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dieser stete, wie er denn an. 1675 gewisse ihese; rheoiogicas aufge-setzt, und selbige nicht allein überall herum geschickt, sondern auchzu Franecker öffentlich angeschlagen. Diese kamen r» Amster-dam Lateinisch und Holländisch zugleich heraus, und weil derProfessor- zu Franecker, Nikolaus Arnoldus, erne exerctta-lion darwider schrieb, so pudlicirte Barclay zu Rotterdam am-

madveriiones UNd brevem refutationem, gab auch an. ik> 7 S >elne»poloeiarn theologire ver-e Lhrissian« heraus, welche er dem jvO'nige von Engelland, Carola lt > dedicirte. Wider diese sind nununterschiedene schrifften heraus gekommen,sintemal Thomas Pro/wius, ein Schottlander, und zwar ein Presbytenaner, ein gros-ses werck in Engelländischer spräche darwider heraus gegeben, demBarclay in eben dieser spräche geantwortet. Wie denn auch mJena , Jvh. Wilh. Dajerus - seine disputation de pnncipio theo-iogj-e reveiatae demstlbigen entgegen gesetzt , welchem in des Dar-claji namen, der gleichfals berühmte QuackerGeorgiusKelth ge-antwortet. Insonderheit aber hat sich zu Hamburg Antonius Rer-serus dem Barclay entgegen gesetzt, dessen Amibardajus amheraus gekommen. Unter eben diesem titul hat auch Holthusiuszu Franckfurt ein weitläufftiges buch wider ihn verfertiget. Sonsthat sich Barclay auch in andern stücken der Quacker stets ange-nommen , insonderheit, als unter Jacobo H einige Bischoffe irtEngelland, die sich der Catholischen religiott widersetzten, rn verehasst kamen, und ausgesprenget würde, daß sie dieses an den Qua-ckernverschuldet, begäbet sich selbst zu ihnen in den Tower, undüberzeugte sie, daß solches keines weges von den Quackern herrühr-te. Sonst sind von ihm auch noch unterschiedene schrifften vorhan-den, als der catechismus oderglaubens-bekänntniß, so m Houan-discher und Teutscher spräche heraus ist rc. Crvst. hist.iQuaker.p.

192. 347. Colbert J Hermet. Christenth, P. I. p. 96, & 692. Carohmem. hist. eccl. seC 17 .1 8. >l. 16. kec. Arnolds kirchen-hist. P. 2.L 17 c. ro. §. 9. ,

Barco / (dei) ein kleiner ort in Castllien, so deck titul einerErafschasst führet.

Barcochebas / Barcochab oder Bencochab / ein betrügetder Jüden, heisset soviel als ein söhn dessterns, wie er sich dennselbst den stern aus Jacob nennte, der diese nation aus ihrer scla-veren erlösen wolle. Er fand seinen anhang, und rebellwte wldetKayser Adrianum, weil derstlbe ums jähr n 2 bey Jerusalem ei-ne stadt Aeliam Lapitoiinam bauete, Und in berselbigen einen tem-pel, dem Jvvl Lapiroiino zu ehren aufrichtete, welches die Judenals einen greuel ansahen. In dieser redellivn verfuhr Barcoche-bas wider die Christen, so ihme nicht an die Hand gehen wollen,mit unerhörter graufamkeit. Julius Severus aber, den derKayser wider sie schickte, trieb sie so in die enge, daß sie sich endlichan der stadt Bitter müssen einschiiessen lassen, welche aber nach ei-ner harten belagerung von den Römern erobert wurde, dabeyauch Barcochebas sein leben einbüßte, woraüf es mit den Judenund ihrer macht gethan war, gestalt den» von ihnen >n diesemkriege über yooooo menschen zugrunde gegangen, auch ;o fthids-ser und 980 stadte, stecken und dörffer verbrannt und vertilgetworden. Barcochebas wurde wegen dieses schlechten ausgangshernach Barcotzba, das ist ein söhn der lugen genennet. Kuseb.hist, Eccl, 1. 4 . c. 6. Die Cajfi Xifhih in Adr* d Lenh de Pseudomes-siis Jud. Bayle , siehe OUch Ä» Afahdi

Barcshire / siehe Barkshire.

Bardane/ eine tochter Cyaxaris H- des Medischen Königs>welche er Cyro l^agno dem ersten Persianischen Monarchen, ver-mahlt, und ihne dabeyzum erben seines Reichs eingesetzt. Siewird aber von andern Mandane genannt. smdas. *

Bardanes / (Philippicus) ein Morqeniandischer Kayser,wakaus einem berühmten geschlecht entsprossen, hielt sich aber dem-selben gar nicht ähnlich. Tiberius Absimarus ließ ihn verjagen,weil gegen ihm gedacht worden, daß derselbige sein Nachfolger inder regiernng seyn müsse, und daß er ein aufrührischnr kopff wäre.Nachdem ihn Justinianus der junge wieder zurück ruffen lassen,gab ihm dieser daß commando von einer armee wider eine gewissestadt. Eine Zeitlang hernach, ließ Bardanes Justinianum llnebst dessen söhne Tiberio grausamer weise hinrichten, und sich an.71 - zum Kayser erklären. Die scridenten bekennen, daß niemalsein Fürst von grösserer gottlosigkeit und wenigerem verstände aufder welt gewesen, als er. Endlich stachen ihm einige von den gros-sen die äugen aus, und verjagten ihn denjun. an. 71;. Zona-

ras & Tbeophanes in annal . Paul, Dtac. I. c. c. 34.

Bardanes / mit dem zunamen der Türck/ war General überdie Reichs-armee im Orient, und ward an. 8 «- wider die Kayse-rin Irene von den soldaten zum Kayser ausgeruffen. Als er abervernahm, daß Nicephorus, der Reichs-Schatzmeister, ihm selbstdie Kayserliche kröne aufgesetzt, entschlug er sich der Kayserlichenwürde, und gieng ins kloster; allein Nicephorus, aus beysorge,er möchte dermaleins wiederum lust zur Kayserlichen würde bekom-men , ließ ihm die äugen ausstechen. Tbeophanes, Cedrenus .

BardaneS / der i-Parthifche König, wird auch Bardanesgeschrieben, ein söhn Königs Artabani H, lebte zu zeiten des Rdsmischen Kaysers Tiberii, und wolle mit aller gemalt selbigenbekriegen. Jzates, der König der Adiabener, mahnte ihn gütlichdavon ab, allein er fiel solchen dafür selbst auf den halß. Weilaber die Parther keinen krieg haben wollen, so brachten sie ihnbald ums leben. Tojephus 20.2. Tacitus II. 8 . ann.

Bardas / ein Patritius zu Constantinopel , welchen der Kay-ser Michael m zum L«sar oder Reichs-folger erklärte. Bon et-lichen wird berichtet, daß er den Kayser übel angeführet, auchihm gerathen, seine mutier ins elend zu verjagen. Er selbst ver-

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stieß seine gemahlin, worüber ihn der PatriarchJgnatiusjn bannthat. Bardas aber brachte es dahin, daßJgnatiüsaus bonsian.tinopei verjagt, und Photius an dessen stelle zum Patriarchen er-wählt wurde. Es entstand zuletzt zwischen ihm und dem KanterMichael ein Widerwillen, als liebende einen zng wider die Sara.cenen in die insul Creta gethan, und weil Bardas in den verdatkam, als wenn er dem Kayser nach der Krone stünde, mulle ersolches an. 866 mit dem leben bezahlen. Cedre», Zonaras. c un *l

latas. Nicetas, Glycai &c. ’ ’

Bavdas / ein unverwandter des Kaysers Leonis Armen« com.mandirte eine armee in Orient. Man sagt, er habe es mit denbilder-sturmcrn gehalten, und die Verehrer der bilder befftia ver-folget.; da er aber an. 8,8 zu Smyrna kranck geworden, habeihm einer von seinen bedienten gerathen, er solle zu dem frommenTheodoro Studita,der zu Smyrna gefangen lag, weil er sich derbilder-sturmerey widersetzt hatte, seine zuflucht nehmen. Da nunBardas solches gethan, und versprochen, von seinem irrthum ab-Zulassen, sey er gesund worden; so bald er aber wieder auf seinevorige irrthumer gefallen, habe er seine alte kranckheit wieder de-kommen, und sey gleich daran gestorben. Mich, Studita in v,„

Theödori.

Baryäs/ genannt Sclerus, wak ein ehrgeitziqer kühner mannUnd, nachdem er zuvor unter dem Johann Ziifiisces ein Krieas^Oberster gewesen, trachtete er nach Johannis tobe an. 97; diekro-Nean sich zu bringen, brachte es auch dahin, daß er bey der armerzum Kayser ausgeruffen ward. Basilius n aber, dem dasReich gehörte, schickte Phocam wider ihn, der den Bardas er-legte. Curcpalat, Zonal·.

JOQXioil (Johann lle la) loianp,',; von Marolles an der Lei,ne, war unter Ludovlco XI V Frantzösischer Ambassadeur XSchweig. Er befand sich auf den Münsserischen trüctaten als nGesandter von, andern rang, wiewol er schon zur Schweitzerisch ngesandschafft damals ernennet war, und forderte danner.bero dentitul Lxcellenr. den man ihm aber nicht geben wülte. Im übn-gen führte er sich als ein getreuer und geschictter^mill»auf, machte sich auch bekannt durch eine Historie von Franckrei».von dem tode des Königs Ludovici Xm an biß auf das jähr"welche Lateinisch geschrieben, an. 16/1 gedruckt worden, und sehrzu loben ist. Er hatte noch ein groß werck wider die Protestantenwegen des heil. abendmals, das er aber selbst verbrannt hat ehe eszum vorscheMgekommen.. Erstarb an. 1692 im 90 jähre seinesal-

ters. VVicquefort AtnbassadeUr. Bayle^ Puffmdorff. rer. Svec 1i 7 . § 98 .

. Barden / lat.Bardi, waren bey den alten Galliern und Teut-schen diejenigen, welche sich auf die poesie und music legten. Sielichteten lieber, welche man zu lob und Versöhnung der götter, wieauch zum rühm der alten tapffern Helden, absunge, und in wel-chen die Historie dieser völcker beschrieben war. Nachdem bey denTeutschen die Christliche rellgion eingeführet worden, schaffte manzwar die Dvüyden, Wahrsager, und was zum Heydnischcn got-tesdienst gehörte, ab, die Barden aber wurden in soweit beybehal-ten,daß sie nicht mehr zu ehren der Heydnischcn götter etwas dich«ten durffteN, wohl aber zu lob der alten Helden. Es müssen nochhin und wieder in bibliolhecken überdleibungen von dergleichen ge-sangen stecken, inmassen denn Aventinus in der Teutschen Überse-tzung seiner annaiium berichtet, daß er sich berselbigen in der altenTeutschen Historie bedienet, auch erzehlet, daß Carolus M. derglei-cheu verse zusammen tragen lassen , wovon der meiste theil vcrioh-rett und verfälscht worden. Hunibaldus,der von den FranckeneineHistorie geschrieben, hat aus den alten gefangen das meiste zusam-men getragen,wie Trithemius bezeuget. Es waren die alten Bar-den bey den Teutschen in grossem ansehen , so gar, daß auch diekriegs-leute, wie Diodorus Siculus meldet, sich von ihnen in ttrgrösten Hitze besänfftigen liessen. Den namen wollen etliche vonDardo i. dem fünfften Könige der Gallier, herleiten, der eingrosser liedhader dieser wissenschafft soll gewesen seyn. Andere hal-ten dafür, daß durch das Wort bar ein gewisser thon bedeutet wer-de , und daß von demselben das bey dem Tac>.to vorhandene wertbarritus oder barditus den Ursprung habe. Aufs wenigste ist sehrwahrscheinlich,und kan mit erempeln aus den schrifften der meister-sünger bewiesen werde, das das Wort bar auch wohl das sied selbstenbedeutet. Barden waren auch ein gewisses mit Longobarden ver-mischtes volck,von welchem auch noch einiae örter ihren namen ba-den sollen. Also wird ein gewisses gebürge des landes Au-xois in Burgund Mont-Bard, oder Mont-Bardi, lat. nwmBar.dorum, genennet, weil einige dafür halten, daß die Barden daselbstihre wohnung gehabt. Schedius und Spangenderg in einem ien-dem buch von Barden hatten dafür,daß der ort Bardewick.wofelbstsie ihren sitz gehabt hätten, der Barden weich von ihnen benametsey. Doch hat Meibomius inhiit. Bardevici hiervon eine andere

Meynung. D'todor, Sicul. >. s. Tacitus de mor. Germ. c, 2, n. 3. c. ;n. 1 & 1.2 ann.c. 88- Aventin. l.i & 4 . Spangenberg, inHannemanmanmerek. über Opitzensbuch von der Teutschen poeterey p-94 leg,Morhof von der Teutschen spräche P, 2 c, 6.

Bardenflete/ eine uralte adeliche familie in dem HertzogtbumBremen , deren stamm-schloß gleiches namens in dem Stedwgerlande gelegen. Heinrich hat an. 12 > 9 nebst andern von Adel demBremischen ErtzbischvffGerhard gehuldiget. Johannes war an.154; Hertzoglicher Clevischer Hauplmann, und trat nachgehendöin Ertzdischdffliche Dremlfthe dienste. Dessen urenckel, Carl· wr»Möglicher Hannoverischer Stallmeister , wurde, da er nach eta iieareisen wolle, von den bauern in Tyrol erschossen. Bon dessen bru-