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und Medina, 40. weilen nordwärts von dew letzter» lorte undjo. ostwärts von Madian am Rothen Meere. Man halt da-für , daß dieser ort der Alten Petra sey. Es sind noch 2. an-dere städte dieses nahmens in dem glückseligen Arabien, dieaber von keiner Wichtigkeit sind. Nubienfis gtograpb.
Haaiaz , eine provintz in dein glückseligen Arabien, welchewestwärts an das Rothe meer , nordwärts an das felsichteArabien, ostwärts an Iamana, und südwärts an Tehamastössek. Mediana und Mecca liegen beyde in dieser provintz.
Nubienfis.
Hahn, eines der ältesten und vornehmsten adeliche» Häuserin den Hertzogthümmern Mecklenburg und Pommern , wel-ches auch seit an. 1469. in dem erster», und zwar in demStarqardischen kreise das Erb-Land-Marschall-amt, und die gü-ther Basedow, Küchclmieß, Wargenlin rc. besitzet. In den altenzeiten wird sie insgemein mit dem Lateinischen nahmen Gallusbenennet. Um das jähr 1247. wird Eckhard Gallus oder Hahn,Hertzogs Johannis beygenannt des Theolog! Rath,bey der fun-dation des klosters zu Ratzeburq, als zeuge angeführt. An.1266. war Nicolaus gleichfalls Mecklenburgischer Rath, wel-che würde nach ihm noch unterschiedliche bekleidet haben. TesseHahn ist am Hofe Hertzogs Bogislai IV. in Pommern , der umdas jähr 1290. gelebet, gewesen. An. izoo. gieng Heinrichmit tobe ab, nachdem er seinen Fürsten, Henricum Hierosoly-mitanum , sowol in Liefland als in den Orient begleitet hattetAn. 1,50. commandirte Nicolaus die Mecklenburgischen völckerin dem Pommerischen kriege, hatte aber das unglück, daß erbey Loytz gäntzlich geschlagen ward. Um das jähr 1486. storir-te Claus, Marggräflicher Brandenburgischer Statthalter oderVogt in der Uckermarck, und hatte seine residentz zu Boitzen-burg. Sein söhn gleiches nahmens zeugte mit Dorothea vonBlanckendurg aus dem hause Veltheim folgende 5. söhne: 1.)Reimar, ward an. 1552. Probst und Administrator des Stiftszu Schwerin , nachdem er vorhero Archidiaconus zu Wahrenund oberster Kirch-Herr zu Stralsund gewesen. 2.) Heinrichhatte 2. söhne, Friedrichen und Achim, davon jener die Theo-logiam stndiret hatte, und der fromme Fritz genennet wur-de. ;.) Joachim ward Mecklenburgischer Land-Rath und einvatter Werners,Ider anfangs bey dem Hertzogezu Braunschweig ,Henrico, nachgehends aber bey Alberto I. Hertzüge in Mecklen burg , die stelle eines Hof-Marschalls und Land-Raths beklei-det. Von seinen nachkommen starb an. 1680. Vincent Joa-chim, Königlich-Dänischer Oder-Jägermeister, in dessenjüngstem söhn, Alcrandro, an. 1707. diese linir erloschen; dietvchtcr aber ist an den ehemaligen berühmten Dänischen Groß-Cantzlcr Gras Cvnrad von Reventlau vermählet worden. 4.)Rudccke, der Urheber der noch allein florirenden linie, zeugte mitMette von Quitzan aus dem haüse Stavenou Cunonem, Meck-lenburgischen Land-Rath, welcher an. is74. das schloß undAmt Seeburg in der Grafschafft Mannsfeld von Graf Chri-stovhoro vor 1,4000. Rthlr. wieder käuflich an sich gebracht.Von dessen urenckeln starben Levin Dietrich an.i-io. als Preus-sischer Oberster, Christian Wilhelm an. 1707. als Oberst-Wachtmeister, und Achatz an. 171,. als Oberst-Lieutenant.An. 171;. aber florirlen von gemeldeten urenckeln annoch a)Ludwig Statz, Dänischer geheimer Rath, Ritter des orbenöDanebroge und Oder-Lanb-Drost der Grafschafft Oldenburg ;b ) Werner Achatz, Chur -Pfältzischer Cammer-Herr und Ober-ster über ein regiment dragoner; c) Günther zu Seeburg;ei) Levin Ludwig , Mecklenburgischer Oberster über das leid-regimcnt zu pferde, welcher die Erd-Land-Marschalls-würde ver-waltet , und die güther in dem Mecklenburgischen angenommenhat. o) Christoph, der jüngste von den söhnen des obgedach-ten Clausens, ward ein groß-vatter Christian Friedrichs, Meck-lenburgischen geheimen Raths , in dessen söhn, Wedige Chri-stian, dieser äst an. 1707. erloschen, beschreib, der Hahn.fam. Micra ius in Pommerl. üb. VI, Cbytrai Sax.
Hahn, eine adeliche familie in Meissen , weiche von lan-gen zeiten her auf den Häusern Klein-Zschvcher und Ringenthalfloriret, auch in Thüringen , in dem Amte Weissensee, Nieder-Toppstädt, Grüningen und andere güther mehr an sich ge-bracht. Sie scheint mit dem vorhergehenden Mecklenburgi-schen geschlecht von Hahn nicht einerley Ursprung zu haben, wiesie dem, ein ander wapen führet , auch sonst in keiner lehns-verwandtnis mit demselben stehet. In den alten lehn-briefenwird sie bis in das XV. feculum von Hayn geschrieben, undist allem ansehen nach mit der familie von Hayn, von welcheran seinem orte nachzusehen, einerley Ursprungs, wie denn auchbey den alten Meißnischen scridenten derer von Hahn nicht ge-dacht wird. Wolf Gottfried auf Klein-Zschocher, war gegenausgang des XVII. fecuii Dom-Dechant zu Mersebnrg, undhat seinen stamm in etlichen söhnen unterhalten.
In Tvrol hat vor zeiten auch eine adeliche familie Hahnvon Hahnenberg floriret, so schon an. 1,27. das schloß Hah-nenberg bey Briren besessen. Jacob, der letzte dieses geschlechts,hat in den Portugiesischen kriegen sich so vortreflich gehalten,daß ihm das Königliche Portugiesische wapen dem seiuigen bey-zufügen erlaubet worden. Knaut. p'rodr. Misn. ManuJ'cr. geneal.Brandts Tyrol. ehren-kräntzlein, p. 6;.
*Hahn, (Hermann Joachim) ein söhn des Mecklenburg .Schwcrinijchen Hof-Predigers und Beicht-vatters Jul. Ernesti,und bruder dcs eben so genannten Dom-Predigers zn Güstrau,
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Welche beyde noch an. 1726. gelebet, und darunter der vatteran. 1724. sein Priester-jubilsum gehalten, war ,n Brabauim Mecklenburgischen den zi. jul. an. 1679. gedohren. Nachgelegtem guten gründe gieng er an. 1696. auf die Universitätzu Leipzig . Nachdem er daselbst unter anführung berühmtermänner der Philosophie und Theologie mit fleiß obgelegen,auch daselbst an. 1700. unter Engelcken Vorsitze eine disputatioucle Ortu & Frogreffu Logices gehalten, so wurde er in gedach-tem jähre Magister. Hierauf zeigte er sich mit einer difvuta-tion cie Neceilitate ad Syllogismum in forma respondendi,disputirte auch unter Seligmannen dc 8abbato, Und ward Bac-ealaureus Theologis. Er las dabey fleißig collegia, bis erendlich an. 17v7.ru Dreßden an der kirche zum H. Creutz un-terster Diaconus , und noch in selbigem jähre Fruh-an. 1708.Freytags-nnd an. 1724. Mittwochs-Pcediqer ward j welchemamt er auch 19. jähr getreu und fleißig vorstünde. Den9. öct.an. 1708. heurathete er Dorolhcen Sophien , Dr. EwanuelHorns aus Leipzig tochter, die ihm zehen linder aezcuget. Eingewesener Sächsischer trabant, Calholischer religion, nahmensFrantz Läubler, brachte ihn in seiner eigenen Wohnung den 21.may an. ,726. mittags nach 1. uhr mit 9. stichen um. Dievon ihm bey seinem leben edirte schritten sind folgende: Pau-lus redivivus , Epistola gratulatoria ad B. Socerum Homium,Theologum Lipsiensem , 1708. Koenigius contradus & illu-stratus, Franckf. und Leipzig ,7,0. Vorschlag eines unfehlba-ren und handgreiflich-richtigen mittels, die unter Christen sogar sehr eingerissene grobe Unwissenheit auszurotten, Dreßdenund Leipzig 1710. Haupt-Register über Mi, anders DeliciasEvangelicas ; der in der lehre vvm würdigen gebrauch desBeicht-stuhls und des H. Abendmahls gründlich unterrichtendeCatcchete und Haus-vatter, Dreßden 171;. Der vernünftigeGottesdienst bey etlichen andächtigen in unsern kirche» gebräuch-lichen Oster-liedern, Dreßden 171;. Altes und Neues aus demliedcr-schatze der Evangelischen kirche, oder Gesang-buch aus947. liebern bestehend, nebst dessen vorrede, Dreßden , 720,Buß-Lieder aus dem gebät und flehen, welches JEstis in denam creutze gesprochenen sieben Worten GOlt geopfert, Dreß-den 1721. Aufrichtige und adgenvthigte Vorstellung , wie er ge-gen seine beicht-kinder sowol in dem beicht-stuhl, als auch aus-ser demselben in den dazu gehörigen heilige» Verrichtungen sichnach ersorderung seines gewissens zu verhalten pflege, Dreßden1724. Ein kurtzer auszug der heilsamen lehre von der buffe, vonder deicht und dem H. Abendmahl rc. Nach seinem lode sindediret worden : Letzte Worte, die derselbe am Sonntage Lan-tare an. 1726. zu seiner anvertrauten gemeine geredet, undMittwochs darauf zn ihr rede» wollen, Dreßden 1726. zwölfChar-Frcytags - Predigten, Dreßden 1726. Theolog, bibl.P. XXIII. p. 24. seqq.
* Hahn, (Simon Fridericus) ein Historicus, war in demkloster Bergen, ohnweit Magdeburg , allwo sein vatter Mini.steril 8enior gewesen, den 28. iulii an. 1692. gebohren. Schonin seiner kindheit äusserte sich bey ihm eine überaus grosse fä-higkeit, wie er denn indem 10. jähre seines alters die meistenauchores claükos bereits gelesen , und dabey die Französische,Italiänische und Griechische sprachen erlernet, desgleichen auchin der Geographie, Genealogie, Logic und Mathematic sichwohl umgesehen hatte. Insonderheit aber übte e» sich eiferigstin der Historie, wobey ihm sein vorlrefllches gedächtnis wohlzu statten kam, und brachte es durch seinen fleiß so weit, daßer in seinem 12. jähre von einer jeden fache, die man nur vonihm verlangte, ohne vieles nachsinnen nett und ausführlichreden konnte,, weswegen er selbst einige seiner Mitschüler er-suchte, ihn wöchentlich einige stunden in HIstoricis zu hören,die sich auch eine geraume zeit in nicht geringer anzahl beyihm eingestellt. An. 1706. hielt er eine rede vom Ursprung,aufnehmen und zufällen des klosters Bergen, die er auch nochin demselben jähre nebst dem Albo Bergend continuato, Ivorin-nen auch die Ada Formuls Concordis aus einem manuscriptdes klosters Bergen, aus licht gestellet. Hierauf begab er sichin dem 14. jähre seines alters auf die Ilmversität zu Halle, stu-dirte allda die Weltweisheit und Theologie, und setzte sich so-gleich unter Ludewigs und Gundlingii anführung in der Histo-rie so veste, daß er an. 1711. von der philosophischen Facul-tat erlaubnis bekam, collegia zu lesen 5 ob er gleich die Magi-ster-würde erst 2. jähre darauf angenommen. Da er nun inseinen lehr - stunden grossen zulanf hatte, und sich hiernachstdurch unterschiedene schriften immer bekannter gemacht, wur-de er in seinem 24. jähre an I. G. Eccarti stelle zur histori-schen Profession nach Helmstädt beruffen, verwaltete auch die-ses amt mit grossem rühm, und nahm an. 1724. den gradumeines Doctoris Juris an. In dem folgenden jähre aber gienger als Königlich-Groß-Britannischer Rath , wie auch dero unddes gantzen Braunschweig -Lüneburgischen Hauses Gistoriogra-phus, nach Hannover , und ward zugleich der dasig-Königli-chen bibliotheck vorgesetzt. Er starb daselbst am schlage den18. febr. an. 1729. in dem 37. jähre seines alters. Man hältdafür, baß sein allzu grosser eifer im studiren, welcher ihn auch,wie es scheinet, vom ehestande abgehalten, zu seinem frühzei-tigen ende vieles beygetragen. Seine lediones , welche er zuHalle über die Historie gehalten, sind von Frid. Gladov gc,sammelt, und daraus eine Rcichs-historie verfertiget worden,die derselbe unter seinem eigenen nahmen an den tag gegeben,
daher