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Euadalarara die Haupt-stadt war. Die neuern Geographi fetze»auch Madrid und Toledo in dieies land.
Algazel , ein berühmter Arabischer Phiiosophus und Theolo-ge , welcher eme sehr weitlaufftige erklaruug von dem glaubenddekäntniß der Musulmänner.verfertiget. Peack. specim. hist.Arab.p. - 74 .
Algeri / oder Algher/ lat. Corax und Toras, eine mittelmäs-sige, aber volckreiche und wohldefestigte stadt in Sardimen, nuteinem Bisch'offlichen sitz, unter den Ertzbischvffzu Sassari gehörig.Sie hat einen guten Hafen port de Conde oder Caraco des Portusgenannt. Es ist allda eine starcke corallen-fischerey. ciuverms.
Algerus/ ein Priester , der wegen seiner frömmigkeit undrviffemchafft berühmt gewesen. Er war Canonicus und Schoiaiti-cus in der kirche zu Lüttich , hernach aber begab er sich in denMönchsorden zu Clugny,und weil zu seiner zeit der streit mit demDerengano wegen des heil. abenbmahls invollem schwänge war,hat er sich gleichfalls demselben widersetzet, und darinnen jo wohlverhalten, daß Petrus Cluniacensts in dem ansang seines tractatswider Berengarium, ihn den übrigen, io damals wider Deren-garium geschrieben, vorziehet. Johannes Vlimmcr, Pnor derLlanonicorum regularium Löven , hat nach dem Eralmo diesentractat an. i;6i nebst andern hleher gehörigen schrifftenwiederauflegen lassen, wie sich denn auch derieide in der bibiiotheca Pa-trum mit befindet. Sonst hat dieser Algerus noch einen anderntractat von der gnade und dem freyen willen, wie auch demisen-cordia & judicio geschrieben. Er starb an. n;o. pctr.Chmiac.
I. L adv. Hertr. Trabern, in catal. script. eccl. & 1 . 2. c. 90, de virisillustr. Bened. Erttsm. in ep, & prscf ad Alger . VImmer. Bellarm.de fcr. eccl. Andr. bibl/Belg. tom, VI. bibl. patrum. MereUi,1.27t.
Algerus / (Pvmponius) war aus der stadt Nvla in Italien gebürtig. Er studirte zu Padua und begab sich zu der protestiren-den religion, wurde aber von dem Louvemeur der stadt ergriffen,nach Venedig, und von dannen nach Rom gefuhret, wo,elbst ervon Paulo iv, als ein ketzer verdammt, und an. 1555 im -4jähr seines alters verbrannt worden. Beta de Komm. illustr.
: Alaezire / eine Spanische stadt mit einem Hafen an der straf-st von Gibraltar , ist heute zutage sehrruiniret,, vormals aber ingrossem ansehen gewesen. Es scheinet, daß dieser vrt der altenEartejasey , indem die bcschreibung, so T. Livius davon macht,sich gar eigentlich aufAlgezire schicket. Nachdem Casar desPom-peil söhne bey Munda erlegt hatte, flöhe der älteste mit der flottenach Carteja, und der andere nach Cordoua. Die mauren habensich nachgehends dieser stadt demeiftert und ihr den namen Algezwegegeben. P/<«. 1.7c. 48.1.9c. 30. Ltv. I.48&43. Htrtrns debelloAlex. Räderte, Toletan. Morales. Non'tus Hisp, c. n, Marian»,
■ l’afieus See.
Algiar / oder Algier / eine stadt in dem glückseligen Arabien,in dem gebiete von Mecca, wo der fiuß Laakie sich in das rothe. vieer ergiest.
Algier / die Haupt-stadt im Königreiche dieses namens, amrnittel-meer in Africa gelegen, von den Africanern Lerair de beniMosgana, und von den Arabern Algesier genannt. Sie begin-net unten bey dem meer, am fnsse eines Hangenden berges, underhöhet sich mit demselben gleichsam stuffen- weye,also,daß die hin-tersten Häuser über die vordersten weit hervor reichen. Ihre ring-niauren sind theils von gebrannten,theils von gehauenen viereckig-ten steinen, deren breite sich auf r-, und ihre höhe oben am ber-ge aufunten am meer aber, da sie aufklippen stehen, auf 4 ofuß erstrecket. Vor zelten waren die stadt - graben nicht über 6schritte breit, und mit schlämm und buschwerck verstopffet; aberAradamet ließ sie nachmals um das schloß herum biß an die >ee rei-nigen, und -o schritte breit und 7 tieffmachen. Die meisten gaf-fen der stadt sind so enge, daß kaum - menschen neben einander ge-hen können, und solches um die Hitze der sonnen zu vermeiden.Doch ist die gaffe, die von dem morgen-thor Dabason, nach demabend-thor Bablewet, zugehet, zimlich breit, und i-o-> schrittelang. Zu beyden feiten der gaffen ist es voll buden und kram-läden.In der stadt sind zwar keine gegrabene brunnen, sondern nur was-ftr-tröge, darein das wasser von aussen getragen wird; doch giebtes bey die loospnngbrunnen,welche einer von den verjagtenMoh-ren aus Andalusien vermittelst einer Wasserleitung, so an - örternin die stadt kömmt, gemacht hat. Die Häuser, deren anzahl sichauf i5°°° deläufft ,sind gemeiniglich nur ein geschoß hoch, aus ge-brannten stemm und leim-erden, von aussen und innen mit kalckbestrichen, ohne einigen andern äusserlichenzierath. Das dachist oben platt, darauf die einwohner weit und breit in die see hineinsehen können. Der bvden ist mit bunten gebrannten steinen be-legt; ein jedes hauß wird gemeiniglich von ;oder 6 haußgenossenbewohnt, hat 4 gange/ so wohl oben als unten, mit einem Hofein der mitten, und ist alles rund herum zugebauet. Die gartensind alle ausserhalb der stadt. Das beste gebaude in Algier ist desDaffa wvhnung, fast mitten in der stadt, mit- zierlichen gänaenauf marmorsteinern säulen, und darinnen noch andere 9 schönegebaude, in deren jedem bey 5 biß 600 Janitscharen wohnen, wel-che durch leibeigene bedienet und stattlich unterhalten werden Auchhat man allda 6 grosse gefängnisse, worinnen die auf der see ge-raubte leibeigene geietzet werden. Der bade-studen werden über62 gezählt, darunter einige mit schönen zimmern und marmorstei-nernen bbden ausgeziert. Die mosqueen über i°7 liegen meisten-
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Hecks nach der see zu, aber ausserhalb der stadt ist ein grosses werckvon stemm am meer, Moglie genennt, ist halb rund, und er-streckt sich von dem nachstgelegcnen khore biß an das ende einer ln-sul, die vor der stadt im meer liegt, und von dar wieder am an-dern ende biß an die stadt, also, daß sich darzwischen der emgangund der haftn befindet; ist von Hariadeno Barbarossa an. i;;-aufgeführt. In dem Hafen befinden sich etliche schiffsdau-hdft undlager-stellen vor die galeren, und können darinnen eine grossemenge schiffe vor den winden, ausser dem nord-oft-wind, sicherliegen. Das gantze Hafen-werck wird mit 2 vestungcn (derensonst noch 5 inner- und ausserhalb der stadt sind) beschirmt, undliegt eine grosse anzahl grobes geschützes darauf. Es ist zu ver-wundern , daß es in der gantzen stadt keine wirths-haufer gibt, undmüssen die von aussen kommende Türcken und Mohren bey ihrenbekannten einkehren, und die ankommenden Christen Herbergenbey den Juden , so ihren sonderlichen wobn-vlatz in der stadt, undimmer etliche zimmer ledig haben. Es halten auch die Cdristli-chen leibeigenen viel gar-küchen und trinck-hauser, davon sie ihrenHerren grossen nutzen zuwenden. Vormals waren da grosse Vor-städte, so aber im isseculo aus furcht vor einer Spanischen de-lagerung, in die asche gelegt worden. Der landstrich um Algier herum ist zwar bergicht, doch sind die thäier und gründe längst demsee-gestade sehr fruchtbar; und die garten , deren bey i 8 °©o ge-zahlt werden, tragen wein, granatm und allerhand fruchte, auchfindet man fast in deren jedwedem einen spring-brunnen, Diesestadt ist heut zu tage wohl die reichste in gantz Africa, und der zollträgt allein soviel ein, als das gantze Königreich. Bey 100000emwohner befinden sich ohngefehr darinnen, nemlich in die 17000soldaten, so meistmtheils abgefallene Christen: 40000 ftlaven vonallen orten Europa , und der Überrest an Mohren , Türcken undJüden. Etliche auctor« halten sie vor der alten Julia Cäsarea,so von Juba, dem Könige inMauritanien, zu ehrenJulii Cä-saris, gebauet worden, und soll von Cäsarea der name Gezairentstanden seyn. Andere aber meynen , daß dieses die stadt Tenezim Algierischen sey, und die stadt Algier vielmehr des Antonintund Plinii Ruscurium oder Rusuccurum, bey dem PtolomäoRhusuccora sey. Diese stadt hatte vor zeiten einen Bischoff, wel-cher unter dem zu Casarea stand, und diese Prälaten haben offtdie Africanischen Loncwa mit unterschrieben. Vor zeiten war diestadt und das Reich denMauritanischen Königen unterworffen.
folglich den Römern , Arabern und andern Herrschaften. Im16 seculo hat sie Barbarossa einbekommen, und seinem söhne Asanhinterlassen. Heutiges tages stehet Algier unter dem TürckischenKayser, welcher einen Bassen hieher schicket, die militz zu com-mandiren; wiewohl der Divan oder Rath dieser stadt sich noch diegewalt vorbehalten hat, eine art eines Kömgs zu erwählen, wel-chen sie Dar nennen. Sonst ist Algier der aufenthalt der schädli-chen see - räuder , die unzahliche schiffe den Christen weggenom-men, und noch damit fortfahren, wodurch sie einen unsäglichenreichthum zusammen schleppen; doch sind sie unterschiedliche malvon den Europäern aezuchtiget worden. Der Kanser Carolus V,nahm ihm für, dieserauder heimzusuchen, und schiffte mit 25000mann zu fuß und 15°© zu roß hinüber in Asticam, langte damitim Oct. für Algier an, und setzte die armee aus land; es erhubsich aber 2 tage hernach ein so grausames ungewitter, daß vondes Kaysers flotte bey 140 schiffe mit vielem volcke zu scheitern gien-gen , und er genöthiget ward, mit den übrigen wieder nach Spa-nien zu kehren. An. 1655 sprach ihnen der Englische AdmiralBlake zu, eroberte etliche schiffe, crlösete auf selbigen viel gefan-gene , und steckte die andern in Brand. Thomas Allen zwang siean. 1668 friede zumachen, den sie aber an. -669 wiederum bra-chen. ßln. Iö 7° ruinirten die Holländer unter dem Admiral Gent,mit hulffe der Englischen / 6 ihrer besten schiffe, und verbranntendieselben / nachdem die Algierischen Capitaine sie auf den strandgesetzt, und sich mit dem meisten volck salviret. An. -682 wardsie von dem Frantzösischen Admiral du Quesoe angegriffen, undden monat Am. durch mit einwerffung der bomben beunruhiget,wodurch viel Häuser und bey 500 mann in der stadt verdorben.Dieser Admiral wiederhohlte die bombardirung im solgenden jäh-re viel starcker, und erhielte von Baba Hassan die Frantzösischensclaven, worüber das volck erbittert, besagten Dada Hassan er-mordete, undMen Admiral Mezzomorto anseine statt rum Re-genten oder Konig setzten, welcher sich gegen die Frantzosewtapf-ftr wehrte. An. 1688 warffdie Frantzösische flotte unter demMar-schall d'Etree 10420 bomben hinein, wodurch bey 2 drittheile derstadt und s schiffe im haftn ruinirt worden. Die Algierer schös-sen hierauf den Frantzösischen conkui aus einem mörser nach derFrantzösischen flotte,und liesse« Mezzomorto heraus wissen,daß siees dem Könige, wenn sie ihn hätten , eben so machen wollen.Doch im folgenden jähre schloffen die Frantzosen mit Algier friede,um sich ihres beystandes gegen Engelland und Holland bedienen zu
können. Marmel, lovius. Das fers Afr, Daniel bist. de barbarie.Herbelot bibl. le Gendre hist.de Louis XI V.dialoguede Genes &d’Algiers &c.
Algol l. König in Schweden , succedirte Adolphs noch langevor Christi geburt. Er hat ein glückliches regiment gehabt, wieihm denn auch sein söhn Ericus gefolget. Eric. Pomer. deorig.
gent. Danor. Saxo Grammat. Lournms &c.
Algol N. ein söhn Tordi m. regierte in Schweden um dasjähr 582 nach Christi geburt, biß auf das jähr 606. Man sagt,daß er die Rnssen ihm unterwürffig gemacht. Erkm Saxo Gramm,
Loccen.
Algow / Aigovia, eine landschafft in Schwaben , so vonP r den