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Gigismundo sich auf alle weist ,u rächen, und war dieses inder that die vornehmste ursach des kriegs, welchen er bald daraufwider die Schweitzer angefangen. Auch >var des enthauptetenbruder, Stephan von Haqenbach, in eben diesem hierauf er-folgten kriege einer der Burgundifchen Obersten. Bircks Oestek-rekchifther ehren-fpiegel, lib. V. Stumpfens Schweitzer-chron.lib. VIII. Urfttfens Bafel-chron. *
* -Zagenberg, ein schloß in Ober-Oesterreich, welches ehe»mals den vorlängst abgestorbenen Herren von Zwingenstein zn-gehörct, und durch Beatricem, Georg« von Zwingenstein toch-ter, an Georgium Schiessenberger gekommen. Ihr söhn,Hans Schiessenberger, verkaufte es an. 1514. än die HerrenvonHoheneck» welche es bis an. 1621. besessen, da es GeorgChristoph, Freyherr von Schallenberg, mit Eva, einer tochterEhrenreichs von Hoheneck zu Hagenberg und Dorff, erheura-thet. Von desselben söhne, Christoph Ernsten, Grafen vonSchallenberg, kaufte es Egon Maurer von Hohenstein, des-sen erben es Johanni Adamo, Edlen Herrn von Wöbern, känf.lich überlassen. Nach dieses letztern absterben hat eS Wolf Wil.Helm Andreas von Bluhmenthal, der an. 1719. bey der land-schafft in Oder-Oesterreich immatriculirt worden, an sich ge-bracht, von Hohenecks befchr. von Ober-Oesterreich, tom.I.
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f Hagenbot oder Hanbot, Comarius, ein Teutscher Artzt,von Zwiekau, der hanpk-stadt in betn Voigtlanbe, gebürtig.Ob er schon von schwächlicher natur gewesen, so legte er sichdoch mit nnermüdetetn fleiß auf die freyen künste, und machtesich in kurtzem so geschickt darinnen, daß er schon im 20. jähreseines alters dir Grammaticam lehren konnte, und seinen lehr-jüngern die Lateinischen und Griechischen Poeten, und die, soin ungebundener rede geschrieben, sowol geschicht-schreiber alsdie Redner erklärete. In dem 21. jähre ward er Magister Ar tium , und zwey jähr hernach zum Licentiato Medicin« creirt.Er mißbilligte die meisten artzneyen, welche die apothecker zu ge-ben pflegen, und gar mit vielen droguen vermischet waren, undhielte sich mehr an die simplicia ; er war sehr glücklich in sei-nen euren , und half zu Zwickau in kurtzer zeit mehr denn ?«o.soldaten wieder auf. Da er in acht genommen, daß die mei-sten Doctcres der Artzney in ihren schulen nichts als über Avi-eennam, Rastn und andere Arabische Aertzte lehreten, und dieGriechischen hindan setzeten, welche ihnen unbekannt waren,dieweil keine Übersetzung davon vorhanden gewesen, entschloßer sich dieselben auf Latein zu übersetzen; er suchte sie deswegenaller orten, sonderlich in Flandern , Engelland und Franckreich,wiewol vergeblich auf, und fand sie endlich zu Basel , wohinsie aus Italien sind gebracht worden. Dieses schatzes wegenersreuele er sich sehr, und blieb deswegen über ein jähr in be-mrldter stadt, und kehrte wieder zurück in Trutschland. Da-selbst wendete er i;. jähre an den Hippocratem zu übersetzen,und dedicirte dieses werck der Obrigkeit zu Augspurg, welcheihm dafür ein geschencke von 100. gold-cronen machte. Erübersetzte auch Aetium, Paulum lEginetam , und einen gutentheil der wercke Galeni. Diese arbeit verhinderte ihn indessennicht die Artzney-kunst zu practiciren, wovon er zu Marpurg ,Jena , Francksurk am Mayn , Nordhausen , Zwickau , undanderstwo glückliche proben abgelegt hat. Er starb zu Jena den 16. mertz an. iss8- in dem ;8. iahre seines alters an ei-nem schlagflnß. Hagenbots lchrmeister irrete sich in dem nah-men Hageubot, und vermeynle, es bedeute die frucht, welcheauf Latein Comum genennet wird, und gab ihm aus diesemgründe den nahmen Comarius , unter welchem er auch bekanntist, und den auch Hagendot behalten, ob er schon wußte, baßes nicht die wahrhaffte Übersetzung seines Teutschen nahinensgewesen. Leonhard Fuchsins warf Cornario vor, daß seine Über-setzungen sehr unvollkommen wären, und habe er weder das La-teinische noch das Griechische zu einer solchen Unternehmunggenugsam verstanden. Comarius , welchen dieses verdrossen,schrieb deswegen eine Widerlegung der Critic des Doctor Fuch-sen , welche er Vulpeculam excoriatam nennete, worinnen erauf das Teutsche wort Fuchs gesehen. Fuchstus erwiederte ineinem wercklein , so er Comarius stiren« genennet hat, und Cor-narius blieb nicht ohne duplic, welche er nennete! Nitrum acßrabyla pro Vulpecula excoriata asservanda. Endlich brachtesie Oponnus dahin, daß sie ihrem streit ein ende machelen. Un-ter den wercken Hagenbots sind noch folgende bekannt: Theo-logia Vitis vinifer* ; universae Medicin* Epigraphe seu enu-meratio; Medicina sive Medicus lib. I. Orationes II. Hippo-crates de rectis Medicin* Studiis amplectendis; de Pestelib. II. de Conviviorum veterum Gr*corum & hoc temporeGermanorum Ritibus, Moribus & Sermonibus; Item de Amo-ris Praestantia, & de Platonis ac Xenophontis dissensione li-bellus ; de utriusque Alimenti Receptaculis Dissertatio, con-tra quam sentit Plutarchus ; Orationes III. in LeonhardumFuchiium, supra explicatione vocum Aphronitri & Aphrositri;Eclog* XI. ad Platonis Opera; Vita Dionis ex Philoitrato ;Vita Synesii ex Suida; Traductio Latina' Platonis ac Xeno-phontis symposiorum, Constantino Caelari inscriptorum libro-rum XX. de Agricultura ; Adamantii Sophist* Physiognomie! ;Parthenii de Amatoriis Affectibus; Basilii Magni Operumomnium; Gregorii Nazianzeni Epistolarum; Epiphanii EpiscopiConstanti*; Cypri Panarii contra octoginta H*reses; Ancho-r* Fidei; Libelli de Mensuris & Ponderibus, &c. Chrysosto-HiftSp. Lrxicon ILI. Theil»
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2 ?.' Sacerdotio ; qubruhdam Epigrammatuin Graetorum;Dioscoridis de Materia Medica librorum V. & uniUs de Bestiisvenenum ejaoulantibus; alterius de , lethaiibus Medicamen-tis ; Synesii Cyrensi Ptolemaidos Episcopi Opertim omnium&c. Carmen propempticon ad Francise'um Astitem in Livo-niam abeuntem ; Catechesis ; 'Oratio in Laudem Peregrinatio-nis ; Manelli authoris antiqui Opus de variis Medicamentisplerisqire locis integritati fu* restitutum; Macri Poema dePlantis,. & incerti cujusdam itidem de Plantis &c. Merhos-didis de Lapidibus & Gemmis carmina emendata & annotatio»stes adjectis. Thuan. hist. lib. XXI. Gefaeri bibi. Melcb. Ada-mi, in vit. Medie, Germ. Teißer ,& loges , edit, quarta..Wagenburg , ein flecken , schloß und Amt in der Grastschafft Schauenburg in Westphalen , dem Graftn von derLiv»pe zuständig.
Hagendorff, ein schloß in deck Satzer-kreis in Böhmen ,in einer lustigen ebene , nebst einem marck-fleckck, Kralupengenannt, allwv ein köstlicher sauer-bruNnen zu finden.
-Zagenon), ein geringes stadtlein in der MecklenburgischenGrafschafft Schwerin, gegen dem Lauenburgischen zu, ohn.weit Redevin, an einem kleinen waffer gelegen , ist wegen derheyde bekannt, die von demselben den nahmen hat. Topograph
Sax. in f. p. i n,
, Sageb, eine von den vornehmsten und ältesten Freyherrli-chenfamilien in Oesterreich , allwo sie die Herrschafft AleNbsteig oder Altenstrig besitzet, Und sich davon genennet. Conrab,der an. i; 06. verstorben, ist im Minoriten-kloster zu Wien bsgraben worden. Heinrich hat an. 1; ,4. floriret. Sigismun.dus, ein söhn Thvma Hagers von Arnödt und Pvxau ', wurdean. 1480. Unter-Land-Marschall von Oesterreich . Nach an.fang des XVII. soculi hat Sebastian sein geschlecht mit zweysöhnen, Sebastianv und Frantz Sigismunden, fortgepsiantzet,welche beyde Kayserliche Obersten , und der ältere zugleichLandschafftö-Verorbneter in Oesterreich worden, und an. 1628.verstorben. Sein söhn, gleiches nahmens, hat ebenfalls diestelle eines Kayserlichen Obersten erhalten. Wurmpr. coliect.hist. gen. Spe», hist. infign. Bucetinus , in ftemmat» Germ.tom. III.
Sages, von mehrern authoribus Und in den besten mann»scriplen Agis genennet, ein Poet, gebürtig aus der stadt ArgoS,welcher sich, ungeachtet er fönst einer von den schlimmsten sei»ner profeßion war , bey dem grossen Alexander sonderlich da»durch in ungemeinen credit gesetzet, daß er denselben noch beyseinem leben vor einen gott ausgegeben, und göttlicher vereh»rung würdig geschähet. Als er sahe, wie Alexander einem ge»wisten schalcks-narren grosse geschencke gab, erzeigte er sich sehrunwillig darüber. Als aber der König sich deswegen erzörnetbewiese, machte Agis die fache durch eine aus dem stegreifersonnene flattirung wieder gut, indem er sagte: wie sollte ichnicht verbrieslich seyn, wann ich sehe, daß ihr andere götter
S emeiniglich eure gröste tust an den jchlechtesten und liederlich-en kerls habt? dänn wie Hercules die Cercopes, und Bacchusden Silenum so gerne uin sich gehabt, so machest du eSmit diesem. Arria», lib. IV. c. st. Blut. de discrimine adulat.& amici. Curt. lib. VIIL c. 5.
Saggai, der ordnung nach der zehende unter den kleinenPropheten. Die H. Schrift bezeuget, daß er im andern jähredes Königs Darii zu weissagen angefangen. Was aber diesesbor ein Darms gewesen, ist nicht eben so gewiß. Einige aus»leger halten dafür, daß es DariuS Hystafpis söhn gewesen,welcher im jähr der wett 146;. und also $20. jähr vor Christigedurt zu regieren angefangen, welche meynung in der thatdie wahrscheinlichste ist, obschon andere Darium Nothum wol-len verstanden haben. Was einige Iüden vorgeben, Haggai habe noch zu den zeiten Alexandri AI. geweissaget, kan auf keineweise angehen, wann man schon für Darimn den söhn Hy»staspis den Darium Nothum setzen wollte. Massen von demzweyten jähre der regierung dieses letztern, in welchem Haggäuszu weissagen angefangen, bis zu des Alexandri feldzug «n Asien fast 90. jähr verflossen sind. Die 70. Dollmetscher schreiben ei-nige von den Psalmen diesem Propheten und dem Zacharia zmHaggai war von GOtt gesandt , der Iüden nachläßigkeit indem tempel-bau zu strafen, welcher, um sie darzu anzufrischen,unter andern auch diese verheissung that, daß die Herrlichkeitdes letztern Hauses grösser seyn sollte als des erster«. Eiär. V.tJugg. I. Eufebiui, demonstr. Evang. lib. VIII. e. 2. Jofiphunant. Jud. lib. II. c. 4. Hkronymus. CyrtUw. Augußixus, de C.D. lib. XVIII. C. 4;. HeiUeggerus, in enchirid. bihl, lib.I.c.)j.Tornietl. Sultan· . JVa/tberus, offic. tiibl ■ UJJer. annales. *
* Haghen, (Theodor,von) ein Ütrechter, lebte in demXVII i*culo , und warb für einen guten Physicum und Astro-logum gehalten. Man zeiget zu Utrecht sein Haus, dessenvorderste mauren mit in stein gehauener abbildung verschiedenerHistorien der H. Schrift gezieret ist. Er hat geschrieben: Pro.gnolticon stellare ab Orbe condito in dietn usque noviüimum;fuxta errantium siderum habitudines, so zu Utrecht an. i6;r.In 4 gedruckt worden. C, Burmanni Traject. eruditSaaiar, ist eine stadt in dem felsichten Arabien nebst einemschönen schlösse, welche auf dem gebürgt und m der sand.chteNwüsteney liegt, und nur einen Wasser-brunnen hat, Thomuvgenannt. Sie liegt gleich a» der land-strasse zwischen DamcucöOo 00 r «nd