aca
tfcfifr dinge, ist eine von den berühmtesten. Die zu Arles in Pro-vence ist zu allerhand wiffenschafften und sprachen angelegt. InTeutsthland hat Fürst Ludwig von Anhalt eine unter dem namender fruchtbringenden geseUschaffk gestiffret, wormnendiemit-gliever sich bemühet/ die teur,che iprache auszubessern, und in auf*nähme zu dringen. Nicht weniger ist auch in Teutschland an. 167*
15(16 coliegiumnaturjecuriosorum, oder föcietas Leopoldina, nach
art der Königlichen Englischen , zu excoilrung der pbyiic und Me-dicin,entstanden, In Italien findet man säst in allen stadten der»gleichen academien/deren membra mit unterschiedenen beynamenbelegt sind,als die zu Siena heissen Imronan; zu Ftorentz deiia Crur-ca ; zu Rom Humoristi.Lmcei, Fanraitici; zu Dönonien Otioli ; zu©enua Addormentati ; zu Padua Ricovrau und Orciiü; zu Vicen-za Oiiinpici; zu Parma lnnominati; zu Meyland Naicocki; zuNeapoliv Ardenti; zu Mantua InvaZkiri; zu Pavia Afiidati; zu Ce-ssna Offuscati; zu Fabriano Distmiti; zu Faicnza Fbiiopoui;zu An-cona CaÜKinost ; zu Nimini Adagiati; zu Cittä di Castello Aisortit!;zu Perugia Inlenlati; zu Fermv RaHrontat!; zuMacerata Catetia-n; zu Vlterbo Ostinati. Ferner sind die Immobiü zu Alessandria ;die Occulri zu Drescia ; dieFerleverami zu Trevigo; die Ellarmo-nici zu Verona; dieHumoiostzuCortona; die Oicun zu Lucca,rc .
Es ist auch noch eine andere art von academien, daraufnur die-jenigen <tudia und exercitia getrieben werden, so Stands-personenzu wissen und zu erlernen hauptsächlich nöthig sind; daher sie auchRitter-academien genennet werden. Mon dieser gattung sind inTeutschland die academie zu Wolffenbuttel/Und die zu Berlin,wel- che letztere der König von Preussen an. 17°$ aufgerichtet hat.Des-gleichen die Nieder-Oesterreichiiche Landschaffls-academiezu W»en,und die Ritter-acad-Mie zu Llegnitz in Schlesien , welche der KayserJoseph, vermöge der Alt-Ranstadtischen convLnoon.an. 1708 ge- ,ftiffter. Es wird der name academie auch von den Universitäten ge-braucht , siehe Universität. Naudaus Mascur. Aibert't de acad.Keiskius de socictat. Doctorum in Europa . Vackere dt comm, deerud. societ. Struvius introd. ad rem liter.
academie francoise zu Paris , ist durch ein Königlich«dictan. 16z; stabiliret worden, nachdem sich etliche jähr zuvoreinige gelehrte und erfahrne leute, so m unterschiedlichen theilender stadt weit von einander gewöhnet, entschlossen, alle wocheneinen tag mündlich mit einander zu conferiren. Die ersten Urheberdieser acadernie waren M.Godeau, Gombaud, Giri), Chapelain,Hadert und andere mehr; welche, um besserer ordnung willen, inihren zusammenkunfften dren beamten bestelleten : einen Directo-rem, Cantzler und üecretanum. Folglich wurde auch ein eignerbuchdrucker angenommen. Der Cardinal Richelieu war derselbenProtector, und nach gehaltener berathschlagung, was ihr für einnaine zu geben wäre, ward beliebet, sie die Frantzdsische academ-ezu nennen. Einige haben sie blßhero die academie de» beaux esprits;nndere l’academie d’eloquence ; und andere l’acaderrie eminente,in absehen auf den Cardinal Richelieu , genennet; sie behalt abervornemlich den namen 1 ’Academie Franfoise. weil selbiger wedergezwungen, noch so hochtrabend und dunckel ist, wie theils namender academien in Italien . Bey diejer Frantzösischen academie sindunterschiedlichegeietze und ordnungeu gemacht, nach welchen alleswohl eingerichtet rst. Ihr vornehmstes absehen ist, die Französi-sche spräche in die vollkommensten und zur beredsamkeit dienlichstenredens-arten zu bringen. Zu dem ende alle die autores, so in denvorigen zeiten gelebt, und am zierlichsten Frantzösisch geschrieben,durchgegangen werden, und aus denselben, was einen hohen ,mittelmäßigen und niedrigen styium hat, angemerckt und eramt-niret wird. Ferner werden gehörige dictionam und grammatikenverfertiget, um so wo! in gebundener als ungebundener rede die rei-nigkeit und anmuth der spräche zu befördern. Die Versammlungdieser lehr-und kunst-degiengen glieder geschahe alle wochen einmalin dem Hause der academie,und folglich nach des Cardinal Richelieu tobe an. 1642 in der behausung des Cantzlers Seguier, der demCardmal in der Flection gefolget, biß ihnen nach Seguiers tod,der König einen saal in dem Eouvre darzu eingeräumet, und sichselbst für den Frotedor der academie erkläret. Die berühmtenleute Balsac, Vaugelas , Doiture, Chambon, d'Ablancvurt, dePriezac, ia Mothe ieDayer, Mezeray, rc. sind damals unter denvornehmsten gliedmassen dieses coiie§n gewesen, und mit sonderli-chen penuonen von dem Könige angefrjschet worden. Mr. Silhonhat als Director der academie viel dienliche vorschlage zu fortsetzungdes wercks auf das tapet gebracht; auch haben Mr. Balsac und an-re Academisten ein gewisses capital vermachet , daraus die jähr-»-- rA. ... ..m.nSstmiriwn . «n, tgpieniacnru belohnen /
dere Academisten ein gewisses capital vermachet , daraus die jähr-lichen einkünsste angewendet werden, um diejenigen zu belohnen,so die besten discurse oder verse über die ihnen zur probe vorgegebe-nen Materien verfertiget. Es bestehet solcher preiß in einer gülde-nen lilie, darunter ein lorbeer-zweig, mit den Worten: a l’immor.täüte : jum Unsterblichen Nachruhm. Pehssan histoire del’aca-
demie franeoiie. *
ACADEMIE ROYALE DE LA PEINTÜRE ET DE LASCUEFTURE . die Französische mahler-und bildhauer-academie.ist von Mons. de Rovers, Staats-8ecrerario und OberbaumeisterLudovici Xlil. gestisscet, und da sienach dessen tobe in abnehmengerathen , von dem Cantzler Seguier, unter des Cardinals Ma-zarini proted-on, wieder in guten stand gebracht, auch folglichvon Mons. Colbert (der vor diejenigen , so sich sonderlich hersürthun würden , gewisse pensiones gestlfftet) trefiich befördert wor-den. Sie hat auch an. 1667 schöne privjieLia erhallen, wie ihrdenn unter andern erlaubet ist, nicht nur zu Paris , sondern auchin gantz Franckreich academische jchulenvon ihrer f»oteffion aus-zurichten. Ihre mitgliever, weiches die berühmtesten kunstler sind,halten in dem Palais royai zu Paris , allwo sie die ichönsten zimmerhaben, ihre zusammenkunfft, und haben gewisie Aeltesten undDosestörei, welche täglich öffentlich lesen muffen. In dem vvrge-
aca 2t
dachten jähre 1667 hat der König Ludovicus xi V auch zu Rom ei-ne lolche academie angeleget, über welche ein Rettor - der von Pa-ris dahin gesendet wird, die aussicht hat.
ACADEMIE des 1 NSCRIPT 1 ÜNS, ist V 0 N dkM König? INFranckreich in dem febr. an. iü 6 ; aufgerichtet worden. Sie be-stand anfangs nur aus 4 oder; Mitgliedern, welchen obliegensolle, inscriptiones. gedächtniß-müntzen, uberschriffren zur ehre desKönigs und der berühmtesten leute in Francrreich zu verftrügen.Nachgehends ist die zahl der Academieorum vermehret worden, 10daß deren an. i 7 °i nebst dem Präsidenten achte gewesen. Alleineben dieses jähr gab ihnen der König gewisse gesetze, und bestimmte,daß sie aus 40 Mitgliedern , nemlich 10 Honorares . 10 Feniionai-res, 10 AisociezijnbtoEifeves bestehen solle. Zum Präsidentenwird alle jähr einer von den Honorars von dem Könige ernennet.Sie kommen in dem Eocwe alle dienstage und freytage von; bis 9uhr zusammen. Sie sind jetzo auch bemühet,die alten müntzen zuerklären,, und alles was man in den Griechischen und Römischenantiquitaten besonders hat, zu entdecken. Diese academie hat dieHistorie des Königs in müntzen beschrieben, welches werck an schön-heit und guter erfindung der müntzen unvergleichlich ist.
ACADEMIE der SCIENCES, ober der Naturkündigung undMathematik ist an. i666zu Paris durch Mr. Colbert gestifflet,undan.1699 aufs neue aufgerichtet worden.Ludwig XiV hat in der Vor-stadt 8. Jacob ein schönes Observatorium dazu bauen lassen / allwoman bemühet ist in natürlichen und mathematischen wiffenschafften,und sonderlich in der aRronomie neue expenmenta zu machen. Esbestehet diese academie aus 70 Mitgliedern,welche unterscheiden wer-den in Honoraires, Pensionaires, Alsociez UNd El 6 ves oder Adjoints.
Die,zahl der Honoraires bestehet gewöhnlich aus 10 Personen; die
’ Denlio'naires bestehen slUS ) Geometris ,} Aih onomis,; Mechanicis,
; Anatomicis.j Chymicis, ; Botanicisi Secretario und i Schatzmei-
ster;unter die Atlociez,davon einige Atfodez übres genennet werden,werden auch 8 ausländer aufgenommen. Zum Präsidenten wirdgleichfalls alle jähr einer von den Honorares von dem König sechstenernennet, und kommen die Academisten wöchentlich zwevmai, Mitt-wochs und sambstags in dem Eouvre zusammen. Der Koma vonPreussen hat gleichfalls an. 1696 zu Berlin in der Dorotheen-stadt eine Academie der sciences Misstet , und ein kostbares ge-däude dazu auffuhren lassen, deren Mitglieder die architectur,ma-thesin, Mahlerey und bildhauer-kunst excoliren. *
ACADEMIEdei’ARCHiTECTURE, ober derbaukunst,ist an1671 zu Paris von Mons Colbert angeleget - und dem KöniglichenOder-baumeister die aussicht darüber anvertrauet worden.
Acadine oder DeUes/ ein hrunnen in Sicilien, war wegender proben in eid ->chwuren berühmt, da die Worte des eydes aufein dret geschrieben, und in das wasser geworffen wurden. Wennnun das dret zu gründe gieng, war es ein zeichen, daß ein meyneidbegangen worden; dafern es aber oben aufschwamm, zweiffelteman nicht an der warheit des eidschwurs. Dtodor. sicui. 1.1Acafran / ein fluß in dem Königreiche Tremesen in Africa .Vor diesem wurde er Celef oder Qumalef genennet; heutiges ta-ges heist er Vetpilef. Marmoi, 1.7. c, ;o, ,9. 40.
Acajus/ siehe Achajus.
Acalandre / siehe Salandra.
Acamante / oder Acamas / sonst auch Lrusocco und Capodi s. Eptfanio genannt,ist ein vorgedurge in der insul Cl)pern,an derfeite gegen abend. Vorzeiten war auch daselbst eine stadt dieses na-mens mit einem Ertzbißthum, derer Prälaten unterschrifft man inetlichen conclliis findet; heutiges tages aber sind nur einige wenigeHäuser von dieser stadt vorhanden, straba 1.14. Ptsiem.de Lußgmn.
Acamantis / eine von den 12 zünfften der Atheniensifchen bür-qerschafft,führte diesen beynamen von Acama, dem söhn des The-ses. Dieser Printz soll auch eine stadt in Phrygien erbauet hademwelche gleichfalls ihren namen von ihm bekommen. suUtt.
Äcamapixtlt / der erste König zu Mexico , vergrösserte diestadt mit vielen stattlichen gebäuden,und starb,nachdem er 4° jährregiert hatte. Er überließ den Mericanern dre sreyheit,einen ei-genen Kdmg nach belieben zu erwehlen, ungeachtet von ihm un-terschiedliche eheliche kinder hinterdlieden. Jcssia 1 .8 c. 8 ·2 lcamas / ein Fürst in Thracien , hat den Trojanern hülffegeleistet, wie Homerus meldet; welcher auch noch eines andern,eben dieses namens, gedenckt, so des Antenvrs söhn gewesen, undseiner schamhafftigkeit halber unter die gdtter gerechnet worden.Jngleichen hat Lheseus einen söhn dieses namens gehabt, wie zu-vor unter Acamantis gedacht worden. Hsmer. ii-ad. 1.2.
Acamas / des Theseus söhn, zog mit andern Griechischendürsten in den Lrvjamschen krieg, und ward mit dem Dwmedesan d e Trojaner abgeschickt, die Helena, « wieder zu fordern. Ihritidtcn war zwar fruchtloß; allein Acamas machte aufeine andereart sein glüöke. Laodice, des Königs Priami tochter,verliebte sichaan« sterblich in ihn. und nachdem ehre und schäm zu wenig wa-ren, diese neigung zu dämpfen, eröffnete sie ihren kummer derAbllobie, des Perieus gemahlin,dle denn aus mitleiden gegen ihrefreundin ihren gemahl dahin dlspvmrte, daß er erst mit Acamasfreundschafft machte, und nachgehends beydemselben erhielte, daßer einem prächtigen qastgebole beywohnte, da denn dle,em zu nachtlw paödice, unter dem vorwand, daß es eine von den KöniglichenroncuMnen wäre, ins bette gebracht wurde. Daß die verliebtefiaodice diese nacht wohl angeleget habe, wieß sich nach 9 Monatenv«rck die aedurt des jungenMunitus, den die mutter die Abdra,D ramas großmutter vorn vater her,welche Pans auf dem raube derHelena Mit nach Troja weggeführet hatte,bestens erziehen ließ.Er^ 1, theil. C 3 hat