daselbst den 27. aprilan. 1333* sein testament gemacht. WilhelmBertrand von Guiscard II. Heurathete den 3. oct. an. 1413- zumersten mal Margarethain von Veirac , Guidonis von Veirac,Herrn von Merle und Cossac, so in dem Bißthum Tul gelegen,tochter; zum andern mal aber Helis von Landore, Bernhardtvon Landore , Vicomre von Cadars in Rovergue, tochter. An-lonius von Guiscard , Herr de la Coste und Montcuc, verheura-thete sich den 16. oct. an. 1492. mit Isabella von Lomagne, Jo-hannis von Lomagne, Herrn von Montagu, tochter. Johannvon Guiscard I. Königlicher Cammer - Jancker, welcher sich den11. aug. an. 1323. mit des Johann von Ricard, zugenanntGe-nouillac, Ritters, Barons zu Gourdon und Herrn von Gcnouil-lac und Vaillac tochter verheurathete. Johann von Guiscard ,sein söhn, war einer von den ioo. Edelleuthen des KöniglichenHauses. Er heurathete den ir. nov. an. 1334. Franciscani dela Barthe, Matthäi de la Barthe , Barons von Montcornelund Astorac, tochter. Dessen anderer söhn, Johann von Gui-scard , Herr von Puy de Sirects , heurathete den 3. jan. an.1625. Agnes von Themines. Insonderheit aber theilte sich die-se linie zu ende des XV. sieculi in die linie der Herren von Puyde Sirects, und die linie der Herren von Cmrou und de laBourlie. Der stifter der ersten war Johannis von Guiscard II.anderer söhn, es ist aber selbige bereits verloschen ; der andernaber war Gabriel von Guiscard , Herr de la Gardelle, vonCairou und de la Bourlie, Johannis von Guiscard II. drittersöhn. Dieser Gabriel hatte 8. söhne, darunter der sechste warGeorg von Gutscard, Herr de la Bourlie. Ihm war bey derlandung auf der insul St. Margarethä und St. Honorat dasdein durch eine musqueten - kugel zerschmettert, auch in derschlacht bey Rocroy der arm durch eine pique zerbrochen wor-den , wie er sich denn ferner in der schlacht bey Lens, in der be-Iqgerunq von Arras und bey andern gelegenheiten sehr wohlhielt. Er wurde zum Sergent de Batailie gemacht, und an.1647. zum Gouverneur von Cvurtray. Im folgenden jährewurde er von der verwittibten Königin von Franckreich zum Un-ter - Hofmeister des Königs Ludovici XIV. ersehen. An. 1649.wurde er Staats - Rath, an. 1631. Marechal de Camp , undweil er dem Könige viel treue dienste geleistet, gab er ihm an.1662. die inspection über die städte Sedan, Raucourund,St.Mange, machte ihn auch an. 1671. zum Gouverneur darüber.An. 167,. erklärte er ihn zum General-Lieutenant, und gabihm die aufsichr über die stadte und vestungs- wercke von Dünkir-chen, Bergen, Furneö und Gravelines , wie auch über diedarinn liegende trouppen. Im folgenden jähre schlug er über800. Spanier, davon der gröste theil auf dem platze bliebe, und140. gefangene zu Dünkirchen eingebracht wurden. Er starbendlich den 9. dec. an. 169z. da er 87. jähr und 4. monat altwar. Er hatte sich den 28. nov. an. 1648. in dem Königlichenpallast in gegenwart des Königs und der verwittibten Königinmit Genevieve von Longueval, Frau von Fourdrinon in Picar-die, Antonii von Longueval, Herrn von Tenelles und LemontTochter von der Elisabeth von Maraival, verheurathet, und hin-terließ von selbiger 4. kinder. Der älteste, Ludwig von Guiscard,Graf von la Bourlie und Marquis von Magny, (von dem ineinem eigenen artickul mit mehrerm) welcher den 27. sept. an.1631. gebohren worden, vermählte sich den 24. febr. an. 1677.mit Angelica von Langlee, Claudii von Langlee, Ritters, Herrnvon Epicheliere, Feld - Marschalls der Königlichen armeen,tochter, und zeugte mit selbiger Ludovicum Augustum, welcherden 20. may an. 1680. gebohren. Dieser wurde mit aller mög-lichsten sorgfalt auferzogen, hatte auch in den kriegs - erercitienund wohl - anständigen studien trestich zugenommen. Er giengmit dem Grafen von Tallard, der an. 1698. als Abgesandterdahin geschickt ward, nach Engelland, und begleitete an. 1099.seinen vatter nach Stockholm . Er wollte von dar eine reise nachRom thun, bekam aber zu Wien die blatern, und starb zu en-de des jahrs 1699.; dessen brüder waren, Johannes Georgius,welcher den 27. sept. an. 1657. gebohren. Er war Fähndrich- bey dem regiment von Normandie , wurde aber in der Vertheidi-gung von Grave mit einer musqueten - kugel an dem köpfe ver-wundet , und als er bey dem regiment von der garde Capitainwar, hielt er sich bey verschiedenen gelegenheiten sehr wohl. Inder belagerung von Ipern wurde er mit einer gleichen kugeldurch den leib geschossen, und bekam hernach die charge einesObersten über ein regiment von Normandie ; und Antonius, ge-bohren den 27. dec. an. 1658. war Abt von Bonnecombe in Ro-vergue ; diesen triebe sein unruhiger geist unter dem nahmen desAbbe de la Bourlie zu vielen gefährlichen Unternehmungen; wieer sich dann gleich nach ansang des letzten kriegs an die spitze derbauren von Nivernois stellte, welche den verbotenen saltz-handelmit gewalt zu treiben sich unterstunden, und sich schon auf ioo.gemehret hatten. Als aber diese durch die Königlichen trouppenauseinandergejagt wurden, entrann er in Holland , nahmweltliche kletdung, auch bald darauf die Protestirende religionan, und erbot sich immer einen aufstand in Franckreich beför-dern zu helffen; er wurde auch eine Zeitlang ziemlich wohl ge-halten , und bekam einige pensionen fowol in Holl - als Engel-land ; da aber solche anfiengen auszubleiben , hub er wieder anin Franckreich zu correspondiren, tractirte durch briefe, welcheer über Portugall gehen ließ , von seiner zurückkunft, und mach-te sich noch von mehrerm verdächtig. Wie er nun deswegen nacheinigen aufgefangenen briesen in Engelland gefänglich angehal-ten wurde, und ihn einige Deputirte des Staats - Raths exami-
nirten , beqienq er diese verzweifelte that , daß er mit einemschneid»Messer, welches er unvermcrckt von dem tische genom-men , und in seiner Hand verdeckt gehalten hatte, dem Grasenvon Oxford einige stiche versetzte. Dieses erregte nun einen gros-sen tumult, die draussen stehende Staats - boten wurden hineingcrnffen, und hatten grosse mühe denselben zu überwältigen, undrecht vest zu machen, worbey er aber in dem heftigen ringen sohart an eine banck gestoffen wurde, daß ihm in dein leide einertbbe zerbrach; er empfieng auch von Mylord Bollingbrook einenstich in den schenckel, und also befreyete ihn der bald darauf er-folgte tob von dem, so er durch Richterlichen sprach zu erwartenhatte. Die schwester der obgemeldten drey brüder, GenevieveCatharina von Guiscard, wurde den 30, oct. an. 168;. mir Ca-millo Savari, Grafen von Breve, vermählet. DaS wapendieses Hauses ist ein weisser schild mit einem rothen quer - striche,und haben auf dem Helm einen hervor - ragenden güldenen lö-wen, und 2. solche löwcn zu schild - Haltern. Hosicr , genealog.de la maison de Guiscard. Du Cbme. Bayle. *
Guiscard , (Ludovicuö von) Grafvon la Bourlie, Mar-quis von Magny, war an. 1651. den 27. sept. gebohren. Ergieng bald anfänglich in den krieg, wurde an. 1671. Capitain,und wohnte im folgenden jähre den belagerungen von Orsoy,Rheinberg , Duisburg und Zütphen , auch an. 167;. der vonMaftricht und Unna bey. Hierauf wurde er an. 1674. Obersterüber das regiment von Normandie , und warf sich sofort inGrave, wo selbiges regiment lag, welches damals bereits beken-net war. Zu ende der belagerung wurde er in die achsel, und imfolgenden jähre in der belagerung von Bouchain mit einer mus-queten - kugel in den köpf verwundet. Weil er in eben selbigercampagne mit 6. bataillons detachirt war, um das corpo desMarschalls von Crequi, welches bey Thionville stund, zu ver-stärcken, wohnte er auch der schlacht an der Cuntzer - brückebey, und nachdem die Franzosen geschlagen waren, brachte erden Überrest von der infanterie und dem regiment von Norman die und Bourlemont glücklich nach Metz . Er diente in folgen-den jähren in Deutschland , und befand sich bey der belagerungder stadt Freydurg und des forti Kehl, wie auch an. 1684. beyder belagerung Luxemburg . Er hielt sich dabey überall sehr wohl,dergestalt, daß ihn auch der König an. 1689. zum Brigadierüber die infanterie machte, und ihm gewalt gab, in Dinant zucommandiren, nebst einer generalen aufsicht der trouppen, diedaselbst wie auch in Charlemont, Rocroy , Beaumont und Phi-lippeviüe in garnison lagen. Im folgenden jähre machte ihn derKönig zum Feld-Marschall, gab rhm das commando über Ro croy und Charlemont, mit ordre sich in Philippeville zu werffen,im fall selbiger ort sollte attaquirt werden. An. 1692. erhielt erdas Gouvernement von Sedan, nachdem sein vatter solchesniedergelegt hatte, wurde auch bald darauf zum Gouverneur zuNamur bestellet, und erhielt den 30. mertz an. 1693. die stelle ei-nes General - Lieutenants. Der König vertraute ihm hieraufein besonders corpo, um damit Huy zu bekennen, damit er diebelagerung von Furnes, so durch den Marschall von Bouflersgeführet wurde, desto leichter machen möchte, welches auch glück-lich von statten gieng, indem dadurch ein grosses theil feindlichertrouppen, so durch den Grafen von Athlone commandirr waren,zurück gehalten wurden. Er defendirte sich bey einem convoy,so er von Maubeuge zn des Hertzogs vonLuxemburg armer führ-te, dergestalt, daß er mit 13. escadrvns, die er bey sich halte,Nr. Dupuy, General - Lieutenant der Spanischen armeen, nur18. escadrvns und 2400. mann fuß - volcks von der garnison zuCharleroy in die flucht schlug, daß die meisten davon auf demplatze blieben oder gefangen wurden. Er wohnte der schlacht beyNeerwinden bey, und that grosse dienste, defendirte auch Na mur , als es durch die Alliirten belagert war, sehr wohl, wes-halben ihm auch der König in Franckreich den 1. jan. an. 1696.denRltter-orden des heiligen Geistes ertheilte. Nach dem zu Rnß-wick geschlossenen frieden wurde er an. 1698. als Abgesandternach Schweden geschickt. Nach dem treffen bey Ramellies wü-ste er wegen seiner condutze vielerleu urtheile über sich gehen las-sen. Er starb endlich an. 1720. Bayle.
Guise , eine stadt in der Picardie, an dem fluß Oise , in demgebiethe von Laon gelegen, ist das Haupt des HertzogthumS Tie-rache. Sie wird in die obere und untere stadt getheilek, ist ziem-lich vest, hat ein sehr vestes schloß und 3. Vorstädte, Vicilliers,Poteme und Chanteriac. Es ist selbige allezeit der sitz der jüngst-gebohrnen aus dem Hause Lothringen gewesen, und wurde tinjan. an. 1327. zu einem Hertzogthum und Pairie erhoben. Esmuste dieser ort in denen zwifthen dem Kayser Carolo V. und Kö-nig Francisco I. in Franckreich geführten kriegen vieles ausstehen,und wurde an. 1336. mit stürmender Hand erobert. Das schloßergab sich ohne noth, weshalden die darinn gelegene Capitainsübel angesehen wurden. An. 1343. belagerten selbiges die Spa-nier unter Ferdinando Gonzaga , als sie aber von dem anmarschFrancisci 1 . versichert waren , huben sie die belagerung in solchereil auf, daß die Franzosen ihnen in die arriere-garde fielen, 2000.mann erlegten, und viel gefangene bekamen. Als an. 1636. fastdie gantze Picardie von den Spaniern erobert wurde, liessen sieGuise unberührt, wiewol es ihnen zu behauptung ihrer conque-ten sehr nöthig gewesen wäre, da dann die ursach dessen der gc-genwart deö Marschalls de Guebriant, »im den ort zu beichützcn,zugeschrieben wird, als von dem man eine gantz andere gegen«wehr zu erwarten gchabt hätte, als in den übrigen platzen gesche-hen