zu tobe qe,grämt hatte. Man erzehlet, es habe die jetzt-qcdachte Printzes-sin Thyra mit Gormone nicht ehe zu bethe gehen wollen, bisihm was geträumt hätte, daraus sie von d'em künftigen zu-stande ihrer familte einige Vorbedeutung ziehen könnte. Hier,aufsoll Gormo im schlaft 2. vögel gesehen haben, welche ausder Thyra schoos heraus geflogen, davon einer mit blutigen ffü«geln, der andere aber gar nicht wieder kommen. Sax. Gramm.
Pontan. Meurs hist. Dan.
Goropius , (Johannes) zugenannt Becanus, war zu Hjl-varenbeck in Brabant an. r;i8. gebohren. Er studirke zu Lö-ven, und war in den sprachen und in der Philosophie wohlerfahren, erlangte auch unter dem Gemma Frisio eine beson,dere wissenschafft in der Medicin und Mathematik. Bey CaroliV. fchwester Eleonora, Königin von Franckreich, war er Leib»Medicus , kehrte aber wieder in sein vatterland, und praclicir-te zu Leiden. Als er zu Lüttich bey dem Cardinal Groesbe,quio war, und daselbst von der ältesten spräche geredet wurde,wollte er behaupten, daß solches die Cimbrische wäre, und daßdie älteste Philosophie, so Linus, Orpheus und Thamyras inThrakien fortgepflantzet, von dem Noah und dessen söhnen,vornemlich dem Japhet, herrührte, welches ihm hernach gele,aenheit gab, verschiedene bücher zu schreiben. An geschicklich«reit und geist hat es diesem manne nicht gemangelt; aber seinurtheil ist nicht allezeit das beste; seine eigene gedancken undeinfätte gefielen ihm gar zu wohl, und seine frechheit, muth»massungen, welche nicht die geringste Wahrscheinlichkeit haben,für gewisse Wahrheiten auszugeben, war ungemein groß. Erstarb zu Mastricht den 27. jun. an. 1372. und wurde bey dmFranciscanern begraben. Er hat Origines Antwerpianas in9. büchern geschrieben , als: Atuatica; Gigantomachiam ;Niloscopium ; Cronia; Indo - Scythica; Saxonica; Gotho-Danica ; Amazonica ; Venetica & Hyperborea ; wvrzu nachseinem tode gekommen find: Hermathena ; Hieroglyphica ;Vertumnus; Gallien ; Francica & Hispanica. Mir aus, elog.Belgic. Andreas , bibl. *
Gorräus, (Johannes) sonst Gorris genannt, gebürllzvon Paris , war ein söhn Petri Gorräi, Medici von Berry 1und nicht allein in der Medicin, sondern auch in der Gric,gisch-und Lateinischen spräche sehr geübt. Als er einsmals ßchauf der sanfte trage» ließ, und ihn bey den damaligen Unru-hen die soldaten anpacken wollten, starb er vor schrecken an.1377. als er 72. jähr alt war. Er hat unter andern Defim.tiones Medicinas geschrieben, und Nicandri Opera aus demGriechischen ins Lateinische übersetzt. Sammarth. elog. GalLlib. III. La Croix du Maine.
* Gorrevod, ein ausgestorbenes Französisches aeschlechl twelches von dem in Bresie, eine viertel weile von Pont - de-Vaux, gelegenen schlösse Gorrevod den nahmen bekomumi.Guido von Gorrevod, Ritter von Gorrevod, lebte an. iigo.und hinterließ von Clementia de Beyviers 2. söhne: 1.) Derjüngere, Guido von Gorrevod, Ritter, Herr von Leal, war an.1237. am leben. 2.) Der ältere, Ponce von Gorrevod, M-ter, Herr von Gorrevod, so an. 1230. florirt, zeugte mit ei-ner aus dem hause Chavanes in Bresse , unter andern folgen-de zwey söhne: i.) Ponce, genannt Poncet von Gorrevod u.Ritter, Herr von Gorrevod, nahm an. 1272. das schloß Gor-revod von Aiuadeo von Savoyen, Herrn von Bauge und BM-se, zu lehn, und starb an. 1276. ohnbeerbt. r.) Guido vonGorrevod II. Ritter, Herr von Gorrevod, zeugte mit Margaretha von Brancion Petrum von Gorrevod, Ritter, Herrn vonGorrevod. Derselbe machte an. 1328. sein Testament, m