hay
auch eine schöne bibliotheck in der Dom-kirche zu Halberstadt angelegt, die aber ohne zweifel an. u-y. m«t im rauch aufge-gangen. Als an. 847. oder 848. wegen der lehre Godeschalci einL^noäus zuMayntz, auf des Ertz-Bischoffs daselbst, RadaniMaur,, angebe», von König Ludwig gehalten wurde, war Hay-mo einer der vornehmsten , weiche ihn widerlegen halfen, obschon Godeschalcus sich damals nicht eintreiben ließ. Er starban. 8;;, den 27. mart.(cmdere,dcn 20. it. 28. marl. ic. 28. aug.)Er hat über die gantze heilige Schrift, ausgenominen die Sprü-che und Prediger Salomonis, Lommentarios aus den Patribuszusammen getragen , welche einzeln vielfältig aufgelegt worden.Man hat auch etliche tomos von homilien über die Psalmen,den Propheten Esaiam, die hohe Offenbarung, die Evangelia
UNd de Sanctis , it. ein Compendium Historie Eccleliasticae in10. buchen!; de Varietate Librorum 3. bücher; eines de Lot-pore & Sanguine Domini, so in Dacherjj Spicilegio stehet, nebstandern opuiculis, welche nebst den editionibusderLommenta-^orum ( denn alle wercke sind nicht zusammen gedruckt ) beyTrithemio, Cave, du Pin,re. nachzulesen. Vid. ex fontibusPauli Antomi exercitado de vica & doctrina Havmonis an.1700. Leuckfeld. antiquitates Hatberstad. p. 3 3. sq. *
Anymon, ein Engelländer, war ein Mönch in dem klosterSt. Denys in Franckreich, und nachgehends Archidiaconusvon Canterbury. Er hat verschiedene wercke über die heiligeSchrift geschrieben; de Revelatione Corporis 8. Dionysii ;Tractatum de Martyribus &c. und soll an. 104;. gestorben seyn.Petjeus. VoJJius.
Hayn, siehe Grossenhayna.
^ayn, eine von den ältesten adelichen familien in Missen,welche Pcckenstein und Knaut mit der von Hagen confundiren,und meynen, daß die von Hagen sich vor allers nur von Hayngenennet, und die Haynerburq bey Mühlhaufen zu ihrem sitz er-bauet, (siehe Hagen .) Die geschlechts-urkunden derer von Bran--benstein eignen dre Herkunft dieser familie ihnen zu, nachdemum das jähr 129?. drey Ritter von Brandenstein gelebet, welchesich alle von ihren sitzen genennet, als 1.) Albrecht zu Branden-stein; 2.) Heinrich von oder zu Hayn; und 3.) Friedrich vonObernttz. (Siehe Brandstein.) Heinrich war an. 1310. Rathbey Graf Günthern zu Schwartzburg. Otto ist an. 1400. Amt-mann zu Altenburg , und Kirsten Hertzogö Wilhelmi zu Sach-sen Rath gewesen. Otto, Lanonicu« zu Merseburg , hat an.»4)4. Johann Bohsen zum Bischoff daselbst erwehlen helffen.Günther von Hayn w!rd an. 1444. in einem kausidriefe überPetssel als zeuge angeführet. Magnus von Hayn, nebst nocheinem dieses geschlechts , ist an. 149;. unter dem comitat gewe-sen, den der Churfürst Friedrich Sachsen auf seiner reife insgelobte land gehabt. Jodst von Hayn , des unglückseligen Jo-hann Friderici, Churfürsten zu Sachsen , geheimer Rath undCantzler, hatte die stadt Wittenberg den Kayserl. Commissarienan. 1347. überantwortet. An. 1707. florirte ein Rußischer Ge-neral-Major von Hayn; ob er aber zu dieser familie gehöre,kan man nicht sagen. Peckenjl. in theatr. Sax. Knaut. in prodr.Misn. Gotba diplomat.
Hayna , war ehemals das fürnehmste kloster Cisterciensev-ordens in Hessenland , ohnfern Gemünden an der Wehra gele-gen. Es hat erstlich seinen ansang zu Lölbach gehabt, und istnachmals an. 1144. von Pvppone, Grafen zu Reichenbach,nach Aulisdurg verlegt worden. Diese fttftung hat Graf Hein-rich zu Ziegenhayn, gemeldten Popponis enckel, bestätiget, unddas kloster mit vielen güthern befchencket, worunter dieses Hegeneoder Hayna auch gewesen, wohin an. 121s. das kloster, durchetnwilligung der Landgrafen zu Thüringen und Hessen , verlegtworden. Nach der zelt ist das kloster an einkunften je mehr undmehr gewachsen , und hat Graf Gottfried zu Reichenbach seinqantzes eigenthum demselben übergeben, gestalt dann das AmtLölbach nebst vielen dörfcrn in den Aeintern Rofenthal, Wol.ckersdorff, Franckcnberg und Schönstein darzu gehören. Hier-durch sind die Mönche zu solchen Mitteln gestiegen, daß sie nichtallein das kloster herrlich erbauet, sondern auch dem heiligenBernhardo zu ehren die capelle zu Franckfurt ohnweit St. Bar-tholomäi Stift errichtet, welche dahero noch jetzo der Hayne-Hvfgenennet wird. Landgraf Philipp der altere ließ an. 1524. denÄbt Meinolphum samt dessen brüdern daraus vertreiben, wel-cher sich zu dem Papst wandte, und durch dessen vorspruch beyKayfer Carvlo V. eine Commißion erhielte, welche die fache un-tersuchen sollte. Es hatte aber Landgraf Philipp, solches wohlzuvor sehend, allerhand gebrechliche und krancke leuthe in >ei-nem lande in eil zusammen bringen , und in dieses kloster setzenlassen , welche die Kayferliche Lommillarii nicht wieder heraustreiben wollten, sondern die sache au f des Kaystrs eigenen aus-spruch verschoben, und davon zogen , nach welcher zeit nicht wie-der daran gedacht worden, so, daß es noch jetzo em auffenhaltarmer presthaffter leuthe ist. winckelmanns befchreibung vonHessenland, P. II. P- 226. & P. IV. c. 6. p. 43t- L'zneru!, c. i.Vultejus , in orat. de Philippo sen. Landgraf. Halfiae.
«Havnburg, oder Haymburg, lat. Lomagenum, eine alteTeutsche stadt in Nieder-Oesterreich am Donau-fluß , gegen demausfluß der Mvrau über, an den Ungarischen grentzen, 6. mei-
h a y haz 1059
len ostwärts von Wien und eine von Preßburg gelegen. Dochistgu mercken , daß das alte Lomagenum ohnfthlbar etliche Mei-len oberhalb dem heutigen Haynburg gelegen, und dieses letztere,oder das nächst daran liegende dorf Pctroneüen viel eher an demorte stehen, allwo der Romer Lamumum gewesen. An. 1030.wurde aufdem Reichs,tage zu Nürnberg geschlossen, die von denUngarn ruinirte stadt Haymburg wieder zu bauen. Es habenmanchmal Oesterreichlsche Hertzoge allda residiret, und Leopol-dus lV. hat um das jähr 120a. die Niederlage derkaufmann-schafft von dar nach Wien transfertret. Lambec. It. Ceti.Geogr. ant. *
* Hayneccius, (Martin.) gebohren zu Born« an. 1344. den10. aug. allwo sein vatter anfangs Schulmeister, und nachmalsBürgermeister gewesen , studirte zu Grimma und Leivzig, wur.de daselbst Magister, lebete zu Leißnig, Chemnitz , Grimma undAmderg an der schule, danckele an dem letzten orte ab, undlebete einige zeit zu Rochlitz im privat-stande, kam an. 1383. alsRector an die Martins-schüle nach Braunschweig , und an.1388.wieder nach Grimma , als Rector. Nachdem er aber 20. jähresolchem Rectvrat mit rühm vorgestanden, wurde er pro Emeritodeclariret, und starb an. 1611, den 28. april. Seine schuftensind: almansor seu Ludus Lltterarum in einer comödie, Leipzig 1378. in 8. Hansosramea oder Momoscopua. Leipzig 138». 1604.in 8. Apobaterium cum Adami Liberi propemtico & JacobiFurmanni opopemtico , Leipzig 1383· in 4. Exequi« lanctisManibus Illustr. Principis Ludovici Com. Pal. ad Rhenum ,Duc. Bav. dicatie , Ambcrg 1383. in 4. Otatio Panegyn'ca ackfatalem tam Illustr. Princip. Frider. V. quam Ludi Provincia-lis Ambergensis. Amb. 1384. in 4. Epithalamium in HonoremOberndorfferi , Amberg 1384. Ludus litterarius BunovicensisMartinianus, Basel 1388. Terentius ex edit. Hayneccii , Leip zig 1392. 1606. 1624. 1634· MedullaTulliana , Leipzig 1394.inS. Enchiridion Ethicum , Leipzig 13... in 4. Hannover 1612, in 8- Soteria tetern. Leipzig 1603. itt 8. Medulla Teren-tiana, ib. 1608. 1623. Hans Pfriem und Meister Geck rc.
Schumacher, in vita Siberi pag. 238. seqq.
-Aaynitz, Heinitz,, eine von den ältesten und ansehnlichstenadestchen familien in Meissen . Ihr stamm-haus Haynitz liegtunweit der stadt Meissen , allwo jie auch Lothayn, Trejchkau,Wunschwitz, Colbitz , Rudigsdorff und andere Ritter-güther be-sitzet. Ricöl von Haynitz war an. 1318. Vogt zu Hayn undOrtrant. Heinrich von Heinitz, Dom-Herr zu Meissen , waran. »488. im kloster Alten-Zcll zugegen, als ein tumult zwischendem Bischoff Johann und den Mönchen entstanden, da er denerstern vom tode errettet. Ein anderer dieses nahmens war umdas jähr 1300. Amts-Hauptmaun zu Freyberg. Johann florirtean. 1324. als Lanonicus zu Freyberg, und als Hertzog HeinrichsCantzler. Nicolaus, J. U. D. war Hertzogs Georgli zu SachsenRath und Vice-Cantzler, wie auch Dom-Probst zu Meissen . Ru-dolph auf Wunschwitz bekleidete an. 17»». unter dem Könige inPolen die charge eines Oberst-Lieutenants und Cadetten-Haupt-manns. Christoph Friedrich war an. 17-3. Polnischer undChur -Sächsischec Oberster, f’eckenfl. theatr. Sax. Knaut prodr.IVlisn. Meliert theatr. chron. Freyb. Schlegel, de Cella veteri.
Haynsburg , ein schloß, dorf und Amt, unweit Zeitz gelegen,und zu dem Stift Naumburg gehörig.
-^aza, (Jsaac) ein gelehrter Rabbi, in dem XIII. steculo,welcher insonderheit in der Astronomie sich hervor that, und ausbeseht Alphvnsi X. Königs von Castilien und Leon, bey verferti«tigung der tabularum Alphonsmarum ein grosses beytrug. Ge.
nebr.
Hcrzart, (Cornelius) an. 1617. zu Oudenarde in den Nie-derlanden gebohren , trat an. 1633. in die Societät JEsu. Erist gegen ausgang des XVII. feculi, als Prediger zu Antwerpen »gestorben , und hat ausser sehr vielen streit-schriften Ilistor. Ec-des. fec. XVI. XVII. part. VII. heraus gegeben. AUg. bibl. S.J.
^azor , war eine stadt im gelobten lande, und zwar die Kö-nigliche residentz und Haupt-stadt der Cananiter, welche sonder-lich wegen der versammlung der Cananitischen Könige berühmtist, die daselbst zusammen kamen , wider Josuam zu kriegen ,welcher hernach die stadt einnahm, und in brand steckte. Alleinnachäehends wurde sie wiederum aufgebauet, und war der sitzdes Cananiter Königs Jabin, welcher Israel 20. jähr lang er-schröcklich plagte, bis er endlich von Debora und Barack über-wunden wurde. In diese»! kriege wurde Hazvr zerstöret, her-nach aber von Salomon wiederum erbauet; war auch zu unsersHeylands Seiten in einem so guten zustande, daß sie unter diezahl der zehen städte gerechnet wurde. Anjetzo ist sie fast nichtsmehr, als ein blosser stein-hauffen. Es ist selbiges von einem an-dern Hazor, so in Galiläa gelegen , wohl zu unterscheiden. Jos.XI. & XIX. Judic. IV. 1. Sann XII. Joseph, ant. Jud. lib. V.c. 6 . CeOarii not. orb. ant. tom. II.
* Hazebroeck, ein schöner wohl bewohnter flecken in demwestlichen Flandern , nahe an dem walde von Nieve, wo sich diekleinen flüsse Niepe und Borre in die Lys ergiessen. Nahe dabeylieget das grosse veste Königl. schloß, welches man Her GaReelter Walle, und auf Französisch, le Chäteau de la Mote au Boisnennet. Butkem, troph. de Brab. suppl. tom. I. pag. jo.
Ende des dritten Theils.