dein, zur Vergeltung seiner geleisteten dienste eine penfion von500. fl. per teitgmentum verschaffet , welche ihm die Fürst-liche Herren Nachfolger bis an sein ende richtig entrichten,auch seither noch über dieses seiner hinterlassenen wittwealljährlich 200. gülden auszahlen lassen. Kurtz vor seinemende harte er das vergnügen , seine älteste tochter an den Rus-sisch-Kayserlichen General-Major und Commendanten des ade-lichen Caderen - Corps von Tettau zu verheurathen. Manu-
script.
^arpsfeld, (Nieolaus) ein Engelländer, war Archidiaconusvon Canterbury , und bezeugte einen sonderbaren eifer vor dieCatholische religion L worüber er unter der Königin Elisabeth re-gierung gantze 2;. ,ahr bis an seinen an. 1582. erfolgten todim gefangnis sttzen muste. Er hat wider die Genturiatores lVlag.deburgenscü, 20. dialogos ediret, die Alanus Copus ans liehtgestellet, ingleichen eine Historie von Engelland,und eine von denWiclefileil, rc. Fitßw, de script. Angl.
HARPYI®, wurde von dem Griechischen Wortrauben und hinweg reisten, also genannt, und waren, nach denHeydnischen fabeln, göttinnen oder vielmehr ungeheuer, welcheder gott Ocean»« mit der erde gezeuget. Man bildete sie ab miteinem jungfräulichen gesichle und oberleibe, mit dem übrigenleibe als vögel, mit krallen an den Händen und geffügel. Zugleichstellte man sie vor, als immer hungrig und unerfättlich. Siesollten ihre ordentliche Wohnung auf gewissen infuln haben, undihre nahmen waren Aello , Ocypete und Celeno, welche letztereden Zephyrum, wie auch des Achillis pferde, Balium und Lan-Ihum, gedohren. Virgil. üb. III. iEneid. Serv. I. Lneid. Potney,panth. myth. p. 214.
harrach, ist ein sehr altes geschlecht aus Böhmen , welchesstch auch m Oesterreich niedergelassen. Von ihrem ersten zu-stande in Böhmen hat man keine besondere Nachrichten, ausserdaß Thomas von Harrach den zu Zürich an. 1165. gehaltenenRtlter-spielen nebst Ottocaro , Hertzoge von Steyermarck, beyge-wohnet. Przybislaus von Harrach , welcher an. 1289. verstarb,ist der erste, welcher aus Böhmen sich in Oesterreich gesetzet hat.Er liegt in dem kloster zu WytiiMu.in Böhmen bey seiner stif.tung begraben. Selbiger hatte;. söhne, Wohunkonem , wel,cher an. 1525. gestorben , und in dem kloster zu Baumgartenpe-rig in dem lande ob der Ens begraben liegt; Theodoricum, wel-cher an. i;;6. verstorben , und in dem kloster Hohenfurt begra-ben ; und Wunschkonem, welcher an. 1340. verstorben, und indem kloster Baumgartenperig begraben ist. Von Theodoricowaren Bernhardus, Petrus und Craffto , welche ausser ehe lebe-ten, Udalricus, Johannes, Theodoricus, Muschko. Udalricusstarb an. 1401. und hinterließ Aldertum , Bernhardum, Beni-schum, Stephanum. Bernhardus setzte das geschlecht fort, undhinterließ Leonhardum, Petrum und ,vrideric«m, welche ausserehe lebeten; Aldertum, Udalricum, Iohannem , Oswaldum.Johannis von Gokätsch genannt,linie starb bald aus. Denn alser an. 1480. mit tobe abgieng, ließ er von seiner gemahlin Ca-tharina von Alantzbeckin nebst 1;. töchtern 4. söhne, nament-lich Sigismundum, Fridericum , Iohannem und Alexandrum.Friderici söhn war Johannes, der Leovoldum hinterließ, vondem keine männliche erben. Leonhardus aber war Kaysers Fri-derici III. Rath und Capitain in Kärndlen , starb an. ,46,. undhinterließ Theobaldum und Leonhardum ll. Dieser starb an.i;,8. seine söhne waren Wolfgang, Leonhardus III. Christopho-rus Georgius, welcher den geistlichen stand erwehlte, und Mi-chael. Leonhardus III. setzte das geschlecht fort; seine söhnewaren Ioachlmus, der um das jähr 1570. lebte; LeonhardusIV. und Jacovus. Leonhardus IV. wurde in den Freyherrn,stand erhoben, und zum Ritter des göldenen Vliesses gemacht.Er starb an., 590. und hatte von Barbara,Freyin von Äindisch-arätz, Christophorum, so an. 15;?. gebohren , Leonhardum V.Christophorum II. Theobaldum. Leonhardus V. Baron vonHarrach , hinterließ Leonhardum VI. welcher an. 1568. geboh-ren, starb an, 1608. Carolum, gebohren an. 1570. Berthol-dum und Ferdinandum, welche beyde jung verstarden; Ferdi-nandum II. und Rudolphum. Carolus wurde von dem KayserFerdinando II. zum Grafen gemacht, setzte das geschlecht fort,und hatte von feiner gemahlin Maria Elisabeth , Gräfin zuSchrottenbach, Leonhardum, der Leonhardum Ulrrcum hinter-ließ, Ernestum Albertum, einen Eardinal; Ottonem Frideri-cum ; Iohannem Carolum, welcher an einer wunde starb;Franciscum Albertum, von dem hernach; Maximilianum, deran der Ungarischen kranckheit starb. Otto Fridericus, hat dasgeschlecht fortgesetzet, und hinterließ von seiner gemahlin Lavi-nia, Camilli Grafen von Gonzaga tochter, Ferdinandum Bona-venturam, Grafen von Harrach , Ober-Erb-Landes, Stallmei-ster in Oesterreich , Ritter des göldenen Vliesses, KayserlichenConferentz-Rath und Ober-Hofmeister, welcher an. ,6;?. ge-bohren, und den iz.jun. an. 1706. gestorben. Er hatte vonseiner gemahlin Johanna Theresia , Johannis Marimiliani,Grafen von Lamberq tochter, so den z.febr. an. 1716. im??,jähre ihres alters verschieden ; Mariam Josepham , des Grafenvon Khünburg andere gemahlin ; Franciscum Antonium, Ertz-Bifchoff von Saltzburg; Aloysium Thomam Raymundum,Ritter des göldenen Vliesses, Kavserlichen geheimen Rath, Cam-merer und Kaysers Leopold, Trabanten - Hauptmann, wel-cher von an. 1698. bis an. 1701. als Kayserlicher AbgesandterIn Spanien gewefen, und an. 17,5. den 2. sept. Land-MarschallHistor. Lexicon in. Theil.
und General -Lands-Oberster in Oesterreich unter der Ens wur-de. Er hat von seinen beyden gemahlin,,en Maria Barbara ,Wenceslai Albert,, Grafen von Sternberg tochter, und MariaCacilia, Gräfin von Thanhausen, Michaelis Oswaldi, Grafenvon Thaun wittwe, verschiedene kinder gezeuget; Rosam Anae-licam , so an Carl Emanuel, Printzen von Longueval, Grafenvon Bucguoy, den 19. jul. an. 1700. vermählet worden, undIohannem Josephum Philippum, Kayserlichen General-Majorund Obersten über ein regiment zu fuß. Ein vetter von ihnenwar Ernestus Antonius Wenceslaus, Graf von Harrach zu Ro-rau, Kayserlicher geheimer Rath und Cämmerer, so an. 1718.den ii. mark. im 5;. jähre seines alters gestorben , einige kindervon Maria Joseph«, Freyin von Gilleis , hinterlassend. Buceii-nus , Germ. Itemmat. P. II. Imhof. N. P. p. 650. Gen. Außr.c. 2;. Souveränen von Europa , p. 8,6. .
harrach, (Ernst Albrecht, Graf von) Cardinal, Ertz-Bi»schoff zu Prag und Bischoff zu Tribent. Er war Graf Carlsvon Harrach söhn, den 2;. oct. an.1598. zu Wien gebohren. Inseiner jugend wurde er zu Rom in dem Teutschen Gollegio unterder Jesuiter information erzogen, schrieb auch damals sein OpusSymbolecticum , welches er dem Cardinal Scipioni Borghesiodedicirte. Nachmals wurde er des Papsts Gregorii XV. Cam-mer-Herr, und erlangete an. i6rz. das Ertz-Bißthum Prag von dem Kayser Ferdinando II. worzu er von dem Papst Urba,no VII. consecriret wurde. Es machte ihn auch derselbrge den9. jan. an. 1626. auf des Kaysers interceßion zum PresbyternGardinali , des tituls St. Praxedls, gab ihm in eigener Personden Hut zu Rom , und soll bey dessen aufsetzung diese Worte gespro-chen haben : In Lrnello Principe urbaniilimo sc coronare ipsatnUrbanitäten,. Hierauf brauchte ihn der Kayser in der Böhmi-schen religions-unruhe, da er denn die übrige» Lutherischen Pre-diger aus Prag treibe» half. Er crönte an. 1627. Kaysers Fer-dinandi II. gemahlin Eleonoram, und Ferdinandnm III. inglei-chen an. 16;?. dessen erste gemahlin Mariam Annam, an. 1646.den Römischen König Ferdinandum IV. an.1656. Leopoldum;und endlich des Kaysers Ferdinand! III. dritte gemahlin Eleo-noram zu Prag zu Königen und Königinnen von Böhmen . Erwohnete den apr. an. 1628. dem solennen actui bey, als aufdem weissen berge vorPrag Kayser Ferdinandus II. zum gedächt-nis des an. 1620. daselbst erhaltenen siegs den ersten stein zu derneuen kirche St. Maria de Victoria legte. In diesem jährewurden auch die gebeine des Ertz-Bischpffs Nortberti zu Magde burg , welcher des Prämonstratenser -vrdens stifter war, aus derkloster-kirche zu unser L. Frauen zu Magdeburg , woselbst sie et-liche hundert jähr gelegen, aufgehoben, nach Prag geführet, unddaselbst in dem kloster Vion , oder der Prämonstratenser -kirche,auf dem stroh-hofe mit grossen solennitäten in eine gruft gesetzet,welche reliquien der Schwedische General Königsmarck, als eran. 1648. die kleine feite zu Prag occupirte, aus solcher kirchezwar wieder hinweg , und aufdas schloß zu Präge genommen,auch eine grosse summe gelbes davor haben wollen, doch wiederin die vorige kirche bringen lasse». An. 16;?. ernennte ihnKayser Ferdinandus III. zu seinem geheimen Rath , und sendeteihn an Papst Urbanum VIII. nach Rom . Er war auch Groß-meister des heiligen Ritter-ordens der Crentz-Herren mit demrothen stern in Böhmen , Mähren , Schlesien und Polen , Cantz-ler der Universität zu Prag > und Comprotector der Kayserlichenerb-lande. Nach Urbani VIII. tode reisete er an. 1648. nachRom , und half Jnnocentium X. erwehlen. Als die Schweden an. 1648. die kleine feite von Prag eroberten, wurde er von demSchwedischen Obersten Kannenberg in seinem pallast arrestiret,und verlohr ein grosses vermögen. Weil aber der CardinalMazarini aus Franct reich für ihn bey der Königin Christina inSchweden intercedirte, ward er „och in demselbigen jähre gegenerlegung 15000. Reichsthlr. ranzion los gegeben, nachdem er zu-vor einen revers von stch gestellet, diese seine gefangenschafft undVerlust keines weges zu rächen. Er verrichtete den 29. oct. an.1648. die copulation zwischen des Königs Philippi IV. aus Spa nien Bevollmächtigten den, Könige Ferdinando IV. in Ungarn mit des Kaysers Ferdinand, III. Printzeßin, Maria Anna, nach-dem der Bischoffvon Wien , Philipp Friedrich Brenner, seindißsalls ihm zustehendes recht ihm überlassen. Er begleitetehierauf selbige Königin in dem Kayserlichen nahmen bis an diegrentzen von Italien , celebrirte den 28. juli, an. ,649. die taufedes Kayserlichen Printzen, Caroli Joseph,, und copulirte den 25.may an. 1651. zu Prag den Fürsten Octavium Piccolomini,mit seiner gemahlin, Maria Francisca Benigna , einer Hertzog -lrchen Printzeßin von Sachsen-Lauenburg . Er wohnte den 4.mark. an. 1654. zu Prag dem solennen actui bey , als durch dieKayferlichen Commissarien die beyden Academien , (als die Gsc-mentina , oder der Jesuiten , und Garolina , so Kayser CarolusIV. fundiret,) daselbst in eine Universität unter dem nahmen Ga-rolo-Ferdinandeae zusammen gezogen , und der Jesuit Molltorzum ersten ssectnre erwehlet worden. Er consecrirte den 14.sept. felbigen jahrs den neuen Ertz-Bischoff zu Saltzburg Gui-dobaldum in der Dom-kirche daselbst, that eine reise nach Rom ,und half Alexandrum VII. erwehlen, cooperirte nicht wenig zuaufrichtung des neuen Bißthums zu Leutmeritz, und trat hierzueinige von seinen Ertz-Bischöfflichen güthern ab. Er war an.1664. nebst dem Päpstlichen Nundo Carolo Caraffa als Päpst-licher Gommisctriu8 an den Kayserlichen Hof ernennet, um dieaeistlichen zehenden, so zu dem Türcken-kriege verwilliget waren,S s ss 2 emzu-