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starb den >8 aug. an. >404, und hatte3 söhne, unter welchen ihmDurchardus IV nachgefolget. Dieser hat d«e Herrschaffl Egeln im Ertz-strfft Magdeburg von dem ausgestorbenenHerren vonHad-mersleben überkommen, und dem Ertz-stlfft wrederkaufflich über»lassen. Er starb an. «420, von Sophia, des Fürsten Slglsmun-di von Anhalt tochler, Güntherum M hiterlassend, welcherKay-fers Friderici in geheimder Rath gewesen. Er hatte mit seiner ge-mahnn Eatharina, Gräfin zu Reinstein, 8 söhne und 3 ldchlergezeuget. Unter jenen hat Durchardus V das geschlecht fortge-pstantzet; er begleitete König Christianen in Danemarck, Norwe-gen und Schweden, nach Rom , und war Kayserö Maximilians1 Rath / von dem er auch an. 1497, doch mit Vorbehalt der Chur-Sächsischen lehns-herrlichkeit, in den Grafen » stand erhoben «vor-den. Don ferner gemahlin, Hertzogm von Mecklenburg und wit-we Wratislai X, Hertzvgs in Pommern , ist er ein Vater von 10söhnen und 3 töchtern worden, davon die letzter«, insgesamt inskloster gegangen, von den söhnen aber ist Justus l dem vater ge-folgt, und nach dessen tobe sein druder Dalthasar, und nachdemauch dieser den 4 nov. an. im verstorben , bekam der 8 söhnWolffgangus i die regierung. Dieser lebte zu den zeiten Luther«,und leistete 5 Churfürsten zu Sachsen , Fnderico, Johann«, Jo-hanni Fnderico, Mauriuo uno Augusto treue dienste, so, daßihn der letztere seinen vater zu nennen pflegte. Seine gemahlinAgnes, Gräfin von Mansfeld, gebahr «hm 20 kinder beyderleyGeschlechts, darunter Wolfgangus li und Justusn solches fortge-führet,wiewol Wolfgangus n in seinen söhnen wiederum erloichen.Justus 11 aber, so in Dänemarck, Ungarn und Franckreich vor»nehme krieqs-amter bedienet, hatte 2 söhne, von «velchen Al-bertus FridericuS mit Sophia Ursula, Gräfin von Oldenburg ,Augustum Ludovicum gezeuget, so dens aug. an.i6;y gebohren,und der letzte seines Hauses gewesen , nachdem er an. >659 den 17oct. verstorben; ferner 4 töchter, worunter Christina Elisabetha,an. 1650 den 10 nov. an Hertzog Rudolphum Augustum zuDraun»schweig und Lüneburg vermahlt worden, die aber an. >68- den»May gestorben. Rittershus. genealog. part. 2. Spenerus theor. m-fign. part, spec. l.c. 2. lmhtf. N, P.I. 9. introd. Tenzel monatl.Unterredung, an, 1704.

Barbz? / eine adeliche familie in dem Hertzogthum Magde-bürg und Nieder-Sachsen, welche «nit dem vorhergehenden Graf»lichen gcschlechte vielleicht einerley Ursprung gehabt, und an. 926in die Marck Brandenburg gekommen, nachdem man die Wen»den daraus weggetrieben. An. *2»; bauete Walter, nebst denenvon Ammensleben ,die bald hernach wieder zerstörte Unspurg, undan. i26, findet man Wichmannen als zeugen in einem dipiomateWolradi, Blschoffs zu Halberstadt , an welchem orte auch an. m7Hans Stiffts-Hauptmann gewesen. Andreas, Bischosszu Lübeckund Dänischer Cantzler, gieng an. 1959 mit tote ab. Levin aufLoburg und Calisch, war an. «üss Cammerrath bey dem ^dmini-ftratore des Stiffts Magdeburg und Amts'Hauptmann zu Calbe ,nachgehends aber Chur -Brandenbnrglscher Legations-Rath. Erhinterließ einen söhn gleichen namens, welcher an. 1715 Denetia»vischer Obrister-I-iemenant gewesen. Angelt Märck. chron. Span-genb. Mansfeld. chron, JLeucifelds antiq. ßlanckenb.

Barbythace / eine Persische statt am fluß Tigris , deren eiv»wohner, nach Plinri dencht, alles goid eingekaufft, und damit esniemanden zu gute koinmen möchte, vergraben haben sollen. Diel»leicht ist es ein ort gewesen, wo die Kömge ihren schätz in unterir-dischen gewölbern aufheben lassen. Vermuthlich hat Alexander abAlexandra seine Dambycatianer hieraus gemacht. Sonsten istbekannt, daß auch die Banianen in Indien heut zu lag dergleichengebrauch haben, ihr geld zu vergraben; aber in meyuung, solchesin der andern weit wieder zu gebrauchen. PUnm 1.6. c. 27. Sai-

tntts, ad Solin , p. 84». Alex.ab Alex, >. 4. c. ls, *

Barca / ein söhn Königs Beli zu Tvro in Phönicien, und bry»der PyZmalionis, machte sich mit seinen geschwistern Dido undAnna in Afrrcam. Er war der stamm-herr der berühmten familieder Darcas, daraus Hcinnibal entsprossen. Appian in Lybic.

Barca / eine grosse landschafft in Aftica , in der Bardarey,zwischen Egypten und Tripolis , längst am mittelländischen meere,deren nördlicher theil unter dem titul eines Khnigreichs gleichfallsDarca heist, der südliche aber insgemein die wüste Barca genennetwird. Sie stehet unter Türckischerbotmäßigkeit, und in der Haupt-stadt Darca, die von Batto, des Egyptischen Königs Arcesilai söh-ne, gebauet, und von Amasi zerstört worden, residitt ein Sangiac.Das gantze land «st sehr unfruchtbar, trocken und felsicht, und die' einwohner sind Mahometaner. Unter andern am meer liegendenfiädten ist Garuenva, vormals Cyrene genannt. Heredit. 1.4.

Ptolemaus 1.4. c. 4, Marmel. 1. 6, BaudranJ.

Barcarota / (Villa Nueva de) eine kleine statt mit einemfeinen schösse und dem titul eines Marggrafthums, in dem Spa-nischen Estramadura, zwischen Dadajotz und Leres de los Cavaüe-ros, hart an den Portugiesischen gräntzen, gelegen. An. 1706 istsie von den Portugiesen erobert, aber nicht lange hernach von den-selben wieder verlassen «vorden. Coimmar. deiic. de i’Eip. p. 388.

Barcellorra / lat. Barcino, die Haupt-stadt in Catalonien ,liegt auf einer ebene, zwischen den flüssen Lobregat und Besos, dieNicht weit davon in das mittelländische meer fallen. Sie wird indie alte und neue Hott getheilet, welche beyde mit vortrefflichenvestungs-wercken umgeben sind, und nahe dabey auf einem bergeliegt das fort Montjovy. Sie führt den titul einer Grafschafft,hat eine Universität, ein inquisitions-gericht und ein unter Tarra-gona stehendes Bißthum, ingleichen einen guten Hafen, an dessenende sich ein laternen- thurn, wie auch ein kleines castell befindet.Die schiffe können allda sicher anlanden, indem die winde an der

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einen feite von Montjovy, an der andern aber von einem in die3°° schritte lang geführten molo gebrochen und geschwächt werdenEinige halten dafür, daß sie von Amilcar Barca , dem Carthaa«-nensischen Gerreral, ohngesehr 3°° jähr vor Christi gebart erbauetworden. Sie war vor zeiten unter der Römer botmäßigkeit, an412 aber ward sie unter der regierung Kaysers Honoru von Alauüpho, Könige der West-Gothen, der des Kaysers schwester Placi»diam zur ehe hatte, erobert; und von der zeit an war daselbst dieHofstatt derGothischen Könige, von denen und denen Alanen wahr-scheinlich das land Gottalania und hernach Cattalaunia genanntworden. Im 8 seculo bemächtigten sich derselben die Saracenen,als sie sich in Spanien veste gesetzt hatten. Die Spanier bemühe-ten sich zwar, diesen wichtigen ort wieder zu erobern, ader verge-blich, biß die Frantzosen an. 8or die Saracenen daraus trieben, dadenn Carolus M. Bernhardum zum Statthalter dahin setzte, wel-cheu Ludovicus Pius bestätigte, und diese Gouverneurs führten denGrafen- titul. An. 1640 entrissen sich die Catalonier der Spani-schen botmäßigkeit , und rieffen die Frantzosen zu hüiffe, welche diestadtBarcellona biß an. 1632 innehatten, da sie dieselbe nach aus-gestandener ix monatlichen belagern«,« wieder adtretten musten.An. 1691 den 10 jul. wurde sie von den Frantzosen bombardirt, undan. 1697 den 10 aug. nach Verlust vielen volcks erobert; sie tratenaber selbige an. 1697, vermög des Ryßwickischen friedens, wiederan Spanien ab. Allein an. 17°; wurde sie von der comdinirtenEngell- und Holländischen flotte, unter dem commando garoli inbelagert, und den 24 octobr. erobert; die Frantzosen aber, welchedas jähr daraus mit einer grossen macht zu Wasser und lande dafürkamen, musten den 12 may die delagerung mit Verlust ihres gantzenlagers aufheben. Als an. 1713 die Kayserlichen Catalonienver-liesse«, und die einwohner sich an Philippum nicht ergeben wollen,ward Barcellona vom aug. an. 1713 an biß in sept.an. -7,4 diemeiste zeit von den Spaniern nur bloquirt, endlich aber mit hülffederFrantzosen rechtdelagert, dasiesichnach; monatlicher gegen-wehr, als der feint in einem General-sturm würcklich an einigenorten biß in die stadt durchgedrungen, aus gnade und Ungnade er-geben muste. Es sind an diesem orte auch einige con-Ha gehaltenworden, als an. 540, 599 oder 60;, wie auch -064, in welchemletzter« man die aesetze der Gothen abgeschafft hat. *

Was die Grafen von Barcellona anlangt, so waren dieselben zuCaroli M zeiten zwar nur Gouverneurs, hernach aber ist auch dieseGrafschafft Barcellona erblich worden. Der erste wird EotofredusoderWitsredus genannt, welcher ums jähr9>4 gestorben. Seingeschlecht ist ordentlich fortgepflantzel biß auf Rannunbum V, wel-cher König in Araqonien worden, indem er Petronillam, die ein«tzige tochter Ramir« II. Königs in Aragonien , an. ,137 gebeijra*thet. Nach diesem «st Barcellona und Catalonien (denn diese bey-den Grafschafften galten nach dieser zeit eins) mit dem Aragoni-schen Reiche vereinigt gewesen, und von Raimundi nachkommenim Reiche beherrscht worden. Nachdem aber König Johanncs laus diesem stamme an. «39; starb, und sein jüngerer druder, zumNachtheil Ludovici n von Neapolis, der Johannis tochter Jolan-tam geheyrathet, sich des Reichs anmaßte, sönderten sich die vonBarcellona ab, und machten sich eine zeit lang zur freyen Republic,trugen aber hernach die herrschaffl dem Hause Anjou auf, zu wel-chem ende sie eine gesandtschafft an Renatum vonReapolis,Grafenvon Provence , abschickten, denselben zu bereden, daß er den besitzdes Königreichs Aragonien ergreiffen möchte. Solches wolle Jo-hannes von Anjou, Hertzog «n Calabrien, ein söhn Renan, be-werckstelligen, wie er denn Aragonien mit krieg angriff, auch einund andern Vortheil erhielt. Er starb aber zu Barcellona an. >4-7.und weil bald darauf das gantze hauß Anjou ausgieng, wurdendie von Barcellona gezwungen, sich Johanni n. Könige von Ara-gonien , zu unterwerffen. Als aber Carolus du Maine, des Kö-nigs Renati Nachfolger,an. >48° starb,setzte er den König inZranck-reich, Ludovicum XI, zu einem universal- erben ein, und übergabihm insonderheit in seinem testamente sein recht aus das KönigreichAragonien und die Grafschafft Barcellona , daher die Fransoscaeinen anspruch aufdiese Grafschafft gemacht. Es muste aber Zrau-ciscus I in dem friedens-schlusse zu Crewi an. > 344 seinem vermeyn-ten rechte gäntzlich absagen. Roder. 1 >letan. dereb. Hisp. I. ü. c.;.MarinauA. 9. Surita in annal, Tomkh. hist. de Catalon. Stp'an,BariUas Cond. de Barcel. Iorba excell. de Barcelona , du Put dtoirdu Roy. Merula. Nentm, Mariana, 8 ce.

Äarcellonette / lat. Barcinonenfo vicariatus , eine kleine land-schafft , welche in fruchtbaren thalern an den meer - alpcn besfi<het, den titul eines Fürstenthums führt, und zu der GrafschafflNizza gehört. Die Haupt-stadt ebenfalls Darcellonette, lat. Bar-rinona genannt, ist schlecht, liegt am flusse Hubaye, und ist dieresidentz des Gouverneurs. Raimundus Dcrengarius V, Gras vonProvence , hatsie an. -rzoerbauet, und sie, weilerausAragom-fchen geblüte entsprossen, nach der stadt Barcellona in Catalonic»genennet, wiewohl andre melden, daß sie lange zuvor gestanden,undnur von ihm wieder in aufnahm gebracht worden. Durch denUtrechtischen Frieden ist dieses thal an Franckreich gekommen.

Barcelor / eine stadt nebst einem guten Hafen in Indien , aufder Malabarischen küste, in dem Königreiche Bisnagar, hat Eoagegen norden und Mangalor südwärts. Sie gehörte vormals denPortugiesen, anjetzo aber stehet sie den Holländern zu.

Barcelos / eine siadt in Portugall, am flusse Cavado , sonstkeliobriga Celerinorum genannt, liegt rxmeilenvon Draga,undhat den titul eines Hertzogthums, welches vor diesem dae haußDraganza besaß. Melchior de Peqo hat in Porwgtesischer sprächeeinen tractat von den antiguitäten dieser statt geschrieben, orn-^mrdeliccs d’Esp, p, 704. ^