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hat nachqehenbs seinen vaker nach Thränen begleitet, undistvon dem biß einer schlangen gestorben. Acamas hatte nicht nurgut gluck bey den schone«, sondern auch brav Hertz >m leibe, undist er einer mit von denen gewesen, welche in dem holtzernen Pferdegesteckt haben. Er soll nach Stephani von Dyzanz bericht,die stadt-lcsmLnrium gebauet und mit den Selymern krieg gefuhret haben.Tzetzes erzehlet von ihm die ung lückliche liebe mit der Phyllis , derPrintzeßin in Thränen, die sich aber nach anderer / sonderlich aberOvidir erzehlung, mit einem andern söhne des Theseus / dem De-mvphoon soll zugetragen haben. Bayie.
Acanes/ ein name 2 ansehnlicher stadte in der Afticanischenprovintz Gvinea, deren eine die grössere und die andere die kleineregeheißen. Es ist auch eine Handelsstadt dieses namens an dem ro-then meere, welche Ptolomäus und Stephanus anfuhren.
Acanges / siehe Mngis.
Acanthus / eine stadt in Egyxten, siehe Bisalta, HAcan-thus/so bey dem Sophiano Erisso denamet,eine stadt m Macedo»nien,unter dem Ertzbischoffzu Thessalonich am Singitlschen meer-schooß, nahe bey dem berge Athos gelegen, r) Acanthus / einestadt in Asien , sonst auch Dulopolis genannt , nahe bey Gurdus.
Plin. I. 4 Sc f .
Acanthus/ ein junger Printz, der in einepflantzedieses na»mens soll seyn verwandelt worden, deren blatter den bau-kunstlernanlaß gegeben, selbige in den faulen und bildwerck-zierathen zu ge-brauchen. Virgil. eclog. VeUej. l. 2 c, ;ü.
Acapulco / siehe Aauapulco.
Acaraaa / eine stadt in der Americanischen provintz Parana,andem siußParana,liegt 4; Spanische weilen von dem Rio de ia Piata.
Acarnanien / eine landschafft in Epiro gegen morgen, andem fiuß Achelous , allwo es überaus gute und starcke Pferde giebt.Die einwohner dieses landes haben allezeit mit ihren Nachbarn,denAetoliern streit gehabt,sindauch wegen ihres wollüstigen und geilenledens im ruff gewesen, dahero das jprichwort porceliu, Acama-NIUS entstanden seyn soll. IhucyJ. 1 . 2. Strabo 1 .10. Erasm. chil. 2.eent. n. f,q.
Diese landschafft sollen zu erst die Taphier und Teleboer bewoh-net haben, welche von des Amphitruons söhne Cephalus sind unterdas joch gebracht worden. Nach dem andern Thebanischen kriegesoll Alcmeon, der söhn des Amphiaraus, und Diomedes diese lin-der bezwungen haben, da der letztere Etolien, der erstere aber A-carnanien behalten, und dieser zwar dem lande den namen vonseinem söhne Acarnan gegeben. Als der Trojanische krieg angienq,ersuchte man auch diest beyde Fürsten , daß sie dem zuge beywoh-nen möchten, und Diomedes ließ sich die fache gefallen, Alcmeonaber blieb zu Hause. Dieses half den Acarnaniern viele hundertjähre hernach bey den Römern, als sie der Epirotischen hülffe wi-der die Etolier nicht traueren, und solche anderwerts, und zwarbey den Römern, als vermeinten Trojanischen descendenten such-ten, welche denn nach Iustini bericht!. 23. c. i. den Etoliern un-tersagten , die Acarnanier zu beunruhigen, weil sie die einigen un-ter den Griechen gewesen wären, welche wider tye Trojaner keinehülffe geleistet hätten. So schlechte Ursachen müssen gelten, wennein mächtiges volck sich gerne in des andern Händel mischen will.Wiewohl als ihre sreyhelt von den Römern selbst gekräncket wurde,haben sie solche nebst den Etoliern, mit denen sie dessentwegen ei-nen bund geschlossen hatten, lange zeit vertheidiget. Die präch-tige kleidung des Acarnanischen srauenzimmers ist bey andern Völ-kern zum fprüchwort worden, wie denn Apollonius bey dem Phi-lostrato den Atheniensischen Damen vorwirffl, daß sie sich so putz-ten, daß es die Acarnanischen nicht arger machen könten. Bayie.
Acarnas undAmphoterus / 2 brüder,söhne des Alcmäon und-er Alphesidää,erwürgten ihrer mutier bruder,um den tod ihres Va-ters zu rächen,welchen diese ermordet hatten. Thucyd.\.2.Strabo 1.
Acaste / eine der Najadischen Nymphen, eine tochter Oceaniund der Thetis . Hefiod. in theogon.
Acaftus / ein söhn des Königs Pelias m Thessalien, einer vonden berühmtesten jägern seiner zeit, er war hefftig in die Heleaverliebt, und aus rachgierigem gemuthe, daß er ihrer nicht ge-niessen können, wolle er sie in der wüste den wilden thieren aufopf-feren; sie wurde aber von dem Chiron erlöset. Ovid . I. 3. meta-
morph. Apoll . 1 . z. Val. Flaccus &c.
Acaxium / Acaxi/eine stadt in der provintz Farima,aufder in-sulJaponin Asia;Iigtvon der haupt-stadtMeaco 2; meilen.Zfr«*.
Acaxulta/ ein Hasen in dem mitternächtigen America, inMexico oder Neu-Spanien, an dem grossen süd-meer gelegen, 7weilen von S. Salvador.
Acca oder Acca Laurentia / eine frau des Faustuli, derüber des Königs Numitors heerden bestellet war. Sie hat den Ro-mulum und Remum, so an die Tyber hingeworffen worden, ge-sauget. Die Römer feyerten ihr zu ehren »m dec. ein fest, Lauren-talia genannt. Ovid - 1 . 2. iast. Plularcb- in Romul. Varro de ling.Lat. Scalig. in V arr.
Accadta / eine Americanische provintz in Neu - Franckreich,welche eine grosse halb-insul machet. Die Engelländer nahmen sieden Frantzoscn, die sich derselben zu erst bemächtiget, und nenntensie Neu-Schottland; allein durch den zu Breda an. -667 geschlosse-nen frieden kam sie wieder unter Arantzdsiscke botmäßigkeit.Der be-ste Hafen darinen ist Porr.r07ai.Jhre einwohner heissen Souriquois.
Accalus / siehe Calus.
Accara / ein Africanisch Königreich in Gvinea, auf der feiteder gold-bergwercke, aber in dem lande, wo Accara die Haupt-stadt ist, nach Dappers und anderer bericht.
acc
_ Accaraig oder Accarict/ eine stadt in Süd-America, bey danstuß Parana. Sie wird auch von der geburt der jungsrau Diana
Accarisi / (Franciscus) ein fürnehmerRechtsgelehrter gebür-tig von Ancona. Sein Vater,Camillus,ließ ihn zu Siena studieren,da er dann so zunahm, daß er bald mit grossem rühm die rechts-gelahrtheit daselbst zu lehren anfieng. Es kam auch diese Univer-sität durch ihn in grosses aufnehmen , und die meisten fremden,so nach Italien reisten, begaben sich um feinet willen dahin. Rai-nutius Farnesius, Hertzog von Parma, zog ihn daraus zu sich;allein der Groß-Hertzog von Zlorentz berieffihn bald wieder, dierechte zu Pisa zn dvciren, an welchem ort er auch geblieben, biß erden 4 vct. an. 1622 gestorben. Erytbr. pin. 2. c. Bayie.
Accarisi / (Jacob) gebürtig von Bononien, war ein Phiio-
fophus, Doctor Theologiae, und 4 jähr Professor rhetorices irr
Mantua. Er hat die reden, so er zu Rom, Cöln, Mantua undan andern otten gehalten, zusammen heraus gegeben, wie auchein voiuw-n seiner briefe; ingleichen eine Historie von.fortpflan^tzung des Catholischen glaubens, und eine Lateinische Übersetzung ,der Historie des Cardinals Bentivoglio von der Niederländischen Unruhe. Er lebte an. 1627. ßumaldi in bibl. Lonsn. Mir ausde icript. fec. XVII. Allat. in apib. Hendreich pand.
Accaron / Achoron / Acharon / der gott der fliegen , nachPlinii meynung. Pausanias sagt, Hercules habe einmal, überseinem opffer bey Olympus viel von den fliegen ausstehen müssen;weswegen er den Jupiter angeruffen, und dadurch erhalten, daßdieses Ungeziefer aus die andere feite des flusses Alphei geflogen.Don der zelt an haben auch die Elieuser dem die fliegen verjagen-den Jupiter dergleichen Opffer gebracht, um gleiche wohlthatvon ihm zu erhalten. Er wird auch Achor/ Myagcus oderMyodes genannt. Der Gott der stadt Accaron wird in der schrifftBeelzebub genannt, welches auch einen fiiegeu-gvtt heist. Pimms
1 . 10 c. 28. Pausan. in elegiacis. Greg. Naztam. orat. i. contra Ju-lian. 4 Reg. i.
Accaron / eine stadt in dem gelobten lande, siehe Ecron.
A0C:ensifc)r.ense 8, gewisse bedienten des RömischenRaths, die mehr arbeit als ehre hatten. Sie wurden aus denfrey-gelassenen erwählet. Sie giengen vor den obrigkeitlichen Per-sonen her, und richteten ihren befthl aus. Sie musten das volckzusammen ruffen, weswegen sie auch Accensi abacciendo, genen-net worden, wie Darro meynt. Ingleichen musten sie auch beydem Pretore seyn, wenn er zu geeichte faß, und ihm alle; stunde«mit Heller stimme zuruffen, um welche zeit es sey.
a c e e n SI be« der militz, war die üderflußige mannfchafft,durch welche man die stellen derjenigen ersetzte, welche waren ge-tödtet oder bleßirt worden, daß sie nicht dienste thun fönten. Asco-nius Pedianus giebt ihnen einen rang, fast wie unsern Corporalrnoder Trompetern. Livius aber sagt, man habe besondere compa-gnien aus ihnen gemacht, die man hinten an die armee angehan-gen, weil man sich weder auf ihre erfahrenheit noch hertzhafftlg-keit verlassen. Rofinui. Demßerus.
Acceptus / ein Bifchoff in Friaul , zu ende des 4 seculi. Erklagte sich selbst wegen einiger begangenen übelthaten an, nur zuverhindern, daß man ihn nicht zum Dischoffmachen möchte, wo-gegen aber das Concilium zu Dalence au. )74 einen gewissen canv.
nein setzte. Baron. Pag! in crir.
Qiccia oder Acci/ eine stadt auf der insul Corsica mit einemDißthum, so dem Ertzbischoffzu Genua unterwürffig. Sie istsehr ruiniret, und das Bißthum dem zu Mariana einverleibt wor-den.
Accia oder Acci / siehe Guadtx.
Accia / Actia oder Atia / eine tochter M. Actri Balbi undder Julia, Julii Cäsaris schwester. Sie ward an C. Octaviumverheyrathet, welcher mit ihr den Kayser Augustum gezeuget hat.Wie starb a- r. 71*1, als ihr lohn das erstemal Bürgermeister
war. Sueton. in Aug. Dien. 45. Afpian. I. j.
Acctajoli / eine alte edle Florentinische familie, aus der vielberühmte und vornehme leute entsprossen. Sie hat Corinthen,Theben und Athen beherrschet. Aus dieser familie ist auch gewesenNicolausAcciaolhso denkten jul.an.iü;o zu Flvrentz gebohren,an.i669Cardinal, und an. i7i;Decanus dieses colieg» worden, undden 2^ febr. 1719 gestorben. Gamunni fam.di Toscan. e d’ Vmbr. *
’ Acciajoli / (Angelus) ein Florentiner aus der jetzt qemeldteafamilie, war Cardinal mit dem titul S. Laurentii in Damaso,und stund bey Urbano iv und Bonifacio ix in grossem ansehen.Dieser letztere schickte ihn als seinen Legaten nach Neapolis, umdes Königs Ladislai trouppen wider die Frantzosen zu commandi-ren. Er ward zum Regenten selbigen Königreichs, und zum Vor-mund des jungen Ladislai, so damals j 6 jähr alt war, bestellet,welchen er zu Gaeta den - jun. an. krönte, auch nach Un-garn bekleidete, als er sich selbiges Königreich wieder einzunehmenvorgenommen hatte. Nach seiner zuruckkunffl ließ er sich die ver-gleichung der Ursiner mit dem Padst sehr angelegen seyn, undbrachte solche zu einem glücklichen ende. Er wohnte auch der wählJnnycentii VI! bey , und starb bald hernach zu Pisa den ir jun.
UN. 1407. Onuphr, Ctactn. in Vrb Vl, Ugheu, in archiepiic, Flor.Aubery hist. des Card.
Acciajoli/ (Donatus) ebenfalls ein Florentiner, ist durchseine wissenschafften und andere meriten sehr berühmt, und in sei-nem vaterlande zu öffentlichen Verrichtungen offt gebraucht wor-den. Er war ein dllcipui Iohannis Argyropoli, und hat einigelebens-deschreibungen des Plutarchi aus dem Griechischen über-setzet, wie auch eme lebenr-beichreibung Carvli m, «ebst andern
schnff-