Buch 
Neu-vermehrtes historisch- und geographisches allgemeines Lexicon ... : In welchem das Leben und die Thaten der Patriarchen, Propheten, Apostel, Vätter der ersten Kirchen, Päbsten, Cardinälen, Bischöffen, Prälaten, vornehmer Gelehrten und Künstlern, nebst denen so genannten Ketzern; Wie nicht weniger derer Kayser, Könige, Chur- und Fürsten, Grafen, grosser Herren, berühmter Kriegs-Helden und Staats-Ministern; ... Und endlichen Die Beschreibung der Kayserthümern, Königreiche, Fürstenthümern, freyer Ständen, Landschafften, Insuln, Städten, Schlösser, Klöster, Gebürgen, Meeren, Seen, Flüssen, und so fortan; .. Dißmahlen von neuem mit Fleiß gantz übersehen
Entstehung
JPEG-Download
 

ioi8 han har

als Hcßischer Feld - Marschall über den Hertzog von Braun,schweig , Heinrich , bey Nordheim einen vollkommenen sieg er-halten, und an. 1552. Kayserlicher General und Commendantzu Francksurl am Mayn worden; Caspar, der um daö jähr1588. Hennebergischer Statthalter gewesen ; und Hans Hein-rich, Fürstlich-Braunschweigischen Hauptmann; dessen söhnErnst Friedrich hat sich im dreißigjährigen kriege als Kayjer-licher Oberst - Lieutenant hervor gethan , und ist ein valterworden Johann Ludwigs, Fürstlich-Sachsen-Gothaischen ge-heimen Raths und Oder-Marschalls, der das odgedachle guthOschmarsleben im Anhaltischen an sich gebracht. Von seinen6 . söhnen ward Christian Albrecht Sachsen-Gothaischer Cam-mer-Iuncker und Amts-Hauptmann zu Vvlckenrode. Übrigenswird'dieser äst auch der Thüringische oder Geißmarische genen-net. Gotba dipiomut. Spangeubergs Adels -spiegel, ?. II.SeifertS ahnen-tafel, k. I. Bnanann. accestion. hilt. Anhalt.P- <89·

Hantoun, siehe Hamillon.

Hantshirc, siehe Hampshire oder Southampton .

Haoaras, ein volck aus der Barbarey in Africa; sieheDereberes.

-Aaoaxus oder Hoaxe, ist ein Afticanischer siuß, welcheraus dem Abyßinischen gebürgt entspringet, durch dasselbigeqantze Königreich hindurch läuft, und es fruchtbar machet,wie der Nilus Egypten , welchem er an grosse nicht ungleichist. Nachdem er 600. weilen geloffen, fällt er endlich in dasRothe Meer. Marmohi Africa.

jjctolone, ein Tartarischer Fürst und Cullai, des grossenChams bruder. Er ließ sich an. 12; 6. mit demselbigen tau-fen, richtete eine grosse armee auf, um den König von Ar­ menien > Hayton, dessen Königreich die Saracenen verwüste-ten , wieder einzusetzen. Er bemächtigte sich nachmals desKönigreichs Persien , legte den Califen von Babylon gefangen,und ließ ihn in einem thurn mitten unter seinen schätzen Hun-gers sterben. Nach diesem eroberte er Aleppo , Damasco,und das gantze heilige land, welches er den Christen wiederumeinräumte, wie er denn dieses zu seinem vornehmsten zweckhatte, die Catholische religion überall veste zu setzen. St. Lud-wig, König von Franckreich, schickte 2. Dominicaner mitprächtigen geschencken an ihn, worunter vornemlich ein stückvon dem holtz des creutzes Christi war. Kirchen China .

* -Zaphsah , die tochter Omar, und frau des falschenPropheten Mahomets; sie war ihm die liebste unter seinen Wei­ bern , nach Ayefah seiner Favoritin. Er vertraute dieser Ha'ph-sah die casse, worinn er die documente seines Apostolatcs auf-behalten , und alles , was er seine vorgegebenen offenbarungenbetreffend eigenhändig aufgeschrieben hat, woraus er hernachden Alcoran nach und nach gemacht. Nachdem er dieses buchzu ende gebracht , übergab Abubeker das original auch derHaphstrh, um es gleichfalls in bemeldter kiste zu bewahren.Sie starb in dem letzten jähre der regierung Ottomanni, gegen

06. jähr alt. Prtdeaux , vie de IYlahomed p. 142. & 14z.

* Happelius, (Everardus Kuernerus) gebürtig von Mar-pura, starb an. 1690. den 1may in dem 42. jähre seines alters.Er hat viele Teutsche dücher, meist unter Lateinischen titulngeschrieben, als: Descriptianem omnium Regnorum & Pro-vinciarum in Europa ; Historiam modernam Europa ; , UlM

1691. in fvl. Chronica enucleata , 1694. und 169;. Munduniinstabilem , seu Nucleum Cosmographias; Thesaurum exoti-corum; Relationes curiosas , Hamburg i6g;. in 4. mit figur.V. tom. Eorwnam Lritannieam de Regibus Angli* & infe-lici Domo Stuartiorum, III. tom. Hamburg 1691. NunciumStatus Civilst & Politici apud Turcas; Sächsischer Wittekind ,oder Geschichts - Roman, Ulm 1692. in 8. IV. theile; Otto-mannischer Bajazet, oder Geschjchts-Roman, Ulm 1688. I V.theile in 8. Bayerischer Max, oder Gcschichts-Roman, Ulm

1692. in 8. IV. theile; Französischer Cormantin, oder Ge-schichts-Roman, Ulm 1687. in 8. IV. theile; Spanische Quin-tana, oder Geschichts-Roman, Ulm 1687. in 8. IV. theile;Teutsche Carl, oder Geschichts-Roman, Ulm 1689. in 8. IV.theile; Italiänischer Spinelli, oder Geschichts-Roman , Ulm1685. in 8. IV. theile; Ungarischer Kriegs-Roman, V. theile,Ulm i68c. Christlicher Potentaten Kriegs-Roman , II. theile,Freyberg 1680. in 4. und endlich auch den bekannten Studen-ten-Roman, in 8.

* Happelius, (Wigandus) war zu Marpurg an. 1522. ge-bohren, und legte sich zu Loven, Wittenberg und Slraßburg aufdie Rechtsgelchrsamkeit. Nach seiner zurückkunft wurde ihmin seiner vatter-stadt die erklärung des Codicis aufgetragen,wobey er zugleich Professor der Hebräischen spräche und Bür-germeister gewesen. Er starb an. 1762. den 21. mertz, und ließeine Hebräische Grammatic, Basel 1561. in 8. Synopiin I.egumdeTutela& Curatione omnium, Ursel 1562. in 8. drucken.Freher. Hyde , bibl. Bodlej.

Aapsel, lat. Hapselia , eine kleine stadt an der westlichenküsse von Esthland, an einem meer-busen per Ost-see, 1,.weilen von Reval gelegen. Sie war vor zeilen ein Bischöffli.cher sitz , unter dem Ertz-Bischoff von Riga , ist aber nach-gehends nach Oesel verlegt worden. Miraus, geograph. eccles.

Haquin, der nähme etlicher Nordischen Könige, sieheAqmn.

h a r

Haräus, (Francistus) von Utrecht gebürtig, wurde Ei-centiatus Theologie zu Dvuay, und profitirte daselbst einigejähre die Rheloric. Hierauf that er eine reise in Teutschland ,Italien und Moscau, niit dem Ant. Possevino, der als Päpst-licher Nuncius dahin geschickt wurde. Als er wieder in seinvatterland zurück kam, wurde er anfänglich Canonicus zu Her,tzogenbusch , hernach zu Namur , und endlich zu Löven, all-wo er den 12. jan. an. i6;r. starb. Man hat von ihmAnnales Ducum Brabanthe; Catenam auream in 4. Evange-lia ; Compendium de Vitis Sanctorum ex Laur. Surio; Olym-piaden & Eastos, &C. Andrea bibl. Belg. Mir aus , dciciipt.s®c. XVI.

Aaraldu s I. ein König in Engelland , der wegen seinergrschwmdlgkeit im lausten Hatefoot oder Hasenfuß genen-net wurde. Er war Canuti I. söhn, den er mit Algwa vonNorlhampton, seiner ersten gemahlin, gezcuqet hatte, wie-wvl einige dafür halten, daß er ein fälschlich eingeschvbeneslind gewesen, welches seine mutter von eines schusters weideoder von einer magd bekommen, um ihre Unfruchtbarkeitdadurch zu verheelen. Nach Canuti tobe wurde er, vermögedes von demselbigen aufgesetzten testaments in einer grossenVersammlung zu Oxford von Leofrico und den Merclanernzum König aufgeworffen; allein Alnot, der damalige Ertz-Bischoff, welcher die Königlichen kleidet und zierralhen in sei-ner Verwahrung hatte, wollte selbige niemand ausliefern,als allein der Emmä söhnen , weswegen Harald sein leben-lang die Clerisey hassete, wie er denn auch hin und wiedervon derselben wenig geliebt wurde. Gvdwin, der Graf vonKent, die einwohner zu Londen und die Wesl-Sachsen hiel-ten es alle mit Hardi - Canuto, des letztern Königs söhne,den er mit der Emma gezenget hatte; allein weil dieser da-zumal in Dänemarck war, so behielt Harald die oberhanb,jedoch so, daß das Königreich zwischen sie beyde gclhcllet,und das west-und südliche theil von Emma für Hardl-Canu«tum bis auf dessen Wiederkunft aufgehoben werden sollte. Daaber Harald die gemalt in Handen und dabey seines vattcrsschätz zu Winchester überkommen hatte, bearbeitete er sich da-hin , daß er alles unter sich bringen möchte. Um demnachseiner 2. halb-drüder, Eduardi und Alsredi, sich zu bemäch-tigen , machte er unter ihrer mutter Emmä nahmen einenbrief an sie, und invitirte sie darinnen nach Engeüand,wie die copie davon noch bis diese stunde in dem buch, wel-ches Encomium Emmae titulirt wird, ju sehen ist. Dieserbrief wurde durch etliche boten nebst einigen geschencken,unter dem vorwande, daß sie von ihrer mutter Emma her-kämen , an die jungen Printzen , ivelche sich dazumal in derRormandie aufhielten, geschickt. Sie schrieben durch ebendiese boten die antwort zurück, und erklärten sich darinnen,daß einer von ihnen der mutter ehestens aufwarten sollte,mir bestimmung beydes der zeit und orts. Diesemnach ge-schahe es, daß Alfred, der jüngste brudrr, hinüber kam,und so bald er anländete, in des Grafen Gvdwin Hände siel,welcher mit ßeiß dahin gesthickt war, sich seiner zu bemäch-tigen. Daraus wurde er gefangen nach Londen gebracht,sodenn gebunden nach Ely geführet, unterweges der äugenberaubet , und den Mönchen zu Ely überliefert, allwo er baldhernach in seinem gefängnis starb. Emma voller betrübnisüber dem Verlust ihres sohnes , flöhe alsobald zu Balduin »dem Grafen, von Flandern , welcher ihr eine Wohnung zuBrügge einräumte. Als sie sich daselbst ohngefehr 2. jähraufgehalten, wurde sie von ihrem söhn Hardi-Canuto, ausDänemarck , besucht. Selbiger war nicht lange da ge,Wesen, als die zeitung kam, daß Harald entweder zu Len-den oder zu Oxford an. 10,9. oder 1040. verstorben, und zuWestmünster begraben worden. Er wurde um so viel weni-ger bedauret, je grösser seine tyranney gewesen. Sein Nach-folger war eben jetzt-besagter Hardi - Canutus. GmiieimusMalmesbur. Polydorus Vergilius. Du Chene , hilf. Angl.

Hmsaidus U . war ein Graf von Kent, Godwini söhnvon der Tita, Canuti tochter. (Siehe Godwin.) AIs derKöing Eduardus Confessor , welcher seine schwester Edithzur ehe gehabt hatte, an. 1066. ohne erben starb , auch sonstkein naher anverwandter in Engelland von demselben vorhan-den war, dem die succefiion der Cron gehört hätte, als ein jun-ger Printz, nahmens Edgar, ein söhn Eduardi, und enckclEdmundi Ironside, der St. Eduardi Confessoris bruder war,warf er sich zum König auf, unter dem vorwande, weil ihnEduardus auf dem tod-bethe den Unterthanen recommcn-diret. Er ward auch unverzüglich nach Eduardi tobe zumKönig erwehlt, und von dem Ertz-Bischoff zu Porck Alftc-do gecronet, ob gleich selbiger Wilhelmum den bastart, Hertzogvon der Rormandie in Franckreich , zum erden eingesetzt hatte.So bald er auf den thron erhoben worden , fieng er an sichweit gütiger und freundlicher, als dishero, zu erzeigen, undalles zu thun, war er seinen Unterthanen so zu sagen nur anden äugen ansehen konnte, damit er deren liebe gewinnen möch-te. Allein seine regierung währte doch nicht lange. Der erste,so Haraldi frieden störte, war sein bruder Tostus, der sichdamals in Flandern aufhielt, und weil er, als der geburtnach der ältere, ein besser recht zu haben vermeynte, auch sonstjederzeit seines bruders feind gewesen, sein äusserstes that, ihnvon dem throne herab zu stürtzen. Er kam auch, nachdem er sich

mit